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by Herbert Frei 11.07

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Bei Nikon-Fans steht die D80 hoch im Kurs. Regelmäßig belegt die robuste D-SLR vordere Plätze in den Rankings der Testredakteure. Zu recht, wie wir glauben, denn die D80 ist eine gelungene Synthese aus Amateurkamera und professionellen Anleihen ihrer größeren und erheblich teureren Schwestern D200/D300 und D2Xs.
Herbert Frei über einen Lückenbüßer, der aber gar keiner sein will.


Zwischen der Einsteigerkamera D40x und den professionellen D200/D300 schließt die D80 im Nikon-Angebot eine wichtige Lücke, sowohl preislich als auch technisch. Um es gleich zu sagen, sie kann weder die D200 noch die neue D300 in der Reputation gefährden, aber UW-Fotografen können deren Reserven ohnehin nicht nützen. So erweist sich die D80 letztendlich als die ideale Nikon in einem UW-Gehäuse. Dies umso mehr, als die Bildsensoren von D200 und D80 mit je 10 Megapixel identisch sind. Die neue D300 verfügt indes über 12,3 Megapixel, was aber nicht kaufentscheidend sein sollte. Für Nikon-Verehrer mit UW-Ambitionen besteht deshalb kein Grund, in die weitaus teureren Profikameras zu investieren. Zumal sich die Bildergebnisse bzw. die Bildqualitäten nur marginal unterscheiden und auch bei der D80 durchaus professionellen Ansprüchen genügen. Ausstattungsgemäß muss sich die D80 vor keiner Mitbewerberin verstecken. Sie hat fast alles, was man sich wünscht und sogar Sachen, die man nicht benötigt. Aber das ist bei Digicams schon fast ein Normalzustand. Leider fehlt ihr wie vielen anderen Nikon D-SLR`s immer noch eine automatische Sensorreinigung. Hier hat Nikon ein Defizit, das ab swe D300 bereinigt wird, nachdem der Hauptkonkurrent Canon mit seiner 400D das Heft in die Hand genommen vorgeprescht war.
Hinsichtlich der Belichtung setzt die Kamera zwar keine neuen Maßstäbe, aber sie belichtet mit Tageslicht oder Lampenlicht so sicher und perfekt, dass man dem Meßsystem höchste Zuverlässigkeit bescheinigen darf. Und das, obwohl die D80 die Belichtung nur mit 420 Pixel erfassen kann…bei der Vorgängerin, der D70, waren es noch 1005. Mit diesem Modul arbeiteten heute noch die D200/D300, deren Belichtungskompetenz aber nicht besser ist als die der D80. Kameraintern vergleicht die D80 das Motiv nach dem Erfassen von Motiventfernung, Motivkontrast, Motivfarbe und Motivhelligkeit mit 30 000 intern gespeicherten Aufnahmen auf einer Bilderbank. Da geht selten was schief, zumal in diesem Speicher auch UW-Aufnahmen abgelegt sind.

10 Megapixel und die Folgen

Heutzutage sind bei digitalen Spiegelreflexkameras der gehobenen Amateurklasse 10 Millionen Pixel als Auflösungsbasis eigentlich Standard. Braucht man das? Was bringt es? Wo liegen die Risiken? Die D80 besitzt einen APS-C-Bildsensor mit immer noch vergleichsweise großer Fläche. Der Crop-Faktor liegt bei 1,5 und das darf als moderat bezeichnet werden. 10 Megapixel sind gut für hohe Auflösungen (Poster, Großbilder), aber nicht unbedingt ideal bei hohen ISO-Zahlen (Rauschen wird begünstigt) und auftretenden Beugungserscheinungen (kleiner Pixelabstand). Nikon hat bei der D80 aber hinsichtlich der Signalverarbeitung sehr gute Kompromisse gefunden, so dass man auch mit ISO 400/27° fotografieren kann. Allerdings stellt die D80 bei der optischen Qualität höhere Ansprüche als beispielsweise ein Film. Alte Analogobjektive, so gut sie an einer Nikon F4 oder F5 waren, an die D80 gehören nach Möglichkeit außer Makro- und Fisheyeobjektiven keine weiteren analogen Pendants. Rüsten Sie deshalb mit dazu passenden Digitaloptiken auf. Die Bildqualität wird es Ihnen danken. Denn je besser und geeigneter das Objektiv, desto schärfer und hoch aufgelöster kommen die Digibilder.
Mittlerweile ziehen sich auch Bildagenturen an 10 Megapixel hoch. Nicht selten ist das unterer Standard, wenn man verkaufen will. Grund sind mögliche Bildausschnitte, die fast immer in der Werbung vorgenommen werden. Insofern ist der Schritt von 6 Megapixel bei der D70 zu 10 Megapixel bei der D80 mehr als begrüßenswert. Darüber lässt sich leicht verschmerzen, dass die alte D70 eine kürzeste Verschlusszeit von 1/8000s hatte, die D80 nur noch eine von 1/4000s.

Spezielles zur D80

Daten speichert die D80 anders als die Profimodelle nicht auf CF- sondern auf SD-Karten. Wer die D80 neben seiner D200/D300 oder gar D3 als Zweitkamera verwendet, kann deshalb keine Kartenkompatibilität von der Profikamera zur Amateurkamera verlangen. Andersrum geht es allerdings mit einem CF-SD-Adapter. Über die Entscheidung SD-Karten bzw. SDHC-Karten zu verwenden, kann man geteilter Meinung sein. Zwar sind SD-Karten in digitalen Kompaktkameras sehr populär und auch bei den D-SLR`s relativ weit verbreitet, aber lange nicht so robust wie CF-Karten. Bei Wassereinbruch ins Kartenfach sind meistens auch die Daten fort. Dafür besitzen SD-Karten einen Schreibschutz, der jedoch von den meisten Anwendern nie in Anspruch genommen wird.
Professionell kann die Bildqualität gespeichert werden. Wer sich nicht mit RAW - Daten herumschlagen will, sollte JPEG - Fine und Bildgröße L vorwählen. Damit kann man absolute Spitzenbilder mit hoher Informationsdichte erzeugen. Und wer will, kann die Bilder sogar kameraintern bearbeiten. Ein Alptraum für Juroren bei Live - Fotowettbewerben. Aber so ist die neue Kamerawelt. Immer ein Schritt weiter als die Gralshüter. So können neben den üblichen Veränderungen wie s/w, Sepia und Blautonung auch Warmtonfilter eingeblendet werden. Und sogar Bildausschnitte lassen sich durchführen.
Bildgestaltungsvorteile kann man gegenüber Mitbewerberkameras verbuchen, wenn man die Gittereinblendung im Sucher aktiviert, eine typische und immer wieder begrüßenswerte Nikon-Spezialität. Das Sucherbild mit Gitternetz eignet sich bestens für Darstellungen nach dem Goldenen Schnitt oder Bildgestaltungen nach der 2/3-Regel.
Noch verrückter wird es, wenn man sich für RAW-Bilder, also Rohdaten-Bilder entscheiden hat. Im Modus „Bildmontage“ lassen sich zwei RAW - Bilder quasi als Doppelbelichtung zu einem einzigen Bild verschmelzen. Und die D-Lightning Funktion hellt als dreistufiger Kontrastausgleich die Schattenpartien auf. Absolute Spitzenklasse ist Nikons RAW - Konverter Capture NX. Die gebührenpflichtige Software zur RAW - Bearbeitung (bei Nikon NEF genannt) ist das Beste, was es auf diesem Sektor gibt. Interessanterweise lassen sich viele NX - Funktionen zur Bildoptimierung auch auf JPEG und TIFF - Dateien anwenden. Das eröffnet Chancen bei der gleichzeitigen Speicherung von RAW und JPEG - Bildern, die man sogar in unterschiedlicher Bildqualität (Fine, Normal, Basic) koppeln kann. Vorsicht beim Löschen von JPEG - Daten auf der Speicherkarte, wenn diese mit NEF gekoppelt sind. Wenn ein JPEG - Bild gelöscht wird, geht automatisch auch das RAW - Bild verloren. Sofern man den Datenanfall (RAW + JPEG) nicht ständig mitmachen will, kann man auch nur im NEF - Format speichern und gegebenenfalls ein RAW - Bild in der Kamera noch nachträglich in JPEG umwandeln.
Keine Kompromisse sollten Sie bei der Auflösung eingehen. Unterwasseraufnahmen also immer mit voller Pixelzahl belichten. Die D80 gestattet nämlich auch Belichtungen mit 5,6 und 2,5 Megapixel. Diese Einstellungen sind im Grunde nur für die Sportfotografie mit ihrer Serienbildfolge interessant.
Der Autofokus bietet so viele Einstellmöglichkeiten, dass man als Einsteiger eher nicht weiß, was man einstellen soll. Ein zumindest interessantes Feature ist der AF-A. In diesem Modus schaltet die Kamera bei Motivbewegungen automatisch vom Einzelbild - AF auf Schärfeverfolgung. Das kann sich bei schwimmenden Fischen in einer besseren Schärfe niederschlagen. Ansonsten ist es von Vorteil, wenn das UW - Gehäuse über den entsprechenden Eingriff auf den AF - Modusschalter verfügt. Die freie Wahl des AF - Feldes ist eines jener Angebote, die man bereitwillig annimmt, sie aber nie oder nur selten benutzt. Fast alle bekannten UW - Fotografen stellen den mittleren AF - Sensor fest ein und speichern dann die Bildschärfe mit dem AF - Lock oder dem Auslösehebel. Das ist zumindest unter Wasser die bessere Wahl, weil man zum manuellen Verstellen des AF - Feldes gute Augen benötigt und über allem eine versierte Kamerabedienung erforderlich ist.
Mit 32 Individualfunktionen ist die D80 auch für notorische Spielernaturen gut bestückt. Hier kann man die Kamera seinen persönlichen Bedienvorlieben anpassen, sollte aber aufpassen, dass man sich nicht in den Menüebenen verrennt und gegebenenfalls verirrt. Unter Wasser sollten Sie keine Experimente eingehen, zumal man kaum mehr als 5-6 Eingriffe zur optimalen Bedienung im UW - Gehäuse benötigt. Eines muss noch erwähnt werden, der High-Eyepoint Sucher an der D80. Mit einer Vergrößerung von 0,6 übertrifft er alle Konkurrenzmodelle. Das ist dann wichtig, wenn das UW - Gehäuse über keinen Zusatzsucher verfügt.

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