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INTOVA IC 700

INTOVA IC 700

INTOVA IC 700

INTOVA IC 700

© UWW INTOVA IC 700 Moderad

© UWW INTOVA IC 700 Durchführung Moderad und Gummirahmen im Gehäuse

© UWW INTIVA IC 700

© UWW INTOVA IC 700  Durchführungen

© UWW INTOVA IC 700 Durchführungen nah

© UWW INTOVA IC 700 Batteriefach mit Cardslot für SD - KArte

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Fakten

Typ: INTOVA IC 700
Vertrieb: TUSA / TABATA Deutschland
Auflösung: 7 Millionen Pixel
Speicherkarte: SD
Objektiv: 5,8 mm – 17,4 mm (analog Foto 34 mm – 102 mm)
Blitzreichweite (bei 200 ISO / ASA): bis 2,3 m bei Weitwinkeleinstellung (Fixblende 2,8)
Monitor: 3“ Zoll TFT 230.000 Pixel Auflösung
Belichtung: Automatisch, verschiedene Vorwahlprogramme
Belichtungskorrektur: + / - 2 Blenden
Empfindlichkeit: ISO / ASA automatisch, 64, 100, 200
Stromversorgung: 2x Batterien oder NiMH-Akkus Größe AA
Größe: 94,5x60x29,1 mm
Gewicht: 130 g ohne Batterien
Gehäuse Tauchtiefe: 54 Meter
Durchführungen: Für alle Kamerafunktionen
Preis: ca. € 325,-

 

Ein Jahr nach der Vorstellung eines INTOVA – Digitalfotosets mit 6 Millionen Pixel Aufnahmechip, ist nun die Variante mit 7 Millionen Pixel Auflösung und deutlich größerem Monitor auf den Markt gekommen. Den Vertrieb im Tauchsport – Fachhandel hat wieder TABATA Deutschland übernommen. UnterWaserWelt machte sich mit der technisch aufgewerteten IC 700 vertraut.

Das INTOVA – Set fordert kein Grundlagenwissen über Fotografie ab, doch es schadet nicht ein wenig Ahnung zu haben, denn dann kann man die überwiegend angebotenen Automatikfunktionen zielsicher einsetzen und noch etwas mehr aus seinen Fotos herausholen, als die bloße Abbildung der Umwelt vor dem Objektiv. Diese Einleitung bezieht sich auf das Fotografieren über Wasser, denn für die unter Wasser wartenden Motive ist keine der Automatikfunktionen sinnvoll verwendbar. Man kann natürlich das große A – sprich die Vollautomatik – einsetzen, doch da fallen viele UW-Motive weit aus dem Raster dessen, was der Kameracomputer an Belichtungstricks so drauf hat.

INTOVA IC 700

An der INTOVA IC 700 wählt man stattdessen das große P am Modusrad und wird so wenigstens teilweise zur Herrin, zum Herrn über die Belichtungsautomatik, was sich ohne viel Aufwand in qualitativ besseren Bilddateien widerspiegelt. Die Lichtverhältnisse unter Wasser täuschen vielfach die Belichtungsautomatik, die oft dazu neigt die Bilddateien um wenigstens eine Blende zu hell auf den Chip zu schicken. Hier kann man sich jedoch mit der Funktion „Belichtungskorrektur“ behelfen die man durch direkten Tastendruck aktiviert und mit den + bzw. – Tasten in Schritten von 1/3 um maximal zwei Belichtungsstufen verändern kann. Diese Belichtungskorrektur ist fast der wichtigste Eingriff, den man manuell für technisch bessere UW-Fotos vornehmen sollte. Da die INTOVA IC 700, im Gegensatz zu den meisten kompakten Digitalkameras das Foto nach der Belichtung (und da erst werden  manuelle Eingriffe oder Verwackelungsunschärfen sichtbar) nicht noch kurz auf dem Monitor zeigt, muss man sich das Bild selbst per Tastendruck aus dem Speicher laden, um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Der Verzicht auf die automatische Nachschau, die auch nicht manuell eingerichtet werden kann, dürfte mit der Absicht verbunden sein, die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Aufnahmen zu reduzieren. Das mag schlüssig sein, wenn man sie nach eigenem Gusto zuschalten könnte, gefiele es uns besser.
Wenn Sie schon den Mut gefunden haben, im Bedarfsfall die Belichtung zu korrigieren, dann bleiben Sie dran und behalten den Weißabgleich und die Empfindlichkeitseinstellung auf der ersten Seite des Kameramenüs im Auge. Solange Sie mit dem Kamerablitz arbeiten, können Sie den Weißabgleich auf den Festwert für Tageslicht einstellen und allgemein die Empfindlichkeit auf 100 ISO / ASA. Das gilt auf alle Fälle für UW-Motive in klaren Gewässern oder tropischen Meeren.
Wie beim Gros digitaler Kompaktkameras, so ist auch bei der IC 700 das klassische Unterwassermotiv im relativen Nahbereich zu finden, da die Brennweitenverlängerung durch das Medium Wasser aus dem 34 mm Weitwinkel (Vergleichswert 35 mm Fotokamera) ein 45 mm Normalobjektiv macht und das eignet sich nur unter besten Sichtbedingungen dazu Rifflandschaften, Wrackdetails oder begleitende Taucher abzulichten. Technisch bietet die IC 700 die Möglichkeit den Autofocus für den Nahbereich umzuschalten,  wirksam dann ab 5 cm Motivabstand (Objektiv in Weitwinkelstellung) bzw. ab 35 cm (Objektiv auf maximaler optischer Brennweite) anstatt 50 cm Mindestabstand, doch die Sache hat einen Haken, der auch nicht in der Anleitung steht – die Blitzfunktion ist im Nahbereich abgeschaltet. Da der schmale Blitzreflektor sehr knapp oberhalb des Objektivs sitzt, beleuchtet bei Nahaufnahmen der Blitz nur zu einem kleinen Teil die Szenerie. Ins Gehäuse eingebaut schattet der Porttubus den Blitz noch stärker ab, was die Logik der generellen Blitzabschaltung durch die Kameratechnik erklärt. Jedoch, nutzt man die Nahaufnahmefunktion mit der längsten optischen Brennweite, nähert man sich dem Motiv maximal auf 35 cm, hier wäre die Ausleuchtung bereits wesentlich besser – doch die Kraft des Blitzes ist noch zu groß (über Wasser), was zu Überbelichtungen führt. Unter Wasser sähe es da schon anders aus, denn das Medium Wasser reduziert auch die Beleuchtungsstärke eines Kamerablitz.
So nähert man sich unter Wasser den Motiven ohne Einstellung auf „Nahbereich“ bis auf 50 cm und nutzt so den eingebauten Blitz für frische farbige Abbildungen. INTOVA bietet einen externen Blitz an, der jedoch auch zu stark ist, um kleine Dinge ganz groß abzubilden. Hier hilft eigentlich nur ein spezielles Fotolicht weiter, das dimmbar ist, wie das Digital – Fotolicht von mb sub >>> www.mb-sub.com/fotolight/.
Soweit zu den ersten „kleinen Weihen“ zum Thema UW-Fotografie mit der INTOVA IC 700.
Nicht nur die Pixelzahl des Aufnahmechips ist zum Vorgängermodell um 1 Million auf 7 Millionen gewachsen, auch der Monitor legte ordentlich an Größe zu, mit 3“ Bilddiagonale gehört er generell schon zu den großen in der Szene digitaler Fotografie. Die Auflösung stieg von 112.000 auf 230.000 Bildpunkte. Dadurch werden alle Icons, die wahlweise über die Voreinstellungen der Kamera informieren auch für jene erkennbar, die eigentlich eine Lesebrille tragen müssten. Trotz allgemein guter Kommunikation über Bildschirmsymbole, eines fehlt uns – eine Warnung vor langen Belichtungszeiten. Die Kamera steuert die Belichtung stufenlos zwischen 1 Sekunde und 1/1000tel Sekunde. Wird die Belichtung länger, ab 1/30tel Sekunde droht eine verwackelte Aufnahme. Das sieht man dann erst bei Überprüfung des abgespeicherten Bildes.
Stromversorgt wird die IC 700 mit zwei Alkalibatterien der Größe AA oder NiMH Akkus.

Gehäuse

Viel Liebe ins Detail steckt in diesem neuesten Modell. Da die „OK“-Taste aus dem Mittelpunkt der zentralen runden Funktionstaste ausgelagert wurde, verteilen sich die 8 Durchführungen zur Kamerasteuerung nun auf einer gleichmäßigen Fläche. Darüber sind noch die beiden Zoomtasten angeordnet. Man bemühte sich auf den kleinen Tastenköpfen Symbole einzuprägen, die die Funktion dahinter verdeutlichen, doch hier muss man schon Adleraugen haben, das zweifelsfrei zu erkennen,. Besser, man verinnerlicht sich die Tastenbelegung.
Vor dem Kameraeinbau muss man lediglich die neben der Auslösertaste angeordnete Programmwahltaste mit dem Powerschalter in der Achse etwas herausziehen, um die Kamera ins Gehäuse einsetzen zu können. Hat die IC 700 im nun mit einem Gummirahmen ausgekleideten Body ihren Platz gefunden, drückt man die Programmwahltaste in die Arbeitsposition und die Kamera hat keine Chance, mehr aus ihrer Position herauszurutschen. Es bleibt noch etwas Platz für einen schmalen Silikagel – Beutel, der das Innere beschlagfrei halten soll.
Der Monitor ist von einem dunklen Kunststoffrahmen eingefasst, die Wandung des Ports überzieht eine schwarze Gummimanschette. Zwei O-Ringe dichten den Rückdeckel. Das Deckelscharnier wird von einer Edelstahlachse geführt. Bewährt hat sich die Kunststoff – Verschlussklammer mit Verriegelungsschieber. 
Ein nicht zu unterschätzendes Feature ist das Stativgewinde am Gehäuseboden. Blitzschienen oder Fotolichtsysteme können hier befestigt werden.

Praxis

Auch wenn wir oft dazu gezwungen sind, einfachere Fotosysteme in einer Umgebung zu testen, die ihnen nicht auf den Leib geschrieben sind, bleiben wir doch fair bei deren Beurteilung. Ab dem Mittelmeer südwärts sind Fotosysteme wie das der INTOVA IC 700 recht gut aufgehoben und mit einem kleinen Händchen für Motive und etwas Mut die Vollautomatik abzuschalten, gelingen durchaus schöne Erinnerungsbilder. Am Equipment lässt sich das gute Stück unauffällig verstauen und die maximale Einsatztiefe von 54 Metern zeigt, dass es nicht zimperlich ist. Die neuartige Lagerung der Kamera im Body macht das System besonders resistent gegen Stöße.
Am besten lassen sich die Drucktasten an der Gehäuserückseite mit Fingern bedienen, die nicht in Handschuhen stecken. Mit Handschuhen geht’s auch, doch da muss man genau zielen, um die Taste zu drücken, die man anzusteuern im Sinn hatte.  
Lösen Sie erst aus, wenn der weiße Rahmen in der Monitormitte nach Druckpunktnahme am Auslöser grün leuchtet, dann hat der Autofocus ein sicheres Ziel gefunden.
Mit einer SD-Speicherkarte erweitern Sie den internen Speicher, der für Bilddateien 22 MB zur Verfügung stellt, auf bis zu 2 GB. Gönnen Sie sich die 2 GB-Karte, dann haben wohl alle Urlaubsbilder in bester und feinster Auflösung darauf Platz, mindestens 533 Pics. Da muss man nicht darüber nachdenken, ob man den Auslöser einmal mehr drückt.    
Das Gehäuse liegt gut in der Hand, der Monitor ist recht hell, im Zweifelsfall muss man das Bild mit der Hand abschatten, fällt Sonnenlicht von hinten ein.

Fazit

Das komplette INTOVA IC 700 System kostet nur unwesentlich mehr, als vielfach ein UW-Gehäuse für eine kompakte Digitalkamera allein. Von da her kann man nicht viel falsch machen, investiert man € 325,- um unkompliziert schöne Urlaubserinnerungen einzufangen – über und unter Wasser. Die Auflösung mit 7 Millionen Pixel ist beachtlich und schafft die Grundlage für ordentliche Papiervergrößerungen.
 

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