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Umberto Pelizzari

Am 28. August 1965 kam Umberto Pelizzari im italienischen Busto Arsizio, in der Nähe von Mailand, zur Welt. Um ihm seine ursprüngliche Angst vor dem Wasser zu nehmen, schickte ihn seine Mutter als Fünfjährigen zum Schwimmunterricht. Fortan war er kaum mehr aus dem Wasser zu bekommen. In kürzester Zeit entwickelte er sich zu einem professionellen Schwimmer. Während seiner Militärzeit auf Elba entdeckte Umberto seine Liebe zum Apnoe - Tauchen. Er widmete sich dieser Sportart seit 1984. Seinen ersten Weltrekord stellte er 1988 im statischen Apnoe mit 5 Minuten 33 Sekunden auf. Im November 1990 brach er mit 65 m Pipins Rekord in „konstentem Gewicht“. Der Startschuss für das Duell war gefallen. Heute lebt Umberto in Busto Arsizio und auf Sardinien, wo er eine eigene Tauchschule leitet und unter anderem das Apnoetauchen unterrichtet.

Umberto Pelizzari:

- Lungenkapazität 7,9 Liter

- kann seinen Herzschlag auf zehn Schläge pro Minute reduzieren

- praktiziert Auto-Suggestion und Pranayama Yoga, eine spezielle Atemmeditation, um noch mehr Sauerstoff im Gewebe speichern zu können.

Umberto schrieb im Oktober 1999 Tauchgeschichte mit zwei Weltrekorden innerhalb weniger Tage.

Zunächst stieß er in seiner Lieblingsdisziplin „konstantes Gewicht“ als bisher einziger Taucher in eine Tiefe von 80 m vor. Danach verbesserte er den Weltrekord in der Disziplin „ No Limits“ auf 150 m.

Umberto Pelizzari - Gedanken

Das Apnoe - Tauchen kann man als Wettkampf und als Weltanschauung sehen. Für mich sind die beiden Aspekte eng verbunden. Immer wenn ich tauche, weiß ich, dass ich etwas Neues entdecke.

Wenn man mit einem Atemgerät taucht, beobachtet man die Außenwelt. Beim Apnoe - Tauchen jedoch blickt man in sich selbst hinein. Apnoe - Tauchen auf einem hohen Niveau ist Selbstbeobachtung.

Die See ist wie ein Gott für den Apnoe - Taucher. Es ist die See, die mich gewinnen lässt. Es ist die See, die mich akzeptiert.

Alle Menschen sind während der ersten neun Monate ihres Lebens Wasserwesen. Das Apnoe  Tauchen erlaubt uns, die Bedingungen, unter denen wir im Mutterleib herangewachsen sind, zu reproduzieren. Wenn man die Maximaltiefe erreicht hat, möchte man nicht mehr zurück, das ist ein Problem. Man möchte dort unten bleiben, weil all die speziellen Empfindungen wieder verschwinden, je mehr man sich der Wasseroberfläche nähert. Das ist sehr schwer in Worte zu fassen. Bei der Geburt gehen wir von der Wasserwelt in die Erdenwelt über. Das Gleiche passiert in dem Moment, wenn man nach einem Tauchgang die Wasseroberfläche durchstößt.

Beim Apnoe - Tauchen ist das mentale Training äußerst wichtig. 80 % der Tauchleistung hängen von der mentalen Konstitution ab.

Wenn man sich mit einem anderen Taucher misst, möchte man auch gewinnen. Das ist das Ziel, wie in jeder anderen Sportart auch. Man will der Beste sein und Rekorde aufstellen.

Ich habe niemals Angst gehabt. Sollte ich eines Tages Angst verspüren, höre ich sofort mit dem Tauchen auf. Denn wenn man Angst hat, ist man gehemmt, und das könnte sehr gefährlich sein.

Man blickt niemals nach oben, genauso wie ein Bergsteiger nicht nach unten sieht. Und wenn ich dann unten bin, kann ich an gar nichts denken, auch wenn ich wollte. Die Empfindungen sind so intensiv und so tief, dass ich nicht fähig bin, an etwas anderes zu denken. Ich tauche nicht, um mich mit dem Tod zu befassen, sondern um die einzigartigen Sinneseindrücke und Gefühle durchleben zu können.

Umberto Pelizzari Jugenderinnerungen

Im Alter von vier oder fünf Jahren hatte ich Angst vor Wasser und Shampoo. Meine Mutter schubste mich schließlich einfach in den Pool. Ein Jahr später nahm ich schon an Schwimmwettbewerben teil.

Als ich 8 Jahre alt war, passierte eine komische Geschichte in der Schule. Ich wollte gerade meine Bestzeit im Luftanhalten auf drei Minuten steigern, als meine Lehrerin mich fragte, was mit mir los sei. Aber ich konnte doch nicht antworten! Ich hielt tatsächlich drei Minuten durch, war aber ganz rot und blau angelaufen. Meine Lehrerin regte sich furchtbar auf. Sie klebte mir eine und schickte mich sofort nach Hause. Und dort erging es mir nicht viel besser.

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