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Olympus Gehäuse Aqua Case PT-003 zu Camedia C-900 Zoom Digitalkamera

Michael Goldschmidt 6.00

Als im Spätherbst 1998 die Megapixel - Digitalkamera C-900 Zoom von Olympus auf den Markt kam, hatten selbst gut sortierte Händler nur ein Stück unter dem Ladentisch, da die grosse Nachfrage kaum zu bedienen war. Ein gutes halbes Jahr nach Einführung der C-900 Zoom, mittlerweile wird sie bereits wieder abverkauft, bringt Olympus dazu das kristallklare Gehäuse PT-003 in den Handel. Da die Olympus C-900 Zoom von Anfang an zur festen Redaktionsausstattung bei UnterWasserWelt eingeführt worden war und deren Leistungsfähigkeit weltweit unter Beweis stellte, war die Redaktion natürlich neugierig, das gute Stück auch unter Wasser entführen zu können. Mit Erfolg, wie man schon jetzt sagen kann.
 
 
Mit einer Auflösung von 1,3 Millionen Pixeln liefert die Olympus C-900 mit ihrem 3-fach Zoom ausgezeichnete Bildvorlagen, die nicht nur für die Internet-Publikation brauchbar sind, auch grossformatige Farbausdrucke am eigenen Tintenstrahl-Drucker oder sogar die Einbindung in gedruckte Prospekte realsiert man mit dieser Kamera einwandfrei. Bei guten Fotofachgeschäften kann man seine digitalen Fotodateien im Format 13x18 cm auf richtiges Fotopapier ausbelichten lassen und man tut sich schwer hier Unterschiede zu erkennen, die eindeutig darauf hinweisen, dass hier kein Negativ oder Dia als Motivträger vorlagen. Natürlich muss hierfür auch die beste Auflösung bei geringster Kompression an der Kamera vorgewählt sein, was bei einem 16-MB-Speicherchip immerhin für mindestes 36 Aufnahmen reicht. Und weil die C-900 Zoom auch in die Westentasche paßt, hat man sie überall dabei und möchteMittlerweile nichts leichter als das. Das kristallklare Polycarbonat-Gehäuse Aqua Case PT-003 aus dem Hause Olympus macht es möglich. Nur wenig grösser als eine Motomarine liegt das Gehäuse in der Hand, das so bemessen ist, dass der eingebaute Blitz verwendet werden kann. Der Einbau der Kamera ist kinderleicht. Zunächst wird der Schieber vom Objektiv zurückgezogen - so ist die Camedia C-900 Zoom für Aufnahmen aktiviert und der Blitz ausgeklappt. Dann vorsichtig das Objektiv hinter dem Planport zentrieren, die Kamera sanft ins Gehäuse einschieben, das ist alles. Von 12 Moosgummistreifen wird die C-900 Zoom sicher in ihrer Position gehalten. Vor dem Schliessen des Rückdeckels noch der obligate prüfende Blick auf den O-Ring, dann steht dem Fotovergnügen nichts mehr im sie schließlich auch unter Wasser mitnehmen.

Welche Funktionen können bedient werden, ist der Tester nächste Frage. Die schlichte Antwort: Alle! Neun gefederte Durchführungen aus einer Nickel-Messing-Legierung allein im Rückdeckel erreichen alle Tasten, die sämtliche Kamerafunktionen steuern. Eine weitere gefederte Durchführung sitzt an der Oberseite über dem Auslöser, daneben findet sich der Zoomhebel. Der Verschluss, der den Rückdeckel mit einer Klammer zu sich heranzieht, ist zusätzlich zu arretieren, damit unter Wasser hier keine ungewollte Öffnung erfolgen kann. Ein mitgelieferter Tragriemen ist für den Einsatz des Gehäuses über Wasser gedacht, denn es soll auch bei Regen, Schnee und in Umgebung mit grossen Staubmengen

in der Luft (Baustellen usw) die C-900 Zoom wirkungsvoll schützen. Eine verstellbare Kordel fürs Handgelenk dient eher dem Taucheinsatz. Fällt das Aqua Case ins Wasser, so verschwindet es nicht in unerreichbare Tiefen, ws schwimmt. Der Auftrieb ist im Süßwasser moderat, kann im Meer aber etwas lästig sein.

Der Blick in den Sucher ist bei eingebauter Kamera nicht möglich. Im Aqua Case muss das LC-Display zur Motiveinstellung benutzt werden, solange nicht direkte Sonne darauf fällt ansich kein Problem. Der Autofocus der Kamera arbeitet so zuverlässig, dass die Bildergebnisse immer wieder überraschen. Der Einsatz unter Wasser hat aber natürlich seine Eigenheiten. Da das Gehäuse (leider) nur einen Planport aus optischem Glas hat, wird die Anfangsbrennweite, die beim Einsatz über Wasser einer Fotobrennweite von etwa 35mm entspricht, unter Wasser auf gut 47mm verlängert. Das verhält sich hier ähnlich wie bei der Nikonos und ihrem 35mm Standardobjektiv. Das bedeutet, dass weite Landschaftsaufnahmen oder die Abbildung von Tauchern in ganzer Grösse unter schlechten  Sichtbedingungen nicht realisierbar sind. Auch bringt der Blitz durch seine Nähe zum Objektiv eine Menge Schwebeteile zum “Leuchten”. Für Schnappschüsse ohne Blitz ist das System aber auch in Gewässern mit mässiger Sicht recht gut verwendbar und man wundert sich, wieviele Bilddetails sichtbar werden, weil die elektronische Bildaufzeichnung schon auf geringe Kontraste wesentlich intensiver reagiert als herkömmlicher Film. Wer auch schon einmal Videoaufnahmen unter Wasser gemacht hat, der kennt dieses Phänomen. Extreme Nahaufmnahmen bewältigt das System unter Wasser nicht unter Nutzung der kürzesten Brennweite, hat man den Blitz zugeschaltet. Der wird auf kürzeste Distanzen vom Gehäuse abgeschattet. Das kann man aber durch Verlängerung der Brennweite leicht korrigieren. Die Wirksamkeit des Blitz wird, abhängig von der Transparenz des Wassers, auf etwa 2 Meter reduziert, hat man die Weitwinkel-Brennweite gewählt. Etwa einen Meter kann man überbrücken, steht das Objektiv in Telestellung.

Das Handling im Unterwasser-Einsatz ist entspannt, man findet alle Bedienungselemente an selber Stelle wie auch an der Kamera selbst. Ins transparente Material eingearbeitete Symbole helfen aber der Erinnerung auf die Sprünge. Ohne Handschuhe ist die Bedienung der Tasten im Rückdeckel völlig problemlos, mit unserem dicken Testhandschuh müssen die relativ kleinen Drücker aber schon genau getroffen werden, was zumindest bei noch nicht unterkühlten Fingern auch gelingt. Von Seiten des Herstellers hat man in der Formgebung versucht das Gehäuse so angenehm wie möglich in der Hand halten zu können, sodass auch Frauen gut damit umgehen können. Hüten muss man sich jedoch einen Finger vor das Objektiv oder den Blitz zu halten, das kann unter Umständen leicht vorkommen. Ein externer Blitz wäre natürlich auf der Wunschliste, doch dafür fehlt der Kamera generell ein externer Synchronanschluss. Versuche mirt Sklavenblitzen brachten nicht den gewünschten Erfolg. So klein und leicht das ganze System ist, ein wenig mehr Gewicht und dadurch weniger Auftrieb wäre kein Nachteil.

Fazit: Mit einer maximalen Einsatztiefe von 30 Metern istd das Aqua Case PT-003 auch bei einem Maledivenurlaub ein adäquater Begleiter. Hätte man dem Gehäuse einen Domeport beschert, wäre der Verwendung als Tauchgehäuse ein grosser Gefallen getan worden. Doch auch so macht es Spass die Camedia C-900 Zoom zum Tauchbegleiter zu machen. Die Kosten für Filmmaterial werden auf Null zurückgefahren, wer ein Laptop besitzt, kann die Inhalte der Speicherchips sofort überspielen und so Platz schaffen für neue Aufnahmen. Aber auch wer kein Laptop sondern nur einen PC besitzt, kann sich vor der Entscheidung für eine Motomarine mit der besprochenen digitalen Lösung anfreunden, angesichts rapide sinkender Preise für Speichermedien. Ein Clou für Tauchschulen und Tauchbasen: Ein paar Schnappschüsse ihrer Schüler und Gäste während eines Tauchgangs aufgenommen, können schon 1/2 Stunde danach als einwandfreier Ausdruck auf speziellem Fotopapier für Tintenstrahldrucker vorliegen. Dazu benötigt man kein Spitzengerät der gehobenen Preisklasse. Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Bilder nicht auch gleich gekauft werden, vielleicht dazu auch noch die als JPG-Datei vorliegende Bilddatei auf Diskette. Und wieder sind wir der Zukunft ein Stück näher....
 

Produktinfos

Material: Policarbonat
Dichtung: 1 O-Ring
Verschluss: Kunststoffklammer
Sucher: Monitor der Kamera
Optik: Planport (Glas)
Funktionen: Alle, 10 gefederte Durchführungen, ein Drehhebel
Maße: BxHxT 165x116x90
Leergewicht: 413 g
Einsatzgewicht 765 g
Hydostatik: Auftrieb
Tauchtiefe maximal: 30 m
Preis: ca Euro 203,49  (Stand 6/99)
Infos: Olympus
Info und Order (Direktimport)

 
  
Plus / Minus

+ einfache Bedienung
+ alle Aufnahmefunktionen erreichbar
+ handlich
+ gute Verarbeitung
+ Preis
- nur Planport
- kein externer Blitz möglich

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