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Briefmarken mit Manatees, Seepferdchen und Meeresschildkröten

Wer hat nicht schon von den Geschichten über Meerjungfrauen gehört jenen sagenhaft schönen Halbmädchen, deren Unterkörper in einem Fischschwanz enden und deren Heimat das weite Meer ist?

Doch nicht nur auf den ersten Blick haben sie ja so wenig mit einem schönen Mädchenkörper zu tun, doch dies ändert nichts an ihrer Faszination für Taucher.

Die Seekühe bilden eine der kleinsten Ordnungen innerhalb der Klasse der Säugetiere.

Nur vier Arten sind bekannt. In der Familie der Rundschwanz-Seekühe (Trichechidae) der Fluss-Manati (Trichechus inungguis), der Afrikanische Manati (trichechus senegalensis) und der Nagel-Manti (Trichechus manatus), in der Familie der Gabelschwanz-Seekühe (Dugonidae) als einziger Vertreter der Dugong (Dugong dugon).

Der Dugong

Die Heimat des Dugong ist der Indopazifik. Vorzugsweise lebt er in geschützten und seichten Küstengewässern der Tropen und Subtropen - von der Osküste Afrikas, dem Roten Meer und dem Persischen Golf ostwärts durch den gesamten Indischen Ozean bis nach Vanuatu und Neukaledonien im Westpazifik.

In manchen Gebieten ist der Dugong sehr selten geworden, das sein Fleisch von den Menschen in allen Teilen seines Verbreitungsgebietes sehr geschätzt wird. Mit der Änderung der Jagdmethoden durch den Einsatz moderner Waffen, der Verschmutzung der Seegraswiesen und der Verlegung von unzerreißbaren Nylonnetzen gerät diese Tierart jedoch immer mehr in Gefahr.

Noch steht der Dugong nicht am Rande der Ausrottung, doch Wachsamkeit ist gefragt.

In manchen Gebieten ist er bereits zu einer Touristenattraktion geworden und dies lässt Vergleiche zu anderen Tierarten zu, die heute für die ehemaligen Jäger ein sicheres Einkommen darstellen.

Die abgewinkelte Haltung des Kopfes zum Körper verleiht den zur Familie der Seenadeln gehörenden Seepferdchen (Hippocampus) wahrlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Pferden.

Sie gehören nicht zu den freischwimmenden Spezies sondern klammern sich vorwiegend mit ihrem muskulösen, bauchwärts einrollbaren Schwanz, an Pflanzen fest. Interessant ist ihr Balz- und Brutpflegeverhalten das immer wieder erstaunt, da der Mann die Hauptlast der Aufzucht zu tragen hat.

Jedoch wird diese Idylle in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebietes auch in dem vor unserer Haustür liegenden Mittelmeer massiv gestört. Gleichgültige Fischer, skrupellose Händler, verantwortungslose Souvenirläden, bornierte Touristenscharen und der potenzschwache Machomann aus Fernost tragen allesamt dazu bei, dass die kleinen Pferde der Meere immer seltener werden und vom Aussterben bedroht sind.
 

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