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DELFINE & WALE

Gesellschaft zur Rettung der Delfine

 info@delphinschutz.org   www.delphinschutz.org

 Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V. www.gsm-ev.de  

OceanCare

www.oceancare.org

 

30.000 Wale für Brüssel 11.10.12

Meeressäuger gehören ins Meer und nicht in Becken – das wissen schon die Kinder. Heute übergeben OceanCare und WDC Deutschland der Europäischen Union 30‘000 mehrheitlich von Kindern gefaltete Origami-Wale. Im Europäischen Parlament zeigen die Organisationen auf, weshalb die Gefangenhaltung von Walen und Delphinen nicht mit der EU-Zoo-Richtlinie vereinbar ist. 
Mit tausenden gefalteter Wale warten OceanCare und WDC Deutschland in Brüssel auf. Damit verleihen sie ihrer Forderung an die EU-Politiker Nachdruck, sich kritisch mit der Gefangenhaltung von Walen und Delphinen auseinanderzusetzen.
Bereits im November 2011 hatte OceanCare dem EU-Botschafter in Bern eine Petition überreicht, mit der 60‘500 Unterzeichnende sich gegen den Neubau von Delphinarien und den Import von Delphinen in die Europäische Union aussprachen. Die EU-Kommission bildete in der Folge eine Arbeitsgruppe, die abklären soll, ob die Gefangenhaltung von Walen und Delphinen der EU-Zoo-Richtlinie entspricht.
Die EU-Zoo-Richtlinie sieht vor, dass die Wildtierhaltung in Zoos einen Beitrag zur Arterhaltung sowie zur öffentlichen Bildung im Sinne des Artenschutzes leisten muss. Wildtiere müssen zudem unter Bedingungen gehalten werden, die ihre natürlichen Bedürfnisse abdecken. Beides ist im Falle der Wale und Delphine nachweislich nicht gegeben.
Ohne Delphinarien keine Delphinjagd
Weil die biologischen Grundbedürfnisse von Walen und Delphinen in Gefangenschaft nicht erfüllt werden können, ist die Sterblichkeit der Tiere hoch. Laufend kauft die Delphinarienindustrie deshalb Wildfänge zu und hält damit brutale Treibjagden – wie jene in Japan – in Gang, welche mitunter das Überleben ganzer Delphinbestände im Meer gefährden.
Die Schattenseiten der Delphinarien kommen zunehmend ans Licht. Deshalb verzichten immer mehr Länder auf Einfuhr, Haltung oder Zurschaustellung von Delphinen und Walen. Auch in die Schweiz dürfen die Meeressäuger seit diesem Jahr nicht mehr importiert werden.  (Quelle Oceancare)
 

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Istrien: Großer Tümmler stirbt im Kugelhagel 8.10.12

Von Schrotkugeln förmlich durchsiebt starb einer von nur noch etwa 220 Adria-Delfinen im September nahe der istrischen Hafenstadt Porec. Der Portier eines Hotels, das ausgerechnet den Namen "Delfin" trägt, entdeckte den tot vor dem Hotelstrand treibenden Großen Tümmler. Bei der Obduktion fand man 7 Schrotkugeln im Brustkorb des erwachsenen Männchens. "Doch er war nicht sofort tot", erklärt Ulrike Kirsch, Leiterin des Projekts "Rettung der letzten Adria-Delfine" von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD). "Der knapp 3 m große und 227 kg schwere Delfin verblutete langsam und qualvoll".
 
Die kroatische Tierärztin Dr. Martina Duras von der Universität Zagreb – Projektpartnerin der GRD - ist fassungslos: "Wir hatten immer den Eindruck, dass die Menschen in Istrien am meisten Verständnis für den Naturschutz zeigen, weil wir hier von den örtlichen Tierärzten, der Polizei und den Behörden stark unterstützt werden." Die Befunde der Obduktion lassen darauf schließen, dass der Delfin in den Gewässern von Porec, also in der Nähe des Fundorts, umgebracht wurde.
 
Große Tümmler sind sehr neugierig und nähern sich Menschen und Booten oft ohne Scheu. Ihre Freundlichkeit wird ihnen entlang der kroatischen Küste immer wieder zum Verhängnis: Mehrfach wurden erschossene Delfine aufgefunden, davon in den letzten 5 Jahren allein drei in Istrien, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.
 
Wale, Delfine und Robben sind in Kroatien streng geschützt. Die Polizei hat in dem aktuellen Fall eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet. "Bei einem derart kleinen Bestand wie den Adria-Delfinen wiegt jedes einzelne tote Tier schwer und bedeutet einen herben Verlust für das Überleben der Population", sagt Ulrike Kirsch. "Wir hoffen sehr, dass der oder die Schuldigen bald gefunden und entsprechend hart bestraft werden". Straftaten gegen streng geschützte Tiere werden in Kroatien mit Bußgeldern bis zu umgerechnet etwa 5000 Euro geahndet.
 
Zum Hintergrund:

Mit ihrem Schutzprojekt zur " Rettung der letzten Adria-Delfine" will die GRD gemeinsam mit ihren Partnern von der Universität Zagreb die nur noch etwa 220 Große Tümmler (Tursiops truncatus) zählende Population vor dem Aussterben bewahren. Es sind die letzten Meeressäuger, die das ganze Jahr über in kroatischen Küstengewässern leben, nachdem die Mönchsrobbe (Monachus monachus) und der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) in der Adria ausgestorben sind. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für die kleine Population das Aus bedeuten. Obwohl die Meeressäuger seit 1995 gesetzlich geschützt sind, sterben noch immer 50% durch menschliche Einflüsse, wie Beifangtod in Fischernetzen, Überfischung, direkte Jagd und rücksichtsloser Wassermotorsport.

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Schweinswale: Wieder regelmäßig in Flüssen an der deutschen Nordseeküste 24.8.12

Nach jahrzehntelanger Abwesenheit schwimmen Schweinswale wieder regelmäßig im Frühjahr in die Flüsse an der deutschen Nordseeküste, das hat die Datenerhebung der Biologin Denise Wenger von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ergeben.
 2007 hat die GRD-Mitarbeiterin das Projekt „Weserwale“ und „Schutz der Schweinswale an der Nordseeküste und in den Flüssen“ ins Leben gerufen und sammelt seitdem gezielt Daten über Schweinswalsichtungen in den Flüssen, v.a. mittels eines Sichtungsproramms.
 Über 130 Meldungen von Sichtungen in der Weser mit dabei insgesamt 172 beobachteten Schweinswalen und 44 Meldungen mit insgesamt 98 in der Elbe gesichteten Tieren sind vom 6. März 2012 bis zum 23.Juli 2012 bei der GRD eingegangen. Die Zahl ist allerdings noch nicht von Mehrfachsichtungen bereinigt.
Keine Irrgäste
Aufgrund der jetzigen Datenlage müssen Schweinswale nun wieder als fester Bestandteil der Biozönose der Unterläufe der Flüsse Weser und Elbe betrachtet werden. Sie kommen jedes Jahr in einem gewissen Zeitfenster dort vor und dies gehört zu ihrem natürlichen Verhaltensrepertoir. Der Schweinswal ist nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie eine besonders streng geschützte Art.
Die Biologin hat herausgefunden, dass Schweinswale jedes Frühjahr weit in die Unterläufe der Flüsse, bis nach Bremen und Hamburg, schwimmen und es sich dabei nicht um verirrte Tiere handelt. Die Schweinswale folgen allem Anschein nach wandernden Fischschwärmen. Ihre räumlich-zeitliche Verteilung im Frühjahr deckt sich mit dem Einwandern von Fischarten wie Stint und Finte, die in den Flüssen ablaichen. Ob sie die begehrte Beute darstellen, muss noch überprüft werden. Besonders in der Elbe wurden in diesem Jahr sogar Gruppen von bis zu 10 Schweinswalen gesichtet und einige hielten sich über sechs Wochen in einem bestimmen Elbabschnitt nahe dem Hamburger Yachthafen in Wedel und dem Mühlenberger Loch auf. Das bevorzugte Aufenthaltsgebiet der Schweinswale in der Elbe entpuppte sich als Hauptablaichgrund der Finte.
„Inzwischen haben wir auch 10 Meldungen erhalten, die auf neugeborenen Kälber hinweisen, darunter in diesem Jahr leider sogar zwei Totfunde. Mit nur 60 cm Länge muss es sich um diesjährige Kälber handeln, die wahrscheinlich sogar im Ästuar oder Flusslauf geboren wurden“, berichtet Wenger. Insgesamt gab es über 20 Totfunde in Weser und Elbe.
Wengers Recherchen in historischer Literatur hatten ergeben, dass die Meeressäuger bis Anfang des letzten Jahrhunderts regelmäßig in den Flüssen gesichtet wurden, sogar noch viel südlicher, heute halten sie Wehre von ihrer Weiterreise ab. Dann verschwanden die Schweinswale für viele Jahrzehnte aufgrund negativer anthropogener Eingriffe, wie direkte Bejagung, Begradigung und Verschmutzung der Flüsse, Rückgang der Fische und Beifang.
„Durch ihren Aufenthalt in den Flüssen rücken die bedrohten Meeressäugetiere auch wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, die Schweinswale sind sozusagen zum Greifen nahe gekommen, denn sogar von Land aus – vom Deich, aber auch von Büros und Wohnzimmern aus -, von den Fähren und natürlich von Seglern und anderen Bootsfahrern werden die Schweinswale ganz nah gesehen“, berichtet die Mitarbeiterin der GRD. „Interessant waren auch die Beschreibungen des Verhaltens der Wale, die einige Beobachter begeistert gegeben haben.“
Bedrohungsfaktoren
Hauptbedrohungsfaktoren für die Kleinen Tümmler sind heutzutage vor allem der zwar ungewollte, aber häufige Beifang in Fischernetzen, der Rückgang ihrer Nahrungsgrundlage durch die industrielle Überfischung sowie zunehmend auch die Verlärmung der Meere durch Schiffverkehr, Ölbohrungen, Sprengungen von Munitionsaltlasten und Rammarbeiten, z.B. für Offshore-Windkraftanlagen. Lärm kann die sich akustisch orientierenden Meeressäuger zeitweise aus Gebieten vertreiben, aber auch wie bei Sprengungen oder dem Einsatz von Airguns bei der Rohstoffsuche Organe direkt schädigen und bis zum Tod führen. Schadstoffe aus der Industrie und Landwirtschaft, die über die Flüsse ins Meer getragen werden, reichern sich bei den am Ende der Nahrungskette stehenden Zahnwalen an und beeinträchtigen ihre Fertilität und Gesundheit.
 Risiko im Fluss
Dass die vielbefahrenen Wasserstraßen Weser und Elbe keine besonders guten Lebensräume für die Kleinen Tümmler darstellen, liegt auf der Hand. In den zum Teil engen Flussläufen stellen anscheinend vor allem schnelle Motorboote eine Gefahr dar. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass Schweinswale tödliche Verletzungen durch Schiffsschrauben erlitten hatten.
 
Die GRD setzt sich für den Schutz der Schweinswale und Umsetzung der europäischen Habitat-Richtlinie ein.

Mehr Informationen sind zu finden unter www.schweinswale.de 

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Umweltverbände fordern Einsatz moderner Technologien 19.7.12

62 Seemeilen nordöstlich von St. Fergus (Schottland) plant der Shell-Konzern, direkt unter einer Gas-Pipeline, eine britische Mine aus dem Zweiten Weltkrieg zu bergen und in unmittelbarer Nähe zu sprengen. Der Sprengkörper wurde bereits 1993 entdeckt und seitdem nicht entfernt. Das Umwelt- und Sicherheitsrisiko wurde offensichtlich bewusst eingegangen, um die Gasförderung nicht zu unterbrechen und finanzielle Einbußen zu vermeiden.

Die Umweltverbände NABU, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere und Gesellschaft zur Rettung der Delphine fordern Shell auf, bei der Sprengung die Risiken für die Meeresumwelt so gering wie möglich zu halten und deshalb auf ein modernes Bergeverfahren zurückzugreifen.

In einer Shell-Mitteilung vom 18. Juni 2012 heißt es, dass es erst heute, durch neue technologische Entwicklungen, möglich sei, den Sprengkörper zu heben und anschließend zu sprengen. Der Energiekonzern will dazu das sogenannte „Hebesack“-Verfahren nutzen, das der französische Meeresforscher Jacques Cousteau bereits in den 1960er Jahren einsetzte. Eine sichere Beseitigung, wie Shell behauptet, ist damit nach Ansicht der Meeresexperten in keinster Weise möglich. Vielmehr werde die Meeresumwelt durch austretende Giftstoffe und die bei der Detonation entstehende Schockwelle stark gefährdet. Betroffen seien unter anderem Weißschnauzendelfine, Zwerg- und Schweinswale.

Sprengungen gehören zu den lautesten Schallquellen, die im Meer möglich sind. Noch in zwölf Kilometern Entfernung können Hörschäden bei Walen und Delfinen entstehen und in einem Radius von vier Kilometern Lungen- und Trommelfellrisse. Die drei Verbände stellen daher in Frage, dass der Konzern einen sicheren Nachweis erbringen kann, dass die geplante Sprengung keine Meeressäuger verletzt oder tötet. Diese sind nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, und damit auch in Großbritannien, streng geschützt.

Bei Sprengungen argumentierten Energiekonzerne in der Vergangenheit häufig mit „Gefahr im Verzuge“, um Nachweise zur Unschädlichkeit der Sprengung zu umgehen. Bei einer Mine, die seit 1993 bekannt ist, dürfte dies allerdings schwer möglich sein. NABU, GRD und GSM fordern deshalb von Shell, die Mine schadlos zu beseitigen und dabei modernste Technologien einzusetzen. Dazu gehören zum Beispiel die Wasserstrahl-Schneidtechnik in Verbindung mit einer mobilen Detonationskammer oder die UV-Bestrahlung des hochgiftigen und Krebs auslösenden Sprengstoff-Inhalts. Solche Verfahren wurden von den Verbänden auf unter anderem auf der 2010 organisierten MIREMAR-Konferenz in Neumünster vorgestellt. Auch eine kontrollierte Sprengung an Land sei möglich.

Der Shell-Konzern verfügt sowohl über das Know-how als auch die finanziellen Möglichkeiten, eine umweltfreundliche Beseitigung von Munition zum Standard für sich zu erheben. NABU, GRD, GSM fordern deshalb, dass Shell nicht nur vor St. Fergus sondern auch bei jedem künftigen Munitionsfund auf Sprengungen verzichtet und stattdessen modernste Bergetechnologien einsetzt und somit mögliche Umweltschäden vermeidet.

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Deutsche Segler werden Zeugen eines Delfinrettungsmanövers in der kroatischen Adria 16.6.12

Auf ihrem Segeltörn in der Kvarner Bucht (nördliche Adria) wurden deutsche Segler Zeugen eines ebenso dramatischen wie bewegenden Beispiels für Kooperation und Empathie unter Delfinen.
Ein Großer Tümmler hatte sich in einem Fischernetz verheddert und machte durch Quietschlaute auf seine gefährliche Situation aufmerksam. Daraufhin kam ihm ein in der Nähe schwimmender Delfin zu Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, dass sich der dem Tod geweihte Tümmler wieder aus dem Netz befreien konnte.
Sichtlich ergriffen berichtet die Seglerin ihr Erlebnis der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD): „Vor Cres wurden wir bei der Umrundung des Kaps Rt Pernat auf eine sich plötzlich rasch bewegende Fischermarkierungsboje und laute Rufe eines Delfins aufmerksam. Das Tier musste sich gerade erst im Netz verfangen haben und zog die Boje sehr schnell hinter sich her. Ein weiteres Tier kam zu Hilfe und es gelang ihm, sich aus dem Netz zu befreien. Beide Tiere zogen entlang der Küste südwärts schnell ab. Wie froh wir waren!“
Leider gelingt es den Meeressäugern nicht immer, sich aus eigener Kraft aus dem Netz zu befreien. Allein 2011 waren von acht toten Delfinen vier im Netz ertrunken, wie die GRD-Projektpartner, Tierärzte von der Universität Zagreb, bei den Untersuchungen der im Laufe des Jahres tot gestrandeten Tiere feststellten. Insgesamt 18 Delfine waren ihnen letztes Jahr gemeldet worden, doch bei den restlichen 10 konnte die Todesursache aufgrund des Zustands der Kadaver nicht mehr festgestellt werden.
 Nur noch 220 Große Tümmler leben ganzjährig in den Küstengewässern der kroatischen Adria. Es sind die letzten Überlebenden eines einst zahl- und artenreichen Delfinbestandes. Meeresverschmutzung, Überfischung, Beifangtod und direkte Tötung sind verantwortlich für den drastischen Schwund der charismatischen Meeressäuger. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für diese kleine Restpopulation das Aus bedeuten. Umso schwerer wiegen menschliche Einflüsse, die bei etwa 50 % der Delfine die Todesursache ausmachen.
Mit ihrem Schutzprojekt zur Rettung der letzten Adria-Delfine will die GRD gemeinsam mit ihren kroatischen Partnern von der Organisation VAL das Aussterben der Großen Tümmler in der Adria verhindern.

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Bambi-Preisträger und Delfinschützer Ric O’Barry verdammt EDEKA-Thunfisch als "blutige Schande"

Als großen Erfolg für den Delfinschutz wertet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) die jetzt von EDEKA getroffene Entscheidung, keine "delfin-tödlichen" Dosenthunfischprodukte mehr zu beziehen. Die GRD hatte seit dem vergangenen Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher vor dem Verzehr des EDEKA-Thunfischs, bei dessen Fang jährlich etwa 1.200 Delfine als Beifang grausam getötet werden, gewarnt: „An diesem Thunfisch klebt das Blut von Delfinen“.
 
„Wir freuen uns sehr, dass sich EDEKA, zwar aus fadenscheinigen Gründen aber immerhin, entschlossen hat, nicht weiter aktiv am Delfinmorden teilzunehmen“, erklärt der Diplom-Biologe Ulrich Karlowski von der GRD. In einem der GRD vorliegenden Schreiben von EDEKA heißt es: „Die Bestandssituation des … verwendeten Gelbflossen-Thunfischbestands hat Ende 2011 … eine Umbewertung … erfahren. Daher erfüllt dieses spezifische Produkt nicht mehr unsere Kriterien und wird deshalb nicht mehr von uns bezogen“. Die GRD hatte allerdings bereits Anfang 2011 darauf hingewiesen, dass der von EDEKA verwendete Gelbflossen-Thunfischbestand kritisch ist und als gefährdet eingestuft werden muss.
 
In den USA war und ist der Verkauf der von EDEKA angebotenen Thunfischprodukte schon immer verboten, weil sie die strengen US-Vorgaben für „delfinsicher“ gefangenen Thunfisch nicht erfüllen. In Deutschland werden die EDEKA-Thunfischdosen, an denen das Blut von Delfinen klebt, allerdings noch eine Weile in den Regalen der EDEKA-Supermärkte zu finden sein.
 
Ende März dieses Jahres hatte der Bambi-Preisträger und Delfinschützer Ric O’Barry sich dem Protest der GRD angeschlossen und den EDEKA-Dosenthunfisch als „blutige Schande“ verdammt.


www.delphinschutz.org

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Zürcher Tierschutz und OceanCare: Überführung der Schweizer Walschutzkoalition in eine Partnerschaft

Der Fokus der Partnerschaft liegt neu auf dem Schutz der Delphine – vor Gefahren in ihrem natürlichen Lebensraum, aber auch vor den Folgen der Haltung in Gefangenschaft. Insbesondere wollen die Partner Schwimmprogramme mit Delphinen kritisch hinterfragen und unbedenkliche Alternativen entwickeln. „Es trifft zu, dass Tiere dem Menschen in unterschiedlichsten Belangen Lebenshilfe bieten können. Das gilt aber nur, solange das Tier dabei nicht verdinglicht (instrumentalisiert) wird und die Tierhaltung jederzeit tier- und artgerecht ist“, meint Claudia Mertens, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Zürcher Tierschutz.
Der Zürcher Tierschutz und OceanCare werden darüber hinaus gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit betreiben, denn wir Schweizer sind weit vielschichtiger vom Meer abhängig, als es zunächst den Anschein macht. Unser Abwasser gelangt über die Flüsse ins Meer. Wir konsumieren in grossen Mengen Fisch und Rohstoffe aus den Ozeanen. Sehr viele Güter gelangen übers Meer zu uns. Kein Binnenland hat eine grössere Hochseeflotte als die Schweiz. Und unser Land entscheidet in internationalen Gremien und Kommissionen mit über Schutz und Nutzung des marinen Ökosystems.
So werden die Partner unter anderem auf die Problematik des Litterings (Vermüllung) für einheimische Wild-, Haus- und Nutztiere, sowie auf den Plastikmüll im Meer aufmerksam machen. Tatsache ist, dass rund 80% der Meeresverschmutzung im Landesinneren entsteht und auch wir Schweizerinnen und Schweizer das globale Problem mitverursachen. Ziel ist es deshalb, die Menschen dazu zu bringen, ihren Abfall korrekt zu entsorgen und nicht einfach in der Natur liegen zu lassen, wo er verheerende und zuweilen tödliche Folgen für Tiere haben kann.
Auch bezüglich eines humanen Umgangs mit Fischen wollen die beiden Organisationen zusammenspannen. Neben der Nachhaltigkeit der Fischerei ist auch der Tierschutzaspekt bei Fischen ein wichtiges Thema, das jedoch meist ausgeblendet wird und dringend mehr Beachtung braucht. Fische sind Wirbeltiere, die wie Säuger oder Vögel Schmerzen und Stress empfinden. Den Konsumenten soll bewusst werden, dass Fisch ein Luxusprodukt ist, das man nicht alle Tage isst, und dass immer noch die meisten Fische nach dem Fang elendiglich ersticken, weil sie nicht aktiv und rasch getötet werden.
„Im Sinne unseres Leitbildes und mit Blick auf die Komplexität der Tierschutzarbeit schlechthin sind wir auf die Zusammenarbeit mit sinnverwandten Organisationen angewiesen. OceanCare ist für den Zürcher Tierschutz seit vielen Jahren eine starke und effiziente Partnerin. Gemeinsam setzen wir uns für den Schutz der Meeressäuger und andere Meerestiere ein, unterstützen tierschutzrelevante Forschungsprojekte und sensibilisieren die Menschen für die Bedrohungen der Meere als empfindliche Ökosysteme“, erklärt Bernhard Trachsel, Geschäftsführer des Zürcher Tierschutz.
In internationalen Foren prallen viele widersprüchliche Weltanschauungen aufeinander. Dort setzt OceanCare den Hebel an und pocht auf den Tier- und Artenschutz sowie den Schutz des Lebensraumes Meer. „Die Wale, Delphine und andere Topräuber wie zum Beispiel der Blauflossen-Thunfisch stehen ganz oben auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Wenn es uns nicht gelingt diese Tiere zu retten, wie sollen wir dann wohl weniger imposante Arten schützen können“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.
Im Juli 2011 erhielt OceanCare von den Vereinten Nationen den Sonderberaterstatus zugesprochen. Damit wird der Organisation in allen relevanten UN-Gremien ebenso viel Redezeit eingeräumt wie den Vertretern der Mitgliedstaaten. So kann sich OceanCare auch im Rahmen des Partnerschaft mit dem Zürcher Tierschutz auf höchster Ebene effizient für die gemeinsamen Anliegen engagieren.
Die Partnerschaft von Zürcher Tierschutz und OceanCare wird die gemeinsamen Anliegen beider Organisationen fördern und die Schutzmassnahmen für die Meerestiere und ihren Lebensraum vorantreiben.

www.oceancare.org

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Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum wird Ihnen der Urlaub gründlich vergällt

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) warnt Urlauber vor der Buchung des Hotels Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko. Tierfreunde erleben dort eine wirklich böse Überraschung: Sechs Delfine werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen Bedingungen in einem winzigen Becken auf der Anlage des Ferienresorts gehalten.
 Im ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser "großen" Delfinpool dürfen sich die Gäste gegen zusätzliche Gebühr mit den Großen Tümmlern vergnügen, sie streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen… Kinder werden laut Prospekt sogar aufgefordert, die Delfine zu küssen! Für die Tiere ist dies die reinste Qual, nicht einmal minimalste Erleichterungen sind ihnen gegönnt: kein Schatten, keine Rückzugsmöglichkeiten, sieben Tage die Woche von früh bis spät "Dienst" zum Vergnügen der Hotelgäste.
 Die GRD fordert in ihrer Online-Protestaktion von den zuständigen Behörden in Mexiko die sofortige Schließung der Anlage. Zusätzlich wurden die deutschen Reiseveranstalter aufgefordert, das Ferienresort nicht mehr anzubieten. Bislang hat nur ein Reiseveranstalter positiv reagiert: Über TUI ist das Hotel nun nicht mehr buchbar!
 Der Delfinpool auf dem Gelände des Ferienresorts Gran Bahia Principe Tulum wird nicht von jedem Veranstalter in der Hotelbeschreibung erwähnt. Das heißt im Klartext aber auch, dass Urlauber eine böse Überraschung erleben, wenn sie dieses Hotel buchen. So wie der Gast, der die GRD auf diese Anlage aufmerksam machte:
 „Morgens gegen 5.30 Uhr wurden wir durch ein lautes, jämmerliches Pfeifen geweckt. Als ich auf dem Balkon stand, sah ich […] Delfine, die sich auf den flacheren Beckenrand Kopf an Kopf gelegt hatten und schrien. Ich dachte, ich sehe nicht recht, und meine Begleiterin fing sofort an zu weinen, als sie diese armen Tiere sah. Wenn es irgendwie möglich gewesen wäre, wären wir auf der Stelle abgereist.“
 Wer die Gefangenschaftshaltung von Delfinen ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen.

www.delphinschutz.org

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Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" ehrt GRD-Projektleiterin Andrea Steffen mit dem Umweltpreis "Trophée de femmes" für ihren Einsatz für die Pottwale vor der Karibikinsel Dominica

2012 zeichnet die Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher" bereits zum neunten Mal drei Frauen aus Deutschland für ihr außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und/oder Tierschutz aus. Die für die GRD ehrenamtlich tätige Pottwalschützerin Andrea Steffen aus Düsseldorf erhielt den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Platz für ihr Projekt " Schutz von Pottwalen und Umweltbildung im Inselstaat Dominica".
"Wir wollen mit dieser Auszeichnung Frauen ehren, die sich nachhaltig für die Natur engagieren und sich beispielhaft für Umweltschutz einsetzen – ob national oder weltweit", erläutert Sabine Fesenmayr von der Umweltstiftung "Fondation Yves Rocher". Die Jury legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf Frauen, die durch ihr Engagement eigene Umweltprojekte initiiert und andere Menschen motiviert haben, sich an diesen Projekten zu beteiligen.
 Die offizielle Preisverleihung fand am 14.2.2012 in Stuttgart statt. "Dieser Preis ist eine große Ehre für mich. Ich freue mich sehr und hoffe, dass er dazu beiträgt, das Schicksal der Wale und Delfine vor Dominica bekannter zu machen", freut sich die Preisträgerin, die bereits seit 1997 die Pottwale vor der Karibikinsel erforscht.Steffen hat über ihre Erlebnisse mit Pottwalen bereits ein Buch veröffentlicht ("Pottwale - Im Dunklen Blau des Meeres"), ihr zweites ("Wale – hautnah") wird im Sommer im Verlag Naglschmid erscheinen. Ins Leben gerufen wurde das GRD-Projekt auf Dominica zum Schutz der dort lebenden Pottwale und anderen Meeressäugetiere im Jahr 2005 mit der offiziellen Eröffnung der GRD-Pottwalforschungsstation in Roseau auf Dominica. Gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried hat Andrea Steffen mit ihrer Pottwal-Forschung und Arbeit vor Ort den Grundstein für das GRD-Projekt gelegt. Die wichtigsten Ziele sind die Einrichtung eines Walschutzgebiets, Aufklärungsprojekte für Einheimische und Touristen, Whale Watching und Umwelterziehung für Kinder sowie die Überwachung und Erforschung der vor Dominica lebenden Pottwalpopulation. Einige der residenten Pottwale sind anhand ihrer Fluke identifiziert. Für diese Tiere kann auch eine symbolische Patenschaft übernommen werden.

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Wichtiger Erfolg für Delfine, Wale und Walhaie im Süden Mosambiks

Gegen Ende November 2011 erließ die mosambikanische Regierung weitreichende Regelungen für einen besseren Schutz von Delfinen, Walen und Walhaien vor negativen Tourismus-Folgen im Süden Mosambiks bei Ponta do Ouro. Dieser wichtige Erfolg ist nicht zuletzt der mosambikanischen Delfinschutzorganisation DolphinCare-Africa (DCA), die von der Münchener Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) unterstützt wird, zu verdanken. DCA setzt sich seit vielen Jahren für bessere Schutzmaßnahmen ein, denn der immer stärker gewordene Tourismus-Wildwuchs bei Ponta do Ouro droht die Meerestiere aus ihrem Lebensraum zu vertreiben.
 
Die neuen Bestimmungen umfassen nicht nur ein Verbot von Jetskis (mit Ausnahme von Jetskis zum Sportfischen und Angeln, die aufgrund technischer Schutzvorrichtungen nur eine geringe Gefahr für Meerestiere darstellen). Boote müssen ab jetzt einen Mindestabstand von 300 m zu Meeressäugern und Walhaien einhalten und das Schwimmen mit Delfinen darf nur von zugelassenen Veranstaltern durchgeführt werden, wobei nur zwei Veranstalter mit jeweils einem Boot an Ort und Stelle erlaubt sind. „Allein diese Maßnahmen bedeuten für die Delfine ein ganz entscheidende Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“, begrüßt GRD-Biologe Ulrich Karlowski die neuen Regelungen.
 
Auch andere Meerestiere profitieren von den Schutzbestimmungen: Das Füttern von Meerestieren ist nun grundsätzlich verboten. Nistende sowie frisch geschlüpfte Schildkröten dürfen nicht gestört werden. Einschränkungen gibt es zudem in der Fischerei: Grundfische dürfen nicht mehr gefischt werden, und das Angeln von Merlinen, Schwert- und Fächerfischen ist genehmigungspflichtig.
 
Aufgrund der außergewöhnlichen Artenvielfalt wurde die Gegend im Süden Mosambiks 2009 als Meeresreservat (Ponta Partial Marine Reserve) deklariert. Seitdem befassten sich Experten mit der Ausarbeitung von Schutzmaßnahmen, die nun umgesetzt wurden und bei deren Missachtung Geldbußen drohen.
 
Das Naturreservat ist außerdem Kandidat für den Weltnaturerbetitel.

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NABU, GRD und GSM kritisieren schleswig-holsteinische Initiative als vorschnell

Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holsteins wurde auf der Herbst-Agrarministerkonferenz der Länder und des Bundes am 28. Oktober beschlossen, dass in den nach EU-Recht geschützten Natura 2000-Gebieten der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands die Fischerei nur dann eingeschränkt werden solle, wenn diese einen erheblichen negativen Einfluss auf den Erhaltungszustand relevanter Habitate, Lebensräume und Arten hat. Die Naturschutzverbände NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM kritisieren diesen Vorstoß als ungerechtfertigten, verfrühten Freibrief für die Fischerei.
 Nach Auffassung der Verbände lässt sich die Nicht-Erheblichkeit von fischereilichen Eingriffen in den Natura 2000 Gebieten der Nord- und Ostsee nach der heutigen Datenlage kaum belegen. Es solle aber offensichtlich durch den jetzigen Beschluss der heutige Zustand festgeschrieben werden, statt Anreize zur Verwendung von alternativen Fischereimethoden in Schutzgebieten zu geben. In der Ostsee verenden nach wissenschaftlichen Schätzungen jedes Jahr über 100.000 Seevögel in Fischereinetzen. Aus Totfunderhebungen bei Schweinswalen wird deutlich, dass allein in der deutschen Ostsee jedes Jahr mindestens 70 Schweinswale als unerwünschter Beifang in Grundstellnetzen sterben.
 Die betroffenen Natura 2000-Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie wurden bereits 2007 von der Europäischen Kommission anerkannt und dienen explizit dem Schutz bedrohter Arten wie Schweinswal, Stern- und Prachttaucher oder Eisente, allesamt durch den ungewollten Beifang oder die negative Auswirkungen der Fischerei auf ihren Lebensraum beeinträchtigt. Den Vorschlag des von Thünen-Instituts (vTI), zum Schutz der Schweinswale Stellnetze mit Pingern auszustatten, lehnen die drei Naturschutzverbände dabei vehement ab. „Ein aktives Vertreiben von Schweinswalen aus den für sie eingerichteten Schutzgebieten unter Lärmeinsatz konterkariert hier die Ziele des europäischen Umweltrechts“, so Ingo Ludwichowski, NABU Landesgeschäftsführer in Schleswig-Holstein.
 Bereits heute gibt es Fischfangmethoden, die weder Seevögel noch Schweinswale gefährden müssen. NABU, GSM und GRD haben in ihrer Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“ entsprechende Vorschläge erarbeitet. In der Ostsee stellen beköderte Fischfallen, Jiggermaschinen oder Langleinen eine umweltverträgliche Alternative zur Grundstellnetzfischerei dar. Die Relevanz dieser Studie wird auch vom internationalen Kleinwalabkommen ASCOBANS anerkannt.
 Gegen die Forderung, neue wissenschaftliche Erkenntnisse einzubeziehen, sei generell nichts einzuwenden. Jedoch müssten die Länder dann auch entsprechende Forschungsmittel und -kapazitäten zur Verfügung stellen, um die Situation bewerten zu können. Derzeit wird nur ein Bruchteil der Schweinswal-Beifänge gemeldet, wie die hohe Zahl an Totfunden an Schleswig-Holsteins Küsten vermuten lasse. Eine Zuordnung der Strandfunde mit „Netzmarken“ zur Fischerei in oder außerhalb von Schutzgebieten sei überhaupt nicht möglich. Auch Vogelbeifang würde von den Behörden nicht systematisch erfasst. Unabhängige Beobachter an Bord der kleinen Kutter in der Küstenfischerei seien nicht vorgesehen und gegen eine Kameraüberwachung gibt es massive Vorbehalte.
 Weiterhin fehlen Angaben zu Zeit und Häufigkeit der fischereilichen Nutzung innerhalb wie außerhalb von FFH- und Vogelschutzgebieten sowie Angaben zu Art und Menge der dabei verwendeten Fischereigeräte, wie Nachfragen des NABU im Ministerium ergaben. „Ohne Daten gibt es damit kein Problem und somit keinen Handlungsbedarf in den Fischereibehörden“, bringt Ingo Ludwichowski diesen Missstand auf den Punkt.
 Aus unseren persönlichen Erfahrungen mit einigen schleswig-holsteinischen Fischern wissen wir, dass sie sehr bemüht sind, Beifänge von Enten und Walen zu vermeiden.“ Warum aber werden dann Beifänge einfach über Bord geworfen, statt sie zu melden? Mit Transparenz und gegenseitigem Vertrauen wäre es möglich, gemeinsam nachhaltige Fischereiformen für Naturschutzgebiete weiter zu entwickeln, die dem Anspruch von Fischern, dem Ministerium und Naturschützern gerecht werden.
PDF-Download der Studie „Strategien zur Vermeidung von Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren in der Ostseefischerei“:
http://www.delphinschutz.org/dokus/hintergrundbericht_beifang.pdf

 

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Die vergessenen Delfine Afrikas - Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik

München, 26.10.2011 – Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat, ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik. DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der Küste bei Ponta do Ouro lebenden Buckeldelfine, Großen Tümmler und Spinnerdelfine ein. Um das Überleben der gefährdeten Meeressäuger dort langfristig zu sichern, erhält DCA jetzt Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).Die unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegene Küste von Ponta do Ouro ist sehr beliebt bei Touristen aus Südafrika. Doch die von dort aus operierenden Veranstalter gehen oft völlig rücksichtslos vor, um ihren Gästen möglichst nahe Delfinkontakte zu ermöglichen. „Der ausufernde Tourismus droht, die Delfine aus ihren Lebensräumen zu vertreiben“, befürchtet GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Mit der Etablierung von Regeln für sanftes "Whale Watching" setzt sich DCA dafür ein, dass der Tourismus-Wildwuchs die Tiere nicht aus ihren Lebensräumen vertreibt.
 Erstmalig in Deutschland: Patenschaften für Delfine aus Mosambik
Gemeinsam mit DCA bietet die GRD jetzt Patenschaften für mosambikanische Delfine an, um das Schutzprojekt zu finanzieren. Die Meeressäuger werden von DCA regelmäßig beobachtet und ihre Lebenswege können so jahrelang nachverfolgt werden. So kennt DCA das Weibchen "Bo" – einen Großer Tümmler – bereits seit 1999. Damals stand sie kurz vor der Geschlechtsreife, inzwischen hat "Bo" zwei Junge: "Thai", ein 2004 geborenes Weibchen, sowie die 2009 geborene "Bella".
 Ein echter Exot unter den Patendelfinen ist "Herme", ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Er kam Anfang 2006 zur Welt und zieht häufig gemeinsam mit Großen Tümmlern umher. „Wir hoffen, viele Menschen für die Übernahme einer Patenschaft für einen der vergessenen Delfine aus Afrika begeistern zu können, denn nach wie vor spielt Delfin- und Meeresschutz in Afrika leider noch eine sehr untergeordnete Rolle“, erklärt Ulrich Karlowski.
 Alle Paten erhalten eine schöne persönliche Urkunde mit einem Foto "ihres" Delfins, Informationen über das Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin "Delphinpost“. Weitere Informationen unter: www.paten-delfine.de

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Edeka: Der Skandal geht weiter

GRD: Der Skandal um den bei EDEKA erhältlichen „delfintödlichen“ Dosenthunfisch weitet sich aus. Nach Recherchen der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) ist der Verkauf der vom WWF-Deutschland als ökologisch unbedenklich empfohlenen Ware in den USA verboten, weil sie die strengen US-Vorgaben für „delfin-sicher“ gefangenen Thunfisch nicht erfüllt.
„Während die Menschen in den USA vor diesem Lebensmittel per Gesetz geschützt sind, wird deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine minderwertige, mit brutaler Tierquälerei und dem Tod unzähliger Delfine erkaufte Ware untergeschoben“, erklärt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski.Beim Fang des von EDEKA verkauften Thunfisches sterben jedes Jahr mehrere Hundert Delfine. Allein 2009 betrug die Todesrate nach offiziellen Angaben 1300 Delfine. Umweltschützer und viele Experten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus.
Die GRD wertet dieses als massive und moralisch verwerfliche Verbrauchertäuschung und rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab.
Zum Hintergrund:
Der von EDEKA verkaufte Delfinkiller-Thunfisch stammt von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien.
Angeblich wurde die EDEKA-Thunfischware nach den Vorschriften des vermeintlichen "Delfinschutzprogramms" (AIDCP) der Fischereikommission IATTC gefangen. Allerdings ist Kolumbien noch nicht einmal vollwertiges Mitglied dieses Programms, das vom Earth Island Institute und der GRD und anderen namhaften Umweltorganisationen ohnehin nie als Delfine schützend anerkannt wurde, weil der Tod und die Quälerei von Delfinen billigend in Kauf genommen wird.
 Gemäß geltender US-Gesetze erfüllt „Seatech International“ die Vorgaben dieses Label nicht in ausreichendem Maße. Mit der Folge, dass ein Import in die USA derzeit nicht möglich ist.Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen. Die Fischer nutzen dies, indem sie gezielt Delfinschulen bis zur völligen Erschöpfung hetzen, sie dann in die Netze treiben und den unter den Delfinen kreisenden Thunfischschwarm mit Ringwadennetzen abzufischen.
Die GRD wertet diese Fangmethode als brutale Tierquälerei.
Gemäß den Vorgaben der der Fischereikommission IATTC sollen die Delfine nach dem Abfischen des Thunfischschwarms zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der Treibjagd erlittenen Verletzungen sterben. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass sich die für den EDEKA-Thunfisch angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt.

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Fukushima: Das stumme Leiden der Wale

Der sogenannte Fukushima-Effekt hat viele Facetten. Bereits sind auch Wale Opfer radioaktiver Verstrahlung geworden. Diese tragische Folge der japanischen Atom-Katastrophe sollte an der jährlichen Internationalen Walfang-Konferenz IWC zu reden geben. Dafür wird sich OceanCare einsetzen. An der Tagung, die vom 11. bis 14. Juli auf der Insel Jersey stattfindet, ist OceanCare als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation mit Beobachter-Status vertreten.
Am kommenden Montag, exakt vier Monate nach dem Erdbeben, das einen verheerenden Tsunami vor Japans Ostküste zur Folge hatte, beginnt auf der Kanal-Insel Jersey die viertägige IWC-Konferenz. Die Delegierten der Mitgliedsländer – auch die offizielle Schweiz ist vertreten – sind in zwei Lager gespalten: Sie wollen einerseits das bestehende Walfang-Verbot verteidigen, andererseits neue Fang-Quoten aushandeln. Sigrid Lüber, Präsidentin der Tier- und Umweltschutzorganisation OceanCare, kämpft seit zwanzig Jahren mit geduldiger Beharrlichkeit und diplomatischem Geschick für den Schutz dieser Meeressäuger.
Doch was hat dies mit Fukushima zu tun? Viel – leider sehr viel…
Radioaktives Wasser verstrahlt Wale
Ende April 2011 wurden vor der Küste der nordjapanischen Insel Hokkaido, rund 650 Kilometer nordöstlich des havarierten Atom-Meilers, zahlreiche Zwergwale gefangen und getötet. Im Fleisch von zwei Tieren wurde eine Verstrahlung von 31 bzw 24.3 Becquerel nachgewiesen. Japanische Wissenschaftler bestätigten, dass diese Kontaminierung als direkte Folge der Fukushima-Katastrophe gedeutet werden muss: Während und nach der Katastrophe sind enorme Mengen von radioaktiv verstrahltem Wasser ins Meer geleitet worden. Damit steht fest, dass Wale – und auch zahllose andere Meeresbewohner – direkt von den Folgen des atomaren Desasters betroffen sind.Seit einem Vierteljahrhundert hält Japan am Walfang fest und rechtfertigt dies mit dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschung. Neben vielen Grosswalen töten japanische Walfänger und Küstenfischer jährlich auch rund 20 000 Kleinwale und Delphine. Sie begründen die blutige Tradition mit dem Argument, dass diese kleineren Meeressäuger nicht unter dem Schutz der IWC stehen – ein Vorwand, den OceanCare, nicht gelten lässt. „Wale sind Wale“, argumentiert Sigrid Lüber. „Die Unterscheidung in Klein- und Grosswale muss aufgehoben werden, denn allen Walen steht derselbe Anspruch auf Schutz zu.“ Auch die offizielle Schweiz setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Kleinwale und Delphine ebenfalls in den Kompetenzbereich der IWC aufgenommen werden.
„Wildfang ist Walfang mit verzögerter Todesfolge“
Besonders grausam ist das Schicksal jener Delphine, die alljährlich in eine Bucht beim Fischerdorf Taiji zusammengetrieben und gnadenlos abgeschlachtet werden. Nur wenige überleben das blutige Massaker, das im Film „The Cove“ – er wurde vor einem Jahr mit einem Oscar ausgezeichnet – dokumentiert wurde. Diese Tiere werden an die weltweite Delphinarien-Industrie verkauft – und fristen für den Rest ihres Lebens ein jämmerliches Dasein in Gefangenschaft. Sigrid Lüber: „Für jene Delphine, welche die Strapazen der brutalen Gefangennahme und den Transport ins Delphinarium überleben, beginnt ein Martyrium, das alles andere als artgerecht ist. Solche Wildfänge sind nichts anderes als Walfang mit verzögerter Todesfolge. Deshalb fordern wir, dass die IWC auch für Kleinwale und Delphine zuständig sein soll und damit auch die entsprechenden Fangmethoden regelt, kontrolliert – und letztlich unterbindet.“
Die japanische Walfangtradition ist längst nicht mehr profitabel – und stellt mittlerweile ein gravierendes Risiko für die Menschen dar: Im Fleisch der Wale, die am Ende der marinen Nahrungskette stehen, reichern sich Giftstoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei in hohen Dosierungen an. Doch die japanische Bevölkerung wird immer bewusster und skeptischer; die Nachfrage nach dem einst als Delikatesse geschätzten Walfleisch bricht allmählich zusammen. Deshalb wird das Walfleisch bereits gratis in Schulen und Altersheimen abgegeben – mit fatalen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.
Wird Japan aus Fukushima lernen?
Seit Fukushima leiden die Wale vor Japans Küsten – und auch in vielen anderen Meeresregionen – nicht mehr nur unter extensiver Bejagung und zunehmender Vergiftung; sie müssen nunmehr auch die radioaktive Verseuchung ihres Lebensraumes ertragen. Dabei sind letztlich auch jene Menschen betroffen, die das vergiftete und neuerdings verstrahlte Fleisch auf dem Teller vorfinden.
Welche Folgen wird dieser „Fukushima-Effekt“ für die IWC haben? Wird das von multiplen Katastrophen gebeutelte Land die sinnlose und grausame Tradition des Walfangs beenden? Man sollte meinen, dass die japanische Regierung aus Fukushima gelernt hat, sich die längst unrentable Waljagd nicht mehr leisten kann, sich auf die Behebung der enormen Schäden und den Wiederaufbau konzentriert und endlich zur Besinnung kommt.
Doch Sigrid Lüber bleibt skeptisch: „Es ist zu befürchten“, sagt die OceanCare-Präsidentin, „dass Japans Vertreter auf ihrer alten Forderung, den Walfang auf die Küstengebiete auszudehnen, bestehen. Ich vermute, dass Sie als Opfer der Atom-Katastrophe auf den Mitleid-Bonus spekulieren und versuchen werden, den Walfang auszubauen und die Quoten zu erhöhen. Dagegen werde ich mit allen rechtlichen Mitteln ankämpfen – den Walen zuliebe. Aber auch im Interesse der japanischen Bevölkerung.“

www.oceancare.org

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Tödlicher Thunfisch!

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) warnt vor „delfintödlichem“ Dosenthunfisch, der in deutschen EDEKA-Filialen verkauft wird. Beim Fang der in den Dosen verarbeiteten gefährdeten Gelbflossen-Thune sterben jedes Jahr über Tausend Delfine. Nach offiziellen Angaben starben allein 2009 etwa 1300 Delfine beim Fang der jetzt auch bei EDEKA erhältlichen Thunfischware, wobei Umweltschützer und viele Experten von einer weit höheren Dunkelziffer sprechen.
 „Besonders fatal für die Glaubwürdigkeit aller Ökolabel und Lebensmittelzertifizierungsprogramme ist, dass dieser Thunfisch vom WWF als ökologisch unbedenklich empfohlen wird“, erläutert Ulrike Kirsch, Leiterin des SAFE-Thunfischkontrollprogramms der GRD. „EDEKA und WWF machen sich mitschuldig am grausamen Beifangtod unzähliger Delfine“.Die bei EDEKA unter dem zynischen Motto „für einen transparenten Einkauf mit gutem Gewissen“ firmierenden Produkte sind angeblich mit „weniger Beifang und bestandserhaltend“ gefangen“. Die GRD wertet dies als massive Verbrauchertäuschung. In Wahrheit stammt der Delfinkiller-Thunfisch von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien.
„Hier wurden und werden Delfine ganz gezielt gequält und getötet“, so Ulrike Kirsch. „Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet wird.“ Die GRD rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab.
Zum Hintergrund:
Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen, das die Fischer ausnutzen, indem sie gezielt Delfinschulen jagen und einkreisen. Nach Informationen des amerikanischen Earth Island Institute (EII) soll dabei sogar Dynamit zum Einsatz kommen. Die EDEKA-Thunfischware wurde nach den Vorschriften des weltweit weitgehend geächteten, weil „delfintödlichen“, AIDCP-APICD-Labels der Fischereikommission IATTC gefangen. Gemäß der Vorgaben der IATTC-Fischereikommission sollen die Delfine zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der „Treibjagd“ erlittenen Verletzungen sterben.
Früher ließ man die Delfine einfach in den Netzen sterben. Von diesen Massakern haben sich die Bestände bis heute nicht erholt. Wissenschaftler sehen den Grund dafür auch darin, dass sich die jetzt angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt.
 Unter dem Internationalen Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE, das weltweit vom EII und in Deutschland von der GRD umgesetzt wird, ist das Setzen von Netzen um Delfine strikt verboten. In den USA darf derart gefangener Thunfisch per Gesetz nicht als „delfinfreundlich gefangen“ ausgezeichnet werden. „Es ist ebenso abstrus wie skandalös, dass EDEKA und WWF diese Fischfangmethode jetzt als eine der umweltschonendsten im östlichen Pazifik bezeichnen“, sagt Ulrike Kirsch. „Auf meinen Weltumsegelungen haben mich immer Delfine begleitet. Diese Lebewesen waren meine Freunde, haben mir einmal sogar das Leben gerettet. Deshalb fühle ich eine innere Verpflichtung, ihnen zu helfen. Ich appelliere an die Verbraucher durch ihr umsichtiges Verhalten, unseren Einsatz zur Rettung der Delphine zu unterstützen", appelliert der dreifache Weltrumsegler und Gründer der GRD, Rollo Gebhard.Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

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