|
Zugegeben, Nadine und Daniel
hatten es nicht leicht ganz ohne Möglichkeit irgendwo "spicken" zu können, wie andere Kids Reporter ihren Auftrag erledigten. Fast könnte man bei ihren
Reportagen meinen, dass die Staus auf dem Weg zum Campingplatz in Kroatien sie am meisten beeindruckt hätten, doch da gab es eine Menge mehr von Erlebnissen, die sie
in ihren Ferien hatten und das Schnorcheln und Fotografieren unter Wasser gehörte auf alle Fälle dazu. Unter Wasser zu fotografieren ist nicht so ganz einfach, an
ihren Bildern sieht man, was ihre Aufmerksamkeit, ihr Interesse weckte und das ist doch ein Stück weit entfernt von dem, was Erwachsene im Bild festzuhalten versuchen.
Pech für Nadine, dass ein ganzer Film verloren ging, weil sie im Eifer des Gefechts vergessen hatte das belichtete Material in die Patrone zurückzuspulen. Dafür gelang
ihr ein eindrucksvolles Portrait ihres Ferienfreunds aus Holland.
Daniel
Endlich Ferien!
In der zweiten Woche starteten wir am Samstag in der Früh in den lang ersehnten Urlaub. Alle waren wir voller Vorfreude, denn wir konnten es gar nicht mehr
erwarten unsere ABC-Ausrüstung auszutesten. Als wir dann den ersten Stau vor uns hatten, wurde mir klar, dass es eine sehr lange Fahrt werden würde. Um 6:00 Uhr
standen wir in einem 7 km langen Stau am Tauerntunnel. Um 9:00 Uhr erreichten wir endlich den Karawankentunnel, da wartete der nächste Stau auf uns, der nach einer
Stunde – Gott sei Dank – auch bewältigt war. Ls wir dann endlich zum Frühstück an einer slowenischen Raststätte kamen, schlug die Uhr schon ½ 11 und wir
ahnten, dass wohl noch sehr viele Staus vor uns liegen würden. Als wir nach 15 Stunden im Auto endlich am Campingplatz namens Bi Village ankamen, mussten wir noch
unsere Zelte aufbauen, aber das hatten wir eine Stunde später auch geschafft. Nach dem Abendessen krabbelten wir um 22:00 Uhr todmüde in unsere Zelte und träumten alle
schon vom nächsten Tag im Wasser. Der erste Tag am Meer stand nun bevor und unsere Schnorchelausrüstung lag schon bereit. Nach dem Frühstück machten wir gleich
einige Unterwasserfotos. Im Laufe des Urlaubs sah ich viele Krebse und beobachtete deren Verhalten ein wenig. Hier in Kroatien gab es jede Menge Krebse, etwa
Taschenkrebse, die wir sehr oft sahen. Ich habe einen Freund kennen gelernt, mit dem ich dann immer zum Schnorcheln ging. Wir entdeckten jede Menge bunte Muscheln,
eine Feuerqualle, einen Tintenfisch und viele farbige Fische. Es war auch cool die Seegurken mal aus der Nähe anzusehen, aber wir wollten sie nicht anfassen, weil sie
so eklig ausgesehen haben. Wir hatten manchmal abends Ohrenweh, weil wir so weit hinunter getaucht waren, das war mit unseren Flossen Gott sei Dank kein Problem.
Abends habe ich mich mit meinem Freund hübsch gemacht und wir sind zum Trampolinspringen gegangen. Ich kann jetzt einen Salto rückwärts mit halber Schraube! Wir
sind auch oft nach Fasana gegangen um uns ein Eis zu kaufen, denn dort gab es das beste Eis der Welt und der Eismann konnte voll die coolen Tricks. Ich habe auch viel
Fußball gespielt, denn ein Holländer hat mir coole Tricks beigebracht und mit ihm habe ich viel geübt. Wir haben auch oft Krebse gefangen und ein Foto gemacht.
Dann kam der Tag der Abreise. Zuerst ist unser zweites Auto nicht angesprungen, doch mit Hilfe des Starterkabels eines Nachbarn war das Problem schnell behoben. Jetzt
hieß es schnell Adressen austauschen und die 10-stündige Fahrt nach Hause konnte beginnen. Der Urlaub war schön!
Nadine
Urlaub am Meer
Nach einer langen Fahrt waren wir endlich am Ziel. Zuerst mussten wir unsere Zelte aufbauen und alles aus dem Auto räumen. Da wir 15
Stunden gefahren sind, waren wir um 21:30 noch immer nicht fertig mit dem Aufräumen. Alle waren müde von der Fahrt und vom langen Stau und vom Aufbauen. Am nächsten
Tag waren alle ausgeschlafen. Wir konnten jetzt zum Meer gehen. Am Strand angekommen, gingen wir gleich ins Wasser. Mein Bruder und ich hatten unsere Tauchersets
dabei, wir machten viele Fotos von Korallen, von Fischen und von anderen Unterwasserbewohnern. Das Tauchen war sehr ungewohnt, aber mit ein wenig Übung hat es sehr
viel Spaß genacht. Leider hatte ich beim ersten Filmwechsel den Film nicht zurückgespult – schade, es waren tolle Fotos von der Unterwasserwelt Kroatiens
darauf. Aber die Eindrücke werde ich nie vergessen! Am zweiten Tag lernte ich ein holländisches Mädchen kennen, es hieß Anna und ihre Schwester hieß belle. Anna
verstand Deutsch. Ich verstand natürlich auch ein bisschen Holländisch. Wir verstanden uns von Anfang an super. Wir spielten jeden Tag zusammen. Ich durfte jeden Abend
weggehen. Einmal waren wir, also meine Familie uhc ich, beim Essen. Ich aß frittierten Tintenfisch. Das war sehr lecker. Aber wir haben auch sehr viel eis gegessen!
Am letzten Tag, bevor Anna nach Hause fuhr, sind wir Tretboot gefahren. Es war mit einer Rutsche ausgestattet und das machte doppelt Spaß! Dana sind wir Bananaboot
gefahren. Das ist eine aufgeblasene Banane, die von einem Boot irre schnell gezogen wird. Wir hatten Schutzwesten an um uns nicht zu verletzen. Mitten in der Fahrt
kippte die Banane um und alle landeten im Wasser. Wir waren nicht einmal abgekühlt gewesen. Das hat Spaß gemacht! Am nächsten Tag musste ich früh aufstehen um Anna
auf Wiedersehen zu sagen. An dem letzten Tag hatten wir Adressen ausgetauscht, wir werden uns regelmäßig schreiben. Bald darf ich nach Holland zu Anna kommen.
Meine Eltern beschlossen, dass wir am nächsten Tag, eigentlich 2 Tage früher als geplant, fahren würden. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen fuhren wir gleich nach dem
Frühstück nach Hause. Wir kamen spät zu Haus an. Um 21.30 Uhr gingen wir ins Bett und waren froh auch wieder im eigenen Bett zu schlafen. Am nächsten Tag hatten wir
nur noch wenig aufzuräumen. Der Urlaub war sehr schön und ich war sogar in der Disco. Nur die Duschen waren immer kalt oder heiß und nicht sehr sauber.
|