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© UWW / Herbert Frei

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

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© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

Ports

Für eine Kamerafirma ist die optimale Ausstattung eines UW-Gehäuse mit diversen Plan - und Domeports immer eine Gratwanderung. Was will der Kunde? Was kauft er bzw. was kann und will er kaufen?
Hinzu kommt, dass man in der Praxis der UW-Fotografie noch nicht genügend eigenes Know How aufgebaut hat. Wie anders wäre zu erklären, dass die Ports mit einem Feingewinde ausgestattet sind, das sich mit Sand und Salz zusetzt, wenn man nicht aufpasst. Eine weitere Gefahr besteht durch flottes Einschrauben, bei dem der Port verkanten kann und hierdurch das Gewinde irreparabel vernudelt wird. Was in aller Welt sprach gegen ein Bajonett?
Gut, es ist so und damit müssen Olympus - Fotografen eben leben. Beim endlosen Drehen der Ports mit gerunzelter Stirn und angespannten Sinnen geht aber doch ein wenig Spaß verloren. Die fehlende Griffigkeit der Portfassung ist ein weiteres Manko. Ein grobes, 2-3 cm breites, griffiges Rändel am Port wäre praxisgerecht. Wenn die Ports mit einem Zwischenring zwei Wochen im Urlaub zusammengeschraubt bleiben, kann man die Verbindung wegen der glatten Oberfläche nur noch mit Hilfe von eines Ölfilterschlüssels lösen. Behandeln Sie deshalb nicht nur den rosaroten Olympus O-Ring mit dem beigefügten Fett sondern immer auch das Gewinde. Und drehen Sie mindestens jeden 2., 3. Tag den Port etwas zurück und wieder vor, damit nichts verbacken und verkleben kann.
Wenn die Ansatzflächen der Ports bzw. die der Zwischenringe am Gehäuse längere Zeit anliegen, neigen die Kunststoff - Flächen zu verstärkter Adhäsion, was einem Kaltverschweißen gleichkommt. Dann drehen sich nur noch Ihre Gedanken! Ganz wichtig: Die Ports immer bis zum Anschlag eindrehen und dann wieder eine viertel bis eine halbe Umdrehung zurücksetzen. Wenn Sie die Ports und  Zwischenringe konsequent bis zum Anschlag drehen und diese Position 14 Tage unbewegt lassen, hilft möglicherweise nur noch ein Ölfilterschlüssel. Holen Sie sich einen solchen sicherheitshalber im Baumarkt...                
Geliefert wird das PTE-01 mit dem Standard-Planport PPO-E01. Gedacht ist er für das Set-Objektiv 14-45 mm Zoom. Dessen Naheinstellgrenze von 0,38 cm (für jede Brennweite!) könnte für den Unterwassereinsatz getrost 10 cm kürzer sein. Das Alternativ-Zoom 14-54 mm lässt sich bis 22 cm nah einstellen. Leider ist es deutlich teurer als das 14-45 mm, aber eben besser nutzbar. Dass man es mit den D-SLR-Gehäusen von Olympus einsetzen kann, erfährt man erst auf der Olympus - Website. Aber mit welchem Frontport und welchem Zoom - Zahnring (Durchmesser 71,5 mm) es einsetzbar ist, sucht man vergeblich. Warum Olympus für dieses Traumobjektiv im Unterwassersektor keine gezielte Werbung macht, ist nicht nur schleierhaft, es spiegelt auch die für Europäer oft nicht nachvollziehbaren Denkprozesse der japanischen Ingenieure wieder. Man stellt sich unweigerlich die Frage: Wer berät die genialen Kamerabauer aus dem Land der aufgehenden Sonne in Fragen der UW-Fotografie?
Lob gebührt der Konzeption des Zoom-Zahnringes für das 14-45 mm Zoom. So präzise und elegant hat es noch keiner gelöst. Der Standard-Zoom-Zahnring ist mittels Gelenk geteilt, wird um das Objektiv herumgeklappt und mit einem Drehverschluss fixiert. Das hält und kann auch von Laien leicht in Position gebracht werden. Seitenrichtig ist der Zoom-Zahnring dann angebracht, wenn der stählerne Anschlagstift direkt über dem roten Punkt der Bajonettmarkierung steht. Das kann man sich auch als Laie gut merken.
Für Großraumbilder ist das 8 mm Vollformat - Fisheye die erste Wahl. Die leider nicht billige Linsen - Pretiose ist von einmaliger Qualität, braucht deshalb auch einen dementsprechenden Mineralglas - Domeport. Und den liefert Olympus wie zu erwarten auch zu einem atemstockenden Preis. Das Domeglas könnte im Durchmesser etwas größer sein, was einer erweiterten Schärfentiefe zugute käme. Aber wir wollen nicht klagen, denn der Dome ist bereits ab Blende 5,6 weitgehend randscharf. Mit jedem weiteren Schließen verbessern sich die Abbildungsleistungen in den Ecken. Wer die E-300 auf Dauer im PPO-E01 verwendet, kommt früher oder später an dieser Traumkombination nicht vorbei. Gegenlicht verträgt das Fisheye verblüffend gut... und auch der 4/3-Zoll-Bildsensor neigt erstaunlicherweise nur bei sehr grellem Licht zum Blooming (Aufreißen weißer Flächen oder Spitzlichter!). Wenn die Sonne direkt in das Fisheye knallt, kann es ab und an zu farbigen Reflexionen kommen. Das Domeglas ist aus Handhabungsgründen nicht vergütet. Deshalb können die Oberflächen leicht und problemlos innen und außen gereinigt werden. Aufgrund der mit vier Imbusschrauben (immer fest anziehen!) an der Fassung befestigten Sonnenblende, lässt sich der Domeport relativ elegant im Feingewinde des UW-Gehäuse drehen. Das Problem der fehlenden Griffigkeit wie beim Standard- oder Makroport tritt hier nicht auf.
Der wichtigste Port, zumindest für Einsteiger und Urlaubsfotografen, ist der für das 50 mm Makroobjektiv. Daran führt unseres Erachtens selbst für Gelegenheitsfotografen kein Weg vorbei. Olympus hat hier ein Port-Design an den Tag gelegt, das vorbildlich ist, nämlich vorne klein im Durchmesser, was zu einer erstaunlichen Handlichkeit mit der Ausleuchtung führt. Selbst größere Blitzgeräte lassen sich elegant in unmittelbarer Nähe eines Motivs positionieren, selbst wenn dieses dicht an der Frontscheibe sitzt. Damit sind harmonische Ausleuchtungen auch mit nur einem Blitzgerät in kürzester Einstelldistanz möglich.    
Die maximale physikalische Vergrößerung des 50 mm Makroobjektives beträgt, wie schon erwähnt, wegen des kleinen Bildsensors nur 1:2 bzw. unter Wasser aufgrund der Lichtbrechung 1:1,5. Weil der 4/3-Bildsensor aber nur halb so groß ist wie ein Vollformatsensor, hat man das Gefühl, der Abbildungsmaßstab müsse größer als 1:1 sein. Ist er in Wirklichkeit natürlich nicht, aber er wirkt so. Noch gewaltiger kommt der Abbildungsmaßstab, wenn man den 1,4-fach-Telekonverter montiert. Hierzu ist der Gehäusezwischenring PER-E01 erforderlich. Dann wird aus dem 50er Makro ein 70 mm Makro, respektive ein 140 mm Kleinbildäquivalent. Der Abbildungsmaßstab wird hierdurch um das 1,4-fache größer. Die reale Vergrößerung beträgt dann an Land 1,07:1 und unter Wasser hinter Planglas 1,42:1. Der gefühlte maximale Abbildungsmaßstab liegt dann unter Wasser bei sage und schreibe 2,84:1. Und das bei sehr moderaten Schärfetiefeleistungen, denn im Four-Thirds-System sind die Schärfentiefen bei gleichem Motivabstand und identischer Blende doppelt so groß wie beim Vollformatsensor.     

Gedankenspiele

Eine Lanze wollen wir an dieser Stelle für das unterschätzte und in der UW-Fotografie wenig beachtete 35 mm Makroobjektiv brechen. Es entspricht bildwinkelmäßig einem kleinbildäquavalenten 70 mm Makro und lässt sich bis zum physikalischen Abbildungsmaßstab 1:1 fokussieren, also unter Wasser 1,33:1. Gefühlsmäßig wird man glauben, der Abbildungsmaßstab liege bei über 2:1 (rechnerisch 2,66:1). Kombiniert man das 35 mm Makroobjektiv mit dem 1,4-fach Telekonverter erreicht man erstaunliche Abbildungsgrößen. Sie liegen physikalisch bei 1,86:1 und äquivalent auf Kleinbild bezogen bei 3,72:1. Was wir Ihnen hier vorgerechnet haben, konnten wir leider nicht in der Praxis testen, denn Olympus bietet für das Mini-Makroobjektiv keinen Port an. Wir meinen, das ist ein dickes Versäumnis und hoffen auf Einsicht. Denn damit würde sich Olympus in den Makrohimmel katapultieren, vor allen anderen Mitbewerbern. Man sollte so eine Chance nicht ungenutzt lassen.

Highlight

Superoptik ist und bleibt das 7-14 mm Zoom. Sowohl abbildungsmäßig als auch vom Preis. Man erwartet für ein solches Objektiv dann auch den entsprechenden Domeport. Aber hier fällt die Abbildungsqualität leider etwas aus dem Rahmen, denn Olympus setzt das 7-14 mm Zoom mittels eines kleinen Gehäusezwischenrings hinter den viel zu kleinen Fisheye-Port... und der passt in dieser Kombination zum Super-Zoom wie ein Schaf ins Wolfsgehege. Blende 5,6 sollte man tunlichst nicht unterschreiten. Halbwegs verträglich werden die Abbildungsleistungen erst ab Blende 8, mit Einschränkung passabel ab 11. Störend sind in jedem Fall die Vordergrund- und Eckunschärfen, die man nur mit viel Toleranz und einem sonnigen Gemüt ertragen kann. Schließlich ist das 7-14 mm Zoom eine phantastische Optik, die beste dieser Art weltweit!! Nur nicht unter Wasser hinter dieser Domeglasanordnung.
Vernünftige Abbildungsleistungen erhält man leider erst beim zoomen in den Telebereich. Ab Brennweite 10 mm ist es erträglich, ab 12 mm wird es dann randscharf. Aber das nützt letztendlich wenig, weil man ja den Weitwinkelbereich bei Brennweite 7 mm nutzen möchte. Nach unserer Auffassung ist nicht nur der Domedurchmesser zu klein, auch die Position des 7-14 mm Zooms zur Frontscheibe stimmt um ca. 2-3 cm nicht. Ein etwas längerer Zwischenring wäre auch für Fremdhersteller sicherlich keine unlösbare Aufgabe, aber er müsste konisch verlaufen, damit Vignettierungen erst gar nicht auftreten können.
Gesucht wird ein entsprechend großer Domeport mit mindestens 200 mm Durchmesser. Keine Frage, hier muss Olympus nachbessern, sonst lässt sich das 7-14 mm Zoom für den Unterwasserbereich nur an Fotografen mit Sehfeler verkaufen.

Blitzen mit der E-300

Die Probleme beim TTL-Blitzen mit digitalen Spiegelreflexkameras und Amphibienblitzgeräten sind leider noch immer nicht gelöst. Auch nicht bei Olympus, obwohl es da nach Experten-Meinung noch am einfachsten sein soll.
Olympus stattet die E-300 mit einem eigenen Buchsen - Steckersytem aus. Es ähnelt dem Nikonos - System, ist aber kleiner und lange nicht so robust, weil die Buchse aus Kunststoff besteht. Auch bei vorsichtigem Umgang besteht die Gefahr, dass es zu einem Buchsenbruch kommt bzw. die Schutzkappe bei zu starkem Eindrehen durch Adhäsion festfrisst und kaum mehr gelöst werden kann. Dieser Fall trat an unserem Testgehäuse ein. Dann ist Holland in Not und man muss zaubern oder ein geschickter Feinmechaniker sein.
Zum PPO-E01 offeriert der Hersteller ein Systemblitzgehäuse (PFL-E01) für den Systemblitz FL-36. Der ist zwar nicht gerade schwachbrüstig, gilt aber auch nicht als Lichtherkules. Warum Olympus nicht den Profiblitz FL-50  unter Wasser anbietet, ist mal wieder eine fernöstliche Absonderlichkeit, für die es keine vernünftige Erklärung gibt. Am Geld kann es schwerlich liegen, kostet doch die E-300 mit einigen Objektiven und dem wichtigsten UW-Pipapo einige Tausend Euro. Und dann soll am Blitzlicht gespart werden? Das verstehe, wer will. Der FL-36 im PFL-E01 ist eine stabile und wuchtige Gerätschaft, die wie ein Halbschwergewichtler am Gehäuse hängt. Der Einbau verursacht keine Rätsel. Alles passt und dreht sich. Kleiner Schönheitsfehler: Der Blitzreflektor sitzt nicht mittig hinter dem Gehäusefrontglas.
Wir haben aus taktischen Gründen die Blitzbuchsen von UW-Gehäuse und  Systemblitzgehäuse gegen Nikonos - Buchsen austauschen lassen. Dann kann man mit einem gewöhnlichen Nikonos - Synchronkabel arbeiten und auch amphibische Blitzgeräte anschließen. Ein Umbau, der sich in allen Punkten auszahlt. Außerdem ließen wir im UW-Gehäuse einen Oly-Konverter installieren. Somit waren wir in der Lage, auch mit zwei konventionellen amphibischen Subtronic - Mini sowohl im TTL-Modus blitzen und auch das Fisheye auszuleuchten. Ein weiteres Steckmodul erlaubt Blitzen mit alten, nicht vorblitzfähigen Anphibienblitzgeräten. Wer nicht unbedingt TTL belichten will oder muss, kann auf diese Weise Geld sparen und seine alten Subtronic- oder Sea & Sea-Blitzgeräte weiterverwenden. Man muss nur wissen, wie! Blitzen mit zwei Olympus - Systemblitzgeräten geht leider nicht, weil sich die Ansteuerungssignale gegenseitig im Weg sind und die Kamera in den Error-Modus befördern. Hier erwarten die UW - Fotografen von Olympus eine praxisnahe Lösung mittels Doppelblitzkabel, das so geschaltet ist, dass der rechte Systemblitz die Kamera nicht ansteuert, sondern nur im TTL - Modus mitbelichtet. Da es solche Kabel schon zu analogen Zeiten gab, sollte es einer Kamerafirma nicht schwer fallen, dieses in den modernen Digicam zu verwirklichen. Wir warten... aber nicht bis zum St. Nimmerleinstag!!
Als weiteres Manko, das aber durch geschickte Bastler und Zubehörhersteller zwischenzeitlich gelöst worden ist, erweist sich die olympuseigene Halteschiene mit Blitzarm. Die Kombination ist zu unflexibel. Makrobelichtungen gehen nur bedingt, Weitwinkelausleuchtungen kaum mehr als dürftig. Wir empfehlen auch hier die Inanspruchnahme eines Zubehörherstellers.

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