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Camaro Trockentauchanzug C8-T © UWW / Florian Feldgrill

UWW 10.13

Camaro Trockentauchanzug C8-T

Camaro Trockentauchanzug C8-T © UWW / Florian Feldgrill

Camaro Trockentauchanzug C8-T

Camaro Trockentauchanzug C8-T

Camaro Trockentauchanzug C8-T

Mit der Kombination aus Trilaminat und 7 Millimeter Neopren versucht Camaro die Vorteile beider Materialen in einem Trockentauchanzug zusammen zu führen. Der C8-T, der erstmals auf der boot 2013 vorgestellt wurde und im späten Frühjahr zur Auslieferung kam, steht vor dem ersten Winter, in dem er sich bewähren muss. UnterWasserWelt hatte im März ein Vorserienmodell im eiskalten Attersee im Test.

Camaros C8-T fällt aus dem Rahmen dessen, was wir bislang als Trockentauchanzug im Test hatten.  Trilaminat und Neopren zusammen als Konzept eines Anzugs zu verwenden, ist eine Idee des Unternehmens mit Sitz am österreichischen Mondsee. So ist der C8-T zwischen dem Anforderungsprofil eines bequemen Sporttauchanzugs und dem eines robusten Modells für professionelle Anwender und Tech – Taucher angesiedelt. Allerdings werden sich Technische Taucher mit dem Ziel langer und tiefer Aktivitäten im Kaltwasser  eher für den Arctec Pro aus der Camaro Kollektion entscheiden. Denn beim C8-T kann nur noch Funktionsunterwäsche getragen werden, um gegebenenfalls einen höheren Thermoschutz zu erlangen. Der gesamte Anzug ist innen vom Oberkörper bis zum Ansatz der Boots mit Wärme reflektierendem SCS Titanium kaschiert, das seine beste Wirkung bei direktem Hautkontakt hat.
Der Anzug ist vom Bauch abwärts aus 7 mm Flowcut Neopren geschneidert, die Langarmweste hat eine Materialstärke von 5 mm. Entsprechend zur Position des Auslassventils am linken Oberarm in der Trilaminathülle ist im linken Arm der Weste ein 15 cm breiter Streifen luftdurchlässigen Textilmaterials eingesetzt. Ein Rückenzipper schließt die Weste.
Das Trilaminat – Oberteil  wird mit einem Trockenzipper, der quer oberhalb des Bauchs geführt ist, verschlossen. Um den Einstieg in den Anzug zu erleichtern, reicht die Öffnung etwa halb um den Körper.  Die Enden des in einem breiten Falz eingearbeiteten Zipper werden schürzenartig zum Rücken geführt und dort mit einem Textilgurt mit Fastexschnalle verbunden.  So liegt das ganze Trilaminatmaterial körpernah an.
Für die Unterarme hat man 3 mm Neopren gewählt, in die Latexmanschetten eingearbeitet sind. Am Testanzug ist eine Kopfhaube angesetzt, die Halsmanschette ist ebenfalls aus Latex.
Ein- und Auslassventile sind von SI TECH.
Aufgedruckte Applikationen im Kniebereich haben optische aber keine materialverstärkende Wirkung.
Die Boots haben eine kräftige Sohle, einen Gummischutz auf dem Fuß und einen Stopper für das Fersenband der Flossen.
Zubehör findet in einer auf dem rechten Oberschenkel aufgesetzten Tasche Platz, hier ist auch eine einen Schnorchelhalterung aus Neopren  angebracht.

Praxis

Das erste Anlegen ist etwas gewöhnungsbedürftig, bis man den Dreh raus hat, die Arme in das Trilaminat – Oberteil einzufädeln. Der Anzug sitzt gut und gefühlt hat man einen Halbtrockenen am Body. In den Stiefeln ist noch Platz für dicke Socken. Die Boots passen in der Regel in die gleichen Geräteflossen, die man sonst mit seinen Füßlingen verwendet. 
Unter Wasser setzt sich hinsichtlich der Bewegungsfreiheit das Gefühl fort, halbtrocken zu tauchen. Die nötige Bleimenge entspricht der, wie sie auch bei einem Anzug aus komprimiertem Neopren mit Unterzieher verwendet wird.
Die Testtauchgänge Ende März führten im Attersee in Tiefen bis 20 Meter bei einer Wassertemperatur von 5°C. Bis 45 Minuten hat der Anzug gut gegen Kälte isoliert, wie immer sind unter diesen Bedingungen zunächst die Hände am stärksten ausgekühlt.
Die Ventile arbeiten einwandfrei. Da der Oberkörper von der angesetzten Langarmweste geschützt  wird, trifft der Luftstrom des Einlassventils nicht auf die Haut. Hier entsteht also keine Kältebrücke.
Das Tauchen mit der angesetzten Kopfhaube ist angenehm, das weiche Neopren wärmt ausreichend. Alternativ gäbe es den C8-T auch mit Wärmekragen und separater Kopfhaube.
Das An- und Ausziehen ohne fremde Hilfe ist möglich.

Fazit

Der C8-T von Camaro ist ein Trockentauchanzug, der im Süßwasser, aber auch in Nord- und Ostsee als Ganzjahresanzug getragen werden kann. Konzeptbedingt findet er seine Grenzen bei langen und tiefen Tauchgängen mit sehr niedrigen Wassertemperaturen. Die mechanische Belastung durch Jackets und Flaschen wird durch die Trilaminatschale minimiert. Die Farbgebung gefällt und das Preis – Leistungsverhältnis ist tadellos.  Eine Garantie von 3 Jahren mit gratis Reparaturservice gehört bei Camaro für den C-8-T Professional zum Standard.


Fakten

Hersteller: Camaro
Typ: C8-T
Prinzip: Trockentauchanzug
Material: Neopren, 7mm, Oberkörper außen Trilaminat
Ventile: Si Tech
Reißverschluss: Bauch
Manschetten: Latex
Zubehörtasche: ja, rechter Oberschenkel plus Neoprenhalter für Schnorchel
Boots: Angesetzt
Bester Temperaturbereich: 8°C – 18°C
Größen
Herren: 46 – 60, 94 – 102, 26 – 28
Damen: 36 – 46, 72 – 76, 42K – 44K
Extra: 3 Jahre Reparaturservice kostenlos
Preis ca.: € 760,-
www.camaro.at 

 

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