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Sealux RC 10

by Horst Wiendl 99

Dipl.-Ing. Horst Wiendl hat für UnterWasserWelt stellvertretend für die neue Sealux - Videogehäuse - Reihe den PC 10 Body RC 10 getestet und war angenehm überrascht, wie relaxed und einfach man heute mit einem Aluminiumgehäuse die Unterwasserwelt erforschen kann und das auch noch in digitaler Qualität.

Edles Silber statt leuchtendem Gelb, so ist das Erscheinunsgbild der neuen Gehäuse aus der Hand von Dipl. Ing. Milan Czapay. Vieles ist neu, anderes entspricht den bewährten Baugruppen des bestehenden Angebots. Nicht nur die Camcorder selbst unterliegen stetigen Änderungen und der Industrie fallen immer wieder neue technologische Schmankerl und Tricks ein, engagierte Gehäusebauer wie SEALUX reagieren darauf mit immer neuen Höchstleistungen. Im Falle des Allgäuer Herstellers auch noch zum besonders guten Preis / Leistungsverhältnis. Im Frühjahr 98 unterzog Sony seine digitale DCR-PC7 einer Modellpflege und stellte den Nachfolger DCR-PC10 vor (Ablösung aktuell durch PC 1). Dieser ist noch umfangreicher in seinem Leistungsangebot und als innovatives Mainfeature hat man ihm zuguterletzt noch eine Zeiss Optik verpaßt. Die Name Zeiss bürgt ja bekanntlich nicht nur für optische Spitzenqualität sondern hilft auch das Image eines fernöstlichen Produktes auf dem europäischen Markt aufzupolieren.
 
Mit dem DCR-PC10 tritt Sony gegen den Mitstreiter JVC an, der ungeachtet seines großen Erfolges mit dem bisher kleinsten digitalen Display-Camcorder der Welt, GR-DVX, weitere Ableger, GR-DV3 und DVM5, nachgeschoben hat und als Dritter Anbieter im Bunde hat sich nun auch Panasonic mit seinem NV-EX1, dem nun weltweit kleinsten und leichtesten Digital Camcorder mit LC-Display, in den heiß umkämpften Zwergenmarkt gestürzt. Doch Sony hat auch diese Herausforderung

angenommen und im Herbst 98 einen weiteren Liliputaner, DCR-PC1 (auch hierfür gibt es ein SEALUX-Gehäuse), nachgedrückt. Wo soll das noch hinführen und wer blickt da noch durch? Doch eines wird bei diesem Miniaturisierungskrieg, ob Sinn oder Unsinn, deutlich, die Häuslebauer können einem schon leid tun. Wer also am Ball bleiben will, muß dieses Spiel mitspielen, höchst innovativ und flexibel sein. Wohl oder übel von Modell zu Modell hangeln heißt die Devise und nur nicht den Faden verlieren.

Bauweise und Technik

Sealux schlägt mit seiner Gehäusebaureihe für Kompaktcamcorder einen völlig neuen Weg ein. Dem Aluminium ist man allerdings treu geblieben, doch die Formen sind geradliniger und auch fertigungsfreundlicher geworden. Die bereits in der gelben Serie zur Marktreife entwickelten Komponenten, wie Long Distance Sucher, Drucktastensteuerung und Unterwassermikrofon kommen auch hier zum Einsatz. Völlig neu dagegen ist das Konzept des Weitwinkelkonverters, der nun auch unter Wasser bedarfsweise vor der festeingebauten Planscheibe plaziert werden kann. Die Grundversion des PC10 beinhaltet bereits die Montagevorrichtung für den gehäusespezifischen Weitwinkelvorsatz. Der vor der festeingebauten Planscheibe außen am Gehäuse adaptierbare Weitwinkelvorsatz wird einfach aufgesetzt und durch eine 90°-Drehung arretiert. Diese Ausführungsvariante bringt eine wesentlich höhere Aufnahmeflexibilität mit sich und wird auch den derzeitigen Marktanforderungen gerecht.


Überwachungsoptik

Ob nun die Bildüberwachung mittels seitlich ausgeklappten LC-Bildschirm oder lediglich über den Farbsucher erfolgt ist keine Frage der technischen Realisierbarbarkeit sondern der Gehäusephilosophie. Sealux verzichtet bei dem PC10 generell auf den seitlichen Blick, spendiert aber dafür einen sogenannten Long Distance Sucher, der alternativ eine komfortable Bildkontrolle über den Farbsucher garantiert. Der LD-Sucher erlaubt eine abgesetzte  Bildbetrachtung, die den Vorteil hat, daß bei 100%igem Sucherüberblick auch das Umfeld im Auge behalten werden kann.


Wassereinbruchmelder

Der optisch und akustische Wassereinbruchmelder gehört zur Standardausrüstung des PC 10. Mit einer eigenen Batterie ausgestattet, ist seine Funktionalität unabhängig vom Camcorder. Der Ein/Aus-Schalter an der Platine spart Strom bei Nichtgebrauch.

Rund um’s Licht:

Optional zum Gehäuse liefert SEALUX einen Aluflügel, Breite 470 mm, , z. B. für die eigene Video - Lichtanlage SEALUX Video bright oder die mb sub Slimlight - Serie. Auch Produkte andere Hersteller sind problemlos montierbar.

Blick ins Innere

Der Innenraum wirkt sauber verarbeitet. Die Verkabelung besteht aus den beiden losen Steckkabeln für Mikrofon und Fernbedienung sowie den am Gehäuseboden festverlegten Sensor des Wassereinbruchmelders und das war’s auch schon. Seitlich befindet sich eine Gehäuseplatine auf der die Elektronik für die Ansteuerung der optischen Anzeigen für Standby und Aufnahme, des Alarmindikators und des Akustikmelders (Piezoalarm) für Wassereinbruch untergebracht ist.

Camcordereinbau

Vor dem Einbau des Camcorders ist der Sony Spezialadapters, VMC-LM 7, anzudocken, denn nur er liefert die Anschlüsse für Fernbedienung und Mikrofon. Die lichte Höhe des Gehäuses mußte für den Einsatz des PC 10 vom Hersteller vergrößert werden, da sein Mikrofon gegenüber dem PC 7 etwas höher ausgefallen ist, ohne jedoch die Gesamtbauhöhe zu vergrößern. Nur ein Beispiel dafür, wie exakt und genau heute im Gehäusebau gearbeitet wird und welche unvorhersehbaren Probleme bei einem Modellwechsel auftreten können.

Ohne einen Kameraschlitten oder sonstige Einbauhilfen wird der Camcorder mittels einer von außen durch die Gehäusewandung geführten und mit zwei O-Ringen ausgestatteten Stativschraube fixiert.

Funktionskontrolle und Trockentest

Dieser beschränkt sich lediglich auf den funktionalen Test der Drucktastensteuerung inkl. Kontrolle der optischen Funktionsanzeigen sowie des akustischen Warnsignales für Wassereinbruch durch Überbrückung des Sensors mit etwas Feuchtigkeit. Mehr ist nicht zu tun!

Test

Man muß heute nicht mehr wie Arni gebaut sein, um ein Aluminiumgehäuse mit Lichtanlage einhändig über der Wasseroberfläche halten bzw. ins Boot reichen zu können. Die Zeiten haben sich gewaltig geändert, die Technik und Bauweisen sind fast an die Grenzen der Miniaturisierung gestoßen und dies macht die Unterwasservideografie immer interessanter und auch attraktiver. Nur “schlappe” 4 kg hat der Taucher noch in der Hand und diese lösen sich beim Eintauchen ins Wasser in etwa 1 kg Abtrieb auf. Wo kein Volumen ist auch kein Auftrieb und dies ist ja gut so. Wenn ein Gehäuse nur ca. 1 kg Abtrieb aufweist, ist dies für einen optimal austarierten Taucher keine zusätzliche Belastung und ermöglicht ihm eine gute Kameraführung ohne ihm lange Arme zu machen.
Wird der Weitwinkelkonverter bereits vor dem Abtauchen am Gehäuse adaptiert, dies ist der Normalfall, muß er vor der ersten Aufnahme nochmals abgenommen werden, um evtl. vorhandene Luftblasen zu entfernen.

An der Funktionalität der Drucktastensteuerung hat sich gegenüber dem Trockentest nichts geändert, sie ist auch hier unten einwandfrei. Der LD-Sucher hält auch mit Taucherbrille das, was er über Wasser bereits versprochen hat - nämlich 100%igen Sucherüberblick. Bei Vergrößerung Betrachtungsabstand werden allerdings die auf dem Bildschirm eingeblendeten Camcorderinformationen immer kleiner und auch unleserlicher. Es empfiehlt sich deshalb die Funktionsüberwachung, z. B. Aufnahme-Start/Stop, mittels der seitlichen LED am Gehäuse zu überwachen.Die über Wasser eingestellte Schärfebene deckt in der Weitwinkeleinstellung ein breites Aufnahmespektrum ab. Bei Aufnahmen im Nahbereich muß die einmal fixierte Schärfeebene mit den Nah-/Ferntasten (FF, FN) nachkorrigiert werden. Das Finden der exakten Bildebene erfordert jedoch Zeit und in diesem Moment wurde der Schnellfokus per Tastendruck schon sehr vermißt.

Die Tauchgänge mit dem PC10 ergaben ein zufriedenstellendes Ergebnis und das Handling war außer der etwas zeitraubenden manuellen Entfernungseinstellung völlig relaxed. Die beim Prototyp festgestellten kleineren Problempunkte und konstruktiven Kinderkrankheiten sind allesamt in der Serieversion des PC10 beseitigt. Zusätzliche Features werden optional angeboten und lassen keine Wünsche offen.

Fazit

Flexibel und schnell sich den Markterfordernissen stellen heißt die Philosophie von SEALUX für die graue Gehäuseserie, die alle neuen für den Unterwassereinsatz interessanten digitalen Camcordermodelle der Firmen Sony und Panasonic abdecken. Einfaches Design, das im Vergleich zu aufwendigen Alu-Gußformen wesentlich fertigungsfreundlicher und damit auch kostengünstiger ist, läßt die Reaktionszeiten auf neue Camcordermodelle erheblich schrumpfen und auch die Markteinführung beschleunigen.

Fakten

Technische Daten

Materialien: Aluminiumlegierung: hart eloxiert
Gehäusefarbe: silbergrau
Gehäuseabdichtung: 1 O-Ring
Gehäuseverschluß:2 Schnellspannverschlüsse, gesichertGehäuseoptiknein; Planscheibe aus optischem Glas
Wechselportsystem: ja
Art Gehäusebedienung: elektromechanische Drucktastensteuerung
- Power On/Off, Aufnahme Start/Stop, Motorzoom (Tele - Weit), Weißabgleich, ( Fokus Nah/Fern) Funktionstest für Wassereinbruchmelder
Gehäusesucher: Long Distance Sucher, ca. 3-4fache Vergrößerung
Mikrofon: Außenmikrofon
Zubehörhalterungen: nein
Externer Videoanschluß: nein
Leuchtanzeigen: Aufnahmebereitschaft (grün), Aufnahme (rot), Feuchtigkeitsalarm (gelb), fehlende Kassette (rot + grün)
Abmessungen (LxBxH) mm170x230x210 über Handgriffe
Gewicht (Testversion)
- Leergehäuseca. 2,0 kg
Hydrostatik (Testversion)
- Gehäuse inkl. Lichtanlage ca. 1,0 kg Abtrieb
- Akkugürtel separat ca. 0,7 kg Abtrieb
Max. Tauchtiefe (Gehäuse) 90 Meter
Info: Sealux Unterwassertechnik Tel.: (0049)-(0)831-79427 Fax: (0049)-(0)831-71865

Aktuelle Preise und Direktbezug siehe Webseite von Sealux

Anmerkung: Sealux liefert basierend auf dem vorgestellten Gehäusetyp auch für heute aktuelle Camcorder angepasste Gehäuse. Der Test hat weiterhin seine Gültigkeit. 

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