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© UWW  Trimmbleitaschen - "Versteck"

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Fakten

Hersteller: Mares
Typ: KAILA MRS Plus
Material: 420 Denier Cordura
Typ: Wing hybrid
Blei: Integriert (MRS Plus) + 2 Trimmbleitaschen auf der Rückseite
Blei maximal: 2x6  kg in den MRS Plus - Bleitaschen + 2x2,5 kg in den Trimmtaschen
Größen:  XXS – L
Auftrieb: 15 kg bis 18,5 kg
Besonderheiten: Damenschnitt
Preis: ca. € 449,-
Info:  www.mares.com
Vertrieb: Fachhandel

UnterWasserWelt macht sich traditionell für damengerechtes Tauchequipment stark, das nicht nur den anatomischen Unterschieden zwischen Mann und Frau gerecht wird sondern auch Farbe ins Spiel bringt. Nun hat MARES unter dem internen Label „she dives“ eine Equipmentlinie für Ladys vorgestellt, deren Schlüsselprodukt das Jacket KAILA verkörpert. Auf den Malediven und im Roten Meer wurden Model und Jacket zum Hingucker.

Kennen Sie Monica Sullender? Zumindest Taucherinnen sollten sich den Namen merken, denn die Designerin aus USA leitete ein Team von weiteren Damen an, die für Mares die „she dives“ – Kollektion auf den Weg brachte. Und wer könnte wohl Schnitt, Funktion und Farbgebung einer für Damen konzipierten Vollausstattung von Schnorchel- und Strandmode, Anzügen, ABC und Jacket besser abstimmen als ein Team aus der Zielgruppe selbst. Und so dürfte es wohl einmalig und innovativ sein, dass MARES rund um „she dives“ kompetente Frauenpower in die Verantwortung nahm.
Als UnterWasserWelt die „she dives“ Kollektion auf der boot 2006 erstmalig gezeigt bekam, war die Reaktion eindeutig positiv. Endlich räumte ein führender Hersteller der Branche den Damen eine eigene Ausstattungslinie ein, hochqualitativ und in der Farbstellung exklusiv. Womit wir kaum rechneten, waren vereinzelte Reaktionen von Damen, die sich im Hinblick auf den in „freundliches“ Schwarz gekleideten Tauch- und/oder Lebenspartner selbst bei Testevents nicht trauten dem KAILA – Jacket einen näheren Blick zu gönnen, weil die in edlem eisblau abgesetzten Taschen so gar nicht in das seit Jahren geprägte farblos triste Bild bei Jackets und Anzügen passte. Also, dem Partner gegenüber ja keine Blöße geben und nur noch aus dem Augenwinkel verstohlen das KAILA mustern. Aber es gibt auch Hardliner unter den Taucherinnen, die sich ein KAILA MRS Plus über ihrem Trockentauchanzug nicht vorstellen können. Aber, so bestätigt man uns, es gibt auch Herren, die gerne die edle Farbkomponente an einem MARES - Jacket finden würden, doch diese Variante ist definitiv nicht verfügbar und auch nicht geplant.
Um es vorweg zu nehmen, das KAILA (hawaiianisch – auf Deutsch „Stil“) ist kein Jacket für Taucherpüppchen, es ist ein Hybrid – Jacket, das vom Schnitt, der Gurtführung und der Lage der Luftkammern auf  den Komfort von Taucherinnen besondere Rücksicht nimmt, technisch und von Seiten der Ausstattung auch anspruchsvollste Tauchgänge realisiert. MARES sieht in der Zielgruppe Taucherinnen nicht allein die Tropenliga sondern und gerade auch die im Mittelmeer oder in heimischen Seen aktive Ladys, die Wert auf Passform, Komfort und Ausstattung legen. Und so kann man das KAILA nicht nur über dem Shorty tragen, auch Trockentauchanzüge passen dazu, wenngleich natürlich Features wie ein gepolsterter Kragen mit Plushüberzug oder die (verlängerbare) Rückenpolsterung gerade für den Einsatz mit minimalem Kälteschutz die Unterschiede zu Standardprodukten deutlich machen.
Nachdem man am Markt studieren konnte, dass engagierte Taucherinnen gerne zu Wingjackets der Tech – Szene greifen, weil diese Blasenführung den Oberkörper nicht einengt, lag für Monica Sullender die Entscheidung nahe die DRAGON – Hybridblase für das KAILA zu verwenden. In Schwimmlage (unter Wasser) sammelt sich die Tarierluft in der um die Flasche geführten Blase, richtet man den Oberkörper auf, können Teile der Luft in Kammern im Lendenbereich einströmen. Brust und Schulter sind frei von Luftkammern.
Das DRAGON – Prinzip spielt alle Vorteile eines Wingjackets aus (Lage unter Wasser), das zudem keinen Druck auf den Oberkörper ausübt. Geringst möglicher Wasserwiderstand und höchst möglicher Tragekomfort für Taucherinnen resultiert aus dem Design des Auftriebskörpers. An der Oberfläche gleichen die Auftriebskörper im Lendenbereich die Nachteile eines Wingjackets völlig aus.
Zwei Taschen bieten ausreichend Platz, etwa für eine Signalboje. Einen Karabiner in der Tasche, zur Sicherung  - etwa einer Boje – wie man ihn in anderen Mares – Jackets eingearbeitet hat, findet man beim KAILA nicht. Und wir vermissen auch die immer öfter vorbereiteten Ösen an der Außenseite, an denen kleine Jacketmesser befestigt werden können.
Mit einem neuen Haltemechanismus werden die Bleitaschen fixiert. Der Einschub ist wirklich einfach, die Auslösung der Taschen muss möglichst geradlinig erfolgen um sie abzuwerfen oder aus dem Jacket zu entnehmen.
Die erstmalige Suche nach den rückwärtigen Trimmbleitaschen hat allerdings, so man nicht unter Zeitdruck steht, informativen Wert. Man setzt sich mit dem Innenleben des KAILA recht intensiv auseinander und mit etwas Glück findet man die mit Schnallen gesicherten und gut versteckten Taschen hinter der verlängerten Rückenpolsterung. Dass auf der Suche nach den Trimmbleitaschen oft auch die Kunst der Herren versagt, bestätigen immer wieder in der Mares – Niederlassung eingehende Telefonate. Hier besteht also Handlungsbedarf bei zukünftigen Serien des KAILA die Position der Taschen deutlicher zu kennzeichnen.
Alles in allem können die Jackets der Größen XXS bis M mit bis zu 13 kg bestückt werden, die Größe L erlaubt 17 kg aufzulegen. In der Regel wird man diese Maximalmengen nicht ausschöpfen, selbst bei Tauchgängen mit Trockentauchanzug im Meer und einer Aluflasche auf dem Rücken.
Der Auftrieb wird bei den Größen XXS und XS mit 15 kg angegeben, S und M bringen es auf 16,5 kg, das L – Jacket auf 18,5 kg.
An 5 D-Ringen aus Edelstahl lässt sich allerhand Zubehör befestigen, ein Schlauchhalter wird mitgeliefert.
Der Kummerbund ist flexibel ausgelegt und lässt das KAILA auch in größeren Tiefen, wenn das Neoprenmaterial des Anzugs durch den Wasserdruck komprimiert wird, gut sitzend am Körper anliegen.
Der Inflator in klassischer Ausführung hat im Faltenschlauch einen Schnellablass eingearbeitet, ein weiterer Schnellablass ist auf der rechten Schulter und im rechten rückwärtigen Lendenbereich.
Die Rückentrage mit Flaschenbefestigung ist ebenfalls ein Klassiker, ein Spanngurt mit Patentschnalle hält die Flasche, die Andruckfläche der Trage ist mit Gleitschutzstrukturen versehen. Zur Sicherheit liegt noch eine Fangschlaufe ums Flaschenventil.
Robust ist die Außenhülle, gefertigt aus 420er Denier.

Praxis

All die hochwertigen Features spürt man durchaus auch am Gewicht des KAILA, was deutlich macht, dass es sich um ein Jacket auch für Kaltwasser- oder Mittelmeertauchgänge handelt, das keinesfalls nur in einer Tropenlagune seinen bevorzugten Einsatzort findet.
Hoch gelobt wird allgemein der gute Sitz, die Passform, wobei man bei der Anprobe feststellen wird, dass ein großzügiger Schnitt meist zur nächst kleineren Größe tendieren lässt, als frau sonst üblicherweise trägt.
Während des Tauchgangs ist der Komfort ausgezeichnet, Schwimmlage und Bedienung der Ventile und des Inflators lassen keine Wünsche offen. Die Luftein- und Auslassventile arbeiten effizient und bestens dosierbar. Die Position an der Oberfläche ist tadellos, die lageabhängige Verteilung der Luft im Auftriebskörper ist verantwortlich für dieses gute Ergebnis.
Um das Blei aus den integrierten Taschen zu entfernen (abzuwerfen) bedarf es eines kräftigen, geradlinigen Zugs an den Griffen des Gewichtssystems, wobei die Betonung auf geradlinig liegt. Der Einschub der Taschen ist einfach und in dieser Art lobenswert.
Die Reißverschlüsse der Taschen lassen sich gut erreichen und bedienen.  

Fazit

Das KAILA Ladyjacket von Mares hat viele versteckte Werte. Wer sich allein vom Farbdesign auf eine falsche Fährte setzen lässt, wird durch ihre / seine eigene Oberflächlichkeit bestraft. Beste Qualität und Einsatzeigenschaften, speziell abgestimmt auf  tauchende Damen, das zählt und machen das KAILA wirklich interessant.   

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