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by H. Frei 2.08

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Laichkraut © UWW H. Frei

Hecht © UWW H. Frei

Flussbarsch © UWW H. Frei

Döbel © UWW H. Frei

Brachse © UWW H. Frei

Zander © UWW H. Frei

 

Karte

Unter Süßwassertauchern ist der Attersee eine vertraute Größe. Mit 4 Tauchbasen und ca. 32 offiziellen Einstiegsstellen rund um die gigantische Wasserfläche verteilt, bietet er beste Voraussetzungen nicht nur für ein verlängertes Wochenende, sondern auch für ausgiebige Tauchferien. Zumal man den riesigen See auch nach mehrmaligen Besuchen weder in noch auswendig kennt.

Der Attersee ist in jeder Beziehung ein Ausnahmegewässer. Die Seehöhe beträgt 467 m, seine Maximaltiefe 170 m. Somit ist er der zweittiefste See im Salzkammergut, nur übertroffen vom Traunsee mit 191 m. Größenmäßig wird er aber von keinem anderen innerösterreichischen See auch nur annähernd tangiert. Auf seiner Wasserfläche von 48 Quadrat-Km hätten mehr als 180 Millionen Menschen Platz. So sind seine Länge von 20 km und sein Umfang von über 50 Km ein untrügliches Maß für genussreiches Tauchen an einsamen Stellen. Denn in den schier endlosen Uferzonen des Attersees finden auch Individualisten noch ein ungestörtes Plätzchen. Der Seenforscher und Geologe Dr. Josef Schadler hat in Untersuchungen festgestellt, dass der Atterseee mit 500 000 Jahren das älteste Gewässer in Salzkammergut ist. Aufgrund seiner ausufernden Maße schluckt er auch große Tauchgruppen, ohne dass man Sorgen um Wasserpflanzen und ramponierte einstiegsstellen haben müsste.
Tauchen im Attersee ist prinzipiell frei, ähnlich dem Schwimmen und Baden. Es wird aber trotzdem ersucht, eine allgemeine Tauchgenehmigung für das Salzkammergut ein zu holen.  Man erkauft sich den Seenzugang mit dem Erwerb einer ARGE-Tauchkarte. Die Divecard hat eine Gültigkeit von 12 Monaten und wird von der ATÖ (ARGE Tauchen Österreich) ausgestellt. Die meisten Tauchschulen sind für die Divecard ausgabeberechtigt. Auf diese Weise wird zwar das Tauchen nicht limitiert, wie man meinen könnte, sondern in geregelte Bahnen gelenkt. Mit dem Geld pachtet die ATÖ auch Gewässer im Privatbesitz bzw. im Besitz der Bundesforste an, wo dann mit der Divecard ungehindert getaucht werden darf. ARGE-Tauchen ist eine gute Sache, weil hier für den Einzelnen Freiräume geschaffen wurden, die man als Einzelperson so nie erlangt hätte. So hat ATÖ die Ausweitung weiterer geplanter Tauchverbotszonen am Attersee stoppen können.
Die Uferzonen sind stellenweise dicht mit Wasserpflanzen überzogen, in denen kapitale Hechte stehen und große Barsche auf Raub aus sind. Denn hier pulsieren Jungfischschwärmen von erstaunlichen Ausmaßen. Es sind dies mit die fotogensten Plätze, weil auch das Tageslicht sehr stark in die Bildgestaltung eingreift. Obwohl sich im Attersee eine erkleckliche Anzahl diverser Fischarten etabliert hat, gilt er nicht unbedingt als fischreich. Vordergründig täuscht aber dieser Eindruck, weil sich die Millionen Fische in der gigantischen Wassermasse verlieren. Wer sich vom Ufer ins Freiwasser traut, kann auch mal eine der scheuen Reinanken treffen. Oder man steht urplötzlich vor einer gewaltigen Seeforelle bzw. einem mächtigen Seesaibling. Im Attersee ist auch einer der seltensten Fische Europas zuhause. Es ist der seltene Perlfisch, den man wegen seiner Vorliebe für uferferne Lokalitäten nur selten zu Gesicht bekommt. In der Nacht sieht man vorzugsweise Aale, Aalrutten und viele Weißfische wie Döbel, Rotaugen und Rotfedern. Erstaunlicherweise auch Schleien. Für Nachttauchgänge sollten Sie sich an eine der örtlichen Tauchbasen wenden. Dort zeigt man Ihnen nicht nur die besten Tauchplätze, sondern begleitet Sie auch auf Wunsch. Für UW-Fotografen und Filmer ein lohnenswerter Service.
Am Attersee findet zumindest in den Sommermonaten reger Linien-Schiffsverkehr statt. Meiden sie die Schiffanlegestellen und die Routen der Schiffe. Es ist nicht nur verboten hier zu tauchen, es ist auch lebensgefährlich. Ebenso sollten Sie sich von den Pfahlbauten in Nussdorf, Stockwinkel, Unterach und Schloss Litzlberg fern halten. Die Gendarmerie kennt da keinen Spaß. Traurige Berühmtheit hat der Attersee wegen seiner vielen Tauchunfälle erlangt, deren Hauptursache vermutlich auf unkontrolliertes Tieftauchen an den Steilwänden zurückzuführen ist. Auch archäologisches Graben und Waffentauchen in großen Tiefen hat in früheren Jahren schon so manchen Goldgräber dahingerafft. Schützen Sie sich insbesondere vor der Kälte und tauchen Sie mit nicht mehr als drei Begleitern ab. In Sprungschichten und trüben Regionen verliert man schnell den Kontakt, wenn es mehr Taucher sind als die berühmten Drei.
Dank ATÖ und gewisser Regeln hat sich das Unfallgeschehen an Attersee aber deutlich  gebessert. Belassen sie die maximale Tiefe bei 30 m und suchen Sie ihren Freizeitspaß in den ungefährlichen Flachzonen. Auch dort kann man mit etwas Beharrlichkeit alte Keramik und Flaschen finden. Wer daran Spaß findet, bitte schön!

 

 

Fakten

Tiefe: 175 Meter
Fläche: 46 km2
Sicht: Bis 25 Meter
Tageslicht: Bis 40 Meter

www.arge-tauchen.at/attersee.htm
www.attersee.at/alias/attersee/de
Tauchbasis von UnterWasserWelt empfohlen: www.nautilus.at
Professionelle Unterwasserarbeiten: www.ndc.at

www.austrian-divers.at

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