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© Herbert Frei / UWW

by Herbert Frei 7.05

Olympus C 8080 Widezoom

Olympus Gehäuse PT-023 mit Normalöport und Blitzdiffusor © UWW

Olypmpus Gehäuse PT-023

PT-023 Body offen © UWW

PT-023 Body mit Normalport © UWW

C8080 auf Gehäuseinschub montiert © UWW

C 8080 im Gehäuse PT-023 © UWW

Blitz FL 20 im Gehäuse PFL-01

Weotwinkellinse

Weitwinkelport, modifiziert von MikeDive  © UWW

Blitzadapter Oly © UWW

Blitzadapter im Gehäuse © UWW

Digitale Kompaktkameras der gehobenen Spitzenklasse besitzen heute fast alle 8 Megapixel, sind ausgestattet mit einer Fülle von Anwendungsmöglichkeiten und verfügen auch über ein breitgefächertes Zubehör. Wenn es für eine solche Kamera auch noch ein UW-Gehäuse gibt, dann landet sie irgendwann als Testgerät bei UnterWasserWelt. Herbert Frei beschreibt ein digitales Kompaktkamerakonzept, das semiprofessionelle Züge aufweist.

Müssen es unbedingt 8 Megapixel sein? Die Frage erübrigt sich, denn alle direkten Konkurrenzkameras bieten eine ähnlich hohe Auflösung. Also kann Olympus in diesem Fall nicht zurückstehen. Was die Mitbewerber aber nicht haben, ist ein spezielles UW-Gehäuse, damit die 8 Millionen Bildpunkte ihre Klasse auch im nassen Element ausspielen können. Diesen Part hat Olympus allein gepachtet und man fragt sich allmählich: Schlafen die anderen selig im Tal der Ahnungslosen?
Olympus — man darf das an dieser Stelle unverhohlen so sagen — macht das irgendwie cleverer und weitsichtiger. Auch wenn der Fotomarkt, was Taucher und Schnorchler anbelangt, nur einige Prozent ausmacht, so ist dieses Klientel ein besonderes. Wer nämlich von dem Fotobazillus einmal erfasst worden ist, gilt als potentieller Kunde für Nachbestellungen. Erst die Kamera, dann das UW-Gehäuse. In Folge einer mit Sicherheit eintretenden creativen Phase wird dann in Weitwinkelkonverter und externe Blitzgeräte investiert. Vom Rausch der UW-Fotografie ergriffen kennt so mancher keine Grenzen mehr. Und weil es den Menschen beim Fotografieren eher nach oben als nach unten zieht, dürfen sich alle Olympus -Freaks freuen. Auch bei den digitalen Spiegelreflexkameras lässt sich ihre Stammfirma nicht lumpen und bereitet den Aufstieg ins anspruchsvolle Lager der UW-Fotografie vor.

C-8080

Die Ziffern sind das Synonym für 8 Millionen Bildpunkte. Das ist viel für eine digitale Kompaktkamera, aber nicht zuviel, wenn man es mit der Empfindlichkeitseinstellung nicht übertreibt. Hier liegt im übrigen der Schwachpunkt aller 8 Megapixel-Kompaktkameras, gleich von welcher Firma sie stammen. Die kleinen Bildsensoren neigen ab ISO 400/27° verstärkt zum Bildrauschen. Unter allen 8 Megapixel - Kompakten zeigt aber die C-8080 in diesem Bereich die besten Rauschergebnisse und somit die saubersten Bilder. Lassen Sie die Einstellempfindlichkeit aber nach Möglichkeit auf ISO 100/21° stehen. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann auch mal ISO 200/24° verwendet werden. Wer qualitativ hochwertige und rauschfreie Bilder anstrebt, sollte auch auf ISO-Auto verzichten, weil hier die Einstellempfindlichkeit in Abhängigkeit des Umgebungslichtes automatisch vorgegeben wird. Anders beim Weißabgleich. Den können Sie getrost auf „automatisch“ stellen. Auch das zugeschaltete Blitzlicht wird mit seiner Farbtemperatur ohne sichtbare Einschränkung berücksichtigt.    
Fotografieren Sie grundsätzlich mit höchster Auflösung, also mit 8 Megapixel. Firmenseitig ist die C-8080 auf die Bildqualität HQ eingestellt. Das reicht für Bilder am PC oder Mac völlig aus. Wenn sie aber glauben, auch mal einen hochwertigen Großprint (DIN A3) anfertigen zu müssen, sollten sie SHQ einstellen. Der Qualitätsunterschied ist deutlich zu sehen. Neben dem JPEG-Format mit seinen diversen Komprimierungsmöglichkeiten verfügt die C-8080 auch über TIFF und RAW. Dieses üppige Angebot ist nicht überall erhältlich und unterstreicht den Führungsanspruch von Olympus bei den digitalen Kompaktkameras der Oberklasse. Einschränkend muss man erwähnen, dass die Profiformate TIFF und RAW sehr zeitintensiv gespeichert werden, insbesondere TIFF. Zwar bekommen Sie hier die höchste Datenmenge pro Bild, verlieren gleichzeitig auch die meisten Nerven, weil das Speichern in spannenden und kurzlebigen Situationen an die Lebenssubstanz geht. Bei RAW ist es nicht ganz so schlimm, aber immer noch aufreibend, wenn man schnell noch einen Wiederholungsschuss machen will. Erwähnenswert: RAW-Bilder lassen sich in der C-8080 sogar kameraintern bearbeiten. Hinweise dazu auf Seite 140 der Bedienungsanleitung. Empfehlenswert ist das aber wegen des kleinen Monitors nicht unbedingt. Speziell nicht unter Wasser. Wenn Sie also nicht auf extrem große Datenmengen angewiesen sind, empfehlen wir JPEG mit SHQ-Komprimierung. Das reicht nicht nur im Normalfall aus, auch Profiambitionen können befriedigt werden.
Nach dem Einschalten steht die C-8080 mit weniger als einer Sekunde in den Startlöchern. Das ist Rekord unter den 8 Megapixel - Boliden und gut für Schnappschüsse, falls man mit Standby aktivierter Kamera mal schnell reagieren muss. Olympus begnügt sich an der C-80890 mit einem 5-fach Zoom und Brennweiten bezogen auf Kleinbild zwischen 2,4/28 und 3,5/140 mm. Die meisten Mitbewerber fahren mittlerweile bis 200 mm oder noch weiter, aber Olympus schlägt sie alle bei der Bildqualität und der Nettodateigröße. Und zwar bei allen Brennweiten. Weniger ist manchmal doch mehr. 
Erträglich ist die Auslöseverzögerung mit durchschnittlich 0,4 s im Weitwinkelbereich und in der Teleeinstellung mit ca. 1 s. Nicht überragend, aber andere können das auch nicht besser. Langsam vorbei schwimmende Fische kann man durchaus ablichten, auch ohne Abschneiden der Schwanzflosse, wenn man die Kamera etwas mitzieht. Das eigene Unvermögen ist aber vermutlich das größte Hindernis beim Erstellen brillanter Fischfotos.
Der Autofokus könnte etwas schneller sein, gleichwohl arbeitet er sehr variabel. Die automatische Scharfeinstellung beherrscht sowohl das Kontrastverfahren (Messung über den CCD-Chip) als auch die Kombination aus Kontrastvergleichssystem und dem Meßsystem für den Phasenunterschied (externe AF-Sensor - Messzelle). Unter Wasser kann nur das Kontrastverfahren verwendet werden. Wählen Sie im Menü „Focus-Mode“ unter P-AF die OFF-Position, dann stellt  der AF schneller scharf und die unter Wasser unwirksame Messung über den Phasenunterschied bleibt außen vor...ebenso bei allen Motivdistanzen unter einer scheinbaren Entfernung von 80 cm.  
Interessant ist, dass die C-8080 ihre schnellste Verschlusszeit von 1/4000 s mit allen Blenden erreicht. Selbstverständlich ist das bei digitalen Kompaktkameras nicht. Manchmal läuft Tmax erst ab einer mittleren Blende ab. Zum Thema Blenden: Sie beginnen bei 2,4 und enden bei 8. Das reicht auch im Makrobereich für ausreichende Schärfentiefen.
Ihre  hochkarätige Ausstattung unterstreicht die C-8080 mit einem ausgefeilten Blitzprogramm. Dieses umfasst neben der für die UW-Fotografie nebensächlichen Rote-Augen-Reduzierung die Modi a) Automatische Blitzabgabe b) Blitz zündet immer c) Langzeitsynchronisation (Slow1) und d) Rear, wobei Rear in der C-8080 mit Slow2 bezeichnet wird. Insbesondere Rear, also das Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang, ist eher eine Domäne der Spiegelreflexfotografie. Nur wenige digitale Kompaktkameras beherrschen dieses Feature, das eminent wichtig sein kann, wenn man Fotos mit Wischeffekt oder Bewegungsinhalten machen will. Alle Blitzeinstellungen sind mit einer Blitzbelichtungskorrektur kombinierbar, die wahlweise in Drittel- oder Halben Blenden angepasst werden kann. Leider muss man gleichzeitig zwei Knöpfe drücken und das Drehrad bedienen. Das führt unter Wasser mitunter zu akrobatischen Übungen, wenn Strömung herrscht. Die Blitzbelichtungskorrektur funktioniert sowohl mit dem Kamerablitz als auch externen Blitzgeräten, die mit der Olympus-TTL bzw. mit einem Oly-TTL - Konverter arbeiten.
Bei den Belichtungsmessmethoden geht Olympus neben der üblichen Mehrfeld,-Mittenbetont-integral und Spot noch den Weg der Digital-ESP-Messung. Hier wird das Motivzentrum getrennt von der Umgebung gemessen. In Verbindung mit Blitzlicht haben wir aber zu Multi- und Mittenbetont-Messung wenig Unterschied feststellen können. Wichtiger für die UW-Fotografie ist der Nahbereich, der wie üblich durch eine Blume bzw. durch eine Blume mit kleinem s davor dargestellt wird. Bei letzterer Einstellung ist der Kamerablitz inaktiviert, weil man selbst an Land die Motive nicht mehr vernünftig ausleuchten kann. Im Modus Blume mit kleinem - s kann auch nicht gezoomt werden; die Kamera wählt eine Standardmakrobrennweite. Der Mindestabstand beträgt imponierende 5 cm und das Bildfeld umfasst (4,8 x 3,6) cm.
Übrigens: Wer seine Bilder nicht nachbearbeiten will und gleich nach dem Fotografieren ausdrucken möchte, hat die Möglichkeit, die Farbsättigung seiner Bilder individuell zu verstärken oder zu schwächen.
Diskussionswürdig ist die umfassende Bedienungsanleitung , die man sich auf einer CD anschauen und gegebenenfalls ausdrucken muss. Das voluminöse Ergebnis kann man nur mit in den Urlaub nehmen, wenn man mit dem Auto fährt oder einem bei einer Flugreise unlimitiertes Gepäck zugestanden wird. Wir sind der Meinung, dass einer Kamera in dieser Preisregion eine umfassende firmenseitige Bedienungsanleitung beigelegt werden sollte. Die Kurzanleitung, auf der zwar wesentliche Hinweise verzeichnet sind, ist eher als Notbehelf anzusehen. Das Ärgernis „Bedienungsanleitung“ zieht sich wie ein Kainsmal durch die Manuals fast aller digitalen Kompaktkameras. Von wem sie auch produziert werden - der Schwarze Peter bleibt meistens beim Kunden hängen.

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