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© UWW Marion Trockentauchanzug - Auslassventil am Hinterkopf

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© UWW Auslassventil

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© UWW Angesetzte Handschuhe

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© UWW Ein- und Auslassventil

© UWW Handschuhsysteme: Oben Ring, unten angesetzt

© UWW  Handschuhe - mit der Hand vernäht

© UWW Füßlinge / Boots

© UWW rutschfeste Sohle

© UWW Maß nimmt Marion Thesen immer selbst

© UWW Firmensitz

Ein Tauchanzug auf Maß gefertigt wärmt nicht nur wesentlich besser als ein Produkt von der Stange, bei Marion Thesen gibt es auch keine Tricks mit untervulkanisiertem Neopren, das besonders weich aber auch besonders empfindlich ist. Nur abgelagertes Material, wie bei einem guten Wein oder Whiskey, kommt unter die Nadel der Blindstich – Nähmaschine.

Um sich einen Marion – Tauchanzug auf den Leib schneidern zu lassen, muss man etwas Zeit einplanen, denn die handgefertigten und vollkommen auf die Kundin, den Kunden zugeschnittenen Modelle sind in Insiderkreisen mittlerweile sehr begehrt und die Fertigungskapazitäten haben ihre Grenzen.
Um die perfekte Passform eines Anzugs zu erreichen, nimmt Marion Thesen in jedem Fall die Maße der Kunden selbst auf. „Fernvermessung“ mit Maßvorgaben auf einem Vordruck, der per Fax oder eMail nach Neroth geschickt wird, gibt es nicht. Man kann sich entweder auf der boot in Düsseldorf oder in den Betriebsräumen in Neroth vermessen lassen. Nur mit diesen Daten ist es möglich die typisch einwandfreie Passform eines maßgeschneiderten Tauchanzugs zu garantieren. Zur Auslieferung, sagen wir besser zur Übergabe des Anzugs, ist auf jeden Fall ein Abstecher in die Eifel einzuplanen. Nur absolute Qualität entlässt Marion Thesen aus ihrem Betrieb im idyllisch gelegenen Neroth, und so kann es vorkommen, dass an einem fertigen Anzug, der bei Abholung noch einmal vom Kunden probiert wird, eine Winzigkeit nicht vor den Augen der Schneiderin besteht und eine letzte Korrektur durchgeführt wird.  
Was viele Taucher immer wieder selbst erfahren und mangels besserem Wissen als unabänderbar hinnehmen, ist der oft wenig zufriedenstellende Sitz der Kopfhaube. Bei Trockentauchanzügen aus dem Hause Marion ist die Kopfhaube stets integriert. So wird auch hier größtes Augenmerk auf die ideale Passform gelegt. Die Gesichtsfeldanpassung berücksichtigt zusätzlich den Ausschnitt und die Größe der Tauchmaske des Kunden und dessen besondere Tragegewohnheiten.
Arme und Beine werden nicht einfach gerade geführt, anatomische Anpassungen, leicht abgewinkelte Arme und Beine in den Ellbogen- und Kniegelenken, nach Vorgabe des Kunden, unterstützen dabei die ideale Linienführung des Zuschnitts.   
Bei schwierigen Vorgaben wird der Kunde auch fotografiert um zu den Maßen auch eine Bilddokumentation vorliegen zu haben, die im Verlauf des Fertigungsprozess hilfreich ist. Auf den ersten Blick ungewöhnlich ist die Gewichtsbestimmung der Kunden, jeder muss auf die Waage. Doch das macht Sinn, denn bei Lieferzeiten von bis zu 9 Monaten können sich in Einzelfällen positive wie negative Veränderungen ergeben, die natürlich auf die Figur und entsprechend auf den Zuschnitt des Anzugs Einfluss nehmen. Deshalb wird unmittelbar vor dem Produktionsbeginn eines Maßanzugs beim Kunden noch einmal Rücksprache gehalten und das aktuelle Gewicht abgefragt. Die langjährige Berufserfahrung von Marion Thesen, die das Handwerk der Kürschnerin erlernt hatte, ermöglicht mit sicherer Hand eventuell notwendige Detailveränderungen im Zuschnitt zu berücksichtigen.
Etwa drei Tage nimmt die Fertigung eines Anzugs in Anspruch, vom Maßnehmen bis zur Übergabe. Handarbeit ist Trumpf und eine Reihe von Nähten, besonders in den Handschuhen, werden ausschließlich manuell gemacht, ohne Einsatz einer Nähmaschine.   

Nass- und Trockentauchanzüge kann man bei Marion Thesen ordern. Halbtrockene gibt es auf besonderen Wunsch und nur mit wasserdichtem Reißverschluss, denn die von ihr auf Maß geschneiderten Nassanzüge weisen bessere Isolationseigenschaften auf als halbtrockene Anzüge von der Stange. Die Passform verhindert wirksam den Wasseraustausch, es gibt keine Hohlräume, die bei jeder Bewegung wie eine Pumpe wirken können. Demzufolge verzichtet man auf Glatthautmanschetten und setzt dafür Arm- und Beinreißverschlüsse ein, die das Anziehen wesentlich vereinfachen und deutlich haltbarer sind.
Betrachtet man das Design der Trockentauchanzüge, so fallen „alten Hasen“ im Tauchsport nicht nur Ähnlichkeiten sondern baugleiche Merkmale der legendären Schweizer Michel – Anzüge ins Auge. Doch das kommt nicht von ungefähr, denn man kann sagen, dass Marion Thesen in vielen Bereichen die Nachfolge des Herstellers Michel angetreten hat, von dem sie lange Zeit in die Geheimnisse der hochwertigen Anzugproduktion eingeführt wurde.
Typisch ist etwa das Luftauslassventil am Hinterkopf. Eine kurze seitliche Berührung öffnet das Ventil zur fein dosierten Entlüftung, zieht man daran, wird die Anzugluft rasch abgegeben. Vorteilhaft ist zweifellos die Bedienbarkeit mit beiden Händen und dass die warme Luft aus dem Anzug auf diesem Weg auch den Kopf erreicht. Das hat sich in Hunderten von Anzügen bestens bewährt, wie auch das aus Messing gefertigte Lufteinlass – Ventil, das robust und unzerstörbar ist und nach Kundenwunsch positionierbar ist.
Ebenso die an Trockenanzügen fest angesetzten Handschuhe mit Reißverschluss am Unterarm entstammen der Schweizer Tradition und sind einzigartig. Natürlich sind auch die Handschuhe auf Maß geschneidert. Variationen mit 3 oder 5 Fingern sind möglich, man kann sich beim alternativen Ringsystem zudem für Materialstärken von 5 oder 7 Millimetern entscheiden. Manche Fotografen haben so schon für die rechte Hand 5 – Millimeter Neopren geordert, links 7 Millimeter.
Das Ringsystem wurde von Marion Thesen und ihrem Ehemann Conny entwickelt, der leicht zu bedienende Bajonettverschluss beeindruckt. Ringdurchmesser sind in unterschiedlichen Größen verfügbar, Damenhände wie auch Übergrößen sind problemlos zu bedienen.
Selbst mit einer Latexmanschette versehen ist das Ringsystem lieferbar, so könnte man den Trockentauchanzug sogar ohne Handschuhe tragen.
Wer es lieber klassisch mag, wählt als Armabschluss lediglich eine Neopren – oder Latexmanschette.
Häufig auch ein Stiefkind bei Trockentauchanzügen sind die angesetzten Füßlinge oder Boots. Bei Marion Thesen werden der Spann, die Breite und die Länge vermessen, dazu der Bereich des Fußgelenks, das garantiert beste Passform und sicheren Sitz des Fußes ohne Gefahr von Luftansammlungen. Die Schiffsboden – Laufsohle ist rutschfest und sehr robust.  
Die Führung des Reißverschluss vom linken Oberschenkel bis zur Kopfhaube setzt zum Ziel den Anzug ohne fremde Hilfe anziehen zu können.

Ausschließlich 7 mm Neopren eines deutschen Herstellers  bei Berlin wird von Marion Thesen verarbeitet, nur bei den Handschuhen gibt es auch 5 Millimeter Materialstärke. Dieser Zulieferer hat sich über die Jahre durch gleichbleibend hohe Qualität bewährt. Erst nach einer längeren Reifungszeit, in der das Material noch einen natürlichen Schrumpfungsprozess durchläuft, wird es für die Anzugfertigung herangezogen. Die Kaschierung ist in allen Farben verfügbar, so dass absolut individuelle Anzüge realisierbar sind. Für den Sporttauchbereich wird Nylon – Jersey verwendet, für Anzüge, die im harten Arbeitseinsatz stehen, schützt außen Armatex das Neopren.      

Sämtliche Materialien, ob Neopren, Kaschierungen, Garne und Klebstoffe werden in langfristig angesetzten Testphasen auf ihre Eignung geprüft. Es gibt Testanzüge, die aus verschiedenen Materialien gefertigt und unterschiedlich beschichtet im täglichen Einsatz sind, die halbjährlich oder jährlich genau untersucht werden, ob und welche Veränderungen feststellbar sind. Für einen langfristigen Test, wie ausgewählte Neoprenqualitäten auf dauerhafte Druckbelastung reagieren, ist  ein mit Pressluft gefüllter Neoprenballon in größerer Tiefe in einem nahen See versenkt. Conny Thesen betreut dieses Testobjekt, das sich selbst nach wochenlanger Druckbelastung noch unverändert zeigt.

Praxis

Für den persönlichen Eindruck beim Testtauchgang wurde Technikautorin Ilka Weber mit einem Anzugmodell ausgestattet, der ihr nahezu auf den Leib geschneidert war. Da es bei Marion Thesen nichts von der Stange gibt und dem entsprechend eigentlich keine Leihanzüge verfügbar sind, wurde ein Demomuster zum Einsatz gebracht, das nach Ansicht der kritischen Schneiderin so den Betrieb nicht zusammen mit einem Kunden verlassen hätte. Für den Test drückte sie aber schweren Herzens ein Auge zu.
Etwas ungewohnt ist das Anlegen der Kopfhaube, die im Anzug integriert ist und in die die Dichtmanschetten eingearbeitet sind. Nach kurzer Anleitung hat man den Trick schnell heraus, der bei einem wirklich passenden Maßanzug wenig Mühe bereitet.
Ohne Fremdhilfe kann man die Reißverschlüsse des Anzug und der angesetzten Handschuhe bedienen, ein angenehmes Stück Freiheit.
Was auf den ersten Blick vielleicht als besonders gewöhnungsbedürftig erschienen sein mag, die Position und Form des Auslassventils, in der Praxis spielt das keine Rolle mehr. Einzig die Führung des Maskenbands muss man berücksichtigen und sich anfangs mit dieser Feinheit etwas intensiver auseinandersetzen.
Einmal auf der Haut trägt sich ein Trocki von Marion eher wie ein normaler Nassanzug, klassische Hohlräume und Materialüberstand sind hier kein Thema.
Beim Tauchgang bestätigt sich das unbeschwerte Gefühl alles zu tragen, außer einem Trockenanzug. Gegenüber einem herkömmlichen Anzug braucht man auch weniger Blei. Keine sich verlagernden Luftpolster fließen in die Beine, die Gefahr kopfunter im Wasser zu hängen ist kaum gegeben. Gut dosierbar arbeitet das Lufteinlassventil, feinste Abstimmungen ermöglicht das Auslassventil am Hinterkopf.
So komfortabel kann also Trockentauchen sein.

Specials

Neben der Maßanfertigung für den klassischen Kundenkreis werden natürlich auch jene Interessenten bestens bedient, die aufgrund einer körperlichen Behinderung oder eines Unfalls nicht im normalen Tauchsporthandel bedient werden können.
Und wer kennt ihn nicht, den Mann mit Bauch, dessen Figur mit Produkten von der Stange nicht zufriedenstellend bekleidet werden kann. Genau genommen ist auch das ein Fall für maßgeschneiderte Lösungen.
Wenig kommuniziert aber ein von Marion Thesen auch gerne bearbeitetes Feld sind Reparaturen und Änderungen an Tauchanzügen. Ob neue Reißverschlüsse benötigt werden, der Anzug zu eng oder zu weit geworden ist oder ein Riss zu verschließen ist, das alles ist machbar und kostengünstiger, als gleich einen neuen Anzug anzuschaffen.

Preise

Ab € 569,- kann man einen Nassanzug von Marion Thesen auf den Leib geschneidert sein Eigen nennen. Hier ist für € 699,- auch eine Variante mit angesetzten Füßlingen zu haben.
Trocken taucht man ab € 1410,- mit Latex – oder Neoprenmanschette. Für € 1675,- ordert man den Anzug mit angesetzten Handschuhen, € 1720,- gibt man aus für einen Anzug mit Ringsystem und Handschuhen nach Maß.

Fazit

Angesichts der Passform, der hohen Material- und Verarbeitungsqualität sowie der individuellen Ausführung, last but not least auch der langen Haltbarkeit eines Marion – Anzugs relativieren sich die im Vergleich zum Produkt von der Stange höheren Anschaffungspreise wesentlich. Der Tragekomfort ist unübertrefflich. Allerdings muss man Wartezeiten bis zu 9 Monaten einplanen, bis das gute Stück aus dem Betrieb in Neroth persönlich mit nach Hause genommen werden kann, doch auf ein hochwertiges Auto muss man zum Teil noch länger warten und dann in Stuttgart, Dresden oder München abholen.

www.marion-tauchanzuege.de

Marion Thesen
Lörenstr. 8
54570 Neroth
Tel.: 06591 - 980000

Portrait Marion Thesen

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