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TAG - Doppelventil AquaLung © UWW

TAG Ventil AquaLung © UWW

15 l Flasche, Ventil TAG AquaLung

TAG - Ventil NITROX AquaLung

Monoventil NITROX AquaLung

TAG Pressluftventil INT AquaLung

Mono - Pressluftventil INT AquaLung

Kaum beachtet gibt es in Deutschland ein noch bis zum Jahr 2010 dauerndes Verwirrspiel bei der Bauart von Flaschenventilen und den passenden Gewinden in den Flaschen selbst. Dazu kommt die Nitrox – Normung, die ihrerseits eigene Ventilgewinde vorschreibt, damit kein Austausch mit Presslufttechnik möglich ist. AquaLung hat nicht nur sehr durchdachte Doppelventile im Angebot, auch die Nitroxventile sind wegweisend, da sie als erste den Vorgaben der EN 144 T3 entsprechen und so auch zertifiziert wurden.

Hand aufs Herz, haben Sie sich als Sporttaucher je für die Belange der Flaschenventile interessiert? Welche Unterschiede gibt es, welche Normen müssen erfüllt werden um Ihre Sicherheit bei der Durchführung von Tauchgängen oder beim Transport der Flaschen zu gewährleisten? Dabei nehmen Sie das Ventil doch recht häufig in die Hand – beim Tragen der Flasche, bei der Montage des Atemreglers. Aber mehr als ein Anschlussgewinde für die erste Stufe und ein Hahn zum Öffnen der Atemgaszufuhr ist dieses unspektakuläre Teil am Tauchgerät eigentlich nicht. Erstaunlicherweise beginnt ein gewisses Verantwortungsgefühl für die Funktionssicherheit der Tauchausrüstung erst beim Atemregler und da auch erst bei der zweiten Stufe, denn die liefert – fühlbar – die notwendige Atemluft.  
Auch wenn Sie nicht zum Kreis der Sporttaucher gehören, die eigene Atemgasflaschen besitzen, wenn Sie nur im Urlaub auf der Basis einen Tank ausgehändigt bekommen, für den Übergabepunkt des Atemgases an die erste Stufe Ihres Reglers sollten Sie sich schon etwas näher interessieren.

Drei unterschiedliche Normen für Ventilanschlüsse an Tauchgeräte gibt es für Pressluft, eine gültige Norm für Nitrox.
Eine erste Norm erfuhr die Tauchszene um 1975, als man mit der DIN 477, Teil 6 versuchte Ventile mit einem Gewinde M25x2 ISO zum Standard zu erklären, die bis dato verwendete unterschiedliche klein- und großkonische Ventile ablösen sollte. Die Nachteile der alten Ventile waren dramatisch, wurden diese zu fest in das Flaschengewinde eingedreht, konnte der Flaschenhals gesprengt werden. War durch Verunreinigungen im Flascheninneren das Ventil sogar verstopft, konnte es bei der Demontage explosionsartig herausgeschleudert werden, weil der Restdruck in der Flasche nicht abgebaut werden konnte. Zudem wurden zur Dichtung Teflonbänder oder gar Bleiringe verwendet. Unter heutiger Sicht wäre die Verwendung von Bleiringen keinesfalls mehr akzeptabel.
Mit der neuen Norm wurde die Dichtung mit einem O-Ring herbeigeführt, Abmessung 25x2,64mm2  mit einer Härte von 70 Shore. Die Kraft, mit der man das Ventil im Flaschengewinde festzieht wird nun – mit einem Drehmomentschlüssel kontrolliert – auf maximal 80 Nm festgeschrieben.
Eine Abschrägung im oberen Abschluss des Flaschengewindes sollte bei seitlichen Schlägen auf des Ventil mechanisch entlastend wirken.
Da diese Ventilnorm aber besonders bei Aluflaschen aufgrund einer sehr hohen punktförmigen Belastung zu Kontaktkorrosion führte, musste diese Norm bald darauf novelliert werden und kam als DIN 477 Teil 6, Ausführung 2 zur Anwendung. Nun liegt das Ventil plan auf, der O-Ring wurde dicker – 25x3,55mm2 – und als weitere Sicherheit wurde eine Entlastungsbohrung integriert, die bei einem gelockerten Ventil die unter hohem Druck befindliche Luft gefahrlos über das Wasserschutzrohr ableitet.
Die heute gültige und ab 2010 allein anwendbare Norm EN 144 sieht unter Teil 1 keine Abschrägung des Flaschenventils im oberen Bereich vor, dafür wird eine O-Ring Nut mit einer Tiefe von 2,7 mm vorgeschrieben.
Halten wir uns diese aktuell gültigen Normen vor Augen, bedeutet dies nichts anderes, als dass Ventile dreier unterschiedlicher Normen im Umlauf sind. So ist es tatsächlich möglich ein Ventil der Norm von 1975 an einer heute gebräuchlichen Flasche nach EN –Norm zu montieren. Allerdings kann dieses Ventil nicht tief genug in das Flaschengewinde eingedreht werden. Es kann zwar kein Unfall durch ein unter hohem Druck herauskatapultiertes Ventil entstehen, aber die Entlastungsbohrung baut nach dem Füllvorgang den Druck kontinuierlich ab, am Tauchplatz ist die Flasche dann nahezu leer.
Natürlich erlischt die Bauartzulassung bei der Montage solcher nicht passender Teile. Wer versucht durch dickere O-Ringe den Druckabbau zu umgehen, muss die Konsequenzen dafür tragen, die unter Umständen sogar strafrechtlich relevant sein können.
Soviel zum aktuell möglichen Verwirrspiel um Ventile und Flaschen.

AquaLung liefert alle Ventile nach den Vorgaben der Euronorm EN 144 und geht sogar noch einen Schritt weiter, als dass diese auch nach der noch strengeren französischen Norm NFA 51105 zugelassen sind. Hintergrund für diese Beurkundung ist unter anderem der hohe Reinheitsgrad des in den Ventilen verwendeten Messing. Sehr positiv ist der Sechskant an der Ventilbasis zu bewerten, der die Montage wesentlich erleichtert.
Die Standardventile können bis zu einem Arbeitsdruck von 230 bar eingesetzt werden, natürlich sind auch 300 bar Versionen lieferbar. Zur Entlastung des Öffnungsmechanismus sind die Mechaniken progressiv ausgelegt, so dass der Hochdrucksitz wirksam entlastet wird.
Eine Besonderheit ist die asymmetrische Anordnung der Doppelventilabgänge. Somit wird gewährleistet, dass die Position der ersten Stufen die Schlauchführung gegenseitig nicht behindert. Und, die Handräder der Ventile sind aus einem stoßabsorbierenden Material gefertigt, was Schläge auf die Ventile abfängt, sollte die Atemgasflasche einmal umfallen.

Das Thema Nitrox hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Im außereuropäischen Ausland wird Nitrox bis 40% Sauerstoffanteil ohne Anspruch auf eine entsprechende nitroxtaugliche Gerätschaft – Flasche und Atemregler – verwendet. Bis heute sind diesbezüglich keine Probleme bekannt geworden.
In Deutschland muss unter Anwendung der EN 144 T3 bei Sauerstoffanteilen in der Atemluft von über 21% mit einer Gasversorgungstechnik gearbeitet werden, die auch einem Sauerstoffanteil von 100%  gerecht werden würde.
Sauerstoff in hoher Konzentration darf nicht mit bestimmten Fetten oder Metallen in Kontakt treten, es besteht sonst ein hohes Risiko, dass die Reaktion des Sauerstoffs mit Bestandteilen der verwendeten Materialien eine Explosion verursachen kann.
In Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten wird durch die Euronorm vorgegeben, dass für Nitroxtauchgänge – die aufgrund ihrer begrenzten Tauchtiefen und verminderten Stickstoffaufnahme rundum als positiv zu bewerten sind – speziell zugelassene Regler, Flaschen und Ventile zu verwenden sind. Die nicht unerheblichen Mehrsausgaben für Nitrox – Equipment scheuen jedoch viele Taucher, auch, weil die Befüllung ihrer Flaschen mit Nitrox meist nicht auf kurzem Weg erfolgen kann.
AquaLung bietet nun als erster Hersteller zertifizierte Ventile mit dem Gewinde M 26x2 ISO, entsprechend EN 144-3, um auch an dieser Stelle die bestmögliche Qualität im Gesamtbild der Nitroxausstattung nach Euronorm zu bieten.
Und, um dem Nitroxtauchen in Deutschland neue und wichtige Impulse zu geben, hat die Firma Bauer Kompressoren zeitgleich ihre erste Nitrox – Membranfüllanlage vorgestellt, die zudem als einzige in allen Teilen vom TÜV zertifiziert wurde. So darf man trotz aller finanzieller Hürden erwarten, dass das Tauchen in Deutschland mit Nitrox doch in eine positive Zukunft blicken kann.
Es wird Zeit, dass man sich von den Grundsätzen der Tauchsport – Gründerzeit intelligent verabschiedet und erkennt, dass die wissenschaftlichen wie technischen Erkenntnisse auf diesem Gebiet mittlerweile weiter fortgeschritten sind, als die Praxis im Tauchsport hierzulande erkennen lässt.      

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