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Gäbe es eine Rubrik für die am meisten publizierenden UW-Fotoautoren im Guinessbuch der Rekorde, Herbert Frei könnte diesen Titel
zweifelsfrei für sich beanspruchen. Doch nicht alles ist neu, was aus seiner Feder stammt, mit dem Lexikon „Digitale Unterwasserfotografie von A – Z“
schließt er zwar eine Lücke im Bücherschrank, komprimiert aber in erster Linie alphabetisch geordnet sein in anderen Werken bereits vermitteltes Fachwissen.
Es ist immer ein Tanz auf einem dünnen Seil, setzt man sich in einer Buchpublikation mit den Entwicklungen in der digitalen Fotografie auseinander. Es sind zwar in
absehbarer Zeit keine technischen Revolutionen zu erwarten, die vieles über den Haufen schmeißen, was aktuell als neueste Entwicklung gepriesen wird, doch bald
jährlich ändert sich das Design von als typisch dargestellten Kameras, Gehäusen, Blitzgeräten und diversem Zubehör. Sicher ist es leichter – und
kostengünstiger - zur Visualisierung von Produkten auf Fotos zurückzugreifen, als neutrale Grafiken zu verwenden, die dann aber über einen längeren Zeitraum das Gefühl
der Aktualität der Buchinhalte vermitteln. Wie dem auch sei, es handelt sich um ein reich mit Fotobeispielen versehenes Nachschlagewerk, das grundlegende Fragen
beantwortet, so sich diese mit einfachen Kompaktkameras abtauchende Hobbyknipser je stellen sollten. Ab einer SLR im Gehäuse könnte es schon mehr Interessenten mit
einem größeren Fragenspektrum geben. Nicht alles dreht sich bei den Stichworten allein um digitale Unterwasserfotografie. Schließlich wurde mit dem Einzug der
digitalen Kameratechnik das Rad der Fotografie nicht neu erfunden und so entdeckt man auch eine Reihe von Begriffen, die mehr oder weniger Abseits des Kernthemas
gelistet wurden. Ohne diese und einer Anzahl sehr allgemein gehaltener Fotos wäre das Büchlein sicher nicht auf 233 Seiten angewachsen. Etwas mehr
journalistische Neutralität wünscht man sich bei der einen oder anderen Erwähnungen und Illustration im Umfeld der Gehäusehersteller. Auch wenn man von einem Label
besonders unterstützt wird, sollte nicht die sachliche Distanz verloren gehen.
Fazit
Ein Nachschlagewerk ersetzt kein Grundlagenwissen. Es
ergänzt und rundet ab, erlaubt den Zugriff auf ein Stichwort auf kurzem Weg, ohne in einem dicken Wälzer zum Thema recherchieren zu müssen. In der Hand eines
Auszubildenden im Fotografenhandwerk mit Hang zur Unterwasserfotografie oder im Regal von Profis kann man sich das Lexikon auch gut vorstellen.
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