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by UWW 10.07

JAcket AQUATEC Atlas

© UWW

Bleitaschen - Einschub- und Trimmblei © UWW

Inflator mit Signalhorn

Anschluss für Doppelflaschen

Gurtung auch ohne Blase verwendbar

 

Fakten

Hersteller: AQUATEC
Typ: Atlas
Vertrieb: Wet & Dry
Blase: ADV, einschalig
Material: 1000 Denier Cordura  
Farbe: Schwarz
Größen: S – XL
Auftrieb: 14 – 20 kg
Blei maximal: 12 kg
Doppelflaschen: Max. 2x12 l
Monoflasche: Max. 15 l
D-Ringe: 2x Kunststoff, 4x Edelstahl
Extras: Signalhorn, Gurtung ohne Blase verwendbar, 2 Schlauchhalter, Flaschengurtschnalle aus Edelstahl
Preis: empf. VK € 395,-, mittlerer Preis € 360,-
Infos: www.wetunddry.de  

Der Blick aufs eigene Bankkonto begleitet die Entscheidung für ein Jacket nicht unerheblich. AQUATEC lässt sein ADV - Modell Atlas im selben Werk in Taiwan fertigen, in dem auch andere, teurere Jackets hergestellt werden. Man kann für einen Aufpreis von gut 220,- Euro ein in kleinen Details geändertes Produkt unter dem Label eines österreichischen Anzugschneiders kaufen, das von Wet & Dry vertriebene Atlas pendelt sich je nach Anbieter um die 360,- Euro ein.

Robust, angenehm zu tragen und funktionell sollen Jackets im allgemeinen sein. Und etwas Farbe würde ihnen auch nicht schaden. Die erstgenannten Kriterien meistert das Atlas durchaus, der Rest bleibt schwarz, bis auf die reflektierende Klettschlaufe, die den Inflator positioniert. 
Das einschalige Jacket aus 1000 Denier Cordura, innen mit PU beschichtet, ist wahrlich kein Weichei und steckt den Job auch bei engagierten Tauchern gut weg. Alles wirkt hochwertig und widerstandsfähig, vielleicht auch etwas puristisch mit Blick auf die Polsterung der Rückentrage.
Die Gurtung ist vom Auftriebskörper abgesetzt, das Gewicht des kompletten Tauchgeräts liegt also gut auf den Schultern, ein Plus, das besonders über Wasser schlicht als komfortabel bezeichnet werden kann. Während eines Tauchgangs hat das keine weitere Bedeutung, erst bei kräftiger Befüllung der Blase, bis hin zur maximalen Kapazität, wird man vom Auftriebskörper nicht eingezwängt, ein Umstand, der vom flexiblen Bauchgurt unterstützt wird.
Das Gurtsystem kann auch allein, ohne Blase verwendet werden, soll nur eine Tauchflasche getragen werden. Diese Lösung kommt uns bekannt vor, ein großer japanischer Hersteller ist hier der Vorreiter. Mit Modifikationen sind auch Doppelflaschen zu befestigen.
An individuellen Anpassungsmöglichkeiten bietet das Atlas die übliche Längenverstellung des Bauchgurts inkl. Kummerbund (zweiter Bauchgurt mit Velcroschnalle dehnbar), des Brustgurts und zusätzlich zur Schnellverstellung der Schultergurte auch noch eine Anpassung der Schulterauflage selbst in drei Stufen.
In den Inflator ist als Standard ein Signalhorn eingesetzt, Vorsicht, hier kann man bei den ersten Tauchgängen schon mal die falsche Taste drücken und es strömt statt Luft in das Jacket ein lautstarkes Signal in die Umgebung.
Unter einer Gummihülle, die den Inflator optisch verbreitert, wird der Mitteldruckschlauch geführt, zunächst eine Designfrage doch durchaus auch schützend zu bewerten.
Im Faltenschlauch ist ein Schnellablass für das linke Schulterventil integriert, ein weiterer Schnellablass findet sich auf der rechten Schulter und an der rechten unteren Rückseite. Die Schulterventile sind gleichzeitig als Überdruckventile konzipiert. Als Komfortsteigerung gedacht ist die Verlängerung der Leine, die das hintere Ventil ansteuert. Diese ist in einer Röhre entlang der rechten Unterseite des Atlas nach vorne geführt. Also bräuchte man nicht nach hinten greifen und im Zweifelsfall „blind“ nach dem Knauf suchen. Jetzt tastet man vorne danach, in gefühlter Konkurrenz zum Kunststoff – D-Ring mit Schlauchhalter.
Die Auslegung der integrierten Bleitaschen sowie der Mechanismus zum Lösen der Gewichtseinschübe erinnern gleichfalls stark an Ideen, die der schon erwähnte japanische Hersteller geboren hatte. Wohl ohne Zweifel hat sich AQUATEC hier inspirieren lassen und honoriert die Vordenker des Wettbewerbs zumindest mit dem Aufgreifen der guten Einfälle. Jedenfalls ist das Be- und Entladen der Bleitaschen ein unkomplizierter Akt. Zusätzlich zu den Bleieinschüben sind noch zwei weitere Trimmbleitaschen an der Rückseite angesetzt, mit Velcroschnallen verschlossen.
Insgesamt können 12 kg Tariergewicht zugepackt werden, was das Atlas auch noch zum Gebrauch mit vielen Trockenanzügen ohne auftriebsstarken Unterzieher zulässig macht. In der XL-Version generiert die Blase einen maximalen Auftrieb von 20 kg.
Die beidseitig eingearbeiteten Taschen sind mit Reißverschlüssen versehen und entlassen Wasser mit Netzeinsätzen im Boden. Bei maximaler Bleibefüllung verlieren die Taschen etwa 1/3 ihres Volumens. Diverses Zubehör findet jedoch problemlos einen Platz.
In die Flaschenhalterung sind 6 mit Noppen besetzte Gummistreifen eingesetzt, die das Herausrutschen der Flasche wirkungsvoll verhindern. Allerdings muss man die Schlaufe des Flaschengurts etwas weiter öffnen, um das Jacket ohne Fummeln montieren zu können. Sehr gut gefällt die Stahlschnalle am Flaschengurt, hier spart der Wettbewerb meist auch bei Highend - Angeboten  - an der falschen Stelle.
An 4 Edelstahl – D-Ringen lässt sich genügend befestigen, hier dürfte es normalerweise keine Engpässe geben.

Praxis

Die Anpassung der Gurte allgemein ist kein zeitraubendes Manöver, etwas länger dauert die Längenjustierung der Schulterauflage, so dies nötig ist. Hat man die Schlaufe zur Befestigung des Tanks etwas größer gewählt, gibt’s auch hier keine Komforteinbußen.
Geradlinig ist ferner die Positionierung der Bleitaschen, der Mechanismus für den Schnellabwurf beugt einer Fehlfunktion vor.
Die Reißverschlüsse der Taschen lassen sich gut greifen. Die Reaktion der Ventile und des Inflators ist einwandfrei. Den Schnellablass für das hintere Ventil greift man nicht immer zielgerecht. Zwei im Lieferumfang enthaltene Schlauchhalter bändigen auch umfangreiche Atemtechnik.   
An der Wasseroberfläche findet der Körper eine angenehme Position, die insgesamt etwas tiefer liegend wirkt, als bei anderen Jackets.    

Fazit

Das AQUATEC Atlas kann bei näherer Betrachtung und Marktkenntnis seine Nähe zu hochwertigen Produkten anderer Hersteller nicht verheimlichen. Etwas mehr Polsterung am Rücken käme gut an, ebenso zu überlegen, ob man den Entlüftungsknauf für das rückwärtige Ventil nicht auch dort belassen sollte. Insgesamt ein Preistipp.

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