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Intova ISS 2000 als Effektlicht in der Hand des Models © UWW

INTOVA ISS 2000 am SUBAL - Gehäuse ND 20 © UWW

INTOVA ISS 2000 an Kompaktkamera - Gehäuse

tusa_08_intova_2000_03Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

tusa_08_intova_2000_04Set INTOVA ISS 2000 mit Flexarm und Kameraschiene © UWW

tusa_08_intova_2000_05Set INTOVA ISS 2000 Sklavenblitz mit Flexarm und Kameraschiene © UWW

Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

Sklavenblitz INTOVA ISS 2000  Batteriefach© UWW

tusa_08_intova_2000_10Effektlicht: Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

Gleichmäßige Ausleuchtung von Fisheye - Aufnahmen mit INTOVA ISS 2000 Sklavenblitz © UWW

Gleichmäßige Ausleuchtung von Fisheye - Aufnahmen mit INTOVA ISS 2000 Sklavenblitz © UWW

Ungleiche Brüder im Test: Links Sklavenblitz INTOVA ISS 2000 © UWW

 

Fakten

Typ: INTOVA ISS 2000
Arbeitsweise: Sklavenblitz, manuell
Horizontaler Leuchtwinkel: 60°
Leitzahl: 60 (über Wasser), 20 unter Wasser bei guter Sichtweite
Farbtemperatur: Tageslicht 5700 Kelvin
Vorblitz - Kompensation: 1 – 4 einstellbar
Leistungsstufen: 4 – 10% / 25% - 50% - 100%
Blitzfolge: 7-8 Sekunden
Blitze pro Batteriepack: ca. 120
Batterien: 4x AA Alkaline 1,5 V
Infodioden: Vorblitz, Leistung, Blitzbereitschaft
Einsatztiefe: max. 54 Meter
Lieferumfang: Blitzarm, Kameraschiene für Kompaktkamera – Gehäuse
Optionales Zubehör: Fiberoptisches Kabel für Kompaktkamera – Gehäuse (empfohlen für diesen Anwenderkreis)
Preis: ca. € 195,- lt. Vertrieb, Marktpreis ca. € 180,-

Bislang machte INTOVA mit außerordentlich günstig kalkulierten UW - Digitalkamera – Sets auf sich aufmerksam. Nun rollt der Hersteller mit Firmensitz in Honolulu / Hawaii mit seinem neuesten Coup, dem Blitz ISS 2000, das Feld gründlich von hinten auf. Bei einem zu erwartenden mittleren Preis von € 180,- dürfte der Wettbewerb ins Grübeln kommen, nach unseren Testerfahrungen zurecht.

Als am 23. Oktober 2008 Joe Ganahl, der Chef von INTOVA, auf der Messe DEMA in USA den neuen Blitz ISS 2000 der Öffentlichkeit vorstellte, ahnte man noch nicht so richtig, welches Potential in diesem Gerät steckt, das alles unter dem Motto eines unschlagbaren Preis – Leistungsverhältnisses.
Erstmals kann unter der Marke von € 200,- ein Blitzgerät mit analogen und digitalen Kameras, egal ob aus der Kompaktklasse oder dem SLR – Hochpreissegment zusammen betrieben werden. Und es wird ein flexibler Kameraarm mitgeliefert sowie eine Befestigungsschiene, auf der man Gehäuse von Kompaktkameras mit Stativgewinde befestigt.
Schick und frisch ist das Design in Rot, Silber und Schwarz. Die Technik steckt in einer Plexiglasröhre, wasserdicht bis 54 Meter. Die Frontpartie schützt eine weiche Gummiarmierung. Ob es die Größe der Bedienungselemente oder der Schraube zur Fixierung des Blitzarms ist, alles ist so ausgelegt, dass Finger in dicken Handschuhen wirklich nicht kapitulieren müssen, ein versteckter Hinweis, auf die universell gehaltene Zielgruppe.
Mit einer Leitzahl von 60 (über Wasser) wird deutlich, dass hier ein Potential zur Verfügung steht, das weit über das hinaus geht, was man in dieser Klasse ansonsten erwarten darf. Mit der werkseitigen Angabe einer Unterwasser – Leitzahl von 20 gehen wir indessen vorsichtiger um, denn das kann nur unter besten Voraussetzungen, also kristallklarem Wasser, so akzeptiert werden.
Der Ausleuchtwinkel liegt horizontal bei 60°. Da man sich eines rechteckigen Reflektors bedient, der in Kombination mit der Tageslicht – Blitzröhre (Farbtemperatur 5700 Kelvin) aus einer Großserienproduktion stammt, nimmt man zugunsten der deutlich geringeren Kosten hierfür in Kauf, dass keine kreisrunde Lichtabstrahlung mittels einer runden Blitzröhre erfolgt. Deshalb müsste man zur effektiven Nutzung des Leuchtwinkels den Blitz weitgehend horizontal ausrichten, was jedoch gerade beim Arbeiten mit Kompaktkameras zu vernachlässigen ist, da deren kürzeste Brennweiten unter Wasser einen wesentlich kleineren Bildwinkel aufweisen.
Mit drei großen Drucktasten wird der Blitz an der Rückseite bedient, seitlich wartet ein griffiger Schieber mit langem Schaltweg (Schutz vor versehentlichem Einschalten) darauf Power zu geben. Technisch ist der ISS 2000 als sogenannter Sklavenblitz ausgelegt, das heißt, er wird von einem anderen Blitz zeitgleich gezündet. Dieser andere Blitz kann ein integrierter Kamerablitz sein, aber auch ein hochwertiger externer Blitz, der an Gehäusen von SLR – Kameras für Licht in der Tiefe sorgt. Damit Digitalkameras die zur korrekten Belichtung eines Motivs notwendige Blitzleistung ermitteln können, werden unsichtbare Vorblitze abgegeben. Je nach Kamera- bzw. Blitztyp werden hier bis zu 4 Vorblitze auf den Weg gebracht. Wie viele  Vorblitze System abgibt, steht in der Anleitung. Diesen Wert zwischen 1 und 4 stellt man an der linken hinteren Drucktaste des ISS 2000 ein, eine 4-stellige, rote LED-Anzeige dokumentiert die Vorgabe. Schweigt sich die Anleitung der Kamera oder des externen Hauptblitz darüber aus, wie viele Vorblitze abgegeben werden, kann man das leicht selbst ermitteln mit ein paar Testaufnahmen und deren Begutachtung am Monitor. Nur bei der richtigen Einstellung des Vorblitzparameters am ISS 2000 löst dieser im richtigen Moment mit aus.
Das Signal zum Auslösen bekommt der INTOVA Blitz über zwei Sensoren, die nahe des Frontrings an der Unterseite des Gehäuses positioniert sind.
Betreibt man den ISS 2000 als Sklavenblitz an einer hochwertigen SLR – Kamera, als Effektlicht in der Hand eines Models oder abgelegt im Unterwassermotiv, eignet sich diese Signalübertragung am besten.
Ergänzt man eine digitale Kompaktkamera im UW-Gehäuse mit dem INTOVA – Blitz, sollte man zum optional erhältlichen fiberoptischen Kabel greifen. Damit wird der nahe am Objektiv sitzende integrierte Blitz abgedeckt und über das Lichtleiterkabel, das zum Sensor am ISS 2000 führt, der externe Lichtbolide gezündet. Auf diese Weise erhält man UW-Fotos ohne „Schneegestöber“ vor der Linse, weil das Blitzlicht nicht mehr direkt aus der Kameraachse ins Motiv flutet.
Was Ihnen jeder erfahrene Unterwasser – Fotograf ohne wenn und aber bestätigen wird, nicht die automatische Blitzbelichtung (TTL) ist der Schlüssel zum Erfolg, es ist einzig die manuelle Einstellung. Und genau die bietet der ISS 2000 in 4 Stufen ausreichend fein abstimmbar.
Glauben Sie einem alten Hasen, nur wenn man sich ein wenig mit der Materie UW-Fotografie beschäftigt und ein paar wenige Grundsätze verinnerlicht, macht es Sinn auf den Auslöser zu drücken. Tausende uns in den letzten Jahren vorgelegter UW-Fotos beweisen, dass die ausschließlich verwendete Automatikfunktion unter Wasser in 85% der Fälle nur zu mäßigen Ergebnissen führt, da aber eine versaute Aufnahme heute ja kein Geld mehr kostet, sondern nur die Löschtaste beschäftigt, ist der innere Drang, die Bildqualität zu verbessern, in der Masse der Digitalknipser beschämend gering.
Ja, der ISS 2000 zwingt seinen User mit der Kompaktkamera im Gehäuse nur ein wenig mitzudenken, die Lichtleistung manuell einzustellen. Aber nach einem Tauchgang hat man das im Griff und die dann erzielten Bildergebnisse, die man ja Dank der Digitaltechnik am Monitor sofort überprüfen kann, werden sich deutlich verbessert haben.
Die Blitzbereitschaft zeigt eine grüne Diode mit Dauerlicht an, blinkt sie, müssen die Batterien gewechselt werden. Mit 4 AA – Zellen hat man durchschnittlich 120 Blitze zur Verfügung, mittlere Blitzfolge 7 – 8 Sekunden. Das Batteriefach verschließt ein mit zwei O-Ringen gedichteter Schraubdeckel, den zu öffnen sich zarte Damenhände vielleicht etwas schwer tun könnten.
Der Gelenkarm passt entweder in die ebenfalls mitgelieferte Kameraschiene oder in eine übliche T-Nut – Halterung, wie sie an hochwertigen UW-Gehäusen zu Spiegelreflexkameras (analog und digital) zu finden ist.

Praxis

Für den Praxistest hatte der ISS 2000 eine große Aufgabe zu bewältigen, als Sklavenblitz an einem SUBAL – Gehäuse den Leuchtwinkel eines hochwertigen Amphibienblitz soweit zu vergrößern, dass gut gestaltete Aufnahmen mit einem Fisheye – Objektiv zu realisieren sind. Zwei ungleiche Brüder gingen in den Ring, aber siehe da, der ISS 2000 hielt sich wacker und zeigte, dass er als Ergänzung, etwa zur Vergrößerung des Ausleuchtwinkels bei Verwendung extremer Weitwinkel, seinen Mann steht. Beide Blitzgeräte wurden manuell gesteuert, bei Vorwahl von zwei Vorblitzen am INTOVA – Blitz wurde zuverlässig ausgelöst. Natürlich sind Serienaufnahmen bei einer Nachladezeit von 7 – 8 Sekunden nicht möglich, die selbst Wassertemperaturen von 4° C nicht verlängerten. Aber gestaltete Fotos sind nicht unbedingt eine Frage von fotografischem Schnellfeuer und sieht man auf den Preis, kann sich hier ein Amateur, der aufs Geld schauen muss, lächelnd einen Sklavenblitz leisten.
Die weitere Idee, als Effektlicht in der Hand des Models, hat sich als realisierbar erwiesen, allerdings muss hier die Wassertransparenz mitspielen, zu viele Schwebstoffe zwischen Hauptblitz und Sklave lassen die Fotozelle kalt.
Auch der erste Eindruck bezüglich der großzügig dimensionierten Bedientasten täuschte nicht, mit den Fingern in dicken Trockentauchhandschuhen gab es keine Probleme mit dem Handling.
Die Summe der praktischen Erprobung bei mehreren Tauchgängen im eiskalten Bergsee bei mäßiger Sicht lässt sich auf die Anwendungstauglichkeit an digitalen und analogen Kompaktkameras übertragen. Nicht nur, dass die Lichtleistung des ISS 2000 deutlich über den integrierten Blitzröhren liegt, man kann Motive im Nahbereich wesentlich besser ausleuchten und weiter entferntere Motive können ohne krass angestrahlter Schwebeteilchen aufgezeichnet werden.

Fazit

Eine universelle Zielgruppe kann sich für den ISS 2000 von INTOVA interessieren. SLR – Fotografen genau so, wie Betreiber von Kompaktkameras. Beide Gruppen werden das Einsatzspektrum ihrer Fotoausrüstung deutlich erweitern und verbessern. Die ausschließlich manuelle Steuerung der Blitzleistung wird ausdrücklich nicht als Nachteil empfunden. Inklusive Gelenkarm und Kameraschiene für Kompaktkamera – Gehäuse zum portokassentauglichen Preis zu haben.

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