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Kas / Türkei  Tauchplätze

c. Herbert Frei

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Tauchplätze

Kas besitzt etwa 40 registrierte Tauchplätze, die sich in Struktur, Morphologie, Tiefe und Tierwelt teils deutlich voneinander unterscheiden. Um einen Überblick zu bekommen, sollte man einen Aufenthalt von zwei Wochen einplanen. Einige der Tauchgründe beherbergen interessante Wracks, die aber im Einzelfall wegen der Tiefe (ca. 60 m) nicht mehr von jedem betaucht werden können.
Strömungen und andere Unannehmlichkeiten wie Wellengang, Dünung, kaltes Wasser und schlechte Sicht können vorkommen, sind aber zumindest in der Hauptreisezeit (Juni bis September) so gut wie nie anzutreffen. Bedingt durch die große Anzahl der Tauchplätze kommt es auch selten vor, dass man unter Wasser anderen Tauchern als denen vom eigenen Schiff begegnet. Und das bei mehr als einem Dutzend Tauchbasen in Kas. Es scheint zumindest nicht übertrieben zu sein, den Fischerort Kas als das lykische Tauchzentrum schlechthin zu bezeichnen.
Die nachfolgende Aufzählung und Beschreibung diverser Tauchplätze erhebt keine Anspruch auf Vollständigkeit, kann es auch gar nicht. Soll aber Appetit auf dieses wunderschöne und attraktive Tauchgebiet machen. Denn Kas muss man selbst erleben.
 
Assis Place

Manche Namen von Tauchplätzen entstehen oft aus eigenartigen Situationen heraus. Bei schlechtem Wetter und hohem Wellengang flüchtete der Assi eines Tauchbootes auf diesen Felsen und wartete dort auf Hilfe und bessere Zeiten.
Assis Place wird angefahren, wenn man antike Gegenstände sehen will. Der Felsen beherbergt diverse Schwarmfische, riesige Amphoren und Anker, die seit etwa 2000 Jahren hier liegen. Die Amphoren stehen teilweise senkrecht auf dem Grund und sind schon deshalb sehr fotogen. In der Nähe des Felsens patroulliert auch ein stationärer Barrakudaschwarm. Viele Papageienfische nagen die Steine ab.

Fototipps: Amphoren und Anker können sehr gut mit einem Weitwinkelzoom bzw. einem Weitwinkelkonverter an digitalen Kompaktkameras abgelichtet werden. Die Vordergrundausleuchtung kann mit einer Lampe erfolgen.
Wenn das Wasser klar ist (meistens der Fall), sind auch faszinierende Taucheraufnahmen mit Anker oder Amphoren im Vordergrund machbar. Dann empfiehlt sich ein Fisheye. Makroobjektive und Makrozooms können für Fischportraits hergenommen werden.
 
Flying Fish

Es handelt sich hier um das Wrack eines Bombers aus dem 2. Weltkrieg, das in für Urlaubstaucher nicht mehr ungefährlichen 60 Meter Tiefe seine letzte Ruhe gefunden hat. Nur gelegentlich von erfahrenen UW-Fotografen gestört. Das Betauchen dieses Platzes mit Pressluft erfordert klare Sinne und eine stabile Psyche. Maximal drei Taucher dürfen das Flugzeugwrack gemeinsam besuchen. Die Grundzeit ist beschränkt auf höchstens 5 Minuten. Hier unten ist die Sicht im Regelfall sehr gut. Sie kann 40 - 50 Meter betragen, so dass man die Mittauchenden immer sehen kann.
Der Bomber ist stark zerfallen, aber die Motoren mit den mächtigen Propellern ragen wie anklagende Hände in Richtung Wasseroberfläche. Das Auffinden des Bombers muss man dem Diveguide überlassen. Langes Suchen in 30 Meter Tiefe geht auf die Nullzeit und beendet den Tauchertraum frühzeitig. Das Problem: Man muss ins Freiwasser hinausschwimmen. Hier im unendlichen Blau sind Ortskenntnisse gefragt.
Das Riff in der Nähe des Bombers eignet sich sehr gut zum Auftauchen und Dekomprimieren. Hier findet man Nacktschnecken, Lippfische, Mönchsfische und Drückerfische. In den Felsenlöchern liegen kleine Drachenköpfe. Mit etwas Glück sieht man entweder beim Abtauchen oder beim Auftauchen den stationären Barrakudaschwarm. Eine stattliche Fischschule mit einigen Hundert Tieren. Bei vorsichtigem Anschwimmen kommt man sehr nahe heran.

Fototipps: Der Bomber lässt sich am besten mit einem s/w - Diafilm (Agfa Scala X) oder der s/w - Einstellung einer digitalen Kamera fotografieren. Die Filmempfindlichkeit bzw. ISO - Einstellung an der Digitalkamera sollte je nach Umgebungslicht ISO 200/24° oder ISO 400/27° betragen. Der Agfa Scala 200 X lässt sich ohne sonderliche Qualitätseinbußen bis ISO 800/30° pushen.
Für den Barrakudaschwarm hat sich ein Weitwinkelzoom im Bereich 20-35 mm als ideal erwiesen. Nacktschnecken und Fische sind sinnvoll mit einem 90-105 mm Makroobjektiv oder einem Makrozoom abzulichten. Die Zweitkamera kann problemlos an einem Seil vom Tauchschiff ins Wasser hängen. Dann kann man mit Makroaufnahmen dekomprimieren. Macht wirklich Spaß! Wellengang und Dünung sollten dann aber gering oder nicht vorhanden sein.

Oasis

Ein äußerlich gewöhnlicher Platz, der es aber in sich hat. Die Schönheiten und Sensationen liegen sowohl im Detail als auch im Weitwinkelbereich. Unter einer unscheinbaren Amphorenscherbe fand der Diveguide einige gepunktete Garnelen, die eigentlich nur in einem tropischen Meer vorkommen dürften. Sensationell!
Riesige Seegraswiesen mit Schermesserfischen, Seegurken, Papageienfischen und attraktive, richtig große Schraubensabellen ziehen auf dem Weg in die Tiefe an einem vorbei. Dann tauchen Steckmuschelfelder auf, daneben immer wieder große Amphoren und Nacktschnecken so groß wie Suppentassen.
Oasis ist ein guter Platz für Anfängerausbildung, denn das Boot ankert in einer ruhigen Bucht. Gefahrloses Tauchen ist angesagt, bis maximal 25 m, flach abfallend und ohne Strömung.

Fototipps: Hier sind im Prinzip alle Objektive von Nutzen. Aber ohne 100 mm Makro oder Makrozoom nimmt man sich die Chance, die wunderschönen Garnelen und Schermesserfische fotografieren zu können. Und auch für die Abbildung der Schraubensabellen ist ein Makroobjektiv oder ein Makrozoom ideal. Die in digitalen Kompaktkameras installierten Zoomobjektive passen perfekt.
Weitwinkel- und Fisheyefotografie ist bei den Steckmuschelfeldern (Taucher im Hintergrund) oder den Amphoren angesagt. Eine Partnerin mit Lampe macht sich gut.  

Big Reef

Das Big Reef ist am attraktivsten, wenn der Sommer gerade beginnt. Also Mai oder Juni. Dann sind die Felsen mit grünen Pflanzen und Algen überzogen. Viele Nacktschnecken (unterschiedliche Arten), große Zackenbarsche und mächtige Makrelen halten sich hier auf. Ein Tauchplatz, der mit riesigen Steinformationen überzogen ist, leicht abfallend. Insofern ist Vorsicht geboten, denn man vergisst leicht, wie tief man schon ist. Über 25 m hat man, ohne es zu merken, schnell erreicht. Planen Sie vorsichtshalber eine Dekopause von einigen Minuten ein.

Fototipps: Da die Zackenbarsche etwas scheu sind, empfiehlt sich der Einsatz eines Zooms, sonst kommt man kaum zu einem vernünftigen Schuss. Die in digitalen Kompaktkameras eingebauten Zoomobjektive machen sich an dieser Stelle sehr gut. Allerdings kann man den integrierten Kamerablitz wegen der großen Motiventfernung nicht nutzen. Also abschalten, sonst hellt er nur die Schwebeteilchen auf. Mit dem Digitalzoom kann man selbstverständlich auch die zahlreichen Nacktschnecken fotografieren. Taucherfotos können aufgrund der guten Sichtweiten sehr plakativ in Zusammenhang mit den großen Felsen gestaltet werden.

Mavi-Wrack

Nicht übermäßig groß, deshalb übersichtlich und sehr fotogen. Das aus Holz bestehende kleine Wrack bietet eine bemerkenswerte Kulisse mit seinen wie ein Gerippe aussehenden Spanten. Toll anzusehen ist das Holzboot schon darum, weil es in 24 m Tiefe auf einer schneeweißen Sandfläche liegt. Im Umkreis breitet sich eine Seegraswiese aus, auf der man viele Kleinfische beobachten kann.
Das Mavi-Wrack selbst hat außer seiner fotogenen Kulisse wenig zu bieten, dafür der Ankerplatz des Tauchschiffes umso mehr. Die kleine Insel, an der das Boot ankert, ist Heimat für viele Brassen, Borstenwürmer, Einsiedlerkrebse, Barben und einen in wenigen Metern Tiefe versunkenen steinernen Hai.
Zum Mavi-Wrack fährt die Tauchschule vorzugsweise, wenn das Wetter Kapriolen schlägt und man wegen Wind und Wellen viele andere Tauchplätze nicht mehr aufsuchen kann. Dann kann es hier und da auch mal etwas trüb werden. Doch es ist alles andere als ein Verlegenheitsplatz. Anfänger werden es schätzen, dass man hier gefahrlos trainieren kann.

Fototipps: Das Mavi-Wrack ist nur mit Superweitwinkel- und Fisheyeobjektiven sinnvoll abzulichten. Wobei dem Fisheye der Vorzug gegeben werden sollte. Die besten Bilder bekommen Sie bei Sonnenschein und ohne Blitzlicht. Gut, wenn die Partnerin eine Lampe bei sich hat und für einen Spot sorgt. Blitzen ist etwas kritisch, weil Sandpartikel im Wasser treiben. Außerdem gibt es im Grunde genommen nicht viel aufzuhellen, denn das versunkenen Hotzschiff ist kahl und bis auf einige wenige Kleinigkeiten (Schwamm, Röhrenwurm) nicht  bewachsen. 
Die im Flachwasser anzutreffenden Fischarten können mit einem Telemakro- oder Makrozoom bestens aufgenommen werden. Das in digitalen Kompaktkameras installierte Zoom kann hier punkten.

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