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SL961 lautet das Modellkürzel des jüngsten Sprosses der SeaLife-Familie. Das von Seemann (Johnson Outdoors) vertriebene Blitzgerät eignet sich für die meisten
Unterwasser-Kompaktkameras. Es punktet mit inneren wie äußeren Werten und einem bemerkenswerten Preis – Leistungs - Verhältnis.
Wer sich bei seinem Fachhändler
nach einem externen Unterwasser-Blitzgerät umschaut, kann den dunkelhäutigen Amerikaner in der Vitrine kaum übersehen, selbst wenn der durchgestylte Typ nicht vor seiner
knallgelben Transporttasche präsentiert wird.
Funktionales Design
Zum SeaLife Digital Pro Flash gehört alles, was man neben der Kamera für vorteilhaft
ausgeleuchtete Kunstlicht- oder Mischlichtaufnahmen benötigt. Die fertig montierte Baugruppe besteht aus dem Blitzkopf, dem flexiblen Arm, der Kameraschiene und dem faseroptischen
Synchronkabel. Einsteiger in die Unterwasserfotografie, die sich vor komplizierter Technik fürchten, werden sofort erleichtert feststellen: Neben dem Ein – Aus –
Probeblitz - Schalter, der keinerlei Rätsel aufgibt, verfügt das Gerät außen lediglich über einen einzigen Drehknopf. Es muss folglich einfach zu bedienen sein. Ein Blick auf
die Frontseite des SL961 bestätigt diese Vermutung. Dort verrät ein kleines, rundes Fenster unterhalb des Blitzreflektors, dass das Gerät im Automatikbetrieb arbeiten kann. Dies
bedeutet: Während der Blitzaufnahme misst ein hinter dem Mini-Bullauge installierter Sensor das vom Objekt reflektierte Licht. Reicht dessen Menge für die korrekte Belichtung des
Bildes aus, wird der Blitz unvorstellbar schnell abgeschaltet. Der Fotograf kann das Gerät aber ebenso gut manuell steuern, also die Blitzleistung selbst bestimmen. Dem Wählen
zwischen beiden Blitzmodi bzw. den Teilleistungen beim „Handbetrieb“ dient der oben erwähnte Drehknopf auf der Rückseite. Wie alle SeaLife - Produkte ist auch der Digital
Pro Flash mit einer Gummiummantelung versehen, die das eigentliche Gehäuse aus Polykarbonat und den Frontbereich vor Stößen und Schrammen schützt. Diese Lösung ist nicht nur
praktisch, sie gibt dem Gerät zugleich das gelungen formschöne Aussehen.
Vorbereitungen
Die Kamera wird einfach mit der Stativschraube auf der Schiene
befestigt. Taucher, die das Blitzgerät mit einer SeaLife - Kamera kombinieren, können an der Schienenunterseite auch eine Halterung für den Weitwinkelvorsatz anschrauben. Falls
zwei SL961 eingesetzt werden sollen, ist die Schiene auch für diese Doppelvariante vorbereitet. Das dünne faseroptische Kabel leitet den Lichtimpuls des kamerainternen
Blitzgerätes zum Digital Pro Flash, so dass dieser auf optoelektronischem Weg synchron ausgelöst wird. Während bei SeaLife - Kameras ein entsprechender Adapter das Lichtleitkabel
aufnimmt, gibt es für andere Kameramodelle eine universelle Lösung. In jedem Fall wird das Fenster des internen Blitzreflektors verdeckt, damit dessen Frontallicht keinen direkten
Beitrag zur Aufnahme leistet. Um das Gerät mit Energie zu versorgen und die erforderlichen Voreinstellungen vorzunehmen, öffnet man den Deckel auf der Rückseite des
Blitzkopfes. Jetzt gelangt man an das Batteriefach, in das vier Rundzellen der Größe AA passen. Gelegenheitsfotografen werden Batterien verwenden, Ambitionierte können mit
NiMH-Akkus gleicher Größe Geld sparen. Außerdem kommen hinter dem Deckel zwei Schalter zum Vorschein. Mit dem linken Schieber stellt man die Anzahl der Vorblitze ein, die von
der verwendeten Kamera vor der eigentlichen Blitzaufnahme abgegeben werden. Dies ist notwendig, damit das externe Blitzgerät nicht schon von solch einem schwachen Messblitz für
die Belichtungssteuerung ausgelöst wird. Die Elektronik des SL961 berücksichtigt 0 – 4 Vorblitze; die Stellung 0 gilt beispielsweise für SeaLife-Kameras, die ohne Messblitz
arbeiten. Mit dem rechten Schalter gibt man den Regelbereich für den Automatik-Blitzbetrieb vor. Seine Positionen 1 – 4 entsprechen ungefähr den Arbeitsblenden 2,0
– 5,6 (bei der Empfindlichkeit von ISO 100). Gewöhnlich wird sich der Fotograf für die Stufe 4 und damit die kleinstmögliche Blendenöffnung entscheiden, weil diese mehr
Schärfentiefe ergibt. Einige Probeaufnahmen sind erforderlich, um die tatsächliche Arbeitsblende zu ermitteln, die dann an der Kamera kaum noch verändert werden muss (Korrekturen
können freilich erforderlich sein, weil kein Motiv dem anderen gleicht).
Mit weicher Schale im rauen UW-Einsatz
Nachdem der O-Ring auf Sauberkeit geprüft, der
Deckel geschlossen und der Schnellverschluss gesichert wurde, ist die Fotoausrüstung einsatzbereit. Unter Wasser lässt sie sich gut führen, denn der Blitzarm wird dank seines
Neoprenüberzuges zum praktischen Handgriff. Die Ausrüstung hat einen leichten Auftrieb (mit ungefähr 200 Gramm zieht die Kombination SeaLife DC600 und SL961 nach oben). Unabhängig
davon empfiehlt es sich, ein übliches Sicherungstool zu verwenden, damit das gute Stück nicht versehentlich verloren gehen kann. Ist der Digital Pro Flash eingeschaltet,
leuchtet hinter dem durchsichtigen Deckel die Blitzbereitschaftsanzeige auf. Für die automatische Blitzbelichtungssteuerung wählt man am rückseitigen Knopf die Stellung A. Von
dort aus gelangt man im Uhrzeigersinn zum manuellen Blitzbetrieb, dessen Bereich mit der maximalen Lichtleistung beginnt und bei einer Teilleistung von 8 Prozent endet. In diesem
Modus entscheidet der Fotograf selbst über die Lichtmenge. Das verlangt eine gewisse Erfahrung, die sich aber bald einstellt, weil der Kameramonitor in der Regel sofort die
Ergebnisse zeigt. Missglückte Aufnahmen werden nach einer entsprechenden Korrektur der Blitzleistung einfach wiederholt.
Fazit
Der SeaLife Digital Pro Flash
ist ein zweckmäßig konzipiertes externes Kleinblitzgerät, dass sich für die hauseigenen Unterwasserkameras und die meisten Kompaktmodelle anderer Hersteller eignet. Die
Lichtleistung entspricht seiner Kategorie, in der es sich durch den verfügbaren Automatikmodus positiv hervorhebt. Das Gerät ist einfach zu bedienen und es erlaubt die ausreichend
flexible Lichtführung für günstig ausgeleuchtete Erinnerungsfotos. Als Komplettpaket ein Highlight am Markt.
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