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Almut Saygin

Jaques Mayol

PRODUCTION NOTES

In die Tiefen der Ozeane mit einem einzigen Atemzug: Der renommierte Filmemacher und Meeresfotograf Bob Talbot nimmt in OceanMen das IMAX® - Publikum mit auf eine Reise zu den größten Apnoe -Tauchern der Welt. Das Apnoe - Tauchen, das in den Traditionen des Speerfischens und des Perlentauchens wurzelt, hat sich in jüngster Zeit zu einer der anspruchsvollsten Sportarten überhaupt entwickelt. Athletik, Philosophie und Tradition auf faszinierende Weise verbindend, ist das Apnoe -Tauchen der härteste Individualsport seiner Art und einer, der die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit zu immer neuen Extremen treibt

Die Idee zu einem Doku - Drama über das Apnoe - Tauchen (engl. freediving) kam Drehbuchautorin Almut Saygin, als sie 1998 die Freediving - Weltmeisterschaften auf Sardinien besuchte: “Es waren Teilnehmer aus allen Kontinenten am Start. Sie traten in einer extrem individuellen Sportart gegeneinander an, vielleicht der isoliertesten und geheimnisvollsten Sportart der Welt. Und trotzdem kamen viele Zuschauer aus der ganzen Welt, um das Spektakel mitzuerleben. Das Apnoe - Tauchen hat eine magische Anziehungskraft, die ich in OceanMen vermitteln wollte.“

Saygin überzeugte den Vorstandsvorsitzenden der H5B5 Media AG (Welt der Wunder) - Jan Herrmann - von ihrer Idee, einen Film über den Apnoe - Tauchsport zu realisieren. Herrmann nahm die Herausforderung an, das Projekt im größten Filmformat der Welt zu produzieren - dem IMAX® -Format: “OceanMen ist eine Eigenproduktion der H5B5 Media AG. Die Entscheidung war schwierig, da die Produktion des Films auf 70 mm teuer ist. Aber nur diese 20 Meter hohe Leinwand wird diesem Film über die Tiefen des Ozeans gerecht.“ So galt es einen Regisseur zu finden, der die Welt des Freediving in adäquate Bilder umsetzen konnte. Keine einfache Aufgabe, denn der Kandidat musste sich sowohl unter als auch über Wasser zu Hause fühlen. Außerdem musste der Regisseur das technische Geschick besitzen, um in der komplexen und schwerfälligen Welt des Großbildkinos überhaupt effektiv arbeiten zu können. Herrmann: “Für OceanMen suchten wir als Regisseur einen vielseitigen Profi, der in jeder Hinsicht zu uns passte, auch menschlich. Bob Talbot kristallisierte sich schließlich als Traumbesetzung heraus. Ich denke, ihn hat es auch gereizt, einmal mit Menschen statt mit Tieren als Hauptdarstellern arbeiten zu können.“

Schließlich wurde entschieden, dass im Zentrum der Handlung von OceanMen die beiden weltbesten Freediving - Champions stehen sollten: der Italiener Umberto Pelizzari und der Kubaner Pipin Ferreras. Die Athleten waren früher Freunde gewesen, doch der Wettbewerbsdruck und komplett verschiedene Weltanschauungen verwandelten sie mit der Zeit in erbitterte Rivalen -  ganz so wie ihre Vorbilder, die Apnoe - Helden früherer Jahre Jacques Mayol und Enzo Maiorca. Deren turbulente Geschichte inspirierte Regisseur Luc Besson zu seinem Film Im Rausch der Tiefe — The Big Blue (1988). In OceanMen kommt es zum Treffen der Generationen, wenn Apnoe - Ikone Jacques Mayol selbst seinen Auftritt hat und so auf symbolische Weise das Banner seines Sports an die neuen Rivalen weiterreicht: Umberto und Pipin.

Die Dreharbeiten an OceanMen begannen im Mai 1999 vor der Küste von New Providence, der Hauptinsel der Bahamas. Die kleine Crew verbrachte fast drei Wochen auf The Ocean Explorer, einem gemieteten Boot aus Miami. Die ersten Meter Großbildfilm (70 mm) liefen durch die Kamera, um Pipins Begegnung mit Riffhaien zu filmen, mit denen er sich am stärksten verbunden fühlt. Eine 3 – Minuten - Sequenz zeigt Pipin, wie er um ein versunkenes Schiff herumschwimmt - in perfekter Harmonie mit dem Meer und mit dessen Bewohnern.

Die Rivalität zwischen Pipin und Umberto ist so stark, dass sie sich nicht einmal im Film näher kommen wollten. Erst als die Dreharbeiten mit Pipin in New Providence abgeschlossen waren, reiste Umberto für seine Aufnahmen auf Andros an, der größten und am wenigsten besiedelten Insel der Bahamas.

In München wurden die Aufnahmen realisiert, die in der Kindheit von Umberto und Pipin spielen. Die Sets waren demgemäss italienische und kubanische Räume — die Orte der Kindheitserinnerungen von Pipin und Umberto. Sie wurden von einem deutschen Designer eingerichtet, der das damalige kubanische bzw. italienische Ambiente genau recherchiert hatte. Italienische Tischler fertigten die Fußböden nach detaillierten Vorgaben. Bei den Sets mit Bezug zur Santeria - Religion Pipins wurden Universitätsprofessoren für kubanische Kultur und Religion als Berater hinzugezogen. “Die Sets waren so authentisch, dass Bob Talbot dachte, wir wären in Kuba“, begeisterte sich Produzent Jan Herrmann.

In der atemberaubenden Naturschönheit Nordsardiniens, wo Umberto eine Tauchschule leitet, setzte das Team die Dreharbeiten fort. Almut Saygin: “Sardinien war wundervoll. und die Menschen des kleinen Dorfes Santa Teresa di Gallura werden wir in dankbarer Erinnerung behalten. Dies gilt besonders für Tomasino, einen Fischer, der mit Umberto befreundet ist. Er besorgte uns Locations und sprang oft ein, wenn wir nicht weiter wussten. Einmal überzeugte er sogar die Armee, militärisches Sperrgebiet

für die Durchfahrt unserer Lastwagen zu öffnen. Er ist im Film zu sehen, ganz am Anfang rudert er das Boot von Jacques Mayol!‘

Die Dreharbeiten auf Sardinien endeten mit Hubschrauberaufnahmen von Umberto, der auf einem Felsen stehend den Ozean überblickt. Der Helikopter hatte Umberto zuvor auf dem sonst unzugänglichen Felsen abgesetzt. Jan Herrmann berichtet: “Die Situation war ganz schön gefährlich für Umberto. Er stand am Rand des Felsens, 30 Meter über dem Abgrund, und von oben bläst ihn fast der Rotor des Hubschraubers weg. Zum Glück passierte nichts. Das Risiko hat sich ausgezahlt, denn Bob hat hinreißende Bilder geschossen.“

Nach einer kurzen Unterbrechung stand das größte Abenteuer der gesamten Produktion an: die Unterwasseraufnahmen der Weltrekorde in Portofino (Italien) im Oktober 1999 und in Cozumel (Mexiko) im Januar 2000. Die Dreharbeiten blieben von technischen Problemen und tropischen Stürmen nicht verschont. Es folgten Helikopter - Aufnahmen auf mehreren kleinen Inseln der Bahamas. Um den Zuschauern einen Eindruck von der gewaltigen Tiefe zu geben, in die die Apnoe - Sportler hinabtauchen, kam der Hubschrauber schließlich in Miami erneut zum Einsatz. Pipin - und mit ihm das Publikum - schaut von einem Wolkenkratzer hinab in eine Tiefe, die der kubanische Athlet unter Wasser mühelos bewältigt. Die auf 12 Personen verkleinerte Crew schloss die Dreharbeiten im September 2000 in Honduras mit Umberto ab, der in Riffen und mit Delfinen tauchte.

Nach Abschluss der Dreharbeiten widmete man sich bei H5B5 mit voller Kraft den faszinierenden 3D - Animationen in OceanMen. Mit Hilfe des Computers verwandelt sich Pipin in einen gläsernen Taucher. So wird in allen Einzelheiten sichtbar, wie sich innere Organe während des Tauchgangs verändern.

An OceanMen arbeiteten berühmte Hollywood Professionals wie Komponist Cliff Eidelman (Star Trek VI) und Sound Designer Nigel Holland (Braveheart) mit. Die filmische Geschlossenheit von OceanMen ist jedoch auch das Verdienst eines außergewöhnlich engagierten Teams, unterstreicht Produzent Jan Herrmann: “Die Crew, die zum Teil aus Freedivern bestand, hatte immer eine enge Bindung zu dem Film. Sie hat jeder Gefahr und allen Widrigkeiten getrotzt - und dabei immer ihren Spaß gehabt. Während der Post Production riefen sie häufig an, um sich nach dem Fortgang der Arbeiten zu erkundigen. Vielleicht waren sie, mit ihrer Hingabe und ihrem Enthusiasmus, das Herz des Films. In jedem Fall sind sie wahre OceanMen.“

OceanMen ist dem nach den Dreharbeiten verstorbenen Crew-Mitglied und Taucher Hugh McCathern gewidmet. Er kam bei einem Tauchgang in einer Höhle ums Leben.
Im Dezember 2001 schied Jacqes Mayol in seinem Heim auf Elba freiwillig aus dem Leben. Sein Part im Film Ocean Men ist sein letzter großer Auftritt.

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