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by Michael Goldschmidt 10.03

Oktopus Mares Proton Ice

Fakten

Hersteller: Mares
Typ: Proton Ice
Arbeitsweise:
1. Stufe: Membrangesteuert, DFC.
2.Stufe: VAD System
Material: hochfester Messingguss, Edelstahl, hochfeste Technopolymere, Dichtungen: Nitrilgummi – Silikon
Oberflächenbeschichtung: verchromt und eloxiert
Ventil: SCS-Kugelkerndichtung
Mitteldruck: 9,8 bis 10,2 bar (bei 200 und 30 bar Luftzufuhr)
Hochdruckanschluss: DIN 477/13 (200 bar) oder CGA 850 INT, DIN 477/50 (300 bar) optional
Anschlüsse erste Stufe
Hochdruck: zwei 7/16" UNF, Mitteldruck: drei 3/8" UNF, ein 1/2" UNF DFC (für Hauptautomat)
Schlauchtyp, -länge: Super Soft 1/2", 80 cm
Frontabdeckung 2. Stufe Mesh-Grid, full-size Luftduschenknopf
Gewicht
1. Stufe: 856 g
2. Stufe: 243 g
Luftlieferleistung
1. Stufe: 4800 l/min
2. Stufe: 2400 l/min
Werte gemäß EN 250
Atemarbeit = 0.81 J/l (limit = 3.0 Joules/Liter),
Einatemarbeit = 0.33 J/l
Ausatemarbeit = 0.48 J/l (limit = 3.0 Joules/ Liter)
Kaltwassertauglich: ja, gemäß EN 250 zertifiziert
Preis: € 499,00
Preis Proton Ice Octopus: € 199,00

Die Übersicht über alle Mares – typischen Ausstattungsmerkmale und Patente bei Atemreglern sind auf der Website von MARES - Deutschland abrufbar.

Selten hat sich ein Atemregler so strenger Beurteilung stellen müssen, wie der PROTON ICE von MARES, der mit dem Slogan „Simply the Best“ angetreten ist das Feld der Mitbewerber auf die Plätze zu verweisen. Im Design auffallend und beim Einsatz von besonderer Leichtigkeit gekennzeichnet lässt der PROTON ICE subjektiv tatsächlich spüren, was objektive Daten ausdrücken. Zweifelsohne ist dieser Atemregler ein ganz besonderes Produkt, das aber nicht jeden erreichen kann, der sich dafür interessiert, denn Hightech hat ihren Preis.

Manchmal ist man geneigt zu sagen, dass Innovationen im Tauchsport kaum mehr möglich sind. Atemregler, als das A und O des Aufenthalts unter Wasser, haben in den Jahrzehnten ihrer Entwicklung ein so hohes technisches Level erreicht, dass wirklich knackige Erneuerungen als eher unwahrscheinlich gehandelt wurden. Trotzdem ist es MARES gelungen mit dem PROTON ICE einen Lungenautomaten zu entwickeln, der zurecht die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Schön, dass im Reigen der tristen schwarzen Tauchausrüstungsoutfit der letzten Jahre nun ausgerechnet ein Schlüsselprodukt, ein Atemregler, Farbe ins Equipment bringt. Hellblau, in einer Farbe des Wassers – und wenn man so will auch der Eisberge – leuchtet der PROTON ICE erfrischend und macht neugierig. Wenn man gewohnt ist, dass Luxuslimousinen dunkel lackiert sind, erwartet man bei dem sympathischen Frischling aus Rapallo eher einen Vertreter der Lowprice – Automaten oder etwas aus dem Designbereich Kindertauchen. Aber weit gefehlt. Die am Markt einzigartige Farbgebung hat den PROTON ICE sofort unverwechselbar gemacht.

Falsch wäre es anzunehmen, dass der PROTON ICE seine Stärken nur beim Einsatz bei Kaltwassertauchgängen zeigen würde. Nein, diese Disziplin bewältigt er elegant wie alle MARES – Atemregler, die ohne weitere technische Vorkehrungen kaltwassertauglich sind. Was ihn besonders charakterisiert ist die Bauweise der zweiten Stufe aus Metall, die nicht nur besonders klein ist, sie ist in dieser Art aktuell auch die leichteste auf dem Markt und Kaltwassereinsätze sind ihr geradezu auf den Leib geschrieben. Dazu kommt das neue breitflächige Design des Blasenabweisers, der die Perlen der Ausatemluft wirklich vom Gesichtsfeld des Tauchers ableitet. Natürlich ist auch das Mundstück orthodont geformt und lässt so den Regler auch über lange Tauchzeiten ermüdungsfrei beatmen.
Die großflächige Luftdusche erleichtert die Bedienung mit dicken Handschuhen, deren Gitterprofil verhindert beim Druck größerer Strömung das Abblasen der zweiten Stufe.
Mit dem PROTON ICE hat sich MARES im eigenen Haus also eine Konkurrenz geschaffen, die auf den bekannten ABYSS zielt und dabei die strengen Anforderungen der US Navy bezüglich Atemcharakteristik und Vereisungsschutz unterschreitet.
Die erste Stufe V 32 des PROTON ICE ist auch schon länger bekannt und wohl kaum zu verbessern. Es galt also in erster Linie die Qualität der 2. Stufe hinsichtlich der Größe, des Gewichts und eben auch des Materials (Metall) noch weiter zu optimieren.    

Einsatz

Offen gestanden, im Roten Meer erregten wir mit einem Atemregler, der als PROTON ICE angeboten wird, einige Aufmerksamkeit. Die Hintergedanken der uns taxierenden Taucher wollen wir auch gar nicht kommentieren. Am Mittelmeer und an den Bergseen hingegen gab es schon die neidvollen Blicke, die nicht übersehen werden konnten, dazu auch ein paar sachliche Gespräche von Tauchern, die sich schon Informationen über den PROTON ICE besorgt hatten.
Subjektiv ist der Atemkomfort ausgezeichnet, bis 40 Meter, soweit setzten wir ihn ein, atmet man leicht und mühelos. Die Führung zum Mund ist ausgezeichnet, das Layout des Mundstücks lässt ermüdungsfreie Tauchgänge über einen längeren Zeitraum zu.
Einzig die O-Ring – Nut am DIN - Ventilgewinde der ersten Stufe könnte tiefer gestochen sein, das Handicap von an dieser Stelle verlustig gegangener O-Ringe kennen wir schon länger.

Fazit

Wer sich das Besondere gönnen möchte, einen Atemregler, der neben ausgezeichneter Funktion auch ein unübersehbares äußeres Profil aufweist, der wird beim PROTON ICE von MARES fündig. Man muss nicht die extremen Tauchziele vor Augen haben um mit diesem Automaten bedient zu werden, aber er hat die Reserven für ungewöhnliche Anforderungen.    

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