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Ein Reise-Wing für jedermann oder ein reisefreundliches Wingjacket, wie sollen wir es bezeichnen? Auf alle Fälle ist das AERIS REEF RIDER ein Tarierjacket, das die
ausgezeichnete Schwimmlage eines Wing bietet und aufgrund seiner konsequenten Gewichtreduzierung besonders leicht ist.
Eigentlich kennt man den Markennamen AERIS im
Zusammenhang mit innovativen Tauchcomputern. Nun hat dieses Label ein Wing – Jacket geschneidert, das auch Taucher erreicht, die weit ab von der Tec – Szene ihrem
Hobby nachgehen. Das Reef Rider ist ähnlich dem Islander Jacket von Oceanic und man kann keine gravierenden Unterschiede im Tauchcomfort feststellen, außer dem attraktiven Preis
des Reef Rider. Charakteristisch für das AERIS Jacket sind das einzigartige System für das integriert Blei und die D-Ringe. Wie könnte es anders sein, Sie erinnern sich doch
der alten US-Kinofilme mit den riesigen Sofas auf Rädern, den Kultvehikeln der Endfünfziger, genau so bequem ist das Reef Rider. Gepolsterte Rückentrage und ein gefütterter Rand
um den Halsausschnitt machen das vordergründig als Reisejacket deklarierte Reef Rider für Taucher im Tropenanzug besonders angenehm. Keine Frage, das Gewicht unter drei Kilogramm
spricht für sich, muss man auf dem Urlaubsflug zumindest beim Gepäck mit den Pfunden geizen, doch es wäre ungerecht, diesem Jacket jährlich nur zwei Wochen Licht zu gönnen –
und sei es auch in attraktiver Äquatornähe, denn es hat durchaus das Zeug für mehr.
Nicht jeder, der ein Wingjacket taucht ist auch gleich ein zum Tec – Lager
gehöriger User. Doch schätzen vielfach auch Frauen die Freiheit eines Wing, da es sie im Brustbereich nicht unangenehm beengt. Das Reef Rider findet durchaus außerhalb
der Urlaubstauchgänge weitere Aufgaben, die es im Standardbereich anstandslos bewältigt. Gerade die Idee, die hinter dem integrierten Blei (EZ-Bleisystem) steht, beeindruckt. Mit
einem Reißverschluss versehene Bleihüllen werden in Bleitaschen am Jacket eingeschoben, die wiederum oben mit einem Reißverschluss verschlossen sind, deren Bodengruppe jedoch mit
einer Lasche abgedeckt ist, die mit einer breiten Fastex – Schnalle gesichert ist. Selbst mit Handschuhen lassen sich die Schnallen gut öffnen und gleich ob in Schwimmlage
oder mit aufgerichtetem Körper, die Gewichte gleiten anstandslos aus den Bleitaschen. Ein versehentliches Öffnen der Schnallen ist nahezu ausgeschlossen. Allerdings begrenzen die
Volumina der Bleitaschen die maximal zu verstauende Bleimenge, so dass man Tauchgänge mit Trockis bzw. notwendigen größeren Bleimengen nicht mit dem Reef Rider absolvieren kann.
Zusammen mit den Trimblei – Einschüben und in Relation zur Auftriebskraft empfehlen wir eine Bleimenge von 8 – 9 kg nicht zu überschreiten. Die Trimmbleitaschen sind
ähnlich der Komponenten bei echten Wings aus dem Tec – Bereich auf den Flaschengurt aufgeschoben und fixieren ihre Position mit Klettflächen. Die Pressluftflasche
wird mit einem Gurt am Jacket befestigt. Die Rückentrage ist mit einem bewährten, blauen Kunststoffeinsatz ausgestattet, der dem Verrutschen der Flasche entgegen wirkt. Die
Formgebung der Trage unterstützt dabei deren senkrechte Ausrichtung, so dass nicht zu befürchten ist, dass sich die Flasche während des Tauchgangs am Rücken diagonal verdreht.
Ein Gurt zur Flaschensicherung und ein in die Trage eingearbeiteter Tragegriff vervollständigen die Ausstattung. Die Belüftung und Befüllung des Jackets zielt auf Linkshänder.
Es sind nur auf der Linken Seite entsprechende Ventile vorbereitet, ein Schnellablass an der linken Schulter, zu bedienen mittels Zug am Inflatorschlauch, sowie ein weiterer
Schnellablass rückwärtig in Hüfthöhe. Der Inflator selbst lässt die Luft rasch einströmen, die Tasten bei Ein- und Ablass reagieren mit geringem Druck. Wie bei Wingjackets üblich
unterstützen elastische Bänder an der Blase die Entlüftung auch unter geringem äußeren Druck. Mit 7 Kunststoff – D-Ringen sind genügend Möglichkeiten geschaffen Zubehör
zu befestigen. Ein kombinierter Kunststoffkarabiner / Schlauchhalter fixiert den Oktopus. Ausreichend geräumig sind die mit einem RV verschlossenen Zubehörtaschen. Zu ihrer
Entwässerung sind kleine netzartige Öffnungen im Boden eingesetzt. An der linken Tasche bereiten zwei Ösen die Befestigung eines Jacketmessers vor. In Brusthöhe sind an den
Schultergurten Reflexstreifen eingesetzt, die das schwarze Wing mit Scheinwerfern nachts lokalisieren lassen. Der Bauchgurt ist zum Teil aus Stretchmaterial gefertigt, so dass
sich dieser in der Tiefe selbst justiert, wird vom Wasserdruck das Material des Tauchanzugs komprimiert. Der Brustgurt lässt sich in zwei Positionen anbringen, so dass auch
Ladys „drucklosen“ Komfort erleben können.
Praxis
Das Reef Rider bringt den Taucher unter Wasser in eine strömungsbegünstigte Körperlage und beengt auch
bei stärkerer Befüllung nicht. Wer es gewohnt ist auch auf der rechten Seite des Jackets Ablassventile zu bedienen, muss umdenken, das Reef Rider hat diese Ventile exklusiv links.
Befüllung und Entlüft erfolgen rasch und spontan. Bei der Entlüftung unterstützen die flexiblen Bänder an der Blase den Vorgang in allen Situationen wirkungsvoll. Die
Körperausrichtung an der Oberfläche ist dank des Bleisystems und des Trimmbleis stabiler als bei klassischen Wings. Die Gewichtsbilanz des Reef Rider macht es zu einem
komfortablen Reisejacket.
Fazit
AERIS steht nun auch für ein interessantes Wingjacket, das damen- und reisefreundlich ist. Gute Verarbeitung, ein
verblüffendes System für integriertes Blei und eine gute Gesamtausstattung ohne das Gewicht aus den Augen zu verlieren gefallen.
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