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© Ilka Weber / UWW

by Ilka Weber 5.06

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Die Altstadt von Rovinj, im italienischen Stil auf einer Halbinsel erbaut, ist seid Jahrzehnten eines der beliebtesten Urlaubsziele an der Westküste Istriens. Nicht nur Taucher besuchen Rovinj, auch Liebhaber von Kultur und historischer Baukunst zieht es hierher. In Kombination mit dem Colosseum in Pula und der historischen Altstadt von Porec lässt sich ein gehörig Quäntchen Geschichte leibhaftig erfahren und erwandern. Wem das allein zu trocken ist, findet im Diving Center Scuba Valdaliso die nötige Abwechslung.

Unsere Anreise gestaltet sich, aufgrund des Aprilwetters fast zu erwarten, nasskalt und regnerisch trüb. Nach fast 7 Stunden Autofahrt von München aus nach Rovinj freuen wir uns auf Ruhe mit Ausblick aufs Meer und einen guten Drink.
Den Meerblick gibt´s gratis, nachdem wir uns mit Hilfe einiger freundlicher Kroaten und deren Versuche, uns auf den rechten Weg zu dem 1997 von Wolfgang Eder gegründeten und in der Campinganlage Valdaliso befindlichen „Diving Center Scuba Valdaliso“ zu geleiten, an der Tauchbasis angelangt sind.

Fast fühlt man sich in Rovinj in alte Zeiten zurückversetzt, meint Eselskarren auf holprigen Straßen und durch enge Gassen fahren zu sehen. Im Vertrauen, dies wäre auch ein ideales Fortbewegungsmittel, denn selbst ein Kleinwagen mit eingeklappten Spiegeln dürfte sich schwer tun, durch die vielerorts nur wenige Meter breite Gassen durchzukommen. Zum Glück für shoppende und flanierende Touristen, die Altstadt ist für jeglichen Verkehr gesperrt und gehört einzig den Fußgängern. Diese können in aller Ruhe die malerischen Häfen zu beiden Seiten der kleinen Halbinsel und die Stadt mit der Barockkirche „St. Euphemia“ bestaunen. Dieser höchste Glockenturm Istriens wurde im Jahre 1680 erbaut und bietet einen unvergessen Anblick auf das Meer.

Restaurantbesuche sind trotz der in den letzten Jahren gestiegenen Preise immer noch günstiger, als in Deutschland. Empfehlenswert sind natürlich in erster Linie Fisch und Krustentiere, die fangfrisch auf den Grill kommen und mit köstlichen Beilagen je nach Gusto serviert werden. Ein Lieblingslokal (Restaurant „Figarola“) der Redaktion befindet sich in leicht zu Fuß erreichbarer Nähe zur Tauchbasis mit direktem Blick auf das Meer und die Altstadt von Rovinj.

Tauchen

Ein freundliches „Hallo“ des Basisleiters Stojan Babic und ein ebenso freundlicher Empfang der Hausmöwe „Gagi“, die seid 4 Jahren Stammgast ist und ein wahrer Kenner kroatischen Käses ist, sowie ein grandioser Blick über die Bucht und die Altstadt von Rovinj stimmt uns wieder heiter und lassen uns das schlechte Wetter schnell vergessen.
Das Tauchequipment kann, so es nicht vor Ort geliehen ist, sogleich in einen der eigens dafür eingerichteten Geräteräume trocken und gut sortiert untergebracht werden. Wer die Wracktauchgänge lieber sicherer mit Nitrox machen möchte, der kann sich dieses nach Wunsch und Gusto in der Basis mischen lassen, Mischgastauchen ist im Mittelmeer eher ein Fremdwort, da in der gesamten Adria selten mehr als 40-45m Tiefe erreicht werden. Wer es gern technisch mag, kann aber zum Beispiel Rebreather tauchen. Hier wird mit Dräger Ray und Dräger Dolphin geschnuppert und ausgebildet. Standards der angebotenen Ausbildung reichten von SSI über PADI, CMAS, VIT, NAUI bis zu ANDI. Die Basis ist je nach Anforderung mit 3-6 Mitarbeitern besetzt, die auch einen Ansturm von bis zu 100 Tauchern noch freundlich routiniert bewältigen können. Gern besorgt das Team der Basis auf Anfrage über das Reisebüro "Istria Travel" Zimmer, je nach Wunsch Campingbungalows, Pensionen oder aber Hotels mit bis zu vier Sternen (hier sollte man aber gedanklich etwa ½ bis 1 Stern abziehen, da das Niveau dann doch gelegentlich gegenüber westeuropäischen Hotels variiert).
Das Tauchen ist verhältnismäßig günstig (Gruppen erhalten je nach Anzahl der Teilnehmer Rabatte) und auch die umstrittene kroatische Tauchgenehmigung liegt, wenn man über eine Basis Tauchen geht, lediglich bei 15.- Euro pro Person und Jahr. Wirklich teuer ist diese nur für Individualisten, die auf eigene Faust mitsamt Ausrüstung und transportablem Kompressor anrücken.
Für Anreisende mit Kindern sei allerdings noch bemerkt, dass Kinderbetreuung leider so gut wie nirgends angeboten wird, lediglich das Hotel „Eden“ hat diesen Service. Dies sollte man also bei der Planung berücksichtigen, möchten beide Partner gemeinsam abtauchen.

Wer zum Tauchen nach Rovinj kommt, der hat in der Regel ein klares Ziel: Wracks! Diese gibt es in beeindruckender Zahl und Größe vor Rovinj. Steilwandtauchen mit farbenfrohem Gorgonienbewuchs findet man dagegen weiter südlich die Adria hinab, etwa ab der Kvarner Bucht. Wer nach Rovinj kommt, den lockt nicht nur über Wasser die Historie. Unter Wasser setzen sich Schicksale, Zeugnisse von Kriegen und Tragik rund um die bewegte Geschichte Istriens fort. Es wäre da zum Beispiel das absolute Highlight zu nennen, die „Baron Gautsch“, ein einst vom österreichischen Lloyd erbauter Luxusliner, der mit Flüchtlingen an Bord am 13. August 1914 auf eine eigene Miene lief und innerhalb von Minuten sank. Von den an Board befindlichen 306 Menschen konnten lediglich 159 lebend geborgen werden. Nun liegt das 84m lange Wrack aufrecht, wie geparkt in Tiefen zwischen 28 und 40m. Und da gibt es auch noch die „Corelianus“, ein 50m langes, vermutlich englisches Spionageschiff, das 1945 von Mienen getroffen unterging. Die Tauchtiefen betragen hier 17 bis 30m. Oder aber die „Numidia“, ein Frachtschiff von stolzen 120m Länge, das auf 28 bis 40m Tiefe liegt. Dies ist aber nur eine kleine Auswahl der zu betauchenden Wracks vor Istriens Westküste!
Wen die Geschichte nicht so lockt oder das taucherische Know How noch fehlt Wracks in diesen Tiefen, unter Schwierigkeiten wie Strömungen, Wellengang und wechselnden Sichtverhältnissen zu betauchen, dem bleiben dennoch genug Möglichkeiten, vor Rovinj auch unter Wasser jede Menge Spaß zu haben.
Wäre da zum Beispiel die auch über Wasser äußerst attraktive kleine Insel Banjole, die Rovinj direkt vorgelagert ist und bei untergehender Sonne mit ihren windschiefen Kiefern fast wie eine karibische Palmeninsel anmutet. Unter Wasser ist dieses Eiland mit Höhlen durchsetzt, wie ein Schweizer Käse. Die drei Haupthöhlen beherbergen allerlei lichtscheues Getier wie Springkrebse, Congeraale und Meerbarbenkönige. Tarnkünstler wie Seespinnen und Skorpionsfische säumen oft den Weg dorthin. Die größte der drei Haupthöhlen hat Öffnungen nach oben hinaus, so dass Taucher stehende den Flug der kreisenden Möwen und Kormorane beobachten können. Zurück geht es durch kleinere Höhlen und Canyons.

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