UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Anzeige Aqua Active Agency

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Werbung SDI TDI ERDI

Werbung Taucheruhren.de
© UWW / Herbert Frei

by Herbert Frei 7.07

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW Herbert Frei

© UWW Herbert Frei

© UWW Herbert Frei

Entweder wollte Minolta nicht mehr oder konnte nicht mehr. Vielleicht war es auch eine feindliche Übernahme. Die Gründe sind im Nachhinein unerheblich. Jedenfalls hat sich Sony, einer der größten Elektronik - Konzerne der Welt, die profitable Minolta - Kamerasparte bereits vor über einem Jahr mit Haut und Haaren einverleibt. Das Geld war gut angelegt, denn mit einem Schlag katapultierte sich der Fernseh- und Spielkonsolenhersteller in die Liga der exklusiven Spiegelreflexanbieter.
Herbert Frei berichtet über Sony`s Erstlingswerk Alpha 100.


Mit digitalen Kompaktkameras hat sich Sony bereits einen Namen gemacht, und zwar keinen schlechten. Als einer der wenigen Kamerahersteller fertigt Sony seine Bildsensoren selbst. Auch die in Minolta - Kameras verbauten Bildwandler stammen samt und sonders aus dem Hause Sony. Insofern war der Zukauf nicht unbedingt unerforschtes Neuland. Die von Minolta seinerzeit gefertigten Kameras Dynax 5D und 7D wurden zu einem Produkt verschmolzen, mit kleinen Änderungen aufgewertet und mit einem leistungsfähigen 10,2 Megapixel-Bildsensor versehen. Daraus wurde dann die Sony Alpha 100. Gute Aussichten für einen erfolgreichen Start ins digitale SLR-Leben.

Kompatibel bis zur letzten Linse

Von Minolta hat Sony vernünftigerweise das Kamerabajonett und alle Objektive übernommen. Äußerlich wurden die Brennweiten nur etwas an der Fassung geschönt und mit dem Sony - Logo versehen. Ansonsten blieb alles gleich. Dass Minolta - Objektive bei den Fotografen einen sehr guten Ruf besitzen und diesen auch unter Beweis stellen, bestätigt sich seit vielen Jahren. Insofern macht ein Minolta - Fotograf nichts falsch, wenn er in eine Sony D-SLR investiert, da alle Linsen übernommen werden können. Und das sind wahrlich nicht wenig. Zusätzlich unterstreicht Sony seine Profiambitionen durch eine ausgefeilte Palette hochwertiger Zeiss - Objektive. Selbstredend mit AF-Antrieb. Des Weiteren hat Sony die Produktion einer Profikamera angekündigt, möglicherweise mit Vollformatsensor, wofür ein Großteil der Minolta - Objektive übernommen werden könnte, zumindest die telezentrisch konstruierten Makro- und Teleobjektive.
Das einzige Objektiv, bei dem der Unterwassereinsatz etwas problematisch werden kann, ist das 16 mm Fisheye. Es ist identisch mit dem alten Minolta - Fisheye und besitzt wie dieses Objektivdaten in weißer Schrift auf der Fassung neben der Frontlinse. Und diese Daten spiegeln sich beim Fotografieren, insbesondere beim direkten und auch indirekten Gegenlicht, auf den Bildern wieder. Obwohl das Fisheye sonst ohne Fehl und Tadel ist, kann das Einspiegeln der Objektivaufschrift ganze Bildserien verhunzen oder zumindest für Arbeit beim Nachbearbeiten sorgen. UnterWasserWelt rät deshalb eher zum Kauf des 15 mm Sigma - Fisheye mit Minolta bzw. Sony-Bajonett. Wer das Minolta- bzw. Sony - Fisheye schon hat, kann die weiße Schrift auch mit einem schwarzen Edding abdecken. Dann ist der Spuck mit den Geisterbildern meistens vorbei.
Die Sensorgröße ergibt zusammen mit den Kleinbildobjektiven von Sony einen Crop-Faktor von 1,5. Das 16 mm Minolta - Fisheye wird quasi zu einem 24er Weitwinkel mit der Wirkung eines 15 mm Kleinbildobjektives und 110° Bildwinkel. Gleiches geschieht mit den empfehlenswerten Makroobjektiven 50 mm und 100 mm. Aus dem 50er wird eines mit dem Bildwinkel eines 75 mm Makros und das 100 mm Makro mutiert scheinbar zu einem 150 mm Makro. Diese engen Bildwinkel sind sehr gewöhnungsbedürftig, insbesondere, wenn das UW-Gehäuse nur über einen kleinen Galileo-Sucher verfügt. Aber hier soll es laut BS-Kinetics bald eine Änderung geben.

Positionierung

Sony`s Alpha 100 zielt auf die Basisklasse, will weder Profi- noch Semiprofikamera sein. Hierfür spricht das leichte Kunststoffgehäuse und einige für die UW-Fotografie nicht relevante, aber fehlende Features. Dennoch, die Ausstattung ist üppig und mehr als ausreichend für Urlaubsfotografen. Zu den Knallern gehört die Bildstabilisation „Super-Steady-Shot“, bei der sich der CCD-Bildsensor mittels Gyrosensoren den Verwackelungsbewegungen des Fotografen anpasst. Mit jedem Objektiv der Minolta/Sony - Reihe und auch mit Fremdobjektiven von Sigma, Tamron und Tokina funktioniert diese Technologie. Verwackelte Aufnahmen gibt es nun auch bei langen Synchronzeiten von bis zu 1/8 s nicht mehr. Das bringt Vorteile in großen Tiefen für Mischlichtbilder. Bildstabilisierte Aufnahmen sind aber nicht identisch mit Objektunschärfen und Wischeffekten. Stabilisiert wird das Bild, jedoch nicht die der Motivbewegung.
10,2 Megapixel sind ein gewichtiges Pfund. Damit lassen sich Ausschnitte mit hohem Detailreichtum anfertigen. Die Auflösung erreicht Postergröße, etwa DIN A3. Bei der Bildqualität hat Sony Neuland im besten Sinne betreten. Beim Rauschen erreicht die Kamera bei ISO 200/24° sogar ein besseres Ergebnis als die Nikon D200. Erst bei ISO 400/27°zieht dann Nikons Semiprofi - Bolide davon. Insgesamt erzielt die Sony Alpha 100 ihre besten Ergebnisse bei ISO 100/21°, ist hier sogar Klassenbeste. Die Bildqualität und insbesondere die Nettodateigröße samt Artefaktenwiedergabe sind stark vom Basisobjektiv und natürlich auch vom Motiv abhängig. Mit über 15 MB pro Bild wildert die Alpha 100 bereits im Mittelfeld.
Gut, dass Sony den Wert der automatischen Sensorreinigung erkannt hat. Das „Anti - Dust – Vibration - System“ aktiviert sich beim Einschalten der Kamera selbst und schüttelt eventuell anhaftenden Staub vom Bildsensor, der dann auf einem Klebestreifen festgehalten wird. Zusätzlich wurde das Low – Pass - Filter vor dem Sensor antistatisch beschichtet. Die Staubschutz - Technologie ist vorbildlich und auch sehr effektiv. Ob sich in Zukunft noch digitale Spiegelreflexkameras ohne automatische Sensorreinigung verkaufen lassen, ist fraglich, hängt aber sehr stark vom Kaufverhalten und dem Informationsstand der Interessenten ab. 
Wie verwirrend die Digitaltechnik im Detail sein kann, zeigt die Alpha 100 bei der Dynamik - Optimierung. So schreibt Sony in der Bedienungsanleitung, dass man hier die Aufnahmebedingungen hinsichtlich des Kontrastes verbessern kann. Ein Rätsel, weshalb man das nicht automatisch im Programm verankert. So hat man die Möglichkeit mit dem Navigationsring und der Fn-Funktion (linkes Programmrad), die Kontrastverbesserung mit OFF auszuschalten (wer macht so was?), eine Standard - Normalkontrasteinstellung (D-R) zu wählen oder eine Kontrastoptimierung (D-R+) einzustellen. Firmenseitig ist die Kamera auf D-R eingestellt, was aber unter Umständen zum Ausfressen heller Bildstellen führen kann. Da wir unter Wasser ohnehin immer mit starken Kontrasten rechnen müssen, bietet es sich an, D-R+ zu wählen, weil die Zeichnungen in den Hell- und Dunkelfeldern besser erkennbar sind.
Allerdings gibt es hier schon wieder Einschränkungen. Damit die Verwirrung nicht allzu klein ausfällt, funktioniert die Kontrastoptimierung nur bei der Mehrfeldmessung und nicht im manuellen Modus. Ebenso nicht bei RAW und RAW + JPEG, was aber logisch ist. Im Serienbildmodus, den wir unter Wasser nur gelegentlich verwenden, speichert die Kamera die Kontrastkorrektur des ersten Bildes und überträgt diese auf alle nachfolgenden Aufnahmen.

>>> lesen Sie hier weiter >>>

Werbung AUDAX PRO

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung ZARGES

Werbung Orca Diveclubs

Gewinnspiel Kalender Dive von Delius-Klasing
Werbung Suunto