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Anders als bei der analogen Unterwasserfotografie, die in erster Linie von Spiegelreflexkameras und von amphibischen Sucherkameras (Nikonos, Sea & Sea Motomarine) beherrscht wurde ist die digitale Fotoszene in erster Linie von kompakten Sucherkameras charakterisiert, deren Monitorbild zwar weitestgehend den Bildausschnitt zeigt, den das Objektiv sieht, mit echter Spiegelreflexfotografie hat das aber wenig gemeinsam. Erst nach und nach kommen auch für weniger betuchte Amateure bezahlbare Spiegelreflexkameras (SLR-Kameras) mit digitalem Aufnahmechip in den Handel, doch werden diese voraussichtlich nicht die Verbreitung finden, wie einst die analogen SLR`s, weil die kompakten Kameras selbst schon so viele Möglichkeiten bereitstellen, wie sie technisch von den „Großen“ kaum noch überboten werden können und zudem so klein sind, dass sie gerne überall mit hingenommen werden.
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Meist ist die Kamera schon vorhanden, wenn der Wunsch erwacht, auch unter Wasser fotografieren zu wollen. Glücklich sind dann jene, deren Kameramodell mit einem ausgereiften Gehäusesystem auf Tauchstation geschickt werden kann. Man darf nicht erwarten, dass in unserer schnelllebigen Zeit, in der alle paar Monate neue Kameramodelle auf den Markt kommen, sofort auch entsprechende Gehäuse verfügbar sind. Lediglich die transparenten Kunststoffgehäuse im Angebot der Kamerahersteller selbst sind zeitnah mit dem Erscheinen neuer Kameramodelle verfügbar.
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Kompaktkameras
Vorteile
Klein, immer dabei, vielfältige Funktionen, bei führenden Herstellern einfache Kunststoffgehäuse lieferbar;
Nachteile
Lichtschwache Objektive, Blendenreihe oft nur bis Blende 8, keine Wechselobjektive, nur wenige Modelle bieten Vorsatzobjektive für Weitwinkel- oder Fisheyeabbildungen, die meisten Modelle haben keinen externen Blitzanschluss, bei einer Reihe von Modellen mit externem Blitzanschluss funktioniert die TTL – Steuerung nicht, Bildbeurteilung über den Monitor bei hellem Umgebungslicht stark eingeschränkt, nur für ausgesuchte Modelle anspruchsvolle Gehäuse lieferbar, Tiefenlimit für Kunststoffgehäuse der Kamerahersteller meist bei 40 Metern;
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SLR Kameras (Spiegelreflexkameras)
Vorteile
Sucher lässt unter allen Lichtsituationen die Bild- und Schärfebeurteilung zu, Wechselobjektive, TTL–Blitzsteuerung, hochwertige Gehäuse und Ports lieferbar;
Nachteile
Größe, TTL – Blitzsteuerung meist nur mit systemeigenen Blitzgeräten funktionsfähig, Preis;
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Anschaffungskriterien
Wer keinen absoluten Schwerpunkt für den Kameraeinsatz im Unterwasserbereich sieht sondern über- und unter Wasser mit einem kleinen System Schnappschüsse machen möchte, der kann sich mit einer Kompaktkamera im transparenten Gehäuse ausstatten. Der Aufnahmechip sollte aus heutiger Sicht mindestens 4 Millionen Pixel haben.
Merke: Einfache Systeme zum absolut günstigen Preis zeigen besonders im Unterwassereinsatz rasch ihr Grenzen auf. Die eingebauten Blitzgeräte nahe dem Objektiv beleuchten meist die Schwebeteile sehr deutlich und haben auch keine große Lichtleistung. Weitwinkelaufnahmen sind in der Regel nur mit Zukauf entsprechender Linsen realisierbar, die fast so teuer sind, wie das ganze System aus Kamera und Kunststoffgehäuse. Zusätzliche Blitzgeräte – angesteuert durch Lichtleiter – mit Montageschiene und Arm kosten nahezu so viel wie für höherwertige Kamerasysteme. Es können statt Blitzgeräte auch Lichtanlagen eingesetzt werden, die auch für höherwertige Systeme geeignet sind, die Kosten hierfür liegen deutlich über dem Preis einfacher Kamerasysteme.
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Höherwertige Kompaktkameras können zum Teil in sehr aufwändig ausgestatteten Kunststoffgehäusen der Kamerahersteller eingebaut werden oder in professionell gestaltete Alu- oder Carbongehäuse bekannter Hersteller. Echte Weitwinkelaufnahmen – das A und O der Unterwasserfotografie – erlauben fast ausschließlich die Produkte der spezialisierten Gehäusehersteller, weil hier zu den Weitwinkelvorsätzen der Kamerahersteller auch entsprechende Domeports lieferbar sind, die die Brennweiten unter Wasser nicht verlängern. Manche höherwertige Kompaktkameras erlauben den Einsatz externer TTL – Blitzgeräte, die zufriedenstellende Leistungen bringen. Die Investition in höherwertige digitale Kompaktkameras im Spezialgehäuse liegen spürbar unter dem Niveau der SLR –Systeme. Der Aufnahmechip sollte mindestens 5 Millionen Pixel haben.
Merke: Ohne Licht kein Bild. Um den Nahbereich und Motive bis etwa 1,5 Metern Entfernung auszuleuchten bieten sich Daylight – Lichtanlagen an, die auch für Motive bei geringem Restlicht oder bei Dunkelheit für die Einstellung des Bildes auf dem Monitor und die Funktion des Autofocus sehr vorteilhaft sind. Alternativ können Blitzgeräte verwendet werden, die je nach Kameratyp mit TTL –Steuerung arbeiten oder durchgängig manuell eingestellt werden müssen.
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Die hohen Weihen der UW-Fotografie erlangt man mit dem Einsatz von Spiegelreflexkameras in Gehäusen der etablierten Hersteller. Zum Einstieg sollte man auch hier besonders darauf achten, dass das entsprechende Kameramodell auch tatsächlich in einem hochwertigen Gehäusesystem verwendet werden kann. Bei der Objektivausstattung empfiehlt sich zunächst ein kurzbrennweitiges Zoomobjektiv zu kaufen, das durch ein extremes Weitwinkel oder Fisheye ergänzt werden kann. Für Makroaufnahmen gibt es ebenso besonders gerechnete Linsen mit Brennweiten von meist 50 oder 100 mm.
Merke: Da im Gegensatz zur analogen Fotografie, die durch das Bildformat 24 x 36 mm definiert ist, in der Digitalfotografie keine einheitliche Größe des Aufnahmesensors festgelegt ist, muss man selbst bei Wechselobjektiven, die für den Einsatz an Digitalkameras gerechnet wurden, darauf achten, auf welche Größe des Aufnahmechip die Linse optimiert wurde. Je kleiner der Aufnahmechip, um so enger wird der genutzte Bildwinkel und verlängert sich dazu relativ die Brennweite.
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