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Herbert Frei 5.02

Tauchreisen mit dem eigenen Auto haben trotz weltweitem Flugtouristik - Boom immer noch eine ungebrochene Faszination. Keine Gepäckbeschränkung auf 20, 30 oder 50 kg, Mitnahme von Kindern zum Nulltarif und Mobilität vor Ort sind unschlagbare Argumente. Herbert Frei über Ferien der besonderen Art.

Seit Kroatien ein selbständiger Staat ist, geht es mit dem Tourismus steil bergauf. Taucher sind willkommen. Die Genehmigungen (Brevet erforderlich) dafür erteilt die Basis in Absprache mit den Behörden, diesbezügliche Probleme sind unbekannt - denn die Taucherlaubnis gilt für die ganze Küste, nicht wie früher nur für ein kleines, begrenztes Gebiet. In der nördlichen Adria ist Tauchen bis in den späten Herbst hinein möglich, bei allerdings sinkender Wassertemperatur. Wohin in Kroatien? Wer nicht zu weit fahren will, sollte sich nach Istrien aufmachen, Kroatiens nördliche Halbinsel, die den Gast mit 2400 Sonnenstunden im Jahr verwöhnt und eine 242 km lange Küste aufweist, bietet sich mit ihrem angenehm milden Mittelmeerklima als ideale Urlaubsdestination an. Kultur- und Naturschätze warten auf neugierige Erholungssuchende und Abenteurer. Weiterer Vorzug: Die kroatische Adria - Halbinsel ist von Deutschland aus bequem über Autobahnen zu erreichen, kann zumindest für Süddeutsche in einem Tagestrip angefahren werden. Istrien war in früheren Zeiten Teil der österreichischen k. u. k. Doppelmonarchie Osterreich/Ungarn und ebenso ein Protektorat von Italien. Noch heute leben in Istrien mehr als 22.000 Italiener. Straßenschilder, Hinweise und Ortsschilder sind traditionell zweisprachig, ergo kroatisch und italienisch. Die dort lebenden Italiener nennen sich "Istrianer" und besitzen den Status einer „Autochthonen Nationalen Gemeinschaft". Istrien gehört innerhalb Kroatiens zu den wohlhabenden Regionen, doch spürt man das Wirtschaftsgefälle deutlich, wenn man vom vergleichsweise reichen Slovenien kommt und die Grenze zur "Republika Hrvatzka“ (Republik Kroatien) überschreitet.

Historisches Pula:

Istriens größte Stadt ist eine blühende Metropole mit ausgedehnten Hafenanlagen, einem reizvollen alten Stadtkern und einem vorgelagerten Feriengebiet auf der Medulin - Landzunge (Südspitze Istriens) mit Hotels und romantischen Campingplätzen. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt stammen aus den unterschiedlichsten Epochen und verleihen der Stadt eine kulturelle Ausnahmestellung. Besiedelungsfunde lassen darauf schließen, dass die Gegend um Pula bereits vor über 35.000 Jahren von Steinzeitmenschen bewohnt wurde. Erste Befestigungen gehen auf das Jahr 1700 v. Ch. zurück. Später erhielt Pula den Status einer römischen Kolonie. Wahrzeichen der Stadt ist das Amphitheater, das zu den geschützten Bauwerken der UNESCO gehört. Mit einer Zuschauerkapazität von einstmals 23.000 Menschen ist es das sechstgrößte Amphitheater des römischen Imperiums.
Im Zentrum der Stadt findet man eine ausgedehnte Fußgängerzone, idyllische Kneipen, Luxusgeschäfte, Bistros, Boutiquen und Speiserestaurants. Der Markt am Narodni Trg ist der größte in ganz Istrien. Straßenkünstler und mediterranes Flair vermitteln mitunter ein Gefühl, als wäre man in einer Italienischen Hafenstadt. Pula ist mit seiner sympathischen Ausstrahlung weit weg vom früheren Muff des alten Jugoslawiens. Hier konnten sich Kreativität, Fleiß und südliches Lebensgefühl positiv entwickeln. Mysteriös ist die an der Frontseite der Kirche Sv Franje angebrachte Sonnenuhr mit den seltsamen Ziffern 17 bis 23, die niemand richtig deuten kann. Die Uhr geht übrigens richtig, der Schatten verläuft im Uhrzeigersinn.

Tauchen in und um Pula:

Diverse Tauchbasen haben sich hier angesiedelt, kroatische, Italienische und österreichische. Manche sind in Campingplätzen integriert, andere betreiben Tauchschiffe, sind mitunter nicht einfach zu finden. Wichtig könnte für Besucher aus Deutschland, Osterreich und der Schweiz die Verständigung sein. Hier bieten sich insbesondere die von Vladimir Miljevic im Hotel Pula und die Meeresschule von Gerwin Gretschel an. Adressen mit Rufnummern im Infoteil! Getaucht werden kann entweder von Land aus oder mit dem Boot. Größere Exkursionen zu entfernten Wracks bedingen ein hochseefestes Tauchschiff, das man aber buchen kann. Angenehm sind auf jeden Fall Landtauchgänge. Bringen Sie aber Ihre Tauchausrüstung komplett mit, einschließlich der Flaschen (mindestens 10 l) und des Bleis. Die Leihgebühren sind zum Teil recht hoch. Unterlassen sie Schwarztauchen, das kann teuer werden. Die Tauchgenehmigung wird anstandslos gegen eine kleine Gebühr erteilt, die ein Jahr Gültigkeit besitzt. Man muss dazu nicht mehr selbst beim örtlichen Polizeikommandanten vorreiten, die Tauchbasis erledigt das unbürokratisch. Istrien besitzt fast ausschließlich Felsküsten, ausgedehnte Sandstrände sind hier Fehlanzeige. Ins Wasser kommt man relativ unkompliziert, wenn man sich seine Tauchplätze in flachen Buchten und Meerarmen sucht. Bestens ist dafür die Bucht "Valsaline" mit der dort ansässigen Meeresschule geeignet. Dort befindet sich auch der Ausbildungsplatz der Tauchschule Pula von Vladimir Miljevic.

Tauchplätze:

Selten haben wir am Mittelmeer so schön, so ungestört, so unberührt und so angenehm getaucht. Kroatien ist die pure Freiheit unter Wasser. Tiefenlimits gibt es nicht ...  man sollte aber aus eigenem Interesse 40 m als Maximalgrenze ansehen, die meisten Motive finden sich eh zwischen 5 und 25 m. In der Valsaline - Bucht trafen wir bereits beim ersten Tauchgang auf Steckmuschelfelder und Seepferdchen, fotografierten Anemonengrundeln und Seehasen. Und das in nicht mal 10 m Tiefe. Großfische sind mittlerweile auch in Kroatien die Ausnahme. Der Fischfang wird vermutlich extensiv betrieben, weshalb für Zackenbarsche, Barrakudas und Brassen das Überleben immer schwieriger wird. Unser größter Fisch maß bestenfalls einen halben Meter. Trotzdem ist die nördliche Adria und insbesondere die Küste bei Pula alles andere als artenarm. Sogar Delfine lassen sich gelegentlich blicken. Haie wohl seltener, obwohl sie an der gesamten jugoslawischen Küste gar nicht so selten sind. Ihr Revier liegt aber eindeutig südlicher und wohl auch im offenen Meer.

C: Herbert Frei
C: Herbert Frei
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C: Herbert Frei
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