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überholen manchmal etwas abenteuerlich und haben auch sonst ein etwas gespaltenes und lockeres Verhältnis zu gängigen Verkehrsregeln. Um
dieses wilde Verhalten einzudämmen, hat die Kroatische Regierung drakonische Strafen verkündet, teils doppelt so hoch wie in Deutschland. Dafür ist das Benzin rund
10-15% billiger.
Kroatien:
Am 25. 6. 2001 hat Kroatien seine 10-jährige Unabhängigkeit gefeiert. Kriegsgefahr besteht seit langen nicht mehr. Das
Land kann gefahrlos mit Auto, Bahn und Bus bereist werden. Die Kroaten sind als deutschfreundlich bekannt und begegnen den Bundesbürgern zuvorkommend und hilfsbereit.
Ein Problem ist die Kriminalität, die ihre Ursachen in der Armut der Bevölkerung hat. Fast immer handelt es sich um Diebstähle, weniger um Kapitalverbrechen. Autos
sollten in Pula nicht in dunklen Ecken geparkt werden, generell abgeschlossen sein und keine Wertgegenstände beinhalten. Diebstahlssicherungen mit akustischen
Warnanlagen sind von Vorteil. Die Diebstahlsgefahr ist allerdings nicht höher als in Italien, Spanien oder Südfrankreich. Handtaschen sollten wie in allen südlichen
Ländern nicht an der Körperseite zur Straße hin getragen werden, um keine Motorrad fahrenden Diebe zu animieren, das Tragestück zu entreißen. Grundsätzlich aber gilt
Kroatien als sicheres und unproblematisches Reiseland. Insbesondere Istrien mit der Hafenstadt Pula lebt vom Tourismus. Daneben ernähren sich die Einheimischen von
Fischfang, Obst- und Gemüsanbau, Wein und handwerklichen Waren wie Strickjacken, Schnitzereien und Töpferkunst. Wussten Sie, dass die Krawatte ihren Ursprung in
Kroatien hat? Als im 17. Jahrhundert der französiche Königshof Militärverbände aus Kroatien rekrutierte, weil diese als loyale und tapfere Krieger bekannt waren,
trugen die Soldaten um den Hals ein seltsam gebundenes Tuch, das als bald in Mode kam und von den Franzosen "crvate" (der Kroate) genannt wurde. Das
Stoffstück war praktisch gegen Zugluft und Wind, zudem konnte man schnell und unkompliziert die Nase damit putzen. Später entwickelte sich daraus das französische Wort
"cravatte" und daraus die deutsche Bezeichnung " Krawatte''. Woher die Kroaten stammen, ist nicht ganz geklärt. Man vermutet, dass ihre
Vorfahren aus der Ukraine kommen, die als slavische Urheimat gilt. Im 7. Jh. wurden die Kroaten vom byzantinischen Kaiser Herakleios zum Schutz gegen die vordringenden
Awaren ins Land gerufen. Sie verbreiteten sich bis an die dalmatinische Küste und lebten vorwiegend als Viehzüchter, Bauern und Fischer. Nach dem 2. Weltkrieg erlangte
Kroatien als Teilrepublik von Jugoslawien einen hohen Bekanntheitsgrad als mediterranes Ferienland für Mitteleuropäer. Seit dem 23. 12. 1991 ist Kroatien ein
selbständiger und souveräner Staat.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland:
Ulica Grada Vukovara 64, HR10000 Zagreb, Tel. 01 - 6158105; Fax 01 - 6158103
Sprache:
Die kroatische Sprache gehört
ebenso wie Slovenisch und Serbisch zu den südslavischen Sprachen. Im Unterschied zum Bulgarischen und Serbischen mit seinen kyrillischen Buchstaben schreiben die
Kroaten lateinisch. Man kann ergo alles lesen, was die Orientierung im Straßenverkehr und die Übersetzung nach Wörterbüchern vereinfacht. Die jungen Kroaten sprechen
fast alle mehr oder weniger gut englisch. Viele auch sehr gut deutsch, wenn es Kinder von Gastarbeitern sind.
Geld:
Die kroatische Währung heißt
Kuna. Ein Kuna sind 100 Lipa. Ein Euro sind 7,66 Kuna. Mit der Einführung des Euro als heimlich Zweitwährung wird gerechnet. Bei Banken, in Hotels und Wechselstuben
werden Kreditkarten akzeptiert. In Großstädten stehen bereits die ersten internationalen Geldautomaten. Geldumtauch ist vor Ort ist günstiger als in Deutschland.
Nehmen Sie deshalb nur die nötigste Menge an Kuna mit. Der Kuna als zahlungsmittel hat eine lange Tradition in Kroatien und reicht viele Jahrhunderte zurück. Kuna
bedeutet auf kroatisch "Marder", weshalb ein solcher auf der Rückseite der Kuna - Münzen abgebildet ist. Ein Hinweis darauf, dass die einfachen Menschen im
früheren Kroatien vor Einführung offizieller Münzen und Banknoten mit auf der Jagd erbeuteten Marderfellen ihre Tauschgeschäfte beglichen.
Medizin:
Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Die medizinische Versorgung wird zusehends ausgebaut und hat wegen der vielen Urlauber bereits einen hohen Standard erreicht.
In Pula befindet sich eine Dekokammer. Wer regelmäßig spezielle Medikamente benötigt, sollte diese aber von zuhause mitbringen.
Unterkünfte:
In
Pula gibt es jede Menge Hotels verschiedener Preisklassen, ebenso Appartements und Campingplätze. Wer Wert auf die direkte Nähe zur Basis und zum Wasser legt, ist gut
beraten, sich im Hotel Pula (eMail: mitours@pu.tel.hr ) einzuquartieren (5 min zur Basis) oder im Gasthaus Mornar (wird über www.meeresschule.com vermittelt) zu mächtigen. Letzteres Quartier ist einfach, aber praktisch, da hier die Meeresschule untergebracht ist. Diese vermittelt auch Ferienwohnungen, Appartements und Campingplätze im naturbelassenen Autocamp Stoja. Oder über Croliday - Reisen, Tel. 07141-970200.
Küche:
Für viele Urlauber ist Essen und Trinken die Krone eines Urlaubes. Die kroatische Küche ist sicherlich nicht mit der französischen zu
vergleichen, aber sie kann sich vieler schmackhafter Spezialitäten rühmen. Meeresfrüchte, Geflügel, Schweinefleisch, handgemachte Nudeln, Rohschinken, Schafskäse und
Lamm sind Delikatessen von hohem genießerischen Wert. Regional gibt es Wildspargel, Mangold, Feldsalat, Spinat, und Wild. Beliebt sind Spanferkel, Cevappcici
(Hackfleischröllchen) und Raznici (Fleischspieße). Als Beilagen wird Reis, Pommes und Brot gereicht. Südfrüchte aller Art wie Orangen, Bananen, Pfirsiche und Aprikosen
bekommt man auf dem Markt.
Tauchen:
In Kroatien ist Tauchen genehmigungspflichtig. Gleich, ob man in einer Basis oder privat seinem Vergnügen
nachgeht. Das Ausstellen der Tauchgenehmigung wird von den meisten Touristenagenturen, den Hafenmeistereien oder ganz bequem von den Tauchschulen erledigt. Etwa mit 10
Euro Gebühren muss man rechnen. Das Permit hat eine Laufzeit von einem Jahr und gilt in ganz Kroatien mit Ausnahme militärischer Sperrzonen und im Bereich von
Hafenein- und Ausfahrten. Schnorcheln ist gebürenfrei, ebenfalls kann nachts ohne besondere Vorschriften getaucht werden. Verboten ist die Mitnahme von Fundstücken
(Amphoren) und Meerestieren (Muscheln, Schnecken), ebenso die Unterwasserjagd mit Gerät. Für das Betauchen bestimmter Wracks (z. B. Baron Gautsch) sind
Sondergenehmigungen erforderlich. Besser ist ohnehin, man sucht die Wracks mit einer Tauchschule auf, die alle erforderlichen Dokumente und ein hochseefestes Boot
besitzt. Wer in Pula tauchen und anständig wohnen will, wendet sich an: Miljevic Tours o.o. Pula
Vladimir Miljevic, Hotel Pula, Sisplac 31, HR 52100 Pula ; Hrvatska/Croatia
Tel./Fax +385-52-386944; Mobil + 385-98255402
eMail: mi-tours@pu.tel.hr
Homepage: www.istraonline.com/mitours.htm
Vlado, wie er von
Freunden genannt wird, spricht fließend deutsch. Verständigungsschierigkeiten gibt es nicht. Die Basis ist bestückt mit Kompressor, Flaschen, Blei und
ABC-Ausrüstungen. Es ist sinnvoll, das ganze Tauchequippment mitzubringen, weil das Ausleihen erstens nicht ganz billig ist und zweitens bei bestimmten Gegenständen
wie Jacket und Anzug auf eventuelle Anpassungsprobleme stoßen kann. Viel Auswahl besteht in Allgemeinen nicht. Neben geführten Tauchgängen wird auch nach PADI
ausgebildet. Ausgebildete Taucher sollten, wenn sie frei tauchen wollen, eine Boje mitführen. Strömungen sind selten und dann meistens schwach. Nur an den Wracks kann
es mal höllisch ziehen. Die Sichtweiten schwanken jahreszeitlich und wetterabhängig bedingt zwischen 5 und 30 m. Im Durchschnitt liegt die Oberflächentransparenz im
Sommer bei ca. 10 m, unterhalb der Sprungschicht (bei ca. 15 m) reißt die Sicht meistens auf über 20 m auf. Dann wird es auch etwas kühler. Zu empfehlen ist deshalb
selbst im Hochsommer mindestens ein 5 mm Anzug mit Haube. Fotografen und Filmern sind aber eher 7 mm anzuraten. Trockentauchen ist im zeitigen Frühjahr
(MärzApril) und dann wieder ab Oktober zu empfehlen. Die Tauchschule ist von November bis März geschlossen, dann arbeitet Vlado in Österreich als Servicemann
für Wintersportartikel.
www.meeresschule.com
Taucher, die fotografieren und sich für die UW-Welt
biologisch interessieren, sollten sich ins Schlepptau von Gerwins Meeresschule begeben. Diese besitzt ein eigenes Boot, arbeitet eng mit der Basis von Vlado Miljevic
zusammen, und führt insbesondere UW-Fotografen zu höchst interessanten Tauchplätzen mit fotogenen Objekten. Auch bei der Beschaffung von Quartieren ist die
meeresschule.com behilflich. Im Sommer finden außerdem Fotokurse mit spezieller Makroschulung und Fischfotografie von sehr kleinen Meeresbewohneren statt.
Bilologiestudenten, Naturkundelehrern und UNI-Dozenten ist insbesondere die Spezialität von Gerwins Meeresschule, die verborgene Welt der Algentierchen, als
Weiterbildung und Vertiefung des meeresbiologischen Grundwissens über den adriatischen Lebensraum zu empfehlen. Die Meeresschule Valsaline wurde unter österreichisch -
kroatischer Leitung im Jahre 2000 eröffnet. Sie ist die erste private, biologische Station für Lehre und Forschung an der Adria. Die Station liegt malerisch in der
Meeresbucht "Valsaline" in einem umzäunten Areal mit Badestrand, Restaurant und Taucherunterkünften. Die Meeresschule schließt offiziell von Ende Oktober bis
Anfang März.
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