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© UWW / Herbert Frei

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

© Herbert Frei mit Olympus C300

 

Preise

E-300 = ca. 799,- Euro
50 mm Makro = ca. 599,- Euro
1,4-fach Telekonverter = ca. 549,- Euro
14-45 mm Zoom = ca. 289,-
8 mm Fisheye = ca. 899,- Euro
7-14 mm Zoom = ca. 1999,- Euro
Systemblitz FL-36 = ca. 239,- Euro
Systemblitzgehäuse PFL-EO1 = ca. 699,- Euro
UW-Gehäuse PT-E01 für E-300 = ca. 1199,- Euro  
Standardport PPO-E01 für 14-45 mm Zoom = ca. 379,- Euro
Makroport PPO-E03 für 50 mm Makro = ca. 449,- Euro
Domeport PRO-E04 für Fisheye = ca. 999,- Euro
Gehäusezwischenring PER-E02 für Fisheyeport = ca. 269,- Euro
Gehäusezwischenring PER-E01 für Telekonverter + 50 mm Makro = ca. 119,- Euro

Infos
www.olympus.de/cameras/ 
www.mike-dive.de

Praxiserfahrungen

Mit Testgeräten kann man eine Vielzahl von Eindrücken sammeln. Häufig sehr gute, manchmal seltsame, nicht selten auch ärgerliche. Wer als Tester mit Fotogerätschaften wirklich abtaucht und damit arbeitet, den kann letztendlich nichts mehr überraschen. Und man stellt fest, dass auch hochangesehene Hersteller im speziellen Anwendungsbereich Unterwasserfotografie vor gedanklichen Aussetzern der Entwicklungsingenieure nicht immer verschont bleiben. Das festzustellen ist nur mit einer großen Zahl von Testtauchgängen möglich, wofür UnterWasserWelt weithin bekannt ist.

1. Eigenartigerweise konnten wir das 50 mm Makro im vorgesehenen Makroport nicht immer bis zum vollen Abbildungsmaßstab verwenden, weil das Objektiv beim Herausfahren an der Portwand streifte und hängen blieb. Die E-300 saß in diesem Fall vermutlich nicht zentrisch im Gehäuse. Es war aber nicht immer so, weshalb die Sache etwas mysteriös anmutet. Machen kann man da wenig, außer die Kamera nochmals aus- und einbauen und wieder probieren. 
Wir konnten uns ab und an in soweit behelfen, als dass wir den Standardport vom 14-45 mm Zoom verwendeten. Dieser Port kann zwar den echten Makroport wegen dessen geringen Volumens und der kleinen Frontlinse (Blitzgeräte können sehr nah an das Motiv herangeführt werden!) nicht ganz ersetzen, aber man kann damit seine Makroaufnahmen ebenso präzise gestalten. Wenn man den 1,4-fach Telekonverter montiert und zusätzlich den Gehäusezwischenring PER-E01 anbringt, dringt man damit weit in den Makrobereich ein. Probleme hatten wir damit nicht.
Unser Rat an den Hersteller: Den Makroport vorne im Durchmesser einige Millimeter größer machen. Es geht dort wirklich verdammt knapp zu.

2. Bei Verwendung des 7-14 mm Zooms hinter dem Fisheyeport  plus Gehäusezwischenring war bei unserem UW - Testgehäuse die Sonnenblende des Fisheyeports selbst bei exakter Ausrichtung des Domes am unteren Rand immer leicht zu sehen. Ein Indiz, dass die Kamera nicht zentral im UW-Gehäuse saß. Ein Justage- bzw. Konstruktionsfehlerfehler des Herstellers. Man kann die ins Bild ragenden Sonnenblendenzacken natürlich wegretuschieren. Eine Arbeit, an der man allerdings wenig Freude findet, weil sie nicht sein müsste. Ab einer Brennweite von ca. 9 mm verschwand der Rand der Sonnenblende im Bild.  
Da man nicht weiß, wie und ob man im Olympus - Stammhaus auf solche Erkenntnisse reagiert, eröffnet sich auch eine Chance für Zubehör- und Gehäusehersteller, hier einen passenden Domeport anzubieten. All zu schwer sollte das beim entsprechenden Engagement nicht fallen.

3. Erfahrungsgemäß funktionieren die Oly-Konverter von www.heinrichsweikamp.com (Einbau bei www mike-dive.de) nicht schlecht. An der E-300 kam es aber immer wieder zu unkalkulierten Ausreißern. 8-10 Bilder waren im Makrobereich immer korrekt belichtet, dann kam eines, das 2 Blenden zu hell war...also annähernd  mit Volllast belichtet wurde. Verwendet wurden zwei Subtronic-Mini mit konventioneller Nikon-TTL.
Verblüffendes geschah im Weitwinkelbereich. Man hatte manchmal den Eindruck, die Minis würden im TTL-Betrieb keine Leistung bringen. Korrekte Belichtungen waren häufig nur möglich mit ISO 400/27°, was aber wegen der Rauscharmut des Bildsensors kein Problem darstellte. Unbefriedigende Blitzbelichtungen gab es auch beim Wechsel von der manuellen Belichtungseinstellung auf Zeitautomatik. Hier blitzte es nur noch Bahnhof.

4. Wir empfehlen im Weitwinkelbereich die manuelle Blitzbelichtung. Aber nicht mit dem Oly-Konverter, sondern mit einem von mike-dive.de gelieferten speziellen Konverter für die manuelle Blitzbelichtung. Seltsamerweise funktioniert die manuelle Blitzbelichtung nicht, wenn der Oly-Konverter angeschlossen ist. Nach Angaben des Oly-Herstellers sind drei Zündimpulse erforderlich und die greifen nicht beim manuellen Blitzen.

5. Tröstlich ist, dass der Oly-Konverter ohne Fremdspannungsquelle auskommt. Das Oly-Blitzprotokoll soll nach Angaben von Elektronik-Experten relativ einfach sein, so dass eine Komplett-Entschlüsselung möglich ist. Der Mikroprozessor wird von der Kamera gesteuert. Das Spannungssignal beträgt 2,8 bis 3,2 V. Gewisse Problemchen sind aber noch zu lösen. Um den Oly-Konverter für manuelle Blitzbelichtungen funktionslos zu machen, müsste man einen Schalter anbringen, der beim Olympus UW-Gehäuse als Read-Kontakt ausgeführt sein könnte. Es ist schlicht ein Unding, dass man nicht von TTL auf die manuelle Blitzbelichtung wechseln kann. 

6. Mit dem Oly-Konverter funktionieren folgende Nikon-TTL-Blitzgeräte an der E-300, E-330 und E-500:

a) Hartenberger 125 HS, 250 HS, 650 HS
b) Inon D 200 W, D 200 VN, Z 240
c) Sea & Sea YS-120 TTL mit rundem Rückdeckel, YS-60 TTL mit mike-dive-Umbau auf MD 60 Speed (100,- Euro) 
d) Subtronic-Modelle Mini, Midi, Maxi, Nova
 
7. Tests auf Expeditionen und Explorer-Touren nehmen die Geräte deutlich mit. Der linke Blitzarm von www.mike-dive.de hat sich schon nach zwei Tauchtagen verabschiedet. Wir mussten ihn mit einer Zusatzschraube stabilisieren, sonst wäre er uns auseinander gefallen.

8. Man sollte sich nicht täuschen lassen. Die E-300 im PT-E01 hat trotz Polycarbonatgehäuse Abtrieb. Der Port selbst trägt wenig zum Auftrieb bei. Kompaktheit hat auch Schattenseiten. Montiert man noch zwei Subtronic Mini zieht die Ausrüstung mit mindestens 1,0 kg nach unten. Einhandauslösungen bedingen stabile Gelenke und Muckies. Wer die nicht hat, sollte sich zwei YS-120 TTL von Sea & Sea oder zwei Inon-Blitze zulegen. Damit gewinnt die Gerätschaft an Auftrieb und lässt sich besser handeln.

9. Kann man das 14-45 mm Zoom hinter dem Fisheyeport einsetzen? Diese Frage tritt auf, wenn man den Bildwinkel des Standard-Zooms auch unter Wasser nutzen möchte. Grundsätzlich sollte man den Gehäusezwischenring PER-E01 montieren. Dann kommt man mit einer Nahlinse von 2-4 Dioptrien aus.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Gehäusezwischenringe PER-E01 und PER-E02 mit dem Fisheyedome zu kombinieren. Dann lässt sich das 14-45 mm Zoom ohne Nahlinse bei jeder Brennweite scharf stellen. Und man kann annähernd den vollen Bildwinkel... allerdings mit leichter Vignetierung nutzen. Falls das Geld vorhanden ist, sollte man sich für das 14-54 mm Zoom entscheiden. 

10. An der E-300 lassen sich die AF-Meßfelder individuell einstellen. Obwohl sich eng beieinander liegen, ist es zumindest im Nah- und Makrobereich nicht klug, alle zu aktivieren. Weil die Kamera in diesem Fall selbsttätig entscheidet, auf welches Messfeld sie scharf stellen soll, kann es dahingehend zu Schärfeausreißern kommen, dass das Hauptmotiv schärfemäßig nicht erfasst wird. Aktivieren Sie deshalb bei Makroaufnahmen nur das zentrale AF - Meßfeld.        

Fazit

Die E-300 wird, wenn wundert es, auch schon nicht mehr gebaut. Gleichwohl wird die Kamera weiterhin vertrieben und dürfte auch als Neugerät noch lange erhältlich sein. Teilweise zum Schnäppchenpreis. Die Nachfolgerin, E-330 genannt, ist teurer, besitzt aber zusätzlich ein Lifebild auf dem Monitor. Wer das nicht benötigt, ist mit der E-300 auf Dauer günstiger bedient. Auflösung und Bildqualität sind über jeden Zweifel erhaben. Wer die E-300 besitzt, sollte sich das UW-Gehäuse holen. Es lohnt sich, denn Amateurfotografen können mit dieser Kamera noch viele Jahre fotografieren, ohne dass sie das Gefühl haben müssten, ein veraltetes Gerät zu bedienen.
Als E-300-Basisausstattung empfiehlt UnterWasserWelt das 50 mm Makro mit Telekonverter und das Fisheye, für Erinnerungsaufnahmen — auch außerhalb des Wassers — das 14-45 mm Zoom.       

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