UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Anzeige Aqua Active Agency

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Werbung SDI TDI ERDI

Werbung Taucheruhren.de

by Michael Goldschmidt 2.02

„Einer für alle – alle für einen“ – das Motto der drei Musketiere – kann auch auf das neue Mares – Instrumentenflaggschiff übertragen werden. Apnoe – Taucher, Sporttaucher mit Pressluft oder Nitrox versorgt und Tekkis, die sich bis in Tiefen von 150 Metern das Meer von unten anschauen wollen, werden mit dem M1 rundum bedient. Mit diesem Tauchcomputer kann Mares eine letzte Lücke im eigenen Instrumentensegment schließen und sich im Wettbewerb weit nach vorne bringen.
 
Es war Mares schon länger ein großes Anliegen einen Tauchcomputer anbieten zu können, der alle denkbaren Funktionen in einer Vielfalt aufweist, die man von einem modernen Instrument erwarten darf. Der M1 geht hier sogar noch ein Stück weiter. Ohne Einschränkung kann man sagen, dass sämtliche beim Tauchen mögliche Varianten berechnet, angezeigt und im Logbuch gespeichert werden, das natürlich mit einem Interface zum PC übermittelt werden kann.

Das Design des M1 wirkt verführerisch. Das kratzfeste Mineralglas vor der LC – Anzeige ist schwarz glänzend umrahmt, dunkelgrau abgesetzt sind die Seitenteile. Orange leuchten die beiden patentierten Drucktasten für Aktivierung/Mode und die Funktionswahl. Quer eingesetzt sind die zwei 1,5 V Microbatterien (AAA), die der Anwender selbst wechseln kann. Im Boden des Instruments sind zwei Öffnungen eingelassen, hier befinden sich die Zugänge für die optisch auf den PC zu übertragenden Daten und der Drucksensor. Der optische Datenaustausch macht es möglich, dass am Tauchcomputer selbst keine Steckkontakte notwendig sind. Das zum Interface gehörige Datenkabel wandelt die optischen Impulse in elektrische um, die dann vom PC über den seriellen Port empfangen werden. Vielleicht gibt es auch einmal eine USB – Version, die dann nicht nur beschleunigten Datenaustausch bieten könnte, sondern bei modernen PC`s auch komfortabler anzuschließen wäre (einfacher Steckkontakt, kann „heiß“ angeschlossen oder getrennt werden).

Großzügig lang ist das Kunststoff – Armband mit Dehnfalten. Gegebenenfalls kann man an vorbereiteten Kerben das Band abschneiden und so unkompliziert kürzen.

Die Ausstattung des M1 ist großzügig. Wer will kann das Instrument auch nur als komfortable Uhr mit Kalenderfunktion benutzen, aber die Tauchdatenermittlung steht natürlich im Mittelpunkt. Um den Anwender unabhängig von Servicestationen zu machen, sind die Batterien einfach selbst zu wechseln. Eine Vierteldrehung öffnet das Batteriefach, als Hilfsmittel hierfür genügt eine Münze. Das Batteriefach selbst ist völlig gegen den elektronischen Bereich des M1 abgedichtet, sollte hier einmal Wasser eindringen, ist der Schaden bedeutungslos, lediglich die Batterien müssten ersetzt werden.

Lobenswert ist auch die Display – Beleuchtung, die

durchgängig oder  kurzzeitig aktiviert werden kann. Je nach dem, wie oft die Beleuchtung genutzt wird, liefern die Batterien Energie für bis zu 50 Tauchgänge. Frühzeitig macht der M1 auf einen fälligen Batteriewechsel aufmerksam.

Ob mit Pressluft, Nitrox oder angehaltenem Atem tauchend, zu allen drei Varianten werden die Daten ermittelt. Der Bottom – Timer speichert Tauchtiefe und Tauchzeit der Apnoeaktivitäten natürlich auch im Logbuch.

Die Stickstoffsättigung bei Gerätetauchgängen wird nach einem modifizierten Haldane – Algorhythmus, abgeleitet aus den Doppler Studien von Rogers und Powell, berechnet. Im Mittelpunkt dieses Rechenmodells steht ein geringer Blasengrad. Normale Presslufttauchgänge werden dokumentiert wie auch Nitroxgemische. In Schritten von 1% sind Sauerstoffanteile zwischen 21% und 50% manuell im Tauchcomputer einzugeben. Auch der maximal zulässige Sauerstoff – Partialdruck ist zwischen 1,2 bar und 1,6 bar (17,4 und 23,2 psi) vorzuwählen. Akustische Signale machen auf das Erreichen von Grenzwerten aufmerksam, wie den Ablauf der Nullzeit, die Annäherung an den maximal vorgegebenen Sauerstoffpartialdrucks oder das Überschreiten von maximal zulässigen Aufstiegsgeschwindigkeiten.    

In 4 Höhenstufen ist die Bergseeskala unterteilt: 0 – 700 m (0 – 2300 Fuß), 700 – 1500 m (2300 – 4900 Fuß), 1500 – 2400 m (4900 – 7900 Fuß), über 2400 m (über 7900 Fuß). Die jeweilige Stufe muss vor dem Tauchgang manuell eingestellt werden. Ebenso ist manuell einzustellen, ob man im Meer oder im Süßwasser taucht.

Interessant für Tekkis, die tiefste Dekostufe wird ab 24 Metern berechnet, insgesamt lässt der M1 Tauchgänge bis 150 m Tiefe zu. Bis 100 Meter ist die Skala in Schritten von 10 cm gespreizt, über 100 Meter wird in 1 Meter – Schritten angezeigt.

Auch die Umgebungstemperatur wird gemessen, in Bereichen von – 10 -  + 50° C (14 – 122 °F).

Die Aufzeichnungen des Logbuchs sind ebenso umfangreich. Bis 50 Tauchgänge werden im Speicher abgelegt, wobei für maximal 38 Stunden die Tauchgangprofile, geschrieben in Schritten von 20 sec., zur Verfügung stehen.

Im einzelnen werden diese Daten aufgezeichnet:

Datum und Uhrzeit bei Tauchgangbeginn,
Pressluft, Nitrox oder Bottom Timer,
Salz- oder Süßwasser,
Bergseestufe,
Sauerstoffgehalt bei Nitroxgemischen,
maximaler Sauerstoff Partialdruck,
Tauchgangdauer,
Maximaltiefe,
% CNS bei Tauchgangbeginn und Tauchgangende,
unterschreiten der Dekotiefe,
unterlassener Dekostop,
zu schneller Aufstieg,
unkontrollierter Aufstieg,
Überschreiten des zulässigen maximalen Sauerstoff – Teildrucks,
Überschreiten der höchst zulässigen CNS

Diese Datenvielfalt lässt keine Information über den Verlauf eines Tauchgangs vermissen. Zum einen bietet sie eine aufschlussreiche Sammlung von allen relevanten Tauchgangdaten, zum anderen kann im Unglücksfall die Analyse des Hergangs gezielt einsetzen und sie auch zur eventuell notwendigen Druckkammerbehandlung herangezogen werden.

Ein interessantes Feature, das aber verantwortungsvoll gehandhabt werden muss, ist die Rückstellung des Stickstoffspeicher. Auf diese Art und Weise kann man den M1 nach einem Tauchgang oder auch einem Fehlverhalten, auf Null zurücksetzen. Vater des Gedanken ist in erster Linie den M1 auch im Tauchschulbetrieb einsetzen zu können. So kann man einem Schüler stets einen neu berechnenden Computer zur Verfügung stellen, ohne Gefahr, dass noch Tauchgangdaten eines anderen Nutzers im System mitberechnet werden.

Handling & Einsatz

Die umfangreiche Ausstattung macht den M1 zu einem Gerät, vor dessen erster Benutzung man die umfangreiche Anleitung in Ruhe studieren muss. Spontaner Gebrauch ist nicht zu empfehlen, da verschiedene Parameter erst eingestellt werden müssen. So will der M1 gesagt bekommen, ob man im Salz – oder Süßwasser taucht und in welcher Höhenlage sich das Gewässer befindet. Als nächstes schließt sich die Frage an, ob man  als Apnoetaucher, mit Pressluft oder Nitrox zu Werke geht. Erst nachdem dies über die verschiedenen Menuepunkte eingegeben bzw. überprüft wurde, kann es los gehen. Erneute Anpassungen hier sind nur bei Änderung der eingegeben Vorgaben notwendig. Die Navigation durch die verschiedenen Ebenen des Menues muss man einfach üben, dann findet man sich auch sicher zurecht.

Eines fällt allerdings auf: Manche Anzeigen wie z.B. Benennungen (Meter oder Fuß, Celsius oder Fahrenheit) oder Ebenen der Menues fallen recht klein aus. Dies hat auf die während eines Tauchgangs angezeigten Daten kaum Einfluss, das Handling bei der Programmierung wird dadurch aber etwas erschwert - bei Bedarf Lesebrille bereithalten.

Keine Probleme bereitet der Wechsel der Batterien in eigener Regie. Die Microzellen Typ AAA sind handelsüblich und weltweit zu bekommen, ein lobenswerter Fakt, dass hier nicht zu teuren und nur in bestsortierten Geschäften zu erhaltende Zellen gegriffen werden muss.

Wirksam ist die Beleuchtung, die durch Antippen aktiviert wird. So sind auch unter schlechten Lichtbedingungen die Anzeigen während des Tauchgangs gut ablesbar.

Ab 1,5 Meter Tauchtiefe aktiviert sich der M1 automatisch, es wird aber empfohlen den Tauchcomputer vor dem Abtauchen manuell in Bereitschaft zu bringen.

Für „alte Hasen“, die es gewohnt sind auf dem Display während des Tauchgangs stets auch die größte Tiefe neben der aktuellen Tiefe angezeigt zu bekommen, ist eine kleine Umgewöhnung fällig. Die größte Tiefe wird erst in einer zweiten Anzeigeebene sichtbar, die man durch Druck auf die orange Taste „Mode“ für jeweils 8 Sekunden einsehen kann. In der zweiten Ebene findet sich auch die Anzeige der Wassertemperatur.

Auf jeden Fall sinnvoll ist bei Nullzeittauchgängen die Erinnerung an einen Sicherheitsstop. Derart über die Displayanzeige ermahnt, dürfte es für jeden M1  - Anwender selbstverständlich werden, sich „auf der sicheren Seite“ zu bewegen.

Die individuell akustisch unterstützten Warnungen runden das positive Bild ab, mehr kann man nicht in einem so kompakten Gerät integrieren.   

Fazit

Der M1 sticht durch seine Vielzahl von Merkmalen aus dem Feld des Wettbewerbs heraus. Mares ist es gelungen ein wegweisendes Instrument zu entwickeln, das kaum Wünsche offen lässt. Die Bandbreite der vom M1 angesprochenen Taucher könnte nicht größer sein, denn es sind schlicht alle Taucher mögliche Interessenten. Auch wer sich heute noch nicht vorstellen kann einmal mit Nitrox zu tauchen, sollte trotzdem dem M1 Aufmerksamkeit schenken, diese Thematik wird immer aktueller. Und wer auch seine sportlichen Seite dokumentieren möchte, der wählt den Modus „Bottom – Time“, so finden auch die Schnorcheltauchgänge Eingang ins Logbuch. 

Fakten

Hersteller: Mares
Typbezeichnung: M1
Algorithmus: Haldane modifiziert
Gewebe: 9
Maximaltiefe: 150 m
Tauchgangmodi: Pressluft, Nitrox, „Bottom –Time“
Bergseestufen: 3 plus Normallevel (0 – 2800 m +)
Kalibrierung: Süßwasser / Meerwasser  (manuell)
Tiefster Dekostop: 24 m
Logbuchspeicher: 50 Tg
Tauchprofilspeicher: 38 Stunden
Profilspeicherintervall: 20 sec
Beleuchtung: 2 sec bzw. Dauerlicht
Batterie: 2x Micro AAA 1,5 V
Batterielebensdauer: bis 50 Tg.
Besonderheiten: kratzfestes Mineralglas, Löschfunktion für Restsättigung, Uhr mit Datum, Thermometer, PC-Interface
Preis M;ARES M1: UVB € 299,-
Preis PC Interface: UVB € 99,-
Info: Mares

Werbung AUDAX PRO

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung ZARGES

Werbung Orca Diveclubs

Gewinnspiel Kalender Dive von Delius-Klasing
Werbung Suunto