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Speichermedien
Arbeitsweise digitaler Kameras

Funktionsprinzipien der Aufnahmechips CF Speicherkarte Smart MEdia Karte xD Speicherkarte Adapter zur Verwendung einer xD Karte im CF - Slot Microdrive

Immer wieder verwendbare Speicherkarten statt einmal belichteter Film, sofortiger Zugriff auf die Bilder statt tagelangem Warten auf die kostenpflichtige Entwicklung, das macht einen großen Reiz der digitalen Fotografie aus. Auch Laborrisiken wie Farbstiche wegen verbrauchter oder falsch temperierter Chemikalien, Kratzer und Fingerabdrücke auf den Filmstreifen, sich im Alterungsprozess verändernde Farben gehören der Vergangenheit an. Vom Original können völlig identische Kopien in unendlicher Menge hergestellt werden.
Von all dem können Analogfotografen nur träumen.

Doch wo viel Licht ist, da ist natürlich auch Schatten. Verglichen mit dem klassischen Dia ist die Menge an Bildinformationen bei digitalen Fotos noch deutlich geringer, auch wenn die Unterschiede mittlerweile erst bei großformatigen Abzügen sichtbar gemacht werden können.
Aber man ist auf dem besten Weg den Abstand zum analogen Bild immer mehr einzudampfen. Das kann aber nur realisiert werden, wenn auf den Chips entsprechend große Datenmengen rasch gespeichert werden können.
In nur wenigen Jahren hat man die Kapazität der Speicherkarten von anfangs 4 MB mittlerweile auf 4 GB erweitert und ein Ende nach oben ist noch lange nicht in Sicht, es ist alles nur eine Frage des Geldbeutels.

In der digitalen Fotografie sind die CF, SD, und xD Speicherkarten wohl am weitesten verbreitet. Nikon und Olympus als klassische Vertreter im UW-Bereich bedienen sich dieser Medien.
Manche Kameramodelle erlauben beide Medientypen einzulegen, was zu imposanten Speicherkapazitäten führt.
Es gibt mittlerweile eine Reihe von Anbietern, die Speicherkarten bei gleicher Kapazität zu sehr unterschiedlichen Preisen anbieten. Gibt es denn Qualitätsunterschiede wie bei den klassischen Filmmaterialien?
In der Tat, diese gibt es.
Einem alten Grundsatz „Billig kann ich mir nicht leisten“ folgend empfehle ich nicht zu Dumpingpreisangeboten von Noname – Anbietern zu greifen. Auch die im Sortiment von bekannten Fotozubehörlieferanten zu findenden Karten sollten bei einmaligen Anlässen nicht in der Kamera stecken. Das, was die Kamerahersteller unter dem eigenen Label verkaufen oder aber die Produkte von San Disk – die für höchste Qualität und bis zu 10 Jahren Garantie stehen, kann empfohlen werden.
Die Unterschiede liegen natürlich in der Verarbeitung und in der Schnelligkeit, in der die von der Kamera gelieferten Datenmengen gespeichert werden können. Wer nur mit geringer Auflösung fotografiert und entsprechend dazu nur kleine Datenpäckchen mit bis zu 250 KB verarbeitet werden müssen, dem fällt der Flaschenhals nicht auf, durch den die Daten gezwängt werden müssen um auf dem Chip zur Verfügung zu stehen. Möchte man die volle Auflösung im gering komprimierten JPG – Format nutzen oder unkomprimiertes TIFF ablegen, dann wachsen die Datenmenge auf 4 MB bis hin zu über 30 MB je Bild an. Ein billiger Chip benötigt zum Speichern wesentlich länger, was die Wartezeit bis zur nächsten Belichtung negativ beeinflusst und Serienaufnahmen in bester Auflösung verbietet.

Immer günstiger werden nicht nur die Speicherchips als solche und man sollte wenigstens 512 MB, besser 1 GB – Karten verwenden, auch die Minifestplatten, die Microdrives sind mittlerweile in bezahlbaren Spielräumen angesiedelt. Für Kameras, die eben auch Erschütterungen ausgesetzt sein können, gerade auch im UW-Einsatz, eignen sich Microdrives weniger, sie sind in Palm- oder Handheld - Computern besser aufgehoben. Im ungünstigsten Fall kann die kleine Festplatte so beschädigt werden, dass auch die Bilddaten verloren gehen. Es ist ohnehin nicht absehbar, ob die Microdrives eine lange Zukunft haben, denn der Trend geht klar zu viele GB großen Speichermedien, die völlig ohne bewegliches Innenleben auskommen. Die Microdrives entstammen einer Zeit, als die Festspeicherchips noch nicht so große Datenmengen fassen konnten, was von der aktuellen Technik überholt wurde.

MERKE: Starke magnetische Felder können die Daten auf Speicherkarten vernichten. Kameras und Speicherkarten nie im Umfeld magnetischer Felder ablegen, das können große Lautsprecherboxen sein, Fernsehschirme, Monitore oder Beamer mit Röhrentechnik älterer Bauart.

MERKE: Werden Bilder auf den Speicherkarten gelöscht, können sie nur mit Hilfe von speziellen Softwareprodukten wieder sichtbar gemacht werden. Am besten kopiert man sämtliche Bilddateien zuerst auf die Festplatte des PC oder Laptop, bevor man die Speicherkarte löscht.

MERKE: Von allen Bilddaten sollte man sofort eine Kopie machen und diese in einem eigenen Ordner, am besten auf einer externen Festplatte, DVD oder einer CD sichern. So kann man verhindern, dass bei der Ansicht oder Nachbearbeitung der Bilder diese gelöscht oder versehentlich in einer geringeren Größe oder einem Ausschnitt mit dem selben Dateinamen überschrieben werden.

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© www.unterwasserwelt.de / Michael Goldschmidt

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