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Unweit des Großglockner Nationalparks liegt der fjordähnliche Weissensee. Durch seine exponierte Lage auf 930 m (Tauchcomputer
gegebenenfalls auf Bergseemodus umstellen) an den Gailtaler Alpen, eingerahmt von wildromantischen 2000-ern und eingebettet in ein 76 km2 großes Naturschutzgebiet
stellt der Weissensee, Österreichs höchster Badesee vieles in den Schatten.
Zwei Drittel des Ufers sind nicht bebaut. Lediglich die Orte Techendorf und
Gratschach könnte man als „touristisch erschlossen“ bezeichnen, wobei auch diese sich sehr gut ins Landschaftsbild einfügen und weit von einigen Bausünden in
Österreichs Touristenzentren entfernt sind. Am Ostufer befinden sich ein kleiner Campingplatz und ein paar Häuschen; das war´s auch schon. Die für gepflegten
Tourismus in ruhiger Lage bekannte Region ohne Durchgangsverkehr zeigt sich dementsprechend idyllisch. Hotels gibt es in mittlerer und hoher Preislage (der Weissensee
ist zweifelsohne kein Ziel für Sparfüchse), aber auch einigermaßen preiswerte Frühstückpensionen lassen sich finden. Wer allerdings nicht allzu sehr auf den Euro
schauen muss, der kann sich hier nach Strich und Faden verwöhnen lassen. Ob mit kulinarischen Raffinessen oder Wellness - die Hotels rund um den Weissensee lassen
keine Wünsche offen.
Kreuzwirt
Von Lienz kommend fährt man in Richtung Spittal nach Greifenburg. Hier kommt im Ortskern ein Abzweig, wo es scharf
rechts zum Weissensee/Westufer geht. In Serpentinen schlängelt sich die Straße hinauf und das erste, was man rechterhand erblickt, ist der „Kreuzwirt“ der sich
nahe dem sogenannten Kreuzberg befindet. Wer familiär gebunden ist und trotzdem tauchen möchte, wird alsbald die unvergleichlichen Vorzüge dieses Hotels kennen- und
schätzen lernen. Von früh bis zum Abendessen, einschließlich lustigem gemeinsamen Kindermittagstisch, gibt es Kinderbetreuung, bei der es gut und gerne mal vorkommen
kann, dass die Eltern schlichtweg „abgemeldet“ sind – also kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Wanderungen (ganze 1000 km an Wanderwegen!) ,
Indianerfest, Pferdereiten, Ausflugsschifffahrt, bei der jedes Kind einmal ein richtiges Schiff lenken darf - für jeden ist was dabei . Sport- und Freizeitangebote,
Wellness - all inclusive ! Die Küche reicht von rustikalem bis hin zu raffiniert mediterranen Speisen, die ausgefallenen Süßspeisen sind der krönende Abschluss.
Wer auf Kinderbetreuung keinen Wert legen muss und vielmehr lukullischen Wellness- Komfort schätzt, der ist beim „Alpenhof“ in Techendorf bestens
aufgehoben. Etwas außerhalb vom Ort und auf der gegenüberliegenden Seeseite hoch über den Ufern des Weissensees mit atemberaubender Aussicht kann man so richtig
entspannen. Eine sehr gut geführte Beautyfarm mit reichhaltigem Angebot ergänzt den Sauna- und Wellnessbereich mit Massage und allem, was dazu gehört.
Wem dies
zu viel Erholung und Ruhe ist, der kann die zahlreichen Kärntner Ausflugsziele und Funsport - Angebote nutzen. Historische Museen (Schloß Porcia z.B. in Spittal) und
Ausgrabungsstätten locken genauso ihre Besucher, wie Raftingtouren, Canyoning, Wildwasserkanu, Tandemparagliding, Mountainbike einschließlich der Möglichkeit, Downhill
in Mountainbike - Parks die Hänge herunterzufahren und vieles, vieles mehr; all das lässt einen Urlaub am Weissensee zum unvergleichlichen Erlebnis werden.
Westufer bei Easy Dive
Zur Tauchbasis „Easy Dive“ von Leo Helmreich, der meist im Hauptgeschäft am Klopeiner See anzutreffen ist, fährt man nach
Techendorf und biegt am derzeit einzigen Supermarkt des Ortes rechts ab. Die Straße führt über eine Brücke hinüber auf die andere Seeseite. Hier hält man sich immer
links, bleibt also auf der Uferstraße und sucht sich am einfachsten vor dem Campingplatz auf der rechten Seite, direkt am Strandbad Knaller, einen Parkplatz. Hier ist
auch der Eingang zur Basis. Vom Strandbad Knaller aus sind auch Landtauchgänge im Flachbereich möglich. Komfortablen Einstiege am Strandbad sind für Taucher ideal.
Natürlich bietet das Standbad Umkleidekabinen und Toiletten. Auch ist das „Anrödeln“ auf den direkt am Wasser aufgestellten Bänken denkbar einfach.
Allerdings sind diese Easy-Going-Landtauchgänge durch die von der Tauchschule organisierten Tauchausfahrten zu toppen. Absolute Highlights sind Ganztagestouren
per Floß, die allerdings längerfristig zu organisieren sind und deshalb nur alle paar Wochen stattfinden. Rechtzeitige Anmeldung per eMail oder Telefon ist angebracht.
Ostufer bei Dive World
Kommt man von Spittal die Landstraße entlang in Richtung Villach, so führt bald eine Straße in Richtung Zlan und
Weissensee/Ostufer. Dieser folgt man auf 13 recht abenteuerlichen Kilometern durch kleine Ortschaften und wildromantisches Gelände. Der Weg führt teilweise durch
urwelthafte Wälder, hinter denen man keine Menschenseele vermuten würde. So man den kleinen Abzweig nicht übersieht, der einen Campingplatz, das Strandbad und die
Tauchschule „Dive World“ ausweist, gelangt man auf einen großzügig angelegten Parkplatz. Das Auto stellt man direkt vor der Basis oder dem Strandbad
ab. Von hier aus bieten Jutta & Mario Hofer geführte Landtauchgänge an, wobei man allerdings im zunächst recht seichten Wasser einiges an Fitness an den Tag legen
muss um abtauchen zu können- Alternativ fährt mit einem der ausschließlich elektrisch betriebenen Boote hinaus.
Den naturschonenden Tourismus erlebt man über
Wasser und unter Wasser. Zahlreiche, unter Naturschutz stehende und wildwachsenden Orchideen oder Enzian kann man entdecken, seltene Vögel und Amphibien gibt es in
Hülle und Fülle. Abgetaucht findet man noch intakte Schilf-, Binsen- und Seerosengürtel, in denen sich junge Renken tummeln, wie auch kapitale Hechte, bis etwa 1
m lange Karpfen und auch die andernorts immer mehr an den Rand gedrängten Edelkrebse und Wandermuscheln. Das Seewasser hat Trinkwasserqualität und Sichtweiten von 10
– 20 m sind keine Seltenheit. Am „Erker“, einem Tauchplatz im Naturschutzgebiet, der von der Tauchschule „Easy Dive“ aus per tauchschuleigenem
Bus mit Sondergenehmigung angefahren wird, erwarten den Taucher gewichtige Karpfen. Gegenüber befindet sich der Tauchplatz „Ronacherfels“, den sowohl die
Tauchschule „Easy Dive“ am Westufer des Weissensees mit einem kleinen Elektro - Katamaran wie auch die Tauchschule „Dive World“ vom Ostufer aus mit
Schlauchbooten anfährt. Im Flachbereich liegen versunkene Bäume, die ein Lawine mit sich gerissen hat. Für den geübteren Taucher bietet sich aber auch eine
spektakuläre Steilwand an, die im unteren Bereich ab etwa 25m fast glatt geschliffen erscheint und im oberen Bereich bei etwa 15 - 20m Überhänge bildet, die teils mit
meterlangen, gespenstisch wirkenden „Algengardinen“ behängt ist.
Zum Tauchen im Weissensee sei generell gesagt, dass es sich um Tauchgänge unter etwas
erschwerten Bedingungen handelt. Zum einen sind es Bergseetauchgänge, die anderen Dekoregeln unterworfen sind und verkürzte Nullzeiten haben. Zum anderen kann je nach
Witterung der letzten Tage schon nach wenigen Metern eine deutlich spürbare Sprungschicht festgestellt werden. Weniger als 7 mm sollte ein Halbtrockenanzug nicht
haben, besser wäre ein Trockenanzug. Selbst wenn das Wasser an der Oberfläche im Sommer 24°C haben sollte, in der Tiefe sind es allenfalls noch 16°C.
Informationen:
www.kaernten.at www.easydive.at
www.dive-world.at
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