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Auflösung

Ein besonders wichtiges Kapitel der digitalen Fotografie beschäftigt sich mit der AUFLÖSUNG der abgespeicherten Bilder.

Bei allen digitalen Kameras kann man die Auflösung, mit der die Bilder nach der Aufnahme zur Verfügung stehen, individuell wählen. Bei höherwertigen Modellen kann man den Typ des Speicherverfahrens, ob es eine JPG, TIFF oder RAW (NEF) – Datei werden soll, selbst bestimmen.
Je geringer die Auflösung, desto kleiner sind die abgespeicherten Dateien und um so schlechter ist die Bildqualität, dafür können große Mengen von Bilddateien auf einer Speicherkarte abgelegt werden. Wer im VGA – Format 640 x 480 Pixel abspeichert, kann diese Bilder höchstens zur Betrachtung am PC – Bildschirm, als eMail – Anlage oder als Bilddatei in einer Website nutzen. Qualitativ akzeptable Ausdrucke am eigenen Printer oder Vergrößerungen im Labor in Formaten über 9x12 cm sind eher nicht realisierbar, Ausschnitte werden sofort in Pixelstrukturen aufgelöst.

Angesichts der heute angebotenen leistungsstarken Speicherkarten muss man nicht an der Bildqualität sparen. Mit ein paar 512 MB oder 1 GB Karten in der Fototasche kann man leicht einen ganzen Urlaub über und unter Wasser bebildern, ohne zwingend ein Laptop oder eine spezielle mobile Festplatte mit Kartenleseeinschub zur Zwischenspeicherung zu bemühen. Die Investition in einige Reservespeicherkarten übersteigt heute kaum die Kosten, die Analogfotografen für ihren einmaligen Filmbedarf plus Entwicklung ausgeben mussten. Man erkennt, dass sich Speicherkarten schnell bezahlt machen.

Um die Auflösung der Chips, die bei 5 oder 8 Millionen Pixel liegt auch tatsächlich zu nutzen und sichtbar zu machen, sollte die an der Kamera zur Bildaufzeichnung gewählte Auflösung mindestens der weit verbreitet so genannten „High Quality“ entsprechen, besser noch „Super High Quality“. Hierbei werden üblicherweise im bekannten JPG – Dateiformat geringfügig komprimierte Bilder abgespeichert. Die Komprimierung in diesen Formaten hat kaum Einfluss auf die Darstellung am Bildschirm oder bei Vergrößerungen bis etwa 40 x 60 cm.

Wichtig für die Weiterverarbeitung einer Bilddatei als Ausdruck oder einer Vergrößerung, die von einem Labor angefertigt wird, ist die entsprechende Vorbereitung der Bilddaten. Hier kommt ein neuer Begriff ins Spiel, der meist erst bei der Bearbeitung der Bilddateien mit einem entsprechendem Grafikprogramm am Computer auffällt – die Frage der Druckauflösung des Bildes, meistens steht hierfür der englische Begriff „ppi“ – Pixel per Inch. Das bedeutet ganz einfach, wie viele Pixel per Quadratinch (1 Inch sind etwa 2,5 cm) in der Bilddatei enthalten sind.
Für Bildschirmdarstellungen genügen 72 ppi, für Bilder, die auf dem eigenen Printer gedruckt werden sollen, in einer Druckerei oder einem Fotolabor vervielfältigt werden, sind wenigstens 300 ppi notwendig.

Leider gehen hier die Kamerahersteller unterschiedliche Wege. Die Nikon - Kamerasoftware stellt zum Beispiel bei der Coolpix 5000 die Druckauflösung bei höher aufgelösten Bildern selbst auf 300 ppi ein während Olympus bei der C 8080 nur 72 ppi vorgibt – was dafür aber eine Bildgröße mit einer Seitenlänge von über 1 Meter zur Folge hat.

Um in diese Materie weiter einzudringen muss man sich in einem Digital - Fotoworkshop für Fortgeschrittene weiterbilden und Grundkenntnisse im Umgang mit anspruchsvollerer Grafiksoftware aneignen.

Das macht auch der Umgang mit so genannten RAW – Bilddateien erforderlich, die unkomprimierte Bilddaten aufzeichnen, die zudem frei sind von allen kameraseitig möglichen Bildbeeinflussungen während der Aufnahme. So werden hier z.B. keine Weißabgleichfilterungen vorgenommen und das Bildmaterial muss am Computer ausführlich nachbearbeitet werden.

Merke: Um die bestmögliche Bildqualität für allgemeine Verwendungen abzuspeichern, wählt man als Auflösung „High – oder Super High Quality“. Die Menge der in dieser Qualität auf einer Speicherkarte abzulegender Dateien hängt vom Volumen der Speicherkarte und der Dateigröße ab. Als Beispiel: Auf einer 512 MB xD Speicherkarte können mit der Olympus C 8080 130 Bilder in „Super High Quality“ bzw. 260 Bilder in „High Quality“ gespeichert werden. Die Zeitdauer für den Speichervorgang ist bei hochwertigen Karten trotz der großen Datenmengen dann immer noch so kurz, dass auch Serienaufnahmen möglich sind.  
 

Zusammenhänge Auflösung, Bildgröße, Dateigröße am Beispiel von Scannvorgängen

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© www.unterwasserwelt.de / Michael Goldschmidt

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