|

|
Die Unterwasserfotografie steht und fällt mit der Verwendung von Weitwinkelobjektiven. Nur diese erlauben auf kurze Distanz Fotos zu machen, die mit Blitz oder Lampen ausgeleuchtet werden können. Auch die Sichtweiten beschränken häufig die Konzentration auf Dinge, die in relativer Nähe zur Kamera sind. Wracks, Landschaften, Taucher in ganzer Größe, all das kann man nur mit einem Weitwinkel ins Bild setzen.
Gute digitale Kompaktkameras erlauben einen hochwertigen Linsenvorsatz am fest in die Kamera eingebauten Objektiv anzubringen um die Weitwinkelwirkung zu vergrößern. Manche Kameramodelle können sogar mit einem Fisheye – Vorsatz ausgerüstet werden, der wahlweise eine runde oder eine bildfüllende Abbildung entwirft. Durch das auf Tastendruck zu bedienende Zoomobjektiv stehen besonders bei den Kompaktmodellen von Nikon alle Brennweitenbereiche auch mit einem Weitwinkelvorsatz zur Verfügung. Bei der Coolpix 5000 bewegt man sich dann - übersetzt auf Kleinbildfotografie – mit dem Weitwinkelvorsatz in bereichen zwischen 17 und 58 mm Brennweite.
Billigere Kompaktsysteme können mit etwas Glück aus dem Zubehörangebot mit einem außen am UW-Gehäuse zu befestigenden Weitwinkelvorsatz (z.B. Sea & Sea) aufgerüstet werden. Die Kosten hierfür übertreffen aber oft den Einkaufspreis von Kamera und Gehäuse.
Am besten kann der Fotograf mit einer SLR – Kamera bedient werden, eine stetig größer werdende Palette unterschiedlichster Brennweiten für Digitalkameras, vom Kamerahersteller direkt oder von Fremdfirmen wie Sigma, lassen keine Wünsche offen. Eine unter Wasser gerne benutzte Brennweite liegt bei 20 mm, wobei man immer recherchieren sollte, welcher Bildwinkel im Zusammenspiel mit der eigenen digitalen SLR – Kamera erzeugt wird. Wie schon erwähnt hängt das von der Größe des Aufnahmechips ab, der den Film ersetzt. Da es hier keine einheitliche Größe gibt und der so genannte Vollformatchip, der die Fläche des traditionellen Kleinbildfilms mit 24 x 36 mm hat, auf absehbare Zeit noch nicht von allen Herstellern eingesetzt wird, wird man immer gefordert sein, die Wirkung der jeweiligen Brennweiten am eigenen Kamerabody zu hinterfragen. Auch das Fisheye – Objektiv wird gerne verwendet, damit zaubert man wunderschöne Landschaftsaufnahmen oder man erweckt sogar in trübem Wasser den Eindruck respektierlicher Sichtweiten. Einen großen Brennweitenbereich deckt man mit Weitwinkel - Zoomobjektiven ab, die eine sehr flexible Arbeitsweise unter Wasser zulassen. Makromotive werden üblicherweise mit Spezialobjektiven mit Brennweiten zwischen 50 und 110 mm aufgenommen.
|