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Das Marktsegment der Metallformgehäuse von Sealux hat sich aufgrund der Schnellebigkeit des Camcordermarktes von "individuell
zugeschnitten" auf "universal einsetzbar" zwangsläufig wandeln müssen, um erstens schnell auf die Markterfordernisse reagieren und zweitens die
Entwicklungskosten möglichst niedrig halten zu können. So ist auf den ersten Blick auch kein Unterschied zwischen dem MX1 für Panasonic NV-EX1, und dem RC1, Variante
für Sony DCR-PC1, festzustellen. Selaux hat im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern am Markt, die sich vorrangig auf Importe für Sony Camcorder stützen,
bereits einigen Camcordergenerationen von Panasonic das Tauchen beige- bracht. Sealux ist somit alleiniger "Hersteller" am Markt, der ein Metallformgehäuse
für den NV-EX1 anbietet und als Besonderheit auch noch die Nutzung des LCD - Farbmonitors im Unterwassereinsatz anbietet. Mit den kompakten vertikalen
Mini Camcordern hat sich die Gehäuseminiaturisierung dramatisch entwickelt und auf dem Markt werden noch kleinere Gehäuse als das MX1, aber diese sind leider nicht für
den NV-EX1 konzipiert. Bei einer anstehenden Kaufentscheidung sollte besonders im Hinblick auf eine komfortable Bildüberwachung bedacht werden, daß ein Mäusekino,
sprich Bildüberwachung mittels Sucher, nicht immer ein optimales Arbeiten hinter der Kamera erlaubt und dies kann einem die Freude schon verderben. Dieser Hinweis ist
camcorderneutral zu verstehen!
TEST
Ein Test jagt den anderen und bei jedem Tauchgang mit einem der neuen Sealux-Ableger, siehe Testbericht "PC10" in UnterWasserWelt, kann festgestellt werden, daß sich die Gehäuse aus Betzigau
bezüglich Handling und Bedienungskomfort nicht mehr grundlegend voneinander unterscheiden müssen, denn im eigentlichen Sinne sind sie ausgereift und nicht mehr
verbesserungsbedürftig. Unterscheidungsmerkmale zwischen den Gehäusevarianten sind vorwiegend camcorderbedingt und die Umsetzung erfordert zwangsläufig
unterschiedliche technische Lösungswege. Natürlich wird auch bei dem MX1 die Hydrostatik maßgeblich durch die angedockte Lichtanlage beeinflußt. Das MX1 allein
belastet den Taucher nur unmerklich. Bei der Andockung einer Lichtanlage sollte jedoch der hinzukommende zusätzliche Abtrieb berücksichtigt werden, denn der
Gesamtabtrieb ist letztendlich das Maß für die Sicherheit gegen Verlust, durch unabsichtliches Entgleiten aus der Hand.
Besonders positiv wird die komfortable
Bildüberwachung über den LCD-Farbmonitor bewertet. Hierzu trägt natürlich auch die serienmäßig vorhandene Sonnenblende aus Gummi bei, die eine direkte
Fremdlichteinstrahlung durch das Sucherfenster auf das in der Tiefe des Gehäuses liegende Farbdisplay nahezu ausschließt. Das großzügig ausgelegte Sucherfenster
erlaubt eine vollkommene Bildkontrolle bis in die Displayecken
Ein Kritikpunkt sollte jedoch nicht verschwiegen werden und hier ist der manuelle Fokus, bei
allen marktgängigen High Tech Gehäusen für Sony Camcorder realisiert, gemeint.
Dieses schon obligatorische Leistungsmerkmal wurde lange Zeit als nicht so
wichtig erachtet, wird aber mittlerweile von jedem anspruchsdenkenden Videografen verlangt. Leider ist die Umschaltung von Autofokus auf manuellen Fokus nicht in der
Grundausstattung des MX1 berücksichtigt.
Nur eine Tastendruck und Panasonic ist gleich Sony! Lt. Auskunft von Sealux ist dieses Leistungsmerkmal problemlos
auch beim MX1 realisierbar. Nur beim Kauf mitbestellen!
Nun wieder zu einem positiven Leistungsmerkmal das von Sealux bereits seit einigen Gehäusegenerationen
angeboten wird. Der individuelle Einsatz eines 0,6fach Weitwinkel-Konverters während des Tauchganges ist ein nicht zu unterschätzender optischer Freiheitsgrad. Ein
Gehäuse mit statischer Weitwinkelcharakteristik neigt schon sehr zu einer Vergewaltigung der Camcorderoptik durch Zoomen in den Telebereich, um Nah- oder sogar
Makroaufnahmen aufs Band zu bekommen. Beim MX1 einfach den Weitwinkelkonverter abnehmen und hinter der verbliebenen Gehäuseplanscheibe den gewünschten
Abbildungsmaßstab einstellen.
Das mögliche Parken des Weitwinkel-Konverters auf dem Trageflügel zeigt, daß Sealux anwenderfreundlich denkt.
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