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© Herbert Frei / UWW

© Herbert Frei

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© Herbert Frei

Ports

Zur H1 liefert Sony wohl einen Weitwinkelkonverter, aber BS Kinetics plädiert für die Alternative von Soligor mit einem Verkürzungsfaktor von 0,25, der aus dem 36-432 mm Zoom (auf Kleinbild bezogen) eines mit 9-108 mm Brennweite macht. Der als Fisheyekonverter bezeichnete Vorsatz ist ungewöhnlich flexibel zu handhaben. Er gestattet extreme Nahaufnahmen im Telebereich der Kamera und lässt sich in der Weitwinkelstellung bis zur 180° diametralen Abbildung (rundes Bild) zoomen. Ein solch riesiger Bildwinkel kann nur mit einem stark gewölbten Domeglas nach außen gebracht werden. Physikalisch korrekt wäre eine Glashalbkugel, aber die kann und will der Gehäusehersteller vorerst nicht liefern. So tuts auch eine mäßig gewölbte Frontscheibe, die den Bildwinkel nur unwesentlich einschränkt. Eine echte Halbkugel wäre, weil sie aus Kostengründen aus Acrylglas gefertigt werden müsste, stark kratzgefährdet, denn für zirkulare (runde) Aufnahmen darf keine Sonnenblende angebracht werden. Das Domeglas wäre demzufolge so schutzlos wie ein Blinder in der Löwensteppe.
Die von BS Kinetics montierte Domescheibe bringt, obwohl nicht halbkugelförmig ausgeführt, einen Bildwinkel in der Nähe von 160° bis 170° - völlig ausreichend für nahezu alle Weitwinkelaufgaben. Man muss im Riff aber trotzdem höllisch aufpassen, dass man nicht aneckt. Schon das Hinausreichen der Fotogerätschaft auf das Tauchboot birgt unkalkulierbare Risiken, wenn der Bootsmann das UW-Gehäuse so hinlegt, dass es bei jeder Welle auf dem Domeglas rollt. Dann hilft nur noch Schleif- und Polierpaste sowie eine Eselsgeduld. Die Ports sind mit einem gut funktionierenden Bajonett versehen. Montage und Demontage bereiten keine Schwierigkeiten. Anzuraten ist dem Hersteller das Anbringen einer groben Rändel an den Portfassungen. Mit feuchten Händen gleitet man am glatten Kunststoff schneller ab als ein Bob im Eiskanal.

Blitzen mit der H1

Leider besitzt die Sony H1 keinen Mittenkontakt. Deshalb kann man auch keinen Systemblitz montieren und mit TTL blitzen. Das ist im Grunde genommen aber alles, was man dieser modernen Digicam vorwerfen kann. An Land kein Grund zum Heulen, unter Wasser wenigstens einer zum  Jammern. Aber ganz so schlimm, wie erwartet, wird es nicht, denn BS Kinetics installiert einen Digital-Adapter, der einen am UW-Gehäuse befestigten Amphibienblitz zum Zünden bringt. Dazu muss der Kamerablitz im UW-Gehäuse herausgeklappt sein. Das sollte man allerdings tunlichst vor dem Schließen des Rückdeckels machen. Vergessliche Naturen können ansonsten unter Wasser nur auf kollegiale und hilfsbereite Tauchpartner mit Lampen hoffen.
Sinnvoll ist als Kunstlicht ein Amphibienblitz mit gespreizter Teillastskala von 1/1 bis mindestens 1/8-Last, denn der Digital-Adapter dient ausschließlich zur Impulsweiterleitung an den Amphibienblitz, berücksichtigt aber die Vorblitze der Sony H1. Geregelt wird dabei allerdings weniger als an einer Kreuzung ohne Ampelschaltung und Vorfahrtsschilder. Blitzbelichtungen erfolgen deshalb manuell durch Stellung des Teillast-Schalters. TTL, so schön es auch wäre, gibt es nicht. Gute Erfahrungen haben wird dabei mit einem älteren Subtronic Alpha gemacht. Geeignet sind aber auch Inon- und Sea & Sea Blitzgeräte. Nach einigen Dutzend Bildern hat man den Bogen raus und fotografiert fast wie mit einer Automatik.
Was passiert aber, wenn man den Amphibienblitz abschaltet und Bilder ohne Blitzlicht machen möchte? Kein Problem, denn der Kamerablitz verpufft ohne Wirkung im UW-Gehäuse. Einziger Nachteil: Bei jedem Bild zündet der Kamerablitz und saugt peu a peu die Akkus leer. Starke Mignon-Zellen mit mindestens 2400 Ah bis 2600 Ah sollten zum Standard gehören.

Praxis

Das pechschwarze, nahezu quaderförmige UW-Gehäuse liegt leicht und ergonomisch in der Hand, der Monitor lässt sich deutlich betrachten. Von Vorteil ist die Bildstabilisation, die er einem ermöglicht, mit langen Verschlusszeiten sowohl mit als auch ohne Blitz zu agieren. Die Bedienung ist praxisgerecht, der Auslösehebel so fein justiert, dass er gefühlvoll bedient werden kann.
Die Halteschiene wirkt angesichts des relativ kleinen Karbongehäuses etwas mächtig und breit, erweist sich aber als praxisgerecht. Befestigt wird sie mit zwei großen Rändelschrauben, deren Anzugsmoment das UW-Gehäuse sicher auf der Schienenfläche hält. Die Fotogerätschaft ist angenehm  austariert, so dass sich damit sehr entspannt tauchen und arbeiten lässt.
Zu begrüßen wäre es, wenn der Hersteller an den Ports Rändel- oder Kordelstrukturen anbringen würde, damit sich die Vorsätze eleganter und mit weniger Kraft wechseln lassen.

Preise

Sony H1 ca. 400,- Euro
Soligor-Fisheye-Konverter 129,- Euro
H1-Karbongehäuse 850,- Euro
Fisheye-Port 265,- Euro  
Digital-Adapter 179,- Euro

Infos
www.bskinetics.com   
info@bskinetics.com       
           

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