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DELFINE & WALE
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Japanische Fischer massakrieren Delfine 3.09.2010
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München, 02. September 2010 - Nach Informationen der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) stehen japanische Fischer in der Hafenstadt Taiji in den Startlöchern, um die Jagd
auf Delfine zu beginnen. Während der von September bis März dauernden Jagdsaison werden bis zu 1800 Delfine grausam abgeschlachtet. Erstmals wurde letztes Jahr das brutale Treiben
in dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Bucht“ weltweit öffentlich gemacht. Doch die Hoffnungen vieler Delfin- und Tierschützer auf eine Ende des Gemetzels erfüllten sich
bislang leider nicht. Die Fischer – nur 26 Personen sind daran beteiligt – treiben ganze Delfinschulen in kleinere mit einem Netz abgesperrte Buchten. Einige
Exemplare werden am Leben gelassen und für den Verkauf an Delfinarien aussortiert. So landeten „Taiji-Delfine“ unter anderem in einem türkischen Delfinarium, wie
GRD-Experten vor Kurzem bei einer Überprüfung vor Ort herausfanden. Die meisten der Delfine werden jedoch grausam getötet: Noch lebend und durch Schläge mit Eisenstangen verletzt
ziehen die Fischer die Meeressäuger mit einem Kran aus dem Wasser und karren sie mit Kleinlastwagen in eine Fisch-Fabrik. Dort schneidet man ihnen die Halsschlagadern auf, die
Delfine verbluten langsam und qualvoll. „Das Gehirn von Delfinen funktioniert vergleichsweise lange ohne Sauerstoff, unbetäubt erleben die intelligenten Tiere ihr Sterben bei
vollem Bewusstsein, eine unvorstellbar grausame Barbarei“, so ein GRD-Sprecher. In Japan wird weltweit das meiste Wal- und Delfinfleisch gegessen, es wird roh oder
als sukiyaki – eine Art kurz angebratenes Fleischgericht - serviert. Die von der japanischen Regierung immer wieder zitierte alte Tradition des Verzehrs von Wal- und
Delfinfleisch kam tatsächlich erst nach dem 2. Weltkrieg auf, als diese Nahrung eine wichtige Proteinquelle darstellte. Heute ist insbesondere Walfleisch allerdings eine teure
Delikatesse geworden. Dank der jahrelangen weltweiten Proteste, an denen sich auch die GRD beteiligt, sind erste Anzeichen für ein Umdenken in Japan sichtbar. So stellte
die japanische Hafenstadt Futo die Treibjagden bereits ein und betreibt heute stattdessen Delfinbeobachtungstouren. Seit 2004 wurden dort keine Delfine mehr getötet, obwohl die
japanische Regierung den örtlichen Fischern weiterhin Fangquoten ausstellt.
Die GRD setzt ihre Protestkampagne für ein Ende der grausamen Delfinmassaker in Taiji fort.
Wer die Aktion unterstützen will, kann dies online mithilfe eines vorbereiteten
Protestbriefs an die Japanische Botschaft in Deutschland tun: www.delphinschutz.org
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GRD, NABU Schleswig-Holstein und GSM stellen Studie zur Vermeidung von Beifang von Meeressäugetieren und
Seevögeln in der Ostseefischerei vor
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Stellnetze sind weltweit für den Tod von rd. 600.000 Meeressäugetieren und Millionen von Seevögeln verantwortlich. In der Ostsee werden sie vor allem für den Fang von Dorsch,
Plattfisch, Lachs oder Meerforelle eingesetzt und fordern auch hier ihren tödlichen Tribut. Die drei Naturschutzverbände NABU, GRD und GSM zeichnen in einem aktuellen Bericht
"Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei" ein düsteres Bild der Situation des Schweinswals und verschiedener
Seevogelarten in der Ostsee, zeigen aber auch Lösungsmöglichkeiten auf. „Der Beifang ist beim Schweinswal die häufigste Todesursache. 50 bis 86 % der an deutschen
Ostseestränden tot gefunden Tiere weisen Netzmarken auf der Haut auf, die ein deutliches Anzeichen für einen Beifang im Netz sind“, erläutert Sven Koschinski, Meereszoologe
und einer der Autoren der Studie. Totfunde von Schweinswalen haben sich hier seit dem Jahr 2000 etwa versechsfacht. In den letzten 3 Jahren schwankte die Zahl zwischen 140 und 170
Tieren pro Jahr. Das sind 4 bis 15 % der zuletzt ermittelten Vorkommen. Als noch tolerierbar gilt bei Schweinswalen eine durch Beifang bedingte jährliche Sterblichkeit von nur 1
bis 1,7 % des Bestandes. Bei den Seevögeln sieht es nicht besser aus. Zwar wird der einzelne Fischer nur selten einen bedrohten Prachttaucher oder Ohrentaucher in seinem Netz
finden, aber bezogen auf die Zahl der überwinternden Populationen ist der Beifang erheblich zu hoch“, stellt Ingo Ludwichowski, Geschäftsführer des NABU Schleswig-Holstein
fest. Besorgnis erregend ist die Situation für viele Vogelarten mit abnehmenden Beständen oder geringer Reproduktionsrate. Für die in der deutschen Ostsee überwinternden Pracht-,
Stern-, Ohren- und Rothalstaucher, Eis-, Samt- und Trauerenten, Tordalk und Trottellumme ist der Beifang in Stellnetzen eine wesentliche Gefährdungsursache. Fischer
stellen den Tieren nicht absichtlich nach. Offizielle Statistiken über den Beifang gibt es bis heute nicht. Die im Gutachten dargestellten wissenschaftlichen Daten über
Netzbeifänge zeigen trotz Lücken aber deutlich, dass durch Beifang Schweinswal und Seevögel gefährdet und ihre Bestandserholung verhindert wird. In der von der
Umweltlotterie ‚Bingo!‘ geförderten Studie der drei Naturschutzverbände wird der Ersatz von Stellnetzen durch andere Fangmethoden wie Fischfallen, Langleinen oder
‚Jiggermaschinen‘ gefordert. NABU, GRD und GSM gehen davon aus, dass sich Ostsee-Fischer finden, die bereit sind, die vorgeschlagenen Methoden zu testen und für ihre
speziellen Bedürfnisse weiterzuentwickeln. In Schweden kommen diese neuen Methoden der Fischerei bereits zum Einsatz. Gemeinsam mit den Fischern wollen die Naturschützer
konstruktiv nach Lösungen suchen. „Ohne Beifang gefangener Kutterfisch dürfte bei entsprechendem Marketing einen höheren Preis erzielen. In Fischfallen gefangener oder geangelter
Fisch ist zudem frischer und von höherer Qualität als Stellnetzware –für die von Preisverfall und Überfischung gebeutelten Fischer sicher eine attraktive Alternative“,
konstatiert Ulrich Karlowski, Biologe der GRD. Die Studie befasst sich zudem mit den rechtlichen Grundlagen von Fischerei und Naturschutz. „Gesetze und Abkommen zum Schutz der
Meeressäuger und Seevögel sind in großer Zahl vorhanden, jedoch werden andere Bestimmungen, wie die Rechtsverordnungen zur Gemeinsamen Europäischen Fischereipolitik oft über den
europäischen Artenschutz gestellt, dessen Umsetzung daher die Note ‚mangelhaft‘ verdient“, erklärt der Jurist Rüdiger Strempel und Mitautor der Studie. NABU, GRD und
GSM engagieren sich gemeinsam mit 74 anderen Verbänden aus Europa in der Verbändekoalition „OCEAN 2012“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die derzeit anstehende Reform der
europäischen Fischereipolitik nach dem Vorsorge- und Nachhaltigkeitsprinzip mitzugestalten. Das Gutachten kann im Internet unter www.delphinschutz.org/presse/vermeidung_von_beifang_in_der_ostseefischerei.html heruntergeladen werden.
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Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD): REWE Touristik streicht Ausflüge in türkische Delfinarien München, 22. Juli 2010 –
Die GRD begrüßt die gestrige Entscheidung von REWE Touristik mit den Veranstaltermarken ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG, seinen Gästen auch weiterhin keine Ausflüge zu den
Delfinarien an der Türkischen Riviera anzubieten. Die Entscheidung fiel nach einer Inspektion von 3 Delfinarien, die Andreas Müseler, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragter der
Touristik der REWE Group, kürzlich gemeinsam mit zwei Experten der GRD vorgenommen hat. Die Experten stellten im „Troy Dolphinarium“ in Belek, im „Sealanya
Dolphinarium“ in Avsallar bei Alanya und im „Dolphinland“ in Antalya massive Mängel in der Haltung, Versorgung und Unterbringung der Tiere fest. „Wie in der Türkei mit
Delfinen und auch Belugawalen umgegangen wird, wäre in Deutschland als Tierquälerei verboten“, erklärt ein Sprecher der GRD. In der Türkei boomt das Geschäft mit
Delfinarien und Delfin-Shows. Mindestens ein Dutzend derartiger Anlagen existieren dort, die meisten davon an Ägäis und Mittelmeer. Rund 50 Große Tümmler und mehrere der in
arktischen Gewässern beheimateten Belugawale fristen dort unter miserablen Bedingungen ein mehr als trauriges Dasein. „Höhepunkt“ der brutalen Delfinquälerei in der Türkei
sind dabei die beiden Delfine, die in einem gerade einmal 11 x 22 m großen Swimmingpool in einem Hotel in Hisarönü „leben“ müssen. Die beiden Tiere stammen aus dem
Meeresdelfinarium in Kas. Die GRD appelliert eindringlich, an alle Urlauber auf den Besuch von Delfinarien zu verzichten und Reisepläne in die Türkei zu hinterfragen.
Ende Februar 2010 waren vier von elf Delfinen des Sealanya Yunus Park in Alanya unter bislang nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen.
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GRD: Wo sind Kroatiens die Delfine? -
Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) bittet Kroatienurlauber um Mithilfe Zu Beginn der Reisesaison ruft die GRD Kroatienurlauber zur Mithilfe bei ihrem Schutzprojekt
zur „Rettung der letzten Adria-Delfine“ auf. Auf einem vorbereiteten Delfinsichtungsbogen können der GRD zur weiteren Auswertung Beobachtungen von Meeressäugern gemeldet
werden. Die Meldebogen, die auch Hinweise zum korrekten Verhalten bei Begegnungen mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn enthalten, können im Büro der GRD angefordert oder
online abgerufen werden: www.adriadelfine.de Die Sichtungen werden möglichst zeitnah auf der GRD-Website eingetragen. „2009 erreichten uns knapp 90 Meldungen, die die gesamte
kroatische Küste vom nördlichsten bis zum südlichsten Ende umspannten. Für viele Beobachter waren es berührende und unvergessliche Erlebnisse, insbesondere aufgrund des
verspielten Verhaltens und der Neugier der beliebten Meeressäuger“, berichtet Projektleiterin Ulrike Kirsch. Die Urlauber sind auch aufgefordert, Funde von gestrandeten
oder toten Meeressäugern zu melden. So können sofortige Rettungsmaßnahmen eingeleitet bzw. der Kadaver auf die Todesursache hin untersucht werden. Dies hilft beispielsweise bei
der Aufdeckung und Verfolgung der noch immer praktizierten illegalen Dynamitfischerei. Nur noch 220 Große Tümmler leben ganzjährig in den Küstengewässern der kroatischen
Adria. Es sind die letzten Überlebenden eines einst zahl- und artenreichen Delfinbestandes. Meeresverschmutzung, Überfischung und direkte Tötung sind verantwortlich für den
drastischen Schwund der charismatischen Meeressäuger. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für diese kleine Restpopulation das Aus bedeuten. Umso
schwerer wiegen menschliche Einflüsse, die bei etwa 50 % der Delfine die Todesursache ausmachen. Ziel des unter der Schirmherrschaft des kroatischen Umweltministeriums
stehenden deutsch-kroatischen Gemeinschaftsprojekts ist der langfristige Erhalt und die Bestandsverstärkung der verbliebenen 220 Großen Tümmler sowie der Schutz ihres Lebensraums.
Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung von Bevölkerung und Touristen für den Delfinschutz, Überwachung und Umsetzung bestehender Schutzbestimmungen sowie
Langzeitstudien in Labor und Freiland u.a. zur Erforschung populationsdynamischer Prozesse gehören zu den Projektmaßnahmen. Die Rettung von in Not geratenen Delfinen, die
Einrichtung von Schutzgebieten und der Aufbau eines Delfinschutzzentrums auf der Insel Molat in Mitteldalmatien sind weitere wichtige Vorhaben.
www.delphinschutz.org
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Giftgas vor Helgoland
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Naturschutzverbände fordern Fischereiverbot im Versenkungsgebiet
Die drei Naturschutzverbände Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM, Gesellschaft zur
Rettung der Delphine GRD und NABU Schleswig-Holstein fordern die Landesregierung in Kiel auf, umgehend ein Fischereiverbot im Munitionsversenkungsgebiet vor Helgoland zu erlassen.
Kampfstoffe treten dort unkontrolliert aus Behältern aus. Geraten diese in die Netze der Fischer und werden gehoben, besteht akute Lebensgefahr. Das MLUR in Kiel kann sich jedoch
bis heute nicht zu einem Verbot durchringen.
1949 wurden auf Anweisung der britischen Militäradministration rund 90 Tonnen Tabun-Granaten etwa 4 Kilometer südlich von
Helgoland in 50 m Wassertiefe versenkt. Das Gebiet ist mittlerweile auf amtlichen Seekarten als Gefahrengebiet für die gesamte Schifffahrt ausgewiesen, dennoch gibt es weder
Befahrens- noch Fischereiverbote. Aus der Antwort der Bundesregierung vom 20. Mai 2010 auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 17/1674, 10.5.2010)
geht hervor, dass die Landesregierung auch weiterhin kein Fischereiverbot plant, um die Sicherheit und Gesundheit von Fischern zu schützen.
Insbesondere Fischer sind durch
die Granaten jedoch extrem gefährdet. Durch Schleppnetze oder bei Ankermanövern können diese an die Oberfläche gelangen. Die versenkten Granaten enthalten das Kampfmittel
‚Tabun‘. Dieser Nervenkampfstoff wird über die Haut und die Atmung aufgenommen. Im Körper blockiert das Nervengift die Übertragung von Reizen an den Nervenzellen. Je nach
Stärke der Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfen, Atemnot, Angstzuständen, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung. Nervenkampfstoffe
wirken bereits in kleinsten Mengen tödlich. Nur ein Ganzkörperanzug und eine Maske mit Atemfilter bieten ausreichenden Schutz vor der gefährlichen Substanz.
Der Kampfstoff
tritt mittlerweile auch unkontrolliert aus den durchgerotteten Behältern aus. Im Meerwasser ist Tabun jedoch löslich und wird über nur wenige Schritte zu anderen organischen
Verbindungen abgebaut, die in der Nordsee natürlich vorkommen. Nur an der Luft verbreitet die Substanz ihre unheilvolle Wirkung.
„Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
und ländliche Räume prüft eine Verlagerung von Schadstoffmessstellen, ringt sich aber nicht zu einem Fischereiverbot durch, das ganz im Interesse der Fischer stehen müsste. Diese
Vorgehensweise ist für uns absolut unverständlich“, kommentiert Petra Deimer, Meeresbiologin der GSM.
Weitere Infos unter www.NABU-Meeresschutz.de , www.gsm-ev.de , www.delphinschutz.org
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Academy Awards 2010: Ein Oscar für die Delphine 8.3.10
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Am 7. März 2010 zeichnete die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ den Film DIE BUCHT, der derzeit in den Kinos läuft, als „Besten Dokumentarfilm“ aus. Der
preisgekrönte Öko-Thriller deckt eindringlich auf, wie die weltweite Delphinarien-Industrie mit den Treibjagden im japanischen Fischerort Taiji verflochten ist, bei der jährlich
rund zweitausend Delphine getötet werden. OceanCare erhöht den Druck auf die Delphinjäger und auf Japans Regierung.
Wädenswil, 8.3.2010: In Japan ist die
Oscar-Preisverleihung die meist gesehene Fernsehsendung. Viele Japaner werden zum ersten Mal von der brutalen Delphinjagd und der Vergiftung des Delphinfleischs erfahren. Das
Versteckspiel der japanischen Regierung hat ein Ende.
Zeit, Delphinarien in einem anderen Licht zu sehen In den vergangenen Monaten häuften sich schlechte Nachrichten
aus Delphinarien. Im Dezember wurde im Loro Park auf Teneriffa ein Trainer von einem Schwertwal ertränkt. Vor zehn Tagen tötete ebenfalls ein Orca im Sea World in Orlando/Florida
eine Trainerin. „Es waren tragische Unfälle, die doch auch deutlich vor Augen führen, dass Wale und Delphine Wildtiere sind“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. „In
den engen Betontanks stehen sie konstant unter Stress und können jederzeit unberechenbar werden.“
Wie schlecht die Bedingungen für Meeressäuger oft sind, zeigte sich
im Februar im grössten türkischen Delphinarium „Sealanya“, welches auch Tiere aus Taiji bezogen hatte. Innerhalb einer Woche verendeten dort auf ungeklärte Weise vier von
elf Delphinen. Das Delphinarium steht seit längerem in der Kritik wegen schlechter hygienischer Zustände.
Höchste Zeit, zu handeln OceanCare geht im Rahmen der
Save Japan Dolphins Coalition zusammen mit Ric O’Barry gegen die brutale Delphinjagd und die kommerzielle Ausbeutung von Walen und Delphinen vor. Gemeinsam stellen wir
sicher, dass kontinuierlich Medienvertreter in Taiji sind und die Jäger verunsichern. Im vergangenen Herbst wurde deutlich, dass die Fischer auf die Treibjagd verzichten, sobald
die Medien vor Ort sind. Lässt das Interesse nach, geht das Töten weiter. Derzeit befindet sich der Schweizer Journalist Hans Peter Roth in Taiji.
Ab April kommt eine mit
Hilfe der Save Japan Dolphins Coalition japanisch untertitelte Version von DIE BUCHT in die japanischen Kinos. Die Koalition setzt alles daran, dass möglichst viele Japaner den
Film auf Leinwand oder DVD zu sehen bekommen. Parallel fordert eine von OceanCare gegründete Allianz aus 49 Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, zu der auch die Consumers Union
of Japan gehört, Japans Behörden auf, Fangquoten für Delphine und Kleinwale zu sistieren und den Handel mit vergiftetem Wal- und Delphinfleisch zu verbieten.
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Die schleichende Vermüllung der Meere 20.2.10
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Der Spülsaum der Meere, einst typisch vielfältig aus Resten von Algen und Muscheln, Holz, Vogelfedern und Seegras hat nichts mehr mit dem Strandgut von heute zu tun: Es besteht aus
Zivilisationsmüll schlimmster Form, aus Verpackungen, Mobiliar, Garderobe, Unrat jeder Art, Plastik in jeder Form und Farbe und Metallschrott. Aber es kommt noch schlimmer: Nach
Untersuchungen vor der schwedischen Westküste wimmelt es im Meerwasser nur so von mikroskopisch kleinen Plastikteilchen. Sie stammen z.B. vom Abrieb von Tauen, Tampen und Netzen
aus Fischerei und Schiffsverkehr. Zwischen 200 und 100 000 solcher Teilchen fanden Wissenschaftler in einem Kubikmeter Meerwasser bei Stichproben. Was das bedeutet, kann man
allenfalls ahnen. In jedem Fall aber sind die Mikroteilchen hochgiftig. Die Weltmeere verkommen zu einer gigantischen Mülldeponie. Und immer deutlicher wird, dass der
menschliche Müll zur Todesfalle für unzählige Tiere wird. Meeressäuger, Schildkröten und tauchende Vögel, aber auch Fische, Wirbellose und Kleinlebewesen verfangen sich darin und
sterben elendig. An einigen wenigen Stränden dieser Welt wird das Zeug wenigstens eingesammelt und vernichtet. Das aber ist die Ausnahme. In den meisten Teilen der Welt ist man
noch lange nicht so weit, die Errungenschaften menschlicher Zivilisation wenigstens zu entsorgen. Im Prinzip gilt seit 1989 ein weltweites Verbot, Plastik-Schiffsmüll ins Meer zu
verbringen. Doch das kümmert kaum jemanden. Das Meer ist groß und unüberschaubar. Weltweit, davon geht das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) aus, kommen auf einen
Quadratkilometer Ozean 18 000 Teile Plastikmüll. Davon sinken rund 70% früher oder später auf den Meeresboden, der Rest wird von den Meeresströmungen erfasst und dort
zusammengeführt, wo sich die Strömung zentriert. Ein solcher hot spot für „Müllströme“ liegt z.B. im Nordostpazifik aber auch im Nordatlantik und im Indischen Ozean gibt es
solche Müllströme. Der Hauptmüllanteil ist Plastik. Dabei hat das Plastikzeitalter erst nach dem 2. Weltkrieg begonnen. Auf den Inseln im Indischen Ozean werden fast drei
Millionen Tonnen Müll pro Jahr produziert, von denen nur etwa 30% eingesammelt und vernichtet werden. Das meiste verliert sich im Meer – und wird zum Umweltproblem Nr.1.
Etwa 80% des Mülls im Meer stammen vom Festland und werden z.B. über Flüsse in die Ozeane verfrachtet. Der Rest stammt von Standorten im Meer, wie Schiffen. In der Karibik
erzeugen 35 Millionen Touristen allein auf Kreuzfahrtschiffen jährlich 700 000 Tonnen Müll, der zum Großteil an die Strände – und ins Meer – gelangt. Es fehlt an
Sammeleinrichtungen und Vernichtungsmöglichkeiten für die Müllberge in den Häfen. Und obwohl Lebensmittelreste über Bord gehen dürfen, ist nicht immer nur das drin, was drin sein
sollte. Jede Menge Plastik, mitgeschreddert, landet im Meer. Was an Müll an den Stränden liegen bleibt, versperrt z.B. jungen Seeschildkröten den Weg vom Geburtsstrand zum Wasser
– meist mit tödlichen Folgen. Im kenianischen Schutzgebiet Kiunga sammeln Frauen regelmäßig die schmalen Strände frei. Tausende Flip-Flops, die die Küstenstreifen säumen,
zerschneiden und verarbeiten die Einheimischen zu Souvenirs weiter, wie bunten Ohranhängern. Immerhin, so kommt der Unrat aus der Meeresumwelt, zumindest vorübergehend. Fernab
von Zivilisation und Tourismus, wie an den Küsten der dänischen Faröer, haben Wissenschaftler in mehr als 90% der tot angespülten Eissturmvögel Plastikteile in den Mägen gefunden.
Vergleichbare Resultate bringen auch die Nordseewellen an den Strand. Mehr als eine Million Seevögel und Abertausende von Schildkröten sterben jedes Jahr an den lange haltbaren
Überresten von Plastikmüll. Sie verhungern bei vollem Magen an nicht verdaulichen Plastiktüten oder Luftballonresten, die sie für Nahrung in den leer gefischten Meeren halten.
Längst haben Vogeleltern die Palette von Müll und Plastikteilchen in ihr Repertoire an Futter auch für ihre Brut aufgenommen. Sie stopfen Gift pur in die hungrigen Schnäbel ihrer
Küken. Sie kennen und finden kaum mehr genügend natürliche Nahrung. Viele krepieren qualvoll an Vergiftungen, weil sich die nur langsam auflösenden Materialien einige hundert
Jahre halten. Durch Lichteinflüsse, chemische Prozesse und Wellenbewegungen oder Reibung an Fels und Sand zerfällt das Plastik in Millimeter kleines Granulat und bunte
Kügelchen. Nicht zuletzt über das Plankton gelangt es in die Mägen und ins Gewebe von Fischen und anderen Meerestieren. Zu Katalysatoren geworden, lagern sich an die
Plastikteilchen im Plankton hochgiftige Substanzen, wie Insektizide oder das krebserregende PCB. Und über die Nahrungskette gelangt der ganze Giftcocktail letztendlich auch
auf den Tisch von uns Menschen. In den Weltmeeren geistern Abermillionen von Quadratmeilen Netzwerk umher, die ziellos alles fangen, was zufällig in ihre Nähe kommt. Die so
genannten Geisternetze stammen aus der Fischerei und sind versehentlich verloren gegangen oder kostengünstig entsorgt worden. Sie fangen und töten völlig sinn- und
ziellos, ohne dass die Fänge je nutzbar gemacht werden könnten – als Beifang. Der Tsunami vom Dezember 2004 hatte gleich doppelt dramatische Folgen. Hunderttausende
Fischernetze, Langleinen, Fischfallen und anderes Fanggeschirr wurden von den Stränden in die See gerissen. Die Fischer standen mit leeren Händen da. Die herrenlosen Fanggeschirre
sind fast unverwüstlich und geistern Jahrzehnte lang weiter durch die Meere. Als „Killing Maschine“ werden sie schon jetzt Hunderttausende Fische das Leben gekostet haben,
weiterhin Wale und Delfine, Schildkröten und Seevögel töten. Es wird höchste Zeit, dass sich etwa die Internationale Konvention zur Vorbeugung der Meeresverschmutzung durch
Schiffe (MARPOL) um das Müllproblem im Meer ernsthaft kümmert. Dass Verantwortliche oftmals wissen, was man tun kann, um die Meere besser vor uns und unserer gnadenlosen
Gleichgültigkeit zu schützen, sieht man z.B. an den Bestimmungen der „International Association for Antarctic Tour Operators“ (IAATO). Sie verlangt von ihren Mitgliedern,
dass z.B. ab dem 60. Breitengrad von Schiffen kein Schweröl (Sondermüll) gefahren werden darf. Sie verlangt auch, dass jeder Müll im Hafen entsorgt werden muss, um an dieser
Stelle nur zwei Beispiele zu nennen. Dass sich alle IAATO-Mitglieder verpflichtet haben, die Tier- und Pflanzenwelt der Antarktis auch bei Ausflügen zu Pinguinen &
Co. zu schützen, ist selbstverständlich.
www.gsm-ev.de
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Cruel Heart: Song-Download für die Delphine 20.2.10
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Zug/Wädenswil, 18. Februar 2010: Der für einen Oscar nominierte Dokumentarfilm DIE BUCHT bringt die brutalen Machenschaften der japanischen Delphinjäger ans Licht der
Öffentlichkeit. Doch bereits 2008 veranlasste ein Bericht der Rundschau vom Schweizer Fernsehen über das Delphin-Massaker den Musikproduzenten Hape Schuwey sowie den Musiker Rick
Laine dazu, sich aktiv für die Delphine einzusetzen. Mit dem Song „Cruel Heart“ unterstützen sie die Kampagne von OceanCare und der Save Japan Dolphins Coalition gegen die
brutalen Machenschaften in Japan. Noch viel früher, bereits 1993, hatte Rick Laine Aufnahmen der japanischen Delphintreibjagd gesehen. „Die schrecklichen Bilder liessen mich
nicht mehr los“, erinnert sich der – unter anderem vom Schweizer Olympiasong für Atlanta – bekannte Komponist. „Das gnadenlose Abschlachten der Delphine
entsetzte mich.“ Seine Emotionen verarbeitete der gebürtige Engländer, der seit 20 Jahren in der Schweiz lebt, im Song „Cruel Heart“. Im November 2008 wurde auch
Hape Schuwey durch den Rundschau-Bericht auf die Delphinjagd aufmerksam. „Das unsägliche Leiden der Tiere in der Bucht des japanischen Fischerdorfes Taiji war unerträglich. Da
erinnerte ich mich an den Song „Cruel Heart“, den ich mit Rick Laine produziert hatte. Rick war sofort damit einverstanden, OceanCare den Song für die Kampagne gegen die
Delphin-Treibjagd zur Verfügung zu stellen“, so Schuwey. Kurze Zeit später gingen Rick Laine und der Winterthurer Musiker M.G. Grace zu diesem Zweck in die Luzerner
Soundville Studios, um an „Cruel Heart“ zu arbeiten. OceanCare erkannte das Potenzial des eingängigen Songs für die Kampagne und produzierte mit Goldwind Film ein
Videoclip zu „Cruel Heart“. Für das Projekt stellte die amerikanische Videokünstlerin Diana Thater exklusive Bilder frei lebender Delphine zur Verfügung. Den letzten Schliff
erhielt der soeben fertiggestellte Clip bei Andromeda Film. „Cruel Heart“ von Rick Laine feat. M.G. Grace wurde von g r media als Song und Klingelton an alle
gängigen Internetplattformen geliefert und kann über iTunes bezogen werden. Der Erlös fliesst, dank der grosszügigen Unterstützung aller an diesem Projekt beteiligten Unternehmen
und Personen, vollumfänglich in die Kampagne von OceanCare und der Save Japan Dolphins Coalition gegen die japanische Delphin-Treibjagd.
Weitere Informationen: Bild CD Cover „Cruel Heart“ Download von „Cruel Heart“ bei iTunes Song in voller Länge auf mx3.ch anhören Video auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=IlVy8y3Fy_A
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