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Derzeit allerdings ist die bereits geschilderte Form des Zugangs zum Tauchplatz noch der Standard. Es existiert derzeit nur ein Tauchboot und auch dieses liegt nicht an einem Jetty und muss mühsam erklommen werden.
Alle anderen der derzeit ca. 50 Tauchbasen in der Bucht von Dahab betreiben die Taucherei nach diesem alten, sportlichen Prinzip: Anfahrt zum vorgesehenen Platz mit Jeep oder Minibus. Das Equipment kommt auf einem Pickup. Vor Ort wird dann eine Matte auf dem Sand ausgebreitet und die komplette Ausrüstung angelegt. Dann folgt der, je nach Strecke und Windverhältnissen, mehr oder weniger mühsame Weg über die Riffplatte. Bei auflaufender Tide und dem in Dahab unvermeidlichen Wind ist die Wanderung bis zur Kante nicht ohne Risiko! Mit schwerer Ausrüstung, womöglich eine Kamera dabei, Flossen in der Hand und damit durch die Wellen stapfen, keine Sicht zum Grund mit seinen tückischen Löchern in der Riffplatte – eine gute Kondition und trainierte Muskeln helfen wahrlich ohne Sturz den Abbruch der Riffplatte zu erreichen. Und dann endlich reinspringen, abkühlen, abtauchen!
Dahabs Tauchplätze sind durchaus unterschiedlich zu bewerten. Da sind zum einen die Stellen, die massiv und exzessiv betaucht werden. „Lighthouse“ ist da ein schon beinahe abschreckendes Beispiel. Täglich wandern wahre Völkerscharen ins Wasser. Alle Tauchschulen führen dort ihre Ausbildung durch und es hat manchmal den Anschein, dass eine Ampelregelung für den Ein- und Ausstieg durchaus Sinn machen würde. Entsprechend sieht es dann auch unter Wasser aus! Das Riff ist, drücken wir es bildlich aus, abgeschabt. Zwar finden sich für den Ortskundigen Seepferdchen und andere Leckerbissen, aber lebende Korallen sind kaum noch zu entdecken. Hinzu kommt, dass am selben Platz die Surfer ihr Unwesen treiben. Unter vollen Segeln, die ständig wehend steife Brise sorgt für ordentliches Tempo, brettern die Damen und Herren in Richtung des Einstiegs – ohne Rücksicht auf etwa auftauchende Taucher. Dass hier bis dato noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder!
Zu den grenzwertig frequentierten Gebieten zählt natürlich auch der berühmte „Canyon“. Früher an den Innenwänden noch wunderbar bewachsen, sind diese heute blank wie ein Babypopo. Natürlich ist der Tauchgang durch den Canyon noch immer beeindruckend, der Blick aus der Schlucht ins Blau, aus dem schon die nächste Gruppe auftaucht, ist wirklich ein Erlebnis, der Schwarm Glasfische am Ausgang ein echter Eyecatcher. Aber unvermeidlicherweise haben all die Heerscharen von Taucher, die dort täglich durchgeschleust werden, ihre Spuren hinterlassen.
Nach wie vor entzieht sich uns das Verständnis für die Faszination, die das berüchtigte „Blue Hole“ auf die Taucher aus aller Welt ausübt. Das „Blue Hole“ ist innen schlicht und ergreifend stinklangweilig, tief (110m), aber uninteressant! An der Innenseite dieses blauen Lochs findet sich annähernd kein Bewuchs. Seine einzige Attraktion ist der berüchtigte Tunnel in ca. 55 m Tiefe, durch den man die Riffwand durchtauchen kann. Dieser fragwürdige Kick hat bis dato – die Zahlen schwanken – zwischen 75 und 106 (!) Tauchern das Leben gekostet! Die Gedenktafeln in der Bucht mahnen da auf makabre Wiese das Tiefenlimit von 30 m tunlichst nicht zu überschreiten. Dabei ist das Blue Hole außen ein echtes Erlebnis! Trotz der vielen Taucher die sich hier täglich tummeln ist die Außenwand in sehr, sehr gutem Zustand. Wunderschön bewachsen und mit einem reichen Fischbestand gesegnet, ist sie für mehr als nur einen Tauchgang gut. Besonders beeindruckend ist diese Stelle, wenn als Einstieg „Bells“ gewählt wird. Der Kick des Durchtauchen eines schmalen Tunnels und der Blick aus dem grottenartigen Einstiegsloch in das tiefe Blau der See wird hier im flachen Wasser und ohne jegliches Risiko gewährt. Die Strecke entlang der steil abfallenden Wand zum eigentlichen Blue Hole und seiner schon beschriebenen Wand zählt mit zum Besten was Steilwandtauchen bieten kann.
Neben diesen stark frequentierten taucherischen Attraktionen Dahabs aber gibt eine Vielzahl von Tauchspots, die ihresgleichen suchen! Der ständige Wind und die damit verbundenen Wellen sowie der Tidenhub schützen diese Plätze vor übermäßigem Betauchen. Der Einstieg ist meist nur bei Niedrigwasser und etwas abflauendem Wind möglich.
Besonders herauszuheben sind da „Oasis Housereef“ und – dies ganz speziell – „Islands“. Es ist nicht immer leicht, den Einstieg zu bewältigen, aber die Riffe an diesen Plätzen entschädigen für alle Strapazen! Das Hausriff am Oasis  bietet geradezu jungfräulich dem Blick des Besuchers dar. Selten habe ich so viele Rotfeuerfische sich am hellen Tag im freien Wasser tummeln sehen. Manche vermittelten den Eindruck, sich bewusst im schönsten Licht und von ihrer schönsten Seite präsentieren zu wollen und posierten wie gelernte Models vor den Kameras.
„Islands“, ganz in der Nähe des „Lagoona Hotel und Resort“ gelegen ist außergewöhnlich. Es handelt sich um einige große Korallenformationen die durch ein Erdbeben  aufgebrochen sind und so ihre innere Struktur offen legen. Dazwischen finden sich kleiner „Pool“ oder Lagunen. Dem Taucher bietet sich das Ganze wie ein unterseeischer Irrgarten dar. Islands ist ein Paradies für Weitwinkelfreaks. Die unglaubliche Landschaft mit all ihren faszinierenden Perspektiven schreien geradezu nach einem Fisheye-Objektiv. Zwischen den einzelnen Blöcken tummeln sich junge Barrakudas im Schwarm, ein Napoleon, Schnapper und Rotfeuerfische und jede Menge pralles Leben. Um Islands kann ein interessierter Taucher die Tauchgänge einer ganzen Woche absolvieren und hat immer noch nicht alles gesehen. Wahrhaftig ein Traum!
Kein Dahab-Taucher sollte sich den, meist einmal wöchentlich angebotenen, Trip nach Ras Abu Galum entgehen lassen! Da die mit Jeeps befahrbare Wüstenpiste am „Blue Hole“ endet, werden diese Safaris mit Kamelen durchgeführt. Ausrüstung und Teilnehmer werden mit dem Allradfahrzeug bis zum Ladeplatz am „Blue Hole“ gefahren. Dort wird alles auf Kamele verladen und schaukelnd auf dem Kamelrücken geht es ca. 1,5 Stunden entlang der Küste bis zum Tauchplatz. Ras abu Galum ist alten Sinai-Hasen ein wohlbekannter Begriff. Es zählt zweifellos zu den besseren Spots auf der an Tauchattraktionen sicherlich nicht armen Sinai-Halbinsel. Klar, an das schaukeln der Kamele muss sich der ungeübte Europäer erst gewöhnen, Seekrank auf dem Kamelrücken ist nichts Ungewöhnliches. Sicherlich ist dieser Tagestrip durchaus anstrengend: Kamelritt in der Hitze des Sinai, zwei Tauchgänge und der Ritt zurück zehren an der Kondition, aber, es lohnt sich!

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