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Kas / Türkei  Tauchplätze (2)

c. Herbert Frei

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Drei Felsen

Wer sich für Altertümer unter Wasser interessiert, kommt an diesem Tauchplatz voll auf seine Kosten. Amphorenscherben und ganze Krüge liegen am Grund. Der Fachmann erkennt, dass es sich hier um die Havarie eines altrömischen Schiffes gehandelt haben muss, das vermutlich vor über 2000 Jahren an dieser Stell auf Grund gelaufen ist. An einem Felsen lehnt eine mächtige, vollständig erhaltene Amphore, die eine formidable Kulisse abgibt.
Um sich an den drei Felsen taucherisch wohl zu fühlen, sollte die Sonne scheinen, und man selbst eine gewisse Affinität für alte, versunkene Kulturgüter besitzen. Dann außer Amphoren bewegt sich hier wenig Aufregendes. Allerdings darf man diesen Tauchplatz nicht pauschal unterbewerten. Fadenschnecken, Zweibindenbrassen, Einsiedlerkrebse, Muränen und viele Mönchsfische lassen rings um die kahlen, zerklüfteten Felsen kaum Langeweile aufkommen.
Küguc Bay, wie der Platz auch genannt wird, kann wegen seiner geschützten Lage auch bei starkem Wellengang betaucht werden. Im Herbst kommt es schon mal vor, dass die Rückfahrt zum Hafen wegen des Windes etwas kühl wird.
 
Fototipps: Wenn die Sonne über der großen Amphore steht, dann sind stimmige Bilder machbar. Allerdings nur mit sehr großen Bildwinkeln. Superweitwinkel- und Fisheyekonverter sind dann Pflicht. Für die Amphorenscherben genügt ein mittleres Zoom. Nacktschnecken und Einsiedlerkrebse verlangen nach kurzen Einstelldistanzen, also Makro oder Makrozoom. Verkürzen Sie bei welliger Wasseroberfläche die Motivdistanzen, damit sich die Schwebeteilchen nicht so bemerkbar machen.

Canyon

Dieser Tauchplatz ist einmalig. Stimmungsmäßig gehört er zu den Höhepunkten eines Tauchurlaubs in Kas. Der Canyon ist eine Unterwasserschlucht von etwa 15 m Höhe, Die Wände fallen atemberaubend steil in die Tiefe. An den senkrechten Flanken haben sich kleine Schwämme und winzige Röhrenwürmer angesiedelt. Die Steilwände sind eigenartig strukturiert, wie die wellige und zerklüftete Oberfläche eines Mondgesteins. In etwa 8 m Tiefe schwimmt man über eine Kante und blickt in den steinernen Schlund des Canyons. Die Unterwasserschlucht verengt sich gegen hinten und öffnet sich gegen das offene Meer. Gleißendes Sonnenlicht dringt am späten Morgen in den Spalt und lässt das Wasser unwirklich blau erscheinen.
Schwimmt man aus dem Canyon hinaus, stößt man nach einer oder zwei Minuten gemächlichen Paddelns auf einen versunkenen Baumwollfrachter, der durch eine absichtlich gezündete Sprengladung ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde und arg zerfetzt am Grund liegt. Trotzdem hat das Wrack eine sehr interessante Form und verströmt eine spannende Atmosphäre. Eben, weil es strukturell gesehen ungefährlich ist, kann es trotz seiner Lage (25 - 30 m) auch von Anfängern besucht werden.
Eventuelle Dekopausen kann man oberhalb des Canyons in moderater Tiefe beim Beobachten von Kleinfischen, Nacktschnecken und Tritonsmuscheln kurzweilig absitzen.
Der Canyon und das Wrack des Baumwollfrachters sind Pflichtpunkte eines Kas - Urlaubs. Nicht nur für UW-Fotografen. Das Feeling des Absinkens in die kahle Schlucht ist ein tolles Erlebnis.

Fototipps: Die Atmosphäre des Canyons kann nur mit sehr großen Bildwinkeln eingefangen werden. Digitale Kompaktkameras müssen dafür unbedingt einen Weitwinkel- oder Fisheyekonverter montiert haben. Besuchen Sie den Canyon nicht zu früh. Die Sonne sollte etwas frontal hineinscheinen. Dann bekommen Sie die Mittauchenden als Silhouetten aufs Bild. Blitzlicht sparsam oder besser nicht verwenden. Eventuell nur zur Aufhellung der Felswände. Wegen der guten Sicht und des hellen Gegenlichtes reichen ISO 100/21° als Film oder digitale Empfindlichkeit aus. Am Wrack kann das aber etwas knapp werden. Dann sollten Sie die Kamera leicht in Richtung Wasseroberfläche halten. Über dem Wrack sollte ein Taucher mit Handlampe oder eingeschaltetem Pilotlicht schweben.
Makroobjektive oder Makrozooms sind an diesem Tauchplatz nur in der Austauchphase zu gebrauchen. Dann aber mit gutem Erfolg, denn auch der Fischbestand ist oberhalb des Canyons für manche Überraschung gut. So könnte es durchaus sein, dass Ihnen dort ein Schwarm Flötenfische begegnet.

Leuchtturm

Eine Lokalität, zu der die Tauchschule meistens aufbricht, wenn das Meer etwas bewegt ist und empfindliche Mägen keine langen Ausfahrten vertragen. Eine vernünftige Entscheidung, die ungetrübten Tauchgenuss verspricht, und für ungeahnte, aber positive Überraschungen gut ist. Die ruhige Ecke am Leuchtturms ist ideal und perfekt für die Anfängerausbildung geeignet, denn die Wasseroberfläche ist sogar bei starkem Wind so glatt wie ein frisch gemachtes Bett.  Ein Tauchplatz der eigenartigerweise visuell und von Erlebnisinhalt total unterschätzt wird. Sogar von der Tauchschule, die sich fast entschuldigt hat, dass sie uns dorthin gebracht hat. Zum Glück kann man nur sagen. Es wäre uns viel entgangen.
Beim Abtauchen schwebt man zunächst über einer langweiligen Seegraswiese in der sich außer einigen, allerdings sehr fotogenen Schermesserfischen, und gelegentlichen in den Pflanzen stehenden Steckmuscheln, nicht viel abspielt. Dann tauchen in 20 m Tiefe die Reste eines ehemaligen Holzschiffes auf. Ein osmanisches Wrack, das vor etwa 200 Jahren hier gesunken ist. Vereinzelt liegen auch Amphoren am Grund und riesige Steckmuscheln in erstaunlicher Zahl.
Hat sich das Auge erst einmal an die örtlichen Gegebenheiten gewöhnt, kommt man aus dem Staunen und Schauen nicht mehr heraus. Denn der Hammer an diesem äußerlich etwas lausigen und unscheinbaren Wrack sind die Fische. Zackenbarsche in unterschiedlichen Größen und Arten schwimmen hier umher wie anderswo Sardinen. Die eigentliche Sensation: Keiner der Fische ist scheu oder ängstlich. Selbst mit dem übelsten Automatengeräusch kann man sich fast bis auf Maskendistanz nähern. Neben den allgegenwärtigen Zackis tummeln sich noch andere Raritäten um diese Lokalität. Tropische Besucher wie Kaninchenfische, Flötenfische, Papageienfische, Grundeln, Schleimfische, Sandtaucher, Drücker, Lippfische und Meerbarben lassen sich willig ablichten. Als ob es Futter dafür gäbe.
Weshalb ausgerechnet an diesem Platz die Artenvielfalt so hoch und die Scheu vor den Tauchern so gering ist wie kaum irgendwo, kann man sich nur aus der exponierten Lage der Wrackteile erklären. Im weiten Umkreis gibt es kaum Deckungsmöglichkeiten für Jäger und Gejagte, weshalb sich hier die Fischelite von Kas zu einem dauerhaften Meeting eingefunden hat. Die Fülle der Motive ist überwältigend, aber man muss ein Auge dafür entwickeln und darf dabei auch den Tauchcomputer nicht aus den Augen lassen. Denn die Zeit in gut 20 m Tiefe läuft ohne, dass man es merkt, weil die visuellen Erlebnisse so kurzweilig sind. Der Rückweg ist aber unproblematisch, weil man langsam ins Flache auftauchten und dort gemütlich den angesammelten Stickstoff wieder abgeben kann.

Fototipps: Wäre die Tiefe nicht, man könnte problemlos drei oder vier Filme belichten. Digital fotografierende Taucher sind zu beneiden. Mit dem kameraseitigen Zoom und einer entsprechenden Speicherkarte kann man es so richtig krachen lassen, bis die Akkus zusammenbrechen.
Weitwinkel- und Fisheyekonverter sind passend, aber nicht zwingend. Immerhin sind die Amphoren und Steckmuscheln so groß, dass stimmungsvolle Taucherbilder machbar sind. Hochstehendes Sonnenlicht verschafft eine geheimnisvolle Stimmung und Atmosphäre.
Besser als ein kurzbrennweitiges Festobjektiv ist ein Weitwinkelzoom und als unersetzlich erweisen sich  Makroobjektive jeder Couleur. Die Zackenbarsche lassen sich willig in den Sucher bugsieren. Eine kleine Scheu zeigen sie allenfalls, wenn man sie zu Zweit in die Zange nimmt. Mit einem 100 mm Makro gelingen sogar formatvolle Augenbilder der Räuber. Natürlich sind auch Modelaufnahmen mit Zackenbarsch möglich. Eine dimmbare Handlampe erweist sich als hilfreich für Effektaufnahmen.
Die im Seegras und zwischen Amphoren, Steckmuscheln und Wrackteilen lebenden Kleinfische sind etwas schwieriger zu fotografieren als die freischwimmenden Zackis, aber man dokumentiert bei entsprechender Geduld unter Umständen einen Faunisten, den man sonst nirgendwo in dieser Gegend wieder findet.
Am Leuchtturm zu tauchen wird einem als aufmerksamer UW-Fotograf oder Filmer nie langweilig. Mehrmalige Abstiege sind im Prinzip die Voraussetzung für ungewöhnliche, einmalige und sensationelle Aufnahmen. Auch bei gutem Wetter sollte man hier tauchen, nur dann hat man die Garantie für bestes Fotolicht.

Amphorenecke

In 35 Meter Tiefe liegt ein wunderschöner, antiker Steinanker, der mit einem großen Schwamm bewachsen ist. Etwas höher gelegen findet man auf freiem Feld jede Menge Amphoren, intakte, beschädigte, auch viele Scherben.
Amphorenecke oder Amphorenfeld, wie der Tauchplatz genannt wird, wartet mit einer sehr abwechslungsreichen Unterwasserlandschaft auf, die von großen Steinblöcken geprägt und immer wieder von Steckmuschelfeldern unterbrochen wird. Auf den dazwischen liegenden Sandflächen findet man häufig große Rochen. Wellenartige Bodenformationen hinterlassen den Eindruck, als habe ein Wasserfall die UW-Landschaft geprägt.  
Einige der Artefakte sind mit Schraubensabellen bewachsen oder zumindest von ihnen umgeben. Eindrucksvolle Augenblicke, die nachhaltige Erinnerungen an alte Zeiten auslösen, als hier noch Römer und Griechen die Handelswege in den nahen Osten mit Galeeren befuhren.
Ein kurzweiliger Tauchplatz, der abwechslungsreiche Entdeckungen verspricht. Die maximale Tiefe von über 35 Metern gepaart mit einer leichten bis starken Strömung bringt etwas Action in den Ablauf. Noch tiefer gelegene antike Fundstücke sollten insbesondere in einem solchen Fall nicht mit Gewalt angetaucht werden.

Fototipps: Weitwinkel ohne Ende und Fisheyefeeling satt. Die Amphoren sind teilweise so groß und auch so fotogen, dass man nicht unbedingt einen Taucher als Effekthascherei mit Lampe im Hintergrund benötigt. Für solitäre Amphoren mit Schraubensabelle davor ist ein Weitwinkelzoom ideal. Warten Sie mit Landschaftsaufnahmen und geblitztem Vordergrund etwas ab, bis sich die Mittauchenden aus dem Sichtfeld verlieren und die Sandpartikel langsam zu Boden gesunken sind.
Für die Schraubensabellen, die sich willig ablichten lassen und nicht gleich in ihrer Wohnröhre verschwinden, sollten sie sich Zeit  lassen. Wenn leichte Strömung herrscht, sehen die Sabellenkronen etwas zerzaust aus. Abwarten, bis sich die Tentakel homogen entfaltet haben. Lippfische sind mit einem leichten Zoom oder Makroobjektiv bestens einzufangen. Die großen und kleinen Steinanker entweder mit einem Weitwinkelzoom oder einer kurzen Festbrennweite mit etwa 20 mm aufnehmen.

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