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Cressi Jacket Light Jac © UWW

Cressi Light Jac © UWW

Cressi Jacket Light Jac

Cressi Jacket Light Jac

Cressi Jacket Light Jac

Cressi Jacket Light Jac

Cressi Jacket Light Jac © UWW

 

Video UnterWasserWelt - Test Cressi

Video: Ilka Weber führt durch einen Test - Tauchtag der Redaktion mit Cressi - Produkten

 

Fakten

Hersteller: Cressi
Typ: Light Jac
Material: 420 Denier Nylon
Typ: Wing als Reisejacket
Blei: Integriert Einschubtaschen bis max. 2x 4,5kg (mit soft weights)
Blei maximal: 9 kg
Größen: XS – XL
Auftrieb: 12,2 kg XS, 16,3 kg bei XL
Gewicht: 3,1 kg
D-Ringe: 4 Inox
Besonderheiten: Integriertes Bleisystem mit Lock Aid Schnellabwurf; einrollbare Zubehörtasche;
Preis: mittlerer Preis € 299,-

Vertrieb: Fachhandel
Info: www.cressi.de

Zur Saison 2009 hat sich Cressi sub einer neuen Leichtigkeit des Tauchens angenommen. Das neue Equipment kann man getrost auf die leichte Schulter nehmen, was vor allem die Charter - Airlines ärgern dürfte, die seit 2008 das zusätzliche Sportgepäck von Tauchern nur noch gegen Aufpreis mitnehmen, das der Golfer dagegen weiterhin kostenlos transportieren. Die Minus – Gewichtsoffensive aus Genua spart aber nicht am Finish, wovon wir uns beim Reisejacket Light Jac überzeugten.

Zugegeben, wir machen es in aller Regel unseren Testkandidaten nicht leicht, und so findet sich ein als Reisejacket deklariertes Produkt schnell im kalten Süßwassersee wieder, um reale Tauchgänge der Testredaktion zu begleiten. Und per definitionem – im Wort Reisejacket ist keine ausschließliche Verbindung zu einem Tropentauchziel beinhaltet, auch wenn das stillschweigend so gehandelt wird. Als Reisejacket verstehen wir schlicht ein Modell, das aufgrund von deutlicher Gewichtsreduzierung für das Fluggepäck Vorteile bringt, doch wohin die Reise geht, bleibt für uns in allen Richtungen offen.

Wo kann man Gewicht für ein reisefreundliches Jacket einsparen? In erster Linie beim Material und den Ausstattungsmerkmalen, keinesfalls am Tragekomfort, der Sicherheit und Auftriebsleistung.
Die Hülle des Light Jac besteht aus bewährten und strapazierfähigen 420 Denier Nylon, wie man es auch bei Produkten findet, die eine gehobene Vollausstattung bieten. Die Wingblase spart zusätzlich Material gegenüber einer ADV – Lösung ein, da seitliche Auftriebskörper fehlen. Auch bei den Taschen setzte man den Rotstift an, hier gibt es ein bedarfsweise ausrollbares Netz, das mit Zubehör, etwa einer Reservemaske, bestückt werden kann. Verändertes Gurtdesign speckt nochmals diverse Gramm ab. Trotzdem verzichtete man nicht auf Polsterungen, weder an der Rückenschale noch an der Gurtauflage auf den Schultern.
Insgesamt drei Schnellablassventile entlüften die Blase, was durch beidseitig integrierte elastische Bänder unterstützt wird.
Vier Inox – D-Ringe und zwei Karabiner zur Befestigung individuellen Zubehörs lassen keine Wünsche offen.
Das von Cressi patentierte System für den Schnellabwurf der integrierten Bleitaschen, Lock Aid, rundet die Ausstattungsmerkmale ab.
Etwa 3,1 kg bringt das Cressi Light Jac so auf die Waage.

Praxis

Unsere Technikredakteurin hat sich für den bis zu 6° C kalten Testsee ganz im  neuesten Cressi – Look ausgestattet: Anzug Lontra HF 7 + 5 mm, Regler Ellipse Titanium MC9 SC, Maske Big Eyes Evo und Jacket Light Jac. Die Befestigung des Jackets am 12 – Liter Tank mittels klassischen Spanngurts aus Kunststofffasern klappt tadellos. An die Grenzen bringt man die Bleitaschen des integrierten Gewichtssystems. Offiziell sollen diese jeweils bis 4,5 kg Blei fassen können, was jedoch nur mit soft weights (Bleischrot im weichen Netzgewebe) realisierbar wäre, gegossene Bleistücke (wie auf den meisten Basen üblich) oder soft weights in starren Beuteln dürfte man bis 4 kg einschieben können. 
Über dem dicken Anzug, gerade recht für den Einsatz im Kaltwasser, trägt sich das Light Jac an Land gut.
Es taucht sich wingartig, hält eine gute Schwimmlage unter Wasser und lässt viel Bewegungsfreiheit, was bei Taucherinnen allgemein Zusatzpunkte verspricht.
Die Befüllung und Entlüftung erfolgt recht zügig, auch angesichts der extremen Einsatzbedingungen. Der Ansatz des Inflators an der Blase ist weit nach hinten gesetzt, weshalb der recht weiche Faltenschlauch in seiner Führung über die Schulter leicht umgeformt werden kann, was die Funktion aber nicht beeinträchtigt.
Voll zufrieden stellend ist Auftriebskraft und das Handling auch mit dicken Handschuhen. Die Position an der Wasseroberfläche ist ebenfalls wingtypisch, bei gänzlicher Befüllung der Blase kann die senkrechte Körperachse nach vorne geneigt werden. Eine Teilbefüllung gleicht dieses Merkmal wieder aus, das nur von ADV Jackets – und / oder im Zusammenspiel mit Trimmbleitaschen -  kompensiert wird. 
Mit dem Lock Aid System von Cressi lassen sich die Bleitaschen geradlinig und schnell aus dem Jacket herausziehen.
Die Polsterung verspricht auch bei dünner Tauchbekleidung in den Tropen ein angenehmes Tauchgefühl.

Fazit

Test bestanden, was eine für Kaltwassertauchgänge entsprechend ausgerüstete Taucherin als Tarier- und Auftriebsmittel begleitet und unauffällig seinen Job macht, kann in wärmeren Zielgebieten eigentlich nur zufrieden stellen. Cressi`s Light Jac wurde von seinen Entwicklern nicht „totgespart“. Alle notwendigen Features sind geboten, dieses Leichtgewicht funktionell und angenehm zu tauchen. Bis 16,3 kg Auftrieb in der XL – Version lassen sich sehen. Durchaus zuhause in den klassischen Urlaubsgebieten, zeigte es sich im extremen Umfeld unserer Erprobung nicht zimperlich.

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