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Malediven: Ellaidhoo

Nachmittags werden gewöhnlich die näher liegenden Tauchplätze angefahren, die sich auch gut für Anfänger eignen. Besonders schön fand ich Magala Tila, ein Riff vor der gleichnamigen kleinen Insel gegenüber Ellaidhoo, wo ich noch intakte Steinkorallen vorfand (sogar eine lebende Tischkoralle) sowie eine grosse Anzahl von Prachtanemonen, die von wackeren Clownfischen bewacht wurden. Für immer in Erinnerung bleiben wird mir Defalhfalu Tila, ein wenig bekanntes Riff im Innenatoll, das uns Axel nur einmal zeigte. Hier konnte ich am Ende unseres Tauchganges unmittelbar beobachten, wie ein einzelnes Weissspitzen-Riffhaiweibchen von 12 (gelinde ausgedrückt) liebeshungrigen Artgenossen regelrecht um das gesamte Riff gehetzt wurde. Ihre Kiemen waren beidseitig mit offenen "Liebesbissen" übersäht, und hier und da fehlten Teilchen ihrer Flossen. Dass rauhe Paarungssitten unter diesen elegant schwimmenden Raubfischen herrschen, war mir bereits bekannt, aber was die "Jungs" hier vorführten, hat mich doch etwas aus der Fassung gebracht. Niemals werde ich es mir verzeihen, meine UW-Kamera an Bord gelassen zu haben!

Im Ari-Atoll liegen noch zwei weitere Wracks, die regelmässig betaucht werden: das Halaveli Wrack und das Fesdu Wrack. Letzteres, ein 25 Meter langes Handelsschiff ("Villingili"), das aufrecht auf einer Sandbank in 30 Meter Tiefe liegt, wurde 1983 vor der Insel Fesdu versenkt. Es ist mit Weichkorallen übersäht und von zahlreichen kleineren Fischen bewohnt. Fledermausfische, die fast immer vor dem Rumpf anzutreffen sind, geben ein interessantes Foto-Motiv ab. Am dicht daneben liegenden Tila (Innenriffplateau) kann man den Tieftauchgang gemächlich ausklingen lassen. Ellaidhoos hauseigenes Wrack, das etwa bei gleicher Tiefe auf dem Kopf liegt, ist leider nicht annähernd so schön.

Wer vom Tauchen mal eine Abwechslung brauchen sollte, der kann sich kostenlos zur Magala-Insel fahren lassen, wo eine von Ellaidhoo betriebene Wassersportbasis (Segeln, Surfen, Wasserski und Jetski gegen Gebühr) eingerichtet wurde. Es werden auch regelmässige "Island Hopping"-Touren angeboten, die einen kurzen Aufenthalt auf einer Einheimischen- und einer anderen Hotel-Insel gewähren. Einen Tagesausflug zur Hauptstadt-Insel Male - der Fischmarkt ist hier besonders sehenswürdig - lässt sich auch leicht arrangieren.

Das Tauchen am eigenen Hausriff war aber so aufregend, dass wir kaum Zeit fanden, das gute Essen im Restaurant in Ruhe zu geniessen oder mal faul in der Sonne zu liegen. An manchen Tagen gingen wir vier mal ins Wasser, inklusive Nachttauchgang. Der Rekord, so hörte ich, liegt bei 76 Tauchgängen in 16 Tauchtagen. À propos Nachttauchgang: Jeden Abend um 21:30 Uhr werden vom Jetty aus organische Überreste ins Meer gekippt, was natürlich eine Menge Fisch anzieht, inklusive Graue- und Weissspitzen-Riffhaie. Man kann sich dann in einer der darunter liegenden Höhlen auf sandigen Boden hinhocken und so bequem das Schauspiel im UW-Scheinwerferlicht betrachten.

Unseren letzten Tauchgang am Hausriff machen wir im Dämmerungslicht, denn nun wissen wir ja bereits, dass pünktlich um 18:30 Uhr ein halbes Dutzent oder mehr (14 sollen es insgesamt sein) Schwarzpunktrochen unter dem Jetty ihren täglichen Auftritt haben. Aus der Dunkelheit erscheinen auch prompt sieben Prachtexemplare und beginnen ihr seltsames Ritual. Wie auf Kollisionskurs steuern sie die Taucher an, nur um in letzter Sekunde ein graziles Ausweichmanöver auszuführen. Manchmal kommen sie dabei so nahe an uns heran, dass wir ihre samtigen Flügel zu spüren bekommen. Dann fegen sie steil an der Riffwand empor und verschwinden kurzfristig in die obenliegende Lagune. Wenig später beginnt das Spiel von neuem. Bei sanfter Strömung lassen wir uns anschliessend in Richtung 108 treiben. Napoleonfish, Weissspitzenhai und Karett Schildkröte zeigen sich kurz, als ob sie sich von uns verabschieden wollen. Nur Bruno, Ellaidhoos berühmt-berüchtigter "Killer-Riesendrücker", der gerne ab und an einen Taucher über die Riffkante jagt, hat uns seine Aufwartung verweigert - was wir ihm in keinster Weise übel genommen haben. Am Abend, als ich mich auf der grossen Terrasse vor der Bar entspanne und Insel-Maskotchen Aisha, eine etwas launische Pelikan-Dame, den Hinterkopf kraule, überhöre ich zufällig, wie einige Schnorchler am Tisch nebenan aufgeregt von ihrer Begegnung mit einem 5 Meter grossen Walhai-Baby berichten. Lange sei es vor dem Jetty unbekümmert hin und her geschwommen, bis irgendein übereifriger Rohling meinte, es an der Flosse anpacken zu müssen. Ein normaler Tauchertag geht so auf Ellaidhoo zu Ende.

Am übernächsten Morgen blicke ich aus dem Fenster des Speedboats, das uns zum Flughafen bringen soll, und sehe Aisha hoch auf dem Palmendach einer Hütte sitzen. Offensichtlich kann sie fliegen, aber bleibt dennoch freiwillig auf Ellaidhoo. Ich könnte es hier auch noch etwas länger aushalten.

Link: www.axel-horn-dive.de 

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