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C; UWW Herbert Frei

C: Herbert Frei

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Die Riffe in Mocambique

Die Ostküste Afrikas ähnelt sich unter Wasser von Kenia bis Südafrika. Steilabfälle wie im Roten Meer sind selten bis gar nicht anzutreffen. Je weiter man nach Süden kommt, desto wilder werden die Ausfahrten, desto unruhiger das Meer, desto anspruchsvoller das Tauchen. Keines der von uns betauchten Riffe ging weiter als 15 m bis zur Oberfläche. Die wirklich guten Sachen beginnen teilweise erst in 20-25 m Tiefe. Alle Tauchplätze liegen mitten im Meer, nirgendwo kann man gemütlich auftauchen und in 5 m Tiefe während der Dekophase noch einen Makrofilm durchziehen. Abgetaucht wird im offenen Ozean und ebenso auch wieder aufgetaucht. Das Ausweichen auf ein Hausriff mit gemütlicher Atmosphäre ist nicht möglich. Das kann unerfahrenen Tauchern etwas psychische Probleme bereiten. Bei den Riffen handelt es sich in erster Linie um am Boden liegende Flachriffe und im weiteren um große Korallenblöcke auf Sandgrund, die aber mit einem unwahrscheinlichen Artenreichtum und enormem Weichkorallenbewuchs aufwarten. Das Ganze umrahmt von pulsierenden Fischschwärmen. In unruhigen Zeiten geht die Dünung allerdings bis zum Grund, was die UW - Fotografie zu einer Art UW – Big – Brother - Show macht: Einer nach den anderen fliegt raus.    Von bewusst inszenierten Dekotauchgängen ist dringend abzuraten, weil die Austauchstufen im Freiwasser vorgenommen werden müssen und man durchaus mit einem plötzlichen Wetterumschwung rechnen muss, der die ruhige Wasseroberfläche innerhalb einer Stunde in eine Achterbahn aus 4 - 5 m hohen Wellen verwandelt. Zusätzlich kann Strömung auftreten. Abschrecken sollte ein dekopflichtiger Tauchgang auch vor der Tatsache, dass es in Mocambique keine Dekokammer gibt. Wer einen Überdruckunfall erleidet, muss nach Durban in Südafrika... etwa eine Tagesreise mit dem Auto. Davon dreißig Kilometer Piste und unwegsames Gelände in Mocambique. Hier ist Vernunft und nicht Harakiri angesagt. Nicht unklug ist es deshalb, mit Nitrox zu tauchen, was auch angeboten wird. Nur dann kann man vernünftigerweise überhaupt einen dritten Tauchgang wagen. Nitrox hat zumindest für UW - Fotografen an diesem Ort den unschätzbaren Vorteil, dass man sich länger bei seinen Motiven aufhalten kann und auch eine Zweitkamera mitnehmen kann. Sinnvollerweise sollten sich aber Nitrox - Taucher zusammenschließen, sonst kotzen sich die im Schlauchboot wartenden Presslufttaucher in der dünenden See die Galle aus dem Hals. Ein entsprechender Nitrox - Tauchcomputer sollte präventiv von zu Hause mitgebracht werden, weil die Leihgeräte auf der Basis beschränkt sind.        Getaucht wird immer mit einem Diveguide, der generell eine Boje mit sich führt. Ohne diese wäre das Auffinden der Gruppe in hohen Wellen weitab der Küste mehr als ein Zufall. Jeder Taucher sollte aber aus Sicherheitsgründen zusätzlich eine Signalbanane oder einen Signalballon mit sich führen. Dies sollten sich insbesondere UW - Fotografen hinter die Ohren schreiben. Schnell hat man den Guide verloren und dann geht das Bibbern los. Wer findet mich? Auch ein Nico - Notsignal wäre kein Fehler, leider gibt es damit bei den Fluggesellschaften erhebliche Transportprobleme. Deshalb Patronen und Schussmechanismus trennen und niemals im Handgepäck mit sich führen. Wer nicht gerne vom Schlauchboot taucht, ohne Leiter kaum alleine hineinkommt und mit Seekrankheit zu kämpfen hat, sollte besser auf die Malediven oder in die Karibik fahren. Mocambique ist nichts für Anfänger, Taucher mit wenig Erfahrung und auch nichts für Ältere, die mit sich mehr zu kämpfen haben als mit dem Meer. Und man sollte halbwegs gesund sein oder sich im Notfall selbst helfen können. Wer zusätzlich körperlich fit ist, etwas erleben möchte, sich innerlich zu den Jungen zählt, neuen Eindrücken gegenüber aufgeschlossen ist und sich etwas Abenteuerlust bewahrt hat, kann hier die Erfüllung seiner Taucherträume finden. Aber auch die kilometerweiten Sandstrände entlang zu laufen, ohne einem Menschen zu begegnen, kann ein unvergessliches Erlebnis sein. Man kann über das Tauchen in Mocambique geteilter Meinung sein, nicht aber über die fast handzahme Verhaltensweise der Fische. Kaum irgendwo in den sieben Meeren sind die Faunisten so zutraulich und kamerafreundlich wie hier. Schlechte Erfahrungen scheinen sie noch nicht gemacht zu haben, obwohl auch hier geangelt und gefischt wird. Zackenbarsche, Schildkröten, Schnapper und Doktorfische kommen vor die Kamera, als ob es dafür eine Belohnung geben würde. Selbst die in vielen Meeren etwas auf Distanz bedachten Kugelfische und Rotfeuerfische stehen frontal vor der Maske. Ein Dorado für Fotografen, wenn sie einen sonnigen Tag mit wenig Dünung und toller Sicht erwischen.  

Von den unzähligen Tauchplätzen, die alle mehr oder weniger mit phantasievollen Namen belegt sind, werden nachfolgend die vier wichtigsten und schönsten beschrieben.

Pinnacles

Einer der wenigen Tauchplätze, die deutlich tiefer als 25 m liegen. Aber auch hier handelt es sich um ein flaches Bodenriff, das allerdings an einigen Stellen von Korallenblöcken durchzogen ist. Ansonsten herrscht leider wenig morphologische Abwechslung. Viele große Sandflächen, die sich auf über 40 m hinabziehen. Warum geht man aber hier her? Pinnacles ist die Stelle, an der man fast immer auf Großfische trifft. Schon beim Hineinspringen begegnet man neugierigen Großbarschen von enormen Ausmaßen, die sich bereitwillig ablichten lassen. Schildkröten schwimmen zutraulich auf einen zu, die Silhouetten von Hammerhaien lassen ahnen, dass es zu interessanten Begegnungen kommen kann.Wenn dann im Graublau der Tiefe ein riesiger Schatten näherkommt, dann steht die Begegnung mit dem großen Sambesihai unmittelbar bevor. Ein unangenehmer Bursche, der über 100 km weit in die Flüsse Limpopo und Sambesi eindringt, um dort Krokodile und Badende zu jagen. Taucht man in einer größeren Gruppe, hält er Distanz, was vielleicht ganz gut ist. Er gilt unter Fachleuten als neugierig, aufdringlich, um nicht zu sagen angrifflustig. Gleiches sagt man dem in dieser Gegend vorkommenden Makohai nach. Und auch der Tigerhai wurde schon gesichtet.

Fototipps:

Leichte Weitwinkelobjektive (20 bis 24 mm) bez. Weitwinkelzooms (20-35 mm) sind angemessen, wenn Haie und Schildkröten auftauchen. Die großen Zackenbarsche kann auch mit dem Fisheye fotografieren. Achten Sie auf den Hintergrund, wenn sich viele Taucher im Wasser befinden. Wer vor der Gruppe abtaucht, hat die besten Chancen auf Haiportraits. Am Pinnacles kann die Sicht an guten Tagen weit über 30 m betragen. Wegen der gezwungenermaßen großen Tiefe ist das Tauchen mit Nitrox zu empfehlen, sonst bleibt wenig Grundzeit zum Gestalten der Bilder.  

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