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Tauchcomputer Mares Surveyor
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by Michael Goldschmidt 7.00
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Mit dem Surveyor hat Mares einen Tauchcomputer entwickelt, der neben einigen neuen Features wie der Displaybeleuchtung, dem Reset durch den
Benutzer oder die maximale Tauchtiefe von 150 Metern, ausgereifte Technik und den Batteriewechsel durch den Besitzer selbst bietet. UnterWasserWelt und Benjamin Franz
haben den Surveyor näher betrachtet.
Eine edle Schatulle birgt auf schwarzen Samt gebettet den Surveyor bei der Auslieferung. Doch von dort geht’s in die
raue Wirklichkeit, ohne Plüsch und vornehmes Getue. Für den ausgiebigen Einsatz bei jeder nur denkbaren Tauchsituation, die mit Pressluft absolviert wird, ist der
Computer konzipiert. Seine Väter haben wohl auf jeden noch so kleinen Wunsch professioneller Anwender oder von Sporttauchern reagiert, die in den letzten Jahren dieses
oder jenes Ausstattungsmerkmal an handelsüblichen Geräten vermissten. So kann man getrost sagen, der Surveyor hat nichts, was es nicht gibt.
Die Tabelle zur
Berechnung der Sättigung entspricht einem modifizierten Haldane Algorithmus, der neun Gewebe berücksichtigt, bei Halbsättigungszeiten zwischen 2,5 und 480 Minuten.
Völlig einzigartig ist die maximal zulässige Tauchtiefe von 150 Metern, skaliert in Schritten von 10 cm, ab 100 Metern von 1 m. Für Tauchgänge mit Pressluft macht das
natürlich wenig Sinn, doch blicken wir auf die Apnoeszene, die jetzt schon Tauchtiefen jenseits der Marke von 100 Metern erreicht hat, kann es für diesen Kreis von
Sportlern durchaus interessant sein, den Surveyor einzusetzen. Übliche Apnoecomputer steigen bei 99 Metern aus.
Der Test von Benjamin Franz im Verlauf seines
Weltrekords von 110 Metern zeigte die Möglichkeiten auf. Nur reagiert der Surveyor nach einem Testabstieg auf 43 Meter auf Grund des raschen Auftauchens mit der
Anzeige eines schweren Verstoßes, was bei anderen Computern bedeuten würde, dass dieser erst einmal für 24 Stunden zur Seite gelegt werden müsste. Nicht so beim
Surveyor. Eine neuartige Resetfunktion, zur Zeit nur bei diesem Computer zu haben, löscht die im Oberflächenmodus weiterberechnete Restsättigung oder Fehleranzeigen
wie die eben genannte. Somit können Apnoetaucher mit dem Surveyor trainieren, die erreichten Tiefen und Tauchzeiten werden im Logbuch, das 50 Abstiege (Tauchgänge)
dokumentiert, abgelegt.
Doch in erster Line wurde die Resetfunktion, die wirklich nur von verantwortungsbewussten Tauchern genutzt werden sollte, für
Tauchschulen realisiert. Somit kann ein und der selbe Computer am gleichen Tag für einmalige Tauchgänge mehrerer Schüler verwendet werden, der Surveyor rechnet jeden
Tauchgang neu und nicht als Wiederholungstauchgang. Aus Sicherheitsgründen sollte man seinen eigenen Computer vor einem Wiederholungstauchgang oder nach einem schweren
Verstoß nicht zurücksetzen!
Neu ist auch die manuelle Wahlmöglichkeit zwischen Süß- und Salzwasser. Somit werden die durch die unterschiedliche Dichte der
Gewässerarten um 2% abweichenden Tiefenanzeigen richtig kalibriert. Ebenfalls eingestellt werden können 4 unterschiedliche Höhenlagen, daraus resultierend 3
Bergseemodi. Die Standard-Einstellung deckt 0 – 700 m ab, danach folgen die Bergseehöhen von 700 – 1500 m, 1500 – 2400 m und über 2400 m.
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Die Anzeigen im Tauchmodus, in den sich der Surveyor bei Wasserkontakt automatisch schaltet, sind auf dem LC-Display gut ablesbar. Es gibt die üblichen Werte für aktuelle
Tauchtiefe, größte Tauchtiefe, Tauchzeit, Restnullzeit und bei dekofreien Tauchgängen die Temperatur. Beim Auftauchen aus Tiefen über 10 m plant der Computer einen Sicherheitsstop
zwischen 3,5 und 5 m ein. Wird der Tauchgang dekopflichtig, eine Minute vor dem Ende der Nullzeit erinnert ein Warnton daran, werden die Dekostufen statt der Temperatur angezeigt.
Deutlich muss man darauf hinweisen, dass das Display unter einem kratzfesten Mineralglas liegt und nicht unter einem, wie vielfach verwendet, empfindlichen Acrylglas! Damit alles
auch bei Dämmerung oder im Dunklen überprüft werden kann, hat der Surveyor eine Displaybeleuchtung, die auf Tastendruck entweder 2 Sekunden aufleuchtet oder alternativ –
aber nur im Tauchgangmodus – auch auf Dauerlicht geschaltet werden kann. Gerade dieses Feature ist besonders angenehm.
Die Batterie, eine AAA Microzelle mit 1,5 V,
kann selbst gewechselt werden und hält etwa 3 Monate oder 50 Tauchstunden, bei Dauerlicht auf dem Display etwa 10 Stunden. Eine Warnanzeige im Display macht rechtzeitig auf einen
Batteriewechsel aufmerksam
Außerhalb des Tauchbetriebs werden natürlich Restsättigungszeiten und Flugverbote angezeigt, ist die Tauchgangplanung durchführbar oder dient
der Surveyor als Uhr mit zusätzlicher Anzeige von Tag, Monat und Jahr. Im Logbuch speichert er alle Tauchgangrelevanten Daten inklusive Datum, Höhenlevel, Tauchgangprofile
(maximal 20 Stunden in Abständen von 20 sec), Minimaltemperatur und Verstößen. Über ein getrennt zu beziehendes PC-Interface mit Anschluss an die serielle Schnittstelle RS 232
können die Daten auf einen PC übertragen werden.
Eine Reihe weiterer, noch nicht erwähnter Funktionen können vom Benutzer selbst eingestellt werden, so die Maßeinheiten
der Tiefenangabe, der Temperatur und unterschiedliche Ereignisse in Verbindung mit einem Warnton.
Fazit
Der Surveyor ist ein Tauchcomputer der Spitzenklasse mit einer Reihe einmaliger Funktionen. Er ist interessant für jeden
Sporttaucher, Tauchlehrer und Apnoetaucher, die Tiefen von 100 Metern überschreiten. Pflegeleicht, gut ablesbar, beleuchtet, mit Uhrfunktion, PC-Anschluss und kratzfestem
Mineralglas, welche Wünsche sollten da noch offen bleiben?
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Fakten Typ: Mares Surveyor Hersteller: Mares Typbezeichnung: Surveyor
Algorithmus: Haldane modifiziert Gewebe: 9 Maximaltiefe: 150 m Bergseesufen: 3 plus Normallevel Kalibrierung: Süßwasser / Meerwasser Tiefster Dekostop: 24 m
Logbuchspeicher: 50 Tg Tauchprofilspeicher: 20 Stunden Profilspeicherintervall: 20 sec Beleuchtung: 2 sec bzw. Dauerlicht Batterie: Micro AAA 1,5 V
Batterielebensdauer: 3 Monate / 50 Tauchstunden, mit Dauerlicht 10 Std. Besonderheiten: kratzfestes Mineralglas, Löschfunktion für Restsättigung, Uhr mit Datum, Thermometer,
PC-Interface Preis Surveyor: ca.€ 355 Preis PC Interface: ca. € 86 Info: Mares
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