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Natürliche Badeseen oder Kiesgruben, die auch von Tauchern genutzt werden zeigen immer häufiger eine unerwünschte Ausbreitung von Algen, die
den für die Wasserqualität notwendigen Bestand ursprünglicher Wasserpflanzen verdrängen oder gänzlich absterben lassen. Mit Hilfe eines neu entwickelten
Foliensystems der Biologin Alexandra Hösch können die zumeist durch Überdüngung eingetragenen Algen bekämpft und der Weg zur aktiven Geässerpflege frei gemacht
werden.
Die Aufgabe der lichtdichten Folie ist es unerwünschte Unterwasservegetation und deren Wurzelorgane dauerhaft zu bekämpfen. Ein wesentlicher
Gedanke besteht darin, die Pflanzen nicht mechanisch oder chemisch zu bekämpfen, sondern den Pflanzen mit Hilfe einer schwarzen Folie das Sonnenlicht zu nehmen, um sie
dadurch quasi zu ersticken. Zur Eindämmung des Pflanzen- und Algenwachstums ist es meist üblich die störenden Pflanzen unter Wasser abzumähen oder auszureißen.
Diese Methode bringt jedoch nur einen kurzfristigen Erfolg, da die Pflanzen nach dem Abmähen bzw. Ausreißen aus den im Sediment verbleibenden Sprossabschnitten und
Wurzelorganen nachwachsen. Durch die mechanischen Entfernung bilden sich zudem Bruchstücke, die zu einer weitern Ausbreitung der unerwünschten Art führen können.
Darüber hinaus ist das Abmähen von Pflanzen relativ aufwendig und teuer.
Die versenk- und hebbare Folie weist einen daran befestigten Hohlkörper auf, der
wahlweise mit Luft oder Wasser befüllbar ist. Das Folien-Schlauchsystem wird an Land mit Luft befüllt und mit einem Boot zu der Stelle im Gewässer gebracht, an der die
Folie liegen soll. Bei weiter entfernten Wirkorten wird die Folie mit dem Boot an Ort und Stelle gebracht und mit Luft befüllt, damit sie sich auf dem Wasser
ausbreitet. Dann wird das Folien-Schlauchsystem mit Wasser befüllt und sinkt ab. Ist die Vegetation hoch, so ist es sinnvoll, die Folie mit Steinen zu beschweren, so
dass die Vegetation unter der Plane heruntergedrückt wird. Nach ca. 6 Monaten ist die unter der Plane gelegene Vegetation samt ihrer Wurzelsysteme abgestorben. Die
Folie kann jetzt gehoben werden. Der Schlauch kann vom Boot aus mit Luft befüllt und die Folie verschoben werden. Der nun brachliegende Gewässergrund kann mit einer
gewünschten Unterwasservegetation neu besetzt werden. Wenn kein Besatz vorgenommen wird, ist der Gewässerboden der natürlichen Entwicklung überlassen. In den
Abbildungen Stufe 1 und Stufe 2 ist eine mögliche Vorgehensweise bei der Folienauslegung dargestellt. So können etwa 10 Folien mit einer Fläche von je 25 m2
gekoppelt werden, so dass eine zusammenhängende Fläche von 250 m2 abgedeckt wird. Sind die Pflanzen unter der Folie abgestorben, werden die Folien, wie in Stufe 2
dargestellt, auf die rechte und linke Seite der nun brachliegenden Fläche verlegt. Befindet sich die unerwünschte Vegetation auch ober- und unterhalb der entstandenen
Brachfläche, ist es sinnvoll auch hier jeweils 4 Folien auszulegen. Nach dem Absterben der Vegetation unter den einmal verschobenen Folien sind 600 m2 von der
störenden Unterwasservegetation befreit.
Referenzen über Flachseensanierung Wasserwirtschaftsamt München Herr Matthias Junge
Praterinsel 2 80538 München Tel.: 089 21233116
Landesamt für Wasserwirtschaft Herr Dr. Erik Bohl Demollstraße 31 82407 Wielenbach
Tel.: 08811 185114
Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. Herr Jens Mählmann Annaberger Straße 240 09125 Chemnitz Tel.: 0371 5274240
Bezirksfischereiverband Oberfranken Herr Albert Schütze Adolf - Wächterstr. 37 95447 Bayreuth Tel.: 0921 54520
Naturpark Fichtelgebirge
Herr Kreipe 95631 Wunsiedel Tel.: 09232 80423
Gemeindeverwaltung Steinhöring Herr Max Niedermeier 85643 Steinhöring Tel.: 08094 90920
Gemeindeverwaltung Rimsting Bürgermeister Florian Hoffmann Schulstr. 4 83253 Rimsting Tel.: 08051 687614
Stadtamt Kitzbühel – Hinterstadt
Herr Helmuth Dienz A – 6370 Kitzbühel Tel.: 0043 535664027
Ökon Vegetationstechnik GmbH Herr Lutz Herrmann OT Mützdorf 10d 14827 Wiesenburg
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