|
Das Design setzt deutliche Akzente und weckt eine Erwartungshaltung, die auch die inneren Werte berührt. Im schönsten Farbkontrast, den
die Natur und Grafiker kennen - gelb und blau - strahlt die Taucherhandlampe FALCON P30 von Antares technologies GmbH auch ohne aktiviertem Halogenbrenner. Diese
Leuchte ist wirklich neu und gibt das Startsignal für die Verwendung modernster Lithium Ionen Akkus in einer Taucherhandlampe, weltweit einmalig in dieser Ausstattung,
basierend auf dem Know How des Entwicklers, der bald 25 Jahre an Meilensteinen der UW – Beleuchtungstechnik mitwirkt.
Nur wenige Taucherleuchten haben
es bis heute geschafft allein schon durch ihr äußeres Erscheinungsbild auf sich aufmerksam zu machen und nicht jede, die zunächst die Sinne ansprach, konnte auch mit
weiteren Features unter Beweis stellen, dass nicht nur die Hülle die erste Geige spielt und das Innenleben zum klassischen Repertoir der Lampenbaukunst zu zählen ist.
Manche Lampen prostituieren sich mit unnützen Spielereien, die allein schon den Vorgang der Aktivierung zum unterweisungspflichtigen Akt hochstilisieren, nur damit am
anderen Ende wirklich Licht austritt. Die FALCON P30 bräuchte angesichts der inneren Werte nicht dieses auffällig unverwechselbare Design, unterstreicht damit aber
den Anspruch in Fragen der Energieversorgung neue Wege zu gehen, was im Ergebnis eine deutliche Leistungssteigerung bei spürbarer Gewichts- und Volumenseinsparung
bedeutet. Vorreiter zu sein heißt auch ein Wagnis einzugehen, da neue Techniken immer der kühle Hauch noch nicht langjährig erprobter und in der Zuverlässigkeit
unbestätigter Verfahren umweht. Diese kalte Brise versteht man aber bei Antares technologies GmbH in einen warmen Frühlingswind zu verwandeln, weiß man, wer als Kopf
hinter der dem neuen Produkt steht. Winfried Zühlke, ein Name, der in der Szene eher den Insidern bekannt ist, steht unter anderem für die technische Entwicklung von
Lampen für den bekannten Berliner Hersteller Kowalski und kann so auf langjähriger Erfahrung im Umgang mit der schwierigen Fragestellung sicherer Betriebselektronik
bei unbelüftet zu regenerierender Taucherleuchten aufbauen. Das generelle europäische Verbot der weiteren Herstellung und des Vertriebs von Nickel – Cadmium
– Zellen, das bald schon den Markt der Taucherlichtsysteme auch preislich verändern wird, lässt die Hersteller nach neuen Lösungen suchen. Brachten die NiMH
– Zellen mit höherer Leistung und einfacherer Pflege, bei jedoch spürbarerem Selbstendladeverhalten, vor wenigen Jahren erst einen Technologieschub, markieren
jetzt die Lithium – Ionen Zellen den momentanen Höhepunkt netzunabhängiger Stromversorgung. Camcorder, Digitalkameras, Latops werden schon seit einiger Zeit
durch solche Akkus zum Leben erweckt. Da der Umgang mit den Lithiumzellen, sprich die Zusammenstellung von Akkupaketen, dem Fachmann überlassen werden muss, da je nach
Art der Akkukonfiguration auch eine Elektronik ins Spiel zu bringen ist, die die Zellen bei allen Gebrauchzuständen - Ladung, Entladung, Lagerung, Temperatur
– überwacht, zudem Feuchtigkeit eine Lithiumzelle zu unangenehmen Reaktionen verleiten könnte, hat sich die Masse des Wettbewerbs noch nicht mit dieser Technik
beschäftigt. Man würde schon gerne – wie man aus Gesprächen entnimmt, fürchtet sich aber vor der Möglichkeit einer bemerkenswerten Hitzeentwicklung, dringt
Wasser in das Akkurohr und machen Kurzschlüsse die Hightechbatterie zum brodelnden Zimmerfeuerwerk. Wer bald 25 Jahre Erfahrung in der Zähmung von
Akkuungezogenheiten hat wie Winfried Zühlke, den kann das Thema zickiger Eigenarten von Lithium – Ionen Akkus nicht schrecken, salopp ausgedrückt bedarf es
lediglich einiger elektronischer Lösungen, die zuverlässig verhindern, dass die Akkus nie kurzgeschlossen werden können, nicht bei der Ladung, nicht durch
Feuchtigkeit. Zusätzlich sind die Zellen feuchtigkeitsresistent völlig von Silikon ummantelt, dass selbst bei einem völligen Wassereinbruch in den Akkubereich keine
dramatische Situation entsteht.
Die Leuchte
In einem schönen Blauton, mit gelb eingelegten Kunststoffapplikationen, macht das aufwändig
bearbeitete, seewasserfest eloxierte Alugehäuse auf sich aufmerksam. Geschickt gelöst ist die Frage der Griffigkeit des Lampenrohrs, dafür sind der Firmenname und die
Typenbezeichnung in den gelben Streifen erhaben geprägt. Wenn andere Leuchten schon lange nicht mehr ihre Botschaft, aus welchem Haus sie stammen, aussenden, weil mit
Folien aufgetragene Schriftzüge abgenutzt sind, leuchtet hier noch alles unverwechselbar. In der Bodengruppe ist ein D-Ring versenkt, an dem ein Sicherungstool
befestigt werden kann. Wer möchte kann mit einer im Lieferumfang enthaltenen Gurtschnalle die Leuchte beim Tauchgang an der Bänderung befestigen. Um die Leuchte zu
laden oder den Brenner zu wechseln trennt man den Kopf vom Akkurohr (gesichert durch 2 O-Ringe axial), mit ¼ Drehung. Als Anwender hat man keinen Zugang zum Innenleben
des Akkurohrs der FALCON P30, die Regenerierung erfolgt von außen. Das Laden selbst geschieht sehr elegant in einer Docking – Station, in der das Lampenrohr
mittels des Bajonettanschlusses fest eingesetzt wird. Drei Leuchtdioden signalisieren die Betriebsbereitschaft oder eine Fehlfunktion, den Ladevorgang und den
Abschluss der Ladung. Die Dockingstation wird von einem externen Steckernetzteil versorgt, das weltweit einsetzbar ist. Nach längstens 3,5 Stunden ist die FALCON P30
voll regeneriert. Auf den ersten Blick erscheinen die goldglänzenden Kontakte, die im Lampenkopf die Verbindung zum Akkurohr herstellen, als etwas empfindlich, doch
das täuscht. Selbst der Brennerwechsel ist unkompliziert zu erledigen, man zieht die Platine an einem mittig angebrachten Kunststoffhalter aus dem Lampenkopf, hat dann
den Brenner im Sockel vor sich und im Handumdrehen ist alles erledigt. Ein Sicherheitsplus bei der FALCON P30 ist die völlige Trennung der Schalteinheit vom
hermetisch abgeschlossenen Lampenrohr. Die beiden Drucktasten zur Ansteuerung der Lampe sind im Lampenkopf integriert. Man erreicht direkt entweder die halbe oder die
volle Leuchtstärke, kann zwischen den Stufen direkt hin- und her, an und abschalten. Ein kleiner Stift zwischen den Schaltern eingelassen kann nach vorne geschoben
die Schalter blockieren. Die Frage nach der Flugtransport – Sicherheit ist schnell beantwortet, da der Kopf der Leuchte vom Akku mechanisch getrennt werden kann,
gibt es bei den Kontrollen am Airport keinen Anlass zu Beanstandungen. Ein Informationszentrum aus 5 (4x grün, 1x rot) Leuchtdioden gibt Auskunft über den
Akkuvorrat. Beim Aufleuchten der roten Diode sind noch etwa 10% der Leuchtzeit verfügbar, bei Volllast etwa 10 Minuten, bei halber Leistung etwa 20 Minuten. Insgesamt
wird bei der Bestückung mit einem 6V/ 20W Brenner eine Leuchtzeit von beachtlichen100 Minuten (100%) und 200 Minuten (50%) erreicht, ermöglicht durch den 7,2 V/ 6
Ah Akku. Die am Brenner anliegende Überspannung macht das Licht zudem um etwa 30% heller, als es bei 6V – Versorgung. Unsichtbar für den User sind die
vielfältigen Elektronikelemente wie Softstart, Tiefentladeschutz, Temperaturüberwachung, Kurzschlussschutz und Überladeschutz, um die wichtigsten hier zu nennen.
Angenehm fällt die Bedienungsanleitung auf, die in Wort und Grafik alle Funktionen und Bedienungsschritte unmissverständlich vermittelt.
Einsatz und Handling
Nahezu vollständig kann man sich der FALCON P30 intuitiv hingeben, die Instruktion durch die Anleitung rundet rasch ab was unklar sein könnte. Das Bajonett
hält die Komponenten Akkurohr und Leuchtenkopf tadellos, die O-Ringe liegen zur Kontrolle direkt vor Augen. Mit nur 250 g Gewicht unter Wasser begleitet die Leuchte
den Tauchgang wie eine „Kleine“, die Lichtausbeute und Brenndauer zeigt aber alle Merkmale einer „Großen“. Auch Damen mit kleineren Händen haben mit dem
Lampenrohr kein Problem und auch die Schaltvorgänge lassen sich mit dicken Trockentauchhandschuhen tadellos erledigen. Fummelig kann es mit Handschuhen werden, ist
noch die Einschaltsperre aktiv, doch das bekommt man auch hin und man bleibt nicht im Dunklen. Wie überhaupt die Lichtleistung auch bei Tauchgängen am Tag, speziell
erprobt im Süßwasser bei mäßigen Sichtweiten, sehr ordentlich ist.
Fazit
Eine echte Innovation im UW-Lampenbau, die Spaß macht, mit erstaunlichen
Werten bezüglich Größe, Gewicht und Leistung aufwartet und angesichts der Hightech und aufwändigen Verarbeitung noch erstaunlich kalkuliert ist. Für € 360,-
lohnt sich der Blick aus der Nähe auf jeden Fall.
|