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© Herbert Frei / UWW

by Herbert Frei 8.05

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Olympus ist den meisten Tauchern vermutlich nur als Produzent hochwertiger digitaler Kompaktkamers in transparenten Polycarbonatgehäusen bekannt. Dass der auf diesem Gebiet führende Hersteller auch digitale Spiegelreflexkameras baut, wurde vielen UW-Fotografen erst klar, als die Consumer-SLR E-300 auf den Markt kam. Kaum Beachtung in UW-Fotokreisen fand bis heute die professionelle E1. Eine Kamera, die auch verwöhnte Tester zum Staunen bringt, wie Herbert Frei entgegen aller Erwartungen feststellen musste.

Es war wie die Geburt einer Königin. Denn mit der E1 brach Olympus mit allen herkömmlichen Merkmalen und Traditionen einer digitalen Spiegelreflexkamera. Man muss die Konzeption dieser Kamera als den konsequentesten und kompromisslosesten Neuanfang auf dem Gebiet hochwertiger Digitalkameras bezeichnen. Kein anderer Hersteller hat sich bereits vor Jahren so weit vorgewagt und ein SLR-System geschaffen, das alle negativen Einflüsse konventioneller Objektive an digitalen Kameras eliminiert.
Der Grundidee zum Bau der Olympus E1 lag die störende Tatsache zugrunde, dass gewöhnliche Kleinbildobjektive an digitalen Spiegelreflexkameras ihre Höchstleistungen aus diversen optischen Gegebenheiten nicht erbringen können. Bildsensoren verlangen nach telezentrischen Objektiven, weil auch die Randstrahlen möglichst senkrecht auf die Sensorfläche auftreffen sollen. Ein gravierendes und noch ungelöstes Problem, wenn beispielsweise Bildsensoren im Kleinbildformat (24 x 36) mm mit Analog-Optiken verwendet werden.
Die zündende Idee war ein Bildsensor im Four-Thirds-Format, also mit einer Diagonale von 4/3 Zoll. Diese Entscheidung hatte den Vorteil kleinere, leichtere und lichtstärkere Objektive bauen zu können. Gegenüber dem Kleinbildformat ergibt sich ein Bildwinkelfaktor von 2,0. Aber das ist eigentlich relativ, weil es an Olympus - Spiegelreflexkameras keine Adaptionsmöglichkeiten für  Kleinbildobjektive gibt. Im Prinzip kann man deshalb auch von einem Full-Frame-Transfer-CCD-Sensor sprechen. Objektive und Bildsensor sind perfekt aufeinander abgestimmt und müssen nicht wie bei anderen digitalen SLR-Systemen von Kompromissen leben. Das im September 2002 initiierte E-System ist deshalb wegweisend wegen der optimal abgestimmten Komponenten. Weil das Four-Third-System von Kodak (Bildsensorlieferant) und Olympus (Objektive und Kameratechnik) als offener Standard konzipiert wurde, steht es jedem Hersteller frei, hier einzusteigen. Fuji-Photo-Film, Panasonic, Sanyo und Sigma sind dem Pool beigetreten. Und es ist zu erwarten und zu hoffen, dass andere folgen werden.

Neue Generation ohne Altlasten

Die E1 ist professionell konzipiert. Das sieht und spürt man an vielen Details. Anders als andere Kamerahersteller musste sich Olympus bei seiner ersten digitalen SLR nicht mit einer unbewältigten analogen Vergangenheit herumquälen. Ein entscheidender Vorteil, der revolutionäre Ideen zu Tage brachte.
Oberflächlich betrachtet könnte man in der heutigen Zeit die der E1 verpassten 5 Megapixel als etwas dürftig ansehen. In Wirklichkeit sind sie es aber nicht, weil das System in sich geschlossen ist und das Maximum aus den Bildern herausholt. Die 5 Megapixel der E1 haben eine spürbar höhere Qualität als beispielsweise 8 Megapixel in einer digitalen Kompaktkamera. Mit den konkurrierenden 6 Megapixel Spiegelreflexkameras anderer Mitbewerber kann die E1 mit einer Auflösung von 1440 Linien pro Bildhöhe leicht mithalten. Nicht ohne Grund wird die E1 von vielen Mode-und Studiofotografen verwendet. Und was dort up to date ist, sollte auch unter Wasser zu brillanten Ergebnissen führen.
Der Autofokus ist schnell und greift sehr gut, besitzt aber nur drei mittig angeordnete AF-Sensoren, die zudem sehr eng beieinander liegen. Bei der Fischfotografie hat sich dieses augenscheinliche Manko aber als Vorteil erwiesen. Auf gut strukturierten Schuppen steht der AF wie ein Musterschüler an der Tafel. Leider wird das aktive AF-Messfeld nicht farbig eingeblendet. Eine Auslöseverzögerung ist vorhanden, aber eher theoretischer Natur. Die Einstellempfindlichkeit erstreckt sich von ISO 100/21° bis ISO 3200/36°. Wir empfehlen aber höchstens bis ISO 400/27° zu gehen...und auch das nur in Ausnahmefällen, weil das Farbrauschen zumindest bei Makroaufnahmen störend wird. Bei ISO 100/21° produziert die E1 neutrale und reproduzierbare Farbaufnahmen, die für das menschliche Auge sehr angenehm sind.
Schärfe, Kontrast und Farbsättigung sollten Sie immer in der neutralen Einstellung lassen, die auch firmenseitig vorgegeben ist. Schon die geringsten Veränderungen - also eine Vorab-Bildbearbeitung in der Kamera -  bedingen eine immense Verlängerung der Speicherzeiten, was wiederum zu verzögerten Folgeaufnahmen führt. Nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, wenn man ein seltenes und scheues Motiv vor der Linse hat und Serienschüsse machen will. Finishen sie Ihre Bilder deshalb immer am PC oder Mac. In neutraler Position geht das Bildspeichern sehr flott. Mit fast drei Bildern pro Sekunde ist die E1 für UW-Aufnahmen ausreichend schnell. Beachten Sie: Der Blitz muss ja auch noch mitkommen!
Zwei Farbräume, sRGB und Adobe RGB können angewählt werden. Wenn die Bilder in Druckereien, Verlagen oder Magazinen weiterverarbeitet werden, sollte Adobe RGB angewählt werden. Dass die E1 nicht mehr taufrisch ist, erkennt man am relativ kleinen Monitor, dessen effektive Fläche selbst bei einer digitalen Kompaktkamera nicht mehr zeitgemäß wäre. Aber bei einer SLR sollte man das ohnehin nicht so eng sehen, weil das zu speichernde Bild ohnehin nur kurz gezeigt wird. Bildbeurteilungen hinsichtlich Schärfe, Gestaltung und Farbe können unter Wasser nicht in gewünschtem Umfang vorgenommen werden. Zumal die wenigsten Monitore echte Farben anzeigen.
Profiambitionen unterstreicht die E1 an diversen Stellen. So ist beispielsweise das Speicherkartenfach gegen versehentliches Öffnen geschützt. Eindeutiger Olympus - Hinweis: Niemals das Kartenfach öffnen und die Karte entnehmen, wenn die Kamera eingeschaltet ist. Die E1 liest Compactflash I + II sowie Microdrives. Auf Wunsch werden die Bilder gleichzeitig in JPEG und RAW gespeichert. Das beherrschen in dieser Preisklasse nur wenige Kameras. Vorteil dieser Doppelspeicherung: Man kann die JPEG-Daten ohne RAW - Konverter auf jedem Laptop oder Bildspeichergerät mit Monitor vorab in kürzester Zeit betrachten und die missglückten oder überflüssigen Dateien löschen. Die guten Aufnahmen im RAW - Format speichert man für die Nachbearbeitung. Zu beachten ist, dass diese Speichermethode einiges an Speicherbedarf kostet. Unter 1 GB Speicherkarte sollten Sie in diesem Modus nicht ins Wasser steigen. Interessant ist, dass die RAW - Daten mit allen JPEG - Kompressionen kombiniert werden. Wenn man also die JPEG-Daten nur für die schnelle Kontrolle benötigt, kann man auch mit HQ oder SQ speichern. Das erhöht dann natürlich die effektive Bildzahl im RAW - Format. Man hat so die Wahl zwischen etwa 70 und 90 Doppelspeicherungen auf einer 1GB-Karte. Achtung: Doppelspeicherungen RAW * JPEG können nur im Menü vorgewählt werden.   
Deutlich weniger Datenballast bekommt man, wenn man nur JPEG speichert. Ganz ehrlich, das reicht für die meisten Fälle aus. Wählen Sie aber den Speichermodus SHQ, dann liegen Sie zumindest nicht falsch. Immerhin liefert die E1 mit einer 1 GB-Speicherkarte bei SHQ satte 260 Bilder. Im RAW - Format nur 101. Zusätzlich bietet die E1 auch TIFF - Dateien an. Hier kann man dann 69 mal abdrücken. Das sollte auch wilden Shootern pro Tauchgang hinlänglich reichen. Interessant sind die Dateigrößen. Ein RAW - Bild belegt 10,2 MB, eine Tiff - Datei kommt auf 14,4 MB und bei SHQ (Datenkompression 1:2,7) sind es nur noch 3,8 MB. Engagierte UW-Fotografen sollten sich eine 2 GB-Karte zulegen, dann muss nicht nach jedem Tauchgang umständlich das UW-Gehäuse geöffnet und die Speicherkarte heruntergeladen werden.
Keine Sorge wegen des Akkus. Dieser ist ein kleiner Gigant, der - sofern man es nicht übertreibt - einen ganzen Tauchtag Energie spendet.
Einzigartig unter den digitalen Spiegelreflexkameras ist die Ultraschallreinigung des Bildsensors, die es sonst nur noch bei der Schwesterkamera E 300 gibt. Verschmutzungen auf der empfindlichen Oberfläche zeigen sich explizit in dunklen Punkten, Streifen und Schatten. Wenn es erst einmal soweit ist, müssen andere Kameras zum Service. Bei der E1 kann es wegen der speziellen Reinigungsvorsorge gar nicht erst soweit kommen.

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