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by Herbert Frei 1.07

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Digitale Spiegelreflexkameras sind auf dem Vormarsch. Aber nicht nur bei Profis, auch Urlaubsfotografen tendieren immer häufiger zu den hochwertigen Kameras mit Wechselobjektiven. Hier spielt die Musik, wenn die Qualität der Bilder ein Optimum erreichen soll. Herbert Frei über ein Basismodell, das auch gehobenen Ansprüchen genügt.

Trends werden nicht unbedingt von den Verbrauchern gesetzt, zumindest stark beeinflusst. Und die produzierende Kameraindustrie folgt dem Ansinnen der Käufer. Erst widerwillig, dann aber in immer schnellerem Tempo. Opfer dieses Sinneswandels sind die digitalen Kompaktkameras. Einst hoch gelobt und mit SLR - Eigenschaften ausgestattet, werden sie zunehmend in die Knipserecke gedrängt. Fast alle Kamerahersteller haben sich von den Highend - Produkten unter den digitalen Kompaktkameras verabschiedet. Kaum findet man noch Digi - Kompakte mit Blitzschuh. Immer seltener werden Weitwinkel- und Telekonverter angeboten  Und bei Nikon gibt es jetzt schon keine digitale Kompaktkamera mehr mit der Möglichkeit, RAW - Daten zu speichern. Der Weg ist vorgezeichnet. Kompromisslos geht er in Richtung hochwertige, aber bezahlbare digitale Spiegelreflexkameras. Und weil sich Einsteiger - SLR und Profi - Kompaktkamera im Preis immer mehr nähern, ist klar, wohin der Weg gehen wird. Nämlich zur Consumer - D-SLR.

Nikon D 50

Auch Nikon folgt diesem Trend und bietet als Einsteigerlevel immer mal wieder preisgünstige digitale Spiegelreflexkameras wie die brandneue D 40 oder die für die UW - Fotografie etwas besser geeignete D 50 an. Ob diese D-SLR`s allerdings vom Großteil der einsteigewilligen- und umsteigebereiten UW - Fotografen als solche wahrgenommen worden ist, muss angesichts der mäßigen Nachfrage bei den UW - Gehäuseherstellern bezweifelt werden. Vermutlich wird auch die D 50 unterschätzt. Was, so werden sich viele fragen, kann man von einer Basis - D-SLR mit 6 Megapixel schon erwarten? Haben doch schon Digi-Kompakte in Zigarettenschachtelformat 8 und 10 Megapixel?
Der Bildsensor der D 50 entspricht der gängigen APS-C-Größe, wie sie von Nikon auch in der D 70s oder D 80 verwendet wird. Somit bewegt man sich auf einem gut durchdachten und erfahrenen Terrain. Die 6,1 Megapixel der D 50 sind ungleich hochwertiger als ähnliche oder größere Pixelzahlen in der Kompaktkameraklasse, ja sogar innerhalb der D-SLR`s. Das zeigt sich dann auch bei den Bildern. Die mit 6,1 Megapixel gemachten Aufnahmen lassen sich mit 300 dpi gut und gern bis auf ca. DIN A3, vergrößern, ohne dass Auflösung und Bildqualität sichtbar darunter leiden würden.
Die Menge der Pixel kann man selbst bestimmen. Maximale Bildgröße ist 3008 x 2000 Pixel. Reduzierungen auf 2256 x 1496 Pixel und 1504 x 1000 Pixel sind möglich, aber nicht sonderlich sinnvoll für UW - Aufnahmen. Nicht nur, dass dann die Printgröße drastisch schwindet, auch Ausschnitte wären in Folge fast unmöglich, weil die Auflösung stark zurückgeht. Ob man die 2,5 Bilder pro Sekunde braucht, sei dahingestellt. Und auch eine Synchronzeit von 1/500 s (da kann nicht mal eine Profikamera mithalten!) und die Verschlusszeit von 1/4000 s sind mehr Luxus als Notwendigkeit und nur machbar, weil die D 50 über einen elektronischen Verschluss verfügt. Aber immerhin, man kann damit prahlen und sich wichtig fühlen.
Als Dateiformate stellt die D 50 JPEG in drei verschiedenen Komprimierungsgrößen sowie NEF (Nikoneigenes RAW-Format) und NEF + Basic - JPEG zur Verfügung. Wer nicht im NEF - Format speichern will, sollte JPEG-Fine wählen. Die Komprimierungsrate beträgt 1:4 und gewährleistet hochwertige und farbintensive Ausdrucke bzw. brillante Bilder am Monitor. Die Bildqualität kann sich mit allen am Markt befindlichen D-SLR`s im Bereich von 6 bis 8 Megapixel messen. Sie ist sogar besser als die der größeren Schwester D 70 s. Für Urlaubs- und Erinnerungsfotos also mehr als ausreichend, denn sie kann problemlos im semiprofessionellen Bereich mithalten.
Ob das Absicht ist? Die Bedienung der D 50 ist etwas verschachtelt. Vielfach muss man sich durch Untermenüs quälen, bis man zum entscheidenden Punkt kommt. Das ist natürlich nicht lustig, wenn solche Einstellungen mit den Eingriffen über das UW-Gehäuse vorgenommen werden müssen. Man kann nur die Empfehlung ausgeben, die Kamera vorher an Land auf die relevanten Einstellungen vorzuprogrammieren und unter Wasser so wenig wie möglich in den Menüebenen herumzuspazieren. Wichtige Dinge kann man zum Glück auch über das Display anpeilen, man sollte aber üben, wie es geht. Die Einstellempfindlichkeit beginnt bei ISO 200/24°, was aber kein Nachteil ist. Denn Mischlicht ist deshalb leichter zu realisieren und im Nah- und Makrobereich reichen kleine Blitzleistungen aus, die Bilder korrekt zu belichten. Obwohl die D 50 als Economykamera im Markt platziert worden ist, verfügt sie über einen USB 2.0 Highspeed - Anschluss. Preiswert muss also nicht notgedrungen auch langsam heißen.
Um die Kamera klein halten zu können, hat sich Nikon für eine SD-Speicherkarte entschieden. Eine Speicherkartenkonzeption, die man nicht nur in digitalen Kompaktkameras findet, sondern auch von Pentax und Samsung in digitalen Spiegelreflexkameras eingesetzt wird. Wir empfehlen je eine 1GB und eine 2GB-Karte zu kaufen. Damit kommt man sehr gut hin, falls mal eine Karte ausfallen sollte. Und das ist eventuell gar nicht so unwahrscheinlich, denn SD-Speicherkarten besitzen nach eigener Erfahrung nicht die Robustheit der größeren CF-Karten. Trotzdem sind sie in Amateurkameras vermutlich das Speichermedium der Zukunft. Auf einer 2GB - Speicherkarte können mit der D 50 in JPEG bei geringster Kompression ca. 580 Bilder gespeichert werden. Das ist ausreichend für mehrere Tauchgänge inklusive fleißiger UW-Fotografie.
Zweieinhalb Bilder kann man pro Sekunde schießen, davon 12 JPEG`s oder 4 NEF-Dateien in Folge, die dann in einem Puffer zwischengelagert werden, von wo sie peu a peu auf die Speicherkarte überschrieben werden. Weil die D 50 in JPEG die Bilder etwas aggressiv aufbereitet, neigt die Kamera zu leichten Moire - Effekten. Das bedeutet, bei sehr feinen Strukturen wie Korallenästchen oder Hydrozoen kann es zu leichten Farbüberläufen an den Kanten kommen. Im Gegenzug sind die Bilder bei ISO 200/24° praktisch rauschfrei und bei ISO 400/27° immer noch besser als die Körnung der meisten ISO 400 Diafilme. Von der Funktion Auto - ISO raten wir ab, weil die Kamera dann die Empfindlichkeit schlechtem Umgebungslicht bis auf ISO 1600/33° hochtreiben kann. Und das geht eindeutig zu Lasten der Bildqualität.
Gemäß der geringen Kameragröße ist auch der Monitor kein Riese. Zwei Zoll misst er diagonal, bestückt mit 130 000 Pixel. Nicht üppig, aber ausreichend, wenn man unter Wasser keine Bildershow zum Löschen anpeilt. Der integrierte Kamerablitz kann unter Wasser nur in einem Weichplastikgehäuse verwendet werden.
Der Body der D 50 besteht aus Kunststoff und wiegt 540 g. Die Auslöseverzögerung schwankt zwischen 0,2 und 0,4 s, je nach Motiv, Umgebungslicht und Objektiv. Damit ist die D 50 im Einzelfall auch schnappschusstauglich. Winzig ist der Sucher, dessen Sucherbild aufgrund der fiktiven Brennweitenverlängerung bzw. der Bildwinkelverkleinerung deutlich kleiner ist als der Einblick eines Suchers aus der Vollformatsensor - Fraktion.

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