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© UWW / Herbert Frei

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

Objektive

Das Four-Thirds-System hat eigene Objektive. Ältere Olympus OM-Optiken können nur mit Hilfe eines fragwürdigen Adapters montiert werden. Vernünftige Leute machen das aber nicht. Wenn wir uns auf die unter Wasser relevanten und im Olympus UW-Gehäuse einsetzbaren Objektive beschränken, kann eine gewisse Übersichtlichkeit gewahrt werden.
Als Basisobjektiv (normalerweise im Setpreis enthalten)  fungiert das 1:3,5-5,6/14-45 mm Zoom. Umgerechnet auf Kleinbild ergibt sich eine Äquivalenzbrennweite von 28-90 mm, die hinter Planglas eingesetzt werden kann. Die Naheinstellgrenze (36 cm) könnte etwas kürzer sein, aber für Fischaufnahmen und mittelgroße Objekte (Taschenkrebse, Muscheln, größere Schnecken und Korallensegmente) ist es eigentlich ideal. Bedeutend edler und für die UW-Fotografie auch praxisgerechter ist allerdings das 1:2,8-3,5/14-54 mm Zoom mit seiner Naheinstellgrenze von 22 cm und dem etwas happigen Preis von ca. 700,- Euro.
Unverzichtbar ist das 1:2/50 mm Makroobjektiv. Mit strammen 550,- Euro kann man es leider auch nicht als Dumpingoptik bezeichnen, aber die optischen Leistungen sind in der Nähe von „absoluter Spitzenklasse“ angesiedelt. Der maximale Abbildungsmaßstab liegt wegen des kleinen Bildsensors bei 1:2, wird aber subjektiv auf den Bildern als 1:1 empfunden. Hinter Planglas ergibt sich unter Wasser eine realer Abbildungsmaßstab von 1:1,5. Damit kann man mehr als gut leben. Wer es noch größer will, sollte sich den 1,4-fach Telekonverter zulegen, der bestens auf das 50er Makro abgestimmt ist. Die Gesamtbrennweite beträgt dann 70 mm, was einem 140 mm Makro im Kleinbildsystem entspricht. Diese Kombination ergibt unter Wasser hinter Planglas einen absoluten Abbildungsmaßstab von 1:1, der gefühlsmäßig wie 2:1 wirkt. Weil der Konverterfaktor nur 1,4 beträgt, bleibt auch die Gesamtlichtstärke mit 1;2,8 für den AF noch im optimalen EV-Bereich. Die Einstellgeschwindigkeit wird deshalb nur unwesentlich langsamer empfunden als ohne Telekonverter.
Unter allen Objektiven am Weltmarkt nimmt das 1:4,0/7-14 mm Zoom eine besondere Stellung ein. Es ist das erste und bis heute einzige Zoom mit dieser Brennweitenangabe bei gleichbleibender Lichtstärke. Kleinbildäquivalent entspricht es einem 14-28 mm und einem Bildwinkelbereich von 75°-114°. Verzeichnung und Vignettierung, sonst bei diesen Optiken immer ein Problem, sind unauffällig bis nicht sichtbar vorhanden. Ein sensationelles Objektiv, das seinesgleichen sucht. Und das gilt auch für die phänomenalen Abbildungsleistungen. Sie sind besser als das Auflösungsvermögen des 8 Megapixel Bildsensors in der E-300. Um dieses Objektiv an seine Grenzen zu bringen, bedarf es eines Bildsensors von mindestens 12-14 Megapixel. Entsprechend ist der Preis. Mit ca. 2000,- Euro sprengt das Zoom vermutlich den finanziellen Rahmen der meisten E-300 Besitzer. Ein Objektiv, das am Brutto-Monatseinkommen großer Bevölkerungsschichten kratzt und mehr als doppelt so teuer ist wie die Kamera mit dem Set-Objektiv — das schmerzt. Es wird Ihnen vermutlich deshalb auch nicht weiterhelfen, wenn UnterWasserWelt dieses Zoom als einen der großen Stars in der Reportage-Fotografie bezeichnet. Wo Kohle fehlt, kann man schlecht heizen.
In eine ähnliche Kerbe schlägt das Vollformat-Fisheye 1:3,5/8mm. Es hat denselben Bildwinkel wie ein Kleinbild-Fisheye mit 16 mm, nämlich 180° diagonal. Für engagierte Amateure solltet es zur Standardausrüstung gehören. Für dieses Objektiv gilt ein ähnliches Urteil wie für das 7-14 mm Zoom. Die Abbildungsleistungen sind über jede Kritik erhaben. Olympus knüpft mit dieser Optik an bewährte Traditionen an. Schon vor mehr als 30 Jahren war die Firma Trendsetter und Wegbereiter bei Fisheye-Objektiven. Sogar ein Zirkular-Fisheye (rundzeichend) gab es damals für das bei Profifotografen so beliebte OM-System.
Bei den Olympus-Objektiven für das Four-Thirds-System zeigt sich insbesondere, dass spezielle Objektive für Digitalkameras ohne Alternative sind. Frei von historischem Ballast ging Olympus den konsequenten Weg zum spezialisierten Digital-Image-Anbieter. Die optischen und kameratechnischen Ergebnisse können sich mehr als nur sehen lassen. 

UW-Gehäuse PT-E01

Olympus bleibt sich treu. Auch das UW-Gehäuse für die E-300 wird aus transparentem Polycarbonat gefertigt. Allerdings kann man die Ausführung nicht mit den Spielzeug - Gehäusen der digitalen Kompaktkameras vergleichen. Das PT-E01 ist professionell gefertigt, robust und dementsprechend schwer. Die Wandstärken halten Drücke von jenseits 50 m Tiefe aus.
Verschlossen wird das UW-Gehäuse mit vier Spannverschlüssen, die deutlich kräftiger ausgelegt sind als sonst üblich bei Olympus. Beim Öffnen des UW-Gehäuses, sollte man mit dem Finger unter die losen Verschlüsse fassen, dann kann man sie leicht abheben. Wenn man diesen Trick nicht kennt, bricht man sich buchstäblich einen ab, bis man den Rückdeckel abheben kann.
Sicherheit wird einem zumindest mit den beiden Rückdeckel O-Ringen suggeriert.  Beide dichten durch Pressdruck, also axial. Doppelt gemoppelt hält zwar besser als einfach, aber zu  100% sicher ist das trotzdem nicht, denn Olympus liefert das PT-E01 ohne Leckwarner aus. Das ist etwa so, als führe man ständig bei Rot über die Kreuzung... aber mit verbundenen Augen, nicht angelegtem Sicherheitsgurt und ohne Airbag!! Hier ist noch freies Feld für Zubehörlieferanten. Zumindest, wenn eine teure Monsteroptik im Gehäuse steckt, würde eine optische und akustische Alarmanlage das Gefühl eines Sicherheitsnetzes erzeugen.
Wie könnte es anders sein, 19 Durchführungen machen aus dem PT-E01 zwar keinen Schweizer Käse aber ein löchriges Stück Kunststoff. Die Übertragungen funktionieren wie man es von Olympus gewohnt ist, ohne sonderliche Probleme. Wenn man weiß, wie und wann man einen bestimmten Knopf drücken muss, kommt man gut klar damit. Zumal die Druckknöpfe keinen sonderlichen Kraftaufwand beanspruchen. Mit dicken Handschuhen (Süßwasser!) kommt man aber wegen der engen Pressflächen schon mal in Verlegenheit. Der Auslöser kann feinfühlig bedient werden. Auch speichern der Bildschärfe ist möglich, wenn man etwas Gefühl walten lässt.
Der AF ist nicht langsam, hat aber bei schnell schwimmenden Fischen durchaus seine Probleme. Insbesondere in Verbindung mit der Auslöseverzögerung  — AF zieht in die Schärfe, erst dann wird ausgelöst — kann es schon mal zu unscharfen Bildern kommen. Aber das ist alles kein Vergleich zu digitalen Kompaktkameras. Hier holt die E-300 einen Vorsprung heraus, wie ein Windhund gegen einen Dackel. Allerdings, im Vergleich gegen die starken aber auch erheblich teureren Mitbewerber von Canon (EOS 30 D) und Nikon (D 200) muss sie schon etwas Federn lassen.
Magen- oder Augenschmerzen bereitet dem anspruchsvollen User der optische Sucher. An Land weniger, aber im Wasser mit Tauchmaske kommt man sich vor, als blicke man durch einen Strohhalm. Das Sucherbild selbst erfasst 94% des Gesamtbildes, an und für sich kein schlechter Wert. Gewöhnungsbedürftig aber ist die Größe des Sucherbildes. Bedingt durch den kleinen Bildsensor steht einem buchstäblich nur noch die Hälfte eines Vollformatsensors zur Verfügung. Diese Problematik ist auch Olympus bekannt, weshalb für die E-300 eine 1,2-fach Vergrößerungslupe angeboten wird -  die aber nicht im PT-E01 verwendet werden kann. Bringen würde es auch nur eine unwesentliche Sucherbildvergrößerung. Olympus sollte hier noch einmal in Klausur gehen und beim nächsten UW-Gehäuse als Zubehör einen externen optischen Sportsucher anbieten. Es ist nämlich zu erwarten, dass der Kamerahersteller in absehbarer Zeit eine Profi-D-SLR anbieten wird...und da würde ein solches Accessoire an einem eventuell angebotenen markeneigenen UW-Gehäuse die Gerätschaft enorm aufwerten. UnterWasserWelt rät deshalb allen Fehlsichtigen (mit oder ohne Brille) sich parallel auch die E-330 anzuschauen. An dieser Kamera kann man zum optischen Sucherbild auch den Monitor mit Livebild heranziehen. Wir werden in absehbarer Zeit darüber berichten!
Eingebaut wird die E-300 mittels eines am Stativgewinde festgeschraubten Schwalbenschwanzes, der dann in zwei Führungsschienen gleitet. Wenn die Kamera am Endpunkt sitzt, legt man einen Exzenter um und spannt den Body wie einen Delinquenten auf eine Folterbank. Man sollte das Umlegen des Exzenters nicht vergessen. Nur er garantiert die sichere und präzise Lage der Kamera im UW-Gehäuse mit funktioneller Übertragung aller Eingriffe. Das Festspannen hat auch Sicherheitsaspekte. Uns ist, weil wir einmal vergaßen, den Extenter umzulegen, bei einem Domportcheck mit offenem Rückdeckel fast die Kamera mit dem extrem schweren 7-14 mm Zoom aus dem Gehäuse gefallen. Gehalten wurde sie nur durch das Kabel vom Oly-Konverter, das zum Glück nicht abriss.
Beim Einbau der E-300 ins PT-E01 ist noch zu beachten, dass der Einschalthebel, das Drehrad für den Belichtungsmodus und das Zoomrad herausgezogen werden müssen. Sonst kommt es zu Kollisionen mit den Übertragungen. Und es besteht sogar die Gefahr, dass eine Nase am Einschalthebel abbricht.

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