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© Herbert Frei

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UW-Gehäuse PT-020

Olympus hat mit seinen transparenten UW-Gehäusen die nasse Fotografie revolutioniert - weniger qualitativ als quantitativ. Die Entscheidung für nahezu jede eigene digitale Kompaktkamera ein wasserfestes Schutzgehäuse zu bauen, hat etwas von einem Feldzug an sich. Olympus will auf diesem Gebiet führend sein und ist es mittlerweile auch. Andere Kamerahersteller, mit Ausnahme von Canon, finden sich zusehends in der Statistenrolle wieder.
Das PT-020 besteht aus transparentem Polycarbonat mit rotem Fingerpad und ebensolchen Elementen, ist firmenseitig druckfest bis 40m, hält aber ohne Nachwirkungen sogar einen 60 m Abstieg aus, falls so ein Tauchgang mal anstehen sollte (Angaben des Autors ohne Garantieanspruch, Anm. d. Redaktion). Grundsätzlich, und das gilt ohne Ausnahme, kann man mit einem Olympus UW-Gehäuse alle Kamerafunktionen bedienen, auch die sinnlosen. Zwanzig Eingriffe gestattet das PT-020, vernünftige Menschen bedienen davon unter Wasser maximal 8-10. Der Rest dient dem Ego und der Verwirrung. Wer mit dicken Handschuhen taucht - Süßwasser, Eistauchen und ähnliches, bekommt zumindest bei den hinteren Druckknöpfen zu spüren, was es heißt, wenn die Zwischenräume der Bedienelemente so eng sind wie die Kluft zwischen Siamesischen Zwillingen.
Nicht die geringsten Funktionsprobleme gibt es mit den Übertragungen. Die C-5060 wird in das UW-Gehäuse eingelegt, der Rückdeckel mit zwei Spannverschlüssen fixiert und alles passt, funktioniert und dreht sich. Wie immer man zu solchen UW-Gehäusen stehen mag, sie sind, was die Bedienung anbelangt, so präzise und funktionell wie eine Schweizer Uhr. Haben aber gleichzeitig den Nachteil, dass sie Kondenswasser anziehen wie ein Misthaufen die Fliegen. Ohne Trockenmittel sollte man damit nicht in Gewässern abtauchen, die kälter sind als die Lufttemperatur. Olympus legt beim Kauf des PT-020 einige der Beutelchen mit bei. Unter der C-5060 ist im UW-Gehäuse ein kleiner Hohlraum, in dem man das Trockenmittel lagern kann. Aufpassen, dass der Rückdeckel nicht eingeklemmt wird!! Das wäre fatal, denn die Kamera würde es vermutlich nicht überleben.
Abgedichtet wird der Rückdeckel durch zwei rote Silikon O-Ringe. Einer dichtet radial, der andere axial. Beide sollten beim Speicherkartenwechsel, Akkutausch oder nach dem Tauchen in von Sandpartikeln eingetrübtem Wasser generell entnommen, gesäubert und wieder mit dem beigelegten Olympus-Fett leicht eingefettet werden. Machen Sie das gründlich, denn es ist die Lebensversicherung für die Kamera.
Der TFT-Monitor ist durch eine Sonnenblende gegen Streulicht abgedeckt. Das bringt in gewisser Weise eine Verbesserung, kommt aber bei grellem Sonnenschein an seine Grenzen, weil das Licht ja durch das transparente UW-Gehäuse beliebig vagabundieren kann und jeden Spalt und jede Lücke zum Angriff auf das Monitorbild gnadenlos ausnutzt.
Olympus zählt zu den wenigen Kamerafirmen, die zumindest an ihren hochwertigen UW-Gehäusen auch Wechselports anbieten. Die Ports werden mittels eines  Drehhebelverschlusses an zwei kleinen Kunststoffzapfen befestigt. Da heißt es aufpassen. Diese Kunststoffzapfen können bei unsachgemäßem Umgang oder wenn das Gehäuse zu Boden fällt bzw. unter Wasser starken Stößen (an Felsen, Korallen etc.) ausgesetzt ist , abbrechen. Dann keine Panik. Der Wasserdruck hält den Port sicher am Gehäuse. Nur beim Auftauchen sollte man die Hand vor das Frontglas halten, damit der Port beim Nachlassen des Umgebungsdrucks nicht herausgezogen wird. Für weitere Tauchgänge kann der Frontport dann mittels eines kräftigen Spanngummis am UW-Gehäuse fixiert werden. Abtauchen ist sogar bis zum Tiefenlimit möglich. Anstatt der bruchgefährdeten Zapfen hätte man sich als Portbefestigung lieber ein Gewinde oder Bajonett gewünscht.
Anlass zur Vorsorge gibt auch die metallene Halteplatte an der Gehäuseunterseite. Sie ist mit vier winzigen Kreuzschlitzschräubchen am UW-Gehäuse befestigt und muss die Hebelkraft der montierten Blitzarme aushalten, was sie zumindest in unserem Fall nicht lange getan hat. Nach einer Woche Tauchen mit zwei externen Sklavenblitzgeräten lockerten sich die Schräubchen, die Platte wackelte und die Gewinde rissen zum Teil aus. In einer abenteuerlichen Klebeaktion, die zweimal wiederholt werden musste, wurde die Halteplatte wieder befestigt. Wir können hier nur den Rat geben, die Schräubchen regelmäßig auf Lockerung zu kontrollieren und schon beim geringsten Verdacht anzuziehen. Eventuell vorher mit Klebstoff fixieren. Für den professionellen Einsatz mit ausladenden Blitzarmen und Blitzgeräten und den dabei auftretenden Hebelkräften sowie für Adventures-Tours mit hartem und ruppigem Umgang ist das PT-020 nur bedingt geeignet und möglicherweise firmenseitig auch nicht vorgesehen. Die Kamera hingegen schon. Als Urlaubsgerät für Spiel und Spaß bei moderatem Gebrauch kann das PT-020 hingegen gefallen und seine Vorzüge ausspielen. Zur perfekten Tarierung des PT-020 wird ein kleines Bleigewicht mitgeliefert, das man an der Stativschraube befestigen kann. Damit lässt sich das Olympus-Gehäuse auch solo sehr handlich bedienen.  
          
Weitwinkelvorsatz  WCON 07c

Digitale Kompaktkameras steigen in ihrer Gebrauchsfähigkeit, wenn sie sich mit optischen Vorsätzen, sprich Konvertern, ausrüsten lassen. Olympus offeriert für die C-5060 diverse Vorsätze, aber nur der Weitwinkelkonverter ist für die UW-Fotografie von zentraler Bedeutung. Ohne ihn sind viele Motive nicht abbildbar, denn das fest eingebaute 27-110 mm Zoom (digitale Brennweite 5,7-22,9 mm) verliert hinter dem Glas des Planports durch die scheinbare Brennweitenverlängerung auf 36 -146 mm erheblich an Bildwinkelkompetenz. Maximal bleiben noch 65° übrig. Zuwenig für Taucheraufnahmen und weitgehend unbrauchbar für UW-Landschaften und die Wrackfotografie - von Detailbildern mal abgesehen.
Mit dem Weitwinkelkonverter WCON 07c sieht die Sache ganz anders aus. Der Brennweitenverkürzungsfaktor beträgt 0,7. Somit wird aus dem 27-110 mm Zoom ein Vario mit 19 - 77 mm. Der maximale Bildwinkel beträgt dann 97°. Eine enorme Steigerung, die ein akzeptables Weitwinkelprogramm verspricht und gewagte Perspektiven garantiert. Denn der enorm gewachsene Bildwinkel bleibt bei Verwendung des Aquamir-Domeports  auch unter Wasser erhalten. Dieser Aquamir-Domeport ist ein Accessoire, das nicht von Olympus stammt, Hersteller ist Athena. Die Montage ist einerseits etwas kompliziert und umständlich, andererseits aber technisch gut durchdacht und bei näherem Hinsehen auch funktionell. Allerdings sitzt man ohne Anleitung ziemlich lange auf der Leitung. Die Chancen, dass ein technisch unbedarfter Mensch dieses Montageabitur auf Anhieb besteht, sind schlechter als die eines Fischstäbchens auf einer Katzenparty. Nachteilig ist zudem, dass man den Weitwinkelvorsatz samt Dome demontieren muss, wenn man die Speicherkarte wechseln oder den Akku laden will. Sie haben richtig gelesen, es ist wirklich so. Ursache ist der Adapter für den Weitwinkelkonverter, der im Frontgewinde des Zooms befestigt wird. Der im Adapaterbajonett sitzende riesige Weitwinkelvorsatz blockiert dann natürlich die axiale Freiheit der Kamera, wenn man diese aus dem Gehäuse nehmen will. Damit man diese Prozedur nicht dauernd machen muss, ist die Verwendung einer 1oder 2 GB-Speicherkarte sinnvoll. Dann halten die Bildreserven wenigstens zwei bis vier Tauchgänge ja nach Speicherkarte.
Für die Montage des Althena-Domeports empfehlen wir dringend zuerst den Weitwinkelkonverter im Adapter zu befestigen und dann diese Einheit komplett am Zoom zu montieren. Nur dann ist eine logisch sinnvolle Adaption gewährleistet und man muss nicht fürchten, als kompletter Depp dazustehen, wenn man nach 10 Minuten entnervt aufgibt und am eigenen Verstand zweifelt. Ziehen Sie den Adapter niemals stramm im Frontgewinde des Zoom an. Denn wenn das Kunststoffgewinde festgefressen ist, hilft nicht einmal mehr beten. Dann müssen Fachleute ran.
Zu Montageirritationen kann es kommen, wenn man das Domeglas befestigen will. Weil kein Bajonett, sondern ein Gewinde die Verbindung herstellt, darf man den Vorderteil des Ports nicht beliebig stark anschrauben, sonst kommt es in den Bildecken zu gravierenden Vignettierungen (schwarze Ecken). Dann heißt es Bildausschnitte am PC bearbeiten. Neben all diesen Basteltricks sind natürlich die Abbildungsleistungen des Aquamir-Domes das zentrale Thema. Bei vollem Weitwinkelgenuss kommt es zumindest beim Fotografieren mit der Programmautomatik zu störenden Eckenunschärfen — von leichten mechanischen Vignettierungen durch die Sonnenblende des Domes wollen wir nicht reden. Sie sind in der extremen Weitwinkelstellung immer präsent.  Grundsätzlich sollten sie entweder mit Zeitautomatik oder manuell fotografieren, damit Sie die Freiheit besitzen, die Blende nach Gutdünken zu schließen. So ab Blende 5,6 wird es erträglich, bei Blende 8 kann man etwa zufrieden sein.
Die Eckenunschärfen kann man etwas mindern, wenn man den Zoom leicht in Richtung Tele laufen lässt. Dann stehen einem zwar nicht mehr die vollen 96° zur Verfügung sondern nur noch ca. 92°, aber das reicht in vielen Fällen aus. Ansonsten müssen Sie am Computer Ausschnitte gestalten, damit die Bilder eine adäquate Abbildungsqualität bekommen. Ausschnitt heißt aber wiederum, dass mit maximaler Pixelzahl und geringster JPEG-Kompression oder besser noch mit TIFF oder RAW gearbeitet werden sollte. Hohe Bildqualität ist schon deshalb erforderlich, weil der Bildausschnitt ähnlich wie das digitale Zoom die Pixelzahl verringert.
Erstaunlich ist, wie weit man mit dem Weitwinkelvorsatz an die Motive herangehen kann. Wenn im Nahbereich voll gezoomt wird, bekommt man absolut randscharfe und perspektivisch beeindruckende Bilder serviert. Es sind sog. Weitwinkel - Nahaufnahmen, die dann eine stark verkürzte Motivdistanz beinhalten, was einer spürbaren Verringerung der Schwebeteilchen und somit einer Intensivierung der Farben und der Bildbrillanz zugute kommt. Zu beachten ist aber, dass der kameraintegrierte Blitz mit dem Aquamir-Domeport nicht verwendet werden kann, weil das Blitzlicht von der Domefassung weitgehend abgeschirmt wird. Ein externer Sklavenblitz oder ein Systemblitz müssen dann unbedingt sein. Wegen des großen Bildwinkels sogar besser zwei.

Tipp: Dem Hersteller ist dingend anzuraten, für das Domeglas eine Schutzkappe anzubieten. Solange das nicht der Fall ist, sollten Sie den Port beim Transport in ein weiches Tuch einwickeln. Das weitgehend kratzfreie Mineral-Frontglas übersteht wohl einige Ruppigkeiten, doch sollte man es nicht übertreiben. 

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