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C: UWW / SEMPERT / SEATOURS

C: Sempert / UWW Kuala Lumpur

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C: Sempert / UWW Kuala Lumpur

C: Sempert / UWW Kuala Lumpur

C: Sempert / UWW

C: Sempert / UWW Singapur

23.11.03, 22:27 Uhr. Wir haben das Cruise Center Singapur pünktlich um 18:00 Uhr verlassen und laufen nun mit 17 Knoten Geschwindigkeit in Richtung Ho Chi Min City. Auf Deck10, am Pool, läuft die Western Party. Die Showtruppe gibt sich alle Mühe und interpretiert das volle Programm der bekanntesten Country Songs: „Ring of Fire“, „You picked a fine time to leave me Lucille“ und – zum Erschrecken so manchen Gastes – Gittes „Ich will ‚nen Cowboy als Mann“! Die Stimmung unter den Passagieren  ist grandios und die Western Polonaise wird immer länger. Ruhebedürftige ziehen sich in die Calypso Bar am Heck auf Deck 6 zurück. Dort ist von den Aktivitäten auf dem Pooldeck nichts zu hören. Man sitzt gemütlich an der Reling, den Drink in der Hand und blickt auf die Heckwelle des Schiffes..... Ach ja, Urlaub!!
Morgen ist „Seetag“, wir laufen keinen Hafen an, nur faulenzen, lesen und Zeit, einen ausgiebigen Rundgang durch das Schiff zu unternehmen.

40 Tonnen Lebensmittel, davon 18.630 Hühnereier, 6.300 Croissants, 710 Liter Eiscreme, 6.560 kg Fleisch, 7.220 kg Obst, 6.300 kg  frisches Gemüse – der Wochenbedarf der Kombüse der cara! Die meisten Lebensmittel kommen aus Deutschland oder Singapur, da nur dort die hohen hygienischen Standards zu erfüllen sind. Es ist vorstellbar, welche aufwendige Logistik hinter solchen Zahlen stecken muss. 82 Frau/Mann Küchenpersonal, davon 30 Köche kümmern sich unter der Leitung von Küchenchef Oliver Günther, der seine Kochkünste im Hotel Kempinski in Berlin erlernt hat,  um das leibliche Wohl der Passagiere und Mannschaften.
Rund 300 Mann Besatzung versorgen das Schiff und seine maximal 1.186 Passagiere. Darunter zwei Ärztinnen, die in der Bordklinik auch kleine Operationen durchführen können. Etwa 60 Patienten sind täglich hier zu versorgen. Meist zwar nur alltägliches wie grippale Infekte, Magen/Darm und Blutdruck, aber für den Fall der Fälle stehen auch zwei Kühlkammern zur Verfügung.
Woran es wohl liegt, dass auf AIDAcara, abgesehen von der Leiterin des gesamten Housekeeping, nur chinesische Wäscher beschäftigt sind? Wissen wir doch, dass auch die Eroberung des Wilden Westens der USA unter Mitwirkung der Chinesen und deren Wäschereibetrieben vorangetrieben wurde. Sind Chinesen zum Wäscher geboren? Jedenfalls bringen die 8 Herren an Bord der AIDAcara täglich zwischen 1.500 und 3.000 kg Wäsche zu blütenweißer Reinheit. Ach ja, im Durchschnitt benötigt einer der, durchwegs männlichen,  Bügler für das Bügeln eines Herrenhemdes 3,5 Minuten! Da kann der durchschnittliche Heimbügler nur staunen.
Dass die AIDAcara über ein Fitness-Studio mit Ausdauer- und Kraftgeräten, über einen Jogging – Parcours und einen Golf-Simulator verfügt, gehört zum Standard eines modernen Kreuzfahrtschiffes. Der Jogging Kurs verläuft auf Deck 6 rund ums Schiff – eine Rennstrecke von ca. 370 ;etern und ein zweifelhaftes Vergnügen für die Bewohner der Außenkabinen  auf Deck 5. Sie hören, wenn die gesundheitsbewussten Läufer unterwegs sind, in regelmäßigen Abständen das „Baddabumm baddabumm“ der Laufschuhe auf dem Deck.

Oberste Instanz an Bord ist Kapitän Lutz Leitzsch, 54, aus Rostock. Er ist ein erfahrener Seemann, fährt er doch schon seit seinem 16.Lebensjahr zur See. Aber, es ist ein Gerücht, dass der Kapitän eines Hochseeschiffes berechtigt ist, Trauungen durchzuführen! Davor hat der Gesetzgeber eine Menge Vorschriften gelegt. So müsste der Kapitän eigens eine Prüfung zum Standesbeamten ablegen und als solcher von Amts wegen bestätigt sein. So stirbt wieder eine beliebte, romantische Vorstellung von der christlichen Seefahrt. Überhaupt Romantik! Von der angeblichen Seefahrerromantik ist an Bord eines modernen Schiffes nichts zu finden. Computer beherrschen auch das Leben auf der Brücke der „AIDAcara“. Es steht zwar noch immer einer der wachhabenden Offiziere mit dem Feldstecher am Auge am Fenster der Brücke und beobachtet die Umgebung, hält nach Hindernissen oder anderen Schiffen Ausschau, aber Kurs hält das Schiff dank der automatischen Steueranlage unter Kontrolle des Computers. Die Bildschirme der Navigationssysteme zeigen die Umgebung, Boote oder Schiffe im Einzugsbereich, den eigenen Kurs, den der anderen Fahrzeuge inklusive des theoretischen Kreuzungspunktes der Kurse. Seetiefen und Umgebung entnimmt der Computer von der jeweiligen CD – ganz wie im Navigationssystem eines PKW. Vergeblich suchen die Gäste auf der Brücke, nach dem klassischen Steuerruder, wie wir es alle aus den Seeräuber-Filmen mit Erroll Flynn oder Burt Lancaster kennen. Zwei profane „Joysticks“ genügen, die 21.720 KW (29.530 PS) der Hauptmotoren auf die beiden Schrauben zu übertragen und das 193 Meter lange und 40m hohe Schiff zu manövrieren. Dank der beiden Bugstrahlruder kann das riesige, schwimmende Hotel praktisch „auf dem Teller“ gedreht werden. Die Schleppboote in den Häfen sind eigentlich nicht nötig, die cara könnte wahrscheinlich ohne sie sogar schneller ablegen. Aber, die Schlepper sind von den jeweiligen Hafenverwaltungen vorgeschrieben und müssen gebucht – und natürlich bezahlt werden. Keine ganz billige Vorschrift, bei 3 oder 4 Schleppern sind leicht einmal 10.000,- US$ fällig!


Ho Chi Min City, die Hauptstadt von Vietnam ist manchem eventuell noch eher unter ihrem alten Namen Saigon geläufig. Wer sich die Landkarte von Vietnam zur Hand nimmt, wird feststellen, dass HCM keineswegs an der Küste liegt! Die letzten 40 Seemeilen zum Hafen werden auf dem Saigon River zurückgelegt. Schon ganz  früh, gegen 6:00 Uhr, geht das Lotsenboot längsseits und der vorgeschriebene
Lotse kommt an Bord. Dann läuft die AIDAcara vorsichtig in die Flussmündung ein. Ein beeindruckendes Stück des Weges! Der Fluss wälzt sich schmutzigbraun in Richtung Meer. Die Uferlandschaft ist dicht bewachsen. Immer und immer wieder zeigen sich kleine Seitenarme. Winzige Fischerboote, kleine und größere Lastkähne, alle am Bug mit der Zeichnung der charakteristischen Augen auf rotem Grund versehen – dem Symbol, das böse Geisterabwehren soll - bevölkern die Fahrrinne. Manche scheren sich keinen Deut um das große Schiff und kreuzen bedenkenlos dessen Kurs. Teilweise nur wenige Meter vor dem Bug. Der Fluss mäandert sich durch üppiges Grün, vorbei an Hausbooten und kleinen Gehöften und es ist erstaunlich, wie Kapitän Leitzsch und seine Mannschaft die AIDAcara um die manchmal rechtwinkligen Kurven manövrieren. Je weiter wir uns dem Hafen nähern, desto dichter wird der Verkehr auf dem Fluss. Schubverbände mit Müll oder Sand beladen, riesige Frachtschiffe die entladen werden oder auf Reede liegen.

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