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© Herbert Frei / UWW

© Herbert Frei

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Objektive

Aufgrund des kleinen Four-Thirds-Sensors können auch die Objektive kompakt gehalten werden. Als die E1 über die Jahreswende 2003/2004 auf den Markt kam, war das Objektivangebot naturgemäß noch ziemlich dünn. Insbesondere die bei UW-Fotografen beliebten Festbrennweiten wurden von tauchenden Interessenten schmerzlich vermisst. Die Folge daraus war zwar Neugierde, aber wenig Kauflust. Und wenn die Nachfrage stockt, baut auch keiner ein adäquates UW-Gehäuse. Mit Ausnahme der amerikanischen Kunststoffmanufaktur „Ikelite“. In den USA hatte die E1 allerdings schon immer einen anderen, sprich höheren Status, wurde dort auch von Canon- und Nikon - Anhängern stets als gleichwertige Mitbewerberin im Profisektor betrachtet.
Wichtigstes Objektiv ist das 50 mm Makro, das enorm schnell in die Schärfe zieht und eine mehr als passable Abbildungsqualität garantiert. Mit einer Lichtstärke von 1: 2,0 avanciert das Objektiv zum Makro - Lichtriesen, was sich in einem hellen Sucherbild bemerkbar macht und sich deshalb auch positiv auf die AF-Geschwindigkeit auswirkt. Geradezu verblüffend ist die Ehrlichkeit von Olympus, wohlwissend, dass nicht alle verstehen, was groß auf der Fassung des Makroobjektives steht: 1: 2! Das 50er bildet tatsächlich nur den maximalen Abbildungsmaßstab 1:2 ab, obwohl die Motive auf dem Kameramonitor bzw. am PC so groß erscheinen, als wären sie mit 1:1 gemacht. Ursache ist der Four-Thirds-Bildsensor, dessen Diagonale nur halb so lang ist wie die des Kleinbildformates. Daraus resultiert ein Bildwinkelfaktor von 2,0 - was so viel heißt, dass der Bildwinkel des 50 mm Olympus - Makro dem eines 100 mm Makroobjektives im Kleinbildformat entspricht. Da aber die natürliche Abbildungsgröße, also der 1:1-Maßstab, von der Größe des Aufnahmeformates abhängig ist und man mit dem 50er Makro nur Objekte in realer Größe von der doppelten Diagonale des Four-Thirds-Sensors abbilden kann, verbleibt rein rechnerisch ein Abbildungsmaßstab von 1: 2. Zur Verdeutlichung: Eine 34 mm lange Nacktschnecke kann mit einem (24 x 36) mm-Bildsensor formatfüllend in natürlicher Größe, also im Maßstab 1:1 fotografiert werden. Lichtet man dieselbe Nacktschnecke mit der E1 ab, kann sie wegen des kleineren Bildsensors nur halb so groß wie in Wirklichkeit abgebildet werden. Also im Maßstab 1: 2.
Positiv ist aber, dass der Schärfentiefebereich gegenüber Kleinbildformat bzw. im Vergleich zu einem Kleinbildsensor etwa eine Blendenstufe mehr ausmacht. Zur Verdeutlichung: Blende 16 an der E1 entspricht hinsichtlich der Schärfenausdehnung gut und gern Blende 22 beim Kleinbild. Nachteilig ist wiederum, dass man nicht über den in vielen Fällen idealen Bildwinkel eines 50er Makros beim Kleinbild verfügt. Wir wünschen uns deshalb von Olympus zusätzlich ein 25 mm Makro oder besser noch ein 25-75 mm Makrozoom bis Abbildungsmaßstab 1:1,5. Das wäre dann der Makrohimmel auf Erden.
In Sachen Zoomobjektive legt Olympus neue Maßstäbe an und schockt gleichzeitig die Mitbewerber mit rekordverdächtigen Lichtstärken. Für die UW-Fotografie eignen sich aber insbesondere bezahlbare Objektive wie das 3,5-5,6/14-45 mm Zoom bzw. das 2,8-3,5/11-22 mm Zoom. Zu den Ausnahmeobjektiven gehört das 4,0/7-14 mm Wide-Zoom, das allerdings auch durch seinen Preis von ca. 1800,- Euro nur noch selten in die Hände von Normalverdienern gelangen wird.
Aktivitäten zeigt Olympus auch bei den Sonderoptiken. Ein vollformatiges Fisheye ist für Januar 2006 angekündigt und wird, sofern es halbwegs bezahlbar sein wird, in der UW-Fotografie ganz vorne mitmischen. Es wäre dann nach dem 10,5 mm Nikkor - Fisheye das zweite spezielle Digital - Fisheye, das für neue Impulse unter Wasser sorgen dürfte.

Ikelite E1-Gehäuse

Bei Diskussionen um und über UW-Gehäuse prallen beim Namen Ikelite die Meinungen häufig gegensätzlich aufeinander. Für einen gestandenen Germanen mit konservativer Einstellung kommt ohnehin nur ein Metallgehäuse in Frage. Vielfach machen auch Gespenstergeschichten die Runde. Ikelite - Gehäuse hielten nichts aus, seien potentiell wässerungsgefährdet und implodieren jenseits der 30 m Tiefenmarke. Wie immer im Leben haben solche Stories zwei Seiten. Eine dunkle und eine helle.
Ikelite - Gehäuse bestehen wie auch die Hüllen für digitale Kompaktkameras aus transparentem Polykarbonat. Nirgendwo steht, dass das schlecht sein soll. Schlecht ist nur, wenn man ein solches Gehäuse nicht richtig behandelt. Fallen lassen sollte man es tunlichst nicht, aber das nehmen auch Metallgehäuse manchmal krumm. In der Sonne schmoren lassen kann eventuell zu Rissbildung und Materialverfärbung durch die UV-Strahlung führen. Aber das müsste man, um wirkliche Materialschäden zu provozieren, schon Tage und Wochen machen. So bescheuert wird wohl keiner sein. Eine gewisse Gefahr liegt in der Alterung des Kunststoffs hinsichtlich feiner Haarrisse. Aber auch das sollte man nicht überbewerten. Ikelite produziert seine transparenten UW-Gehäuse seit Urzeiten, ist eine der größten Firmen für UW-Fotozubehör und finanziell kerngesund. Viele Reklamationen pro Jahr können es also nicht sein, sonst wäre der Hersteller längst pleite und mit typischen amerikanischen Entschädigungsprozessen konfrontiert. Man weiß ja, wie so etwas abläuft.
Aus welchen Gründen auch immer sind Ikelite-Gehäuse wie klobige Glaskästen konzipiert. Ein Hort der Schönheit ist die Policarbonathülle nicht, eher eine Heimstatt für Praktiker. Die Kamera liegt auf dem Präsentierteller wie Dekomaterial in einer Glasvitrine. Ungewohnt aber nicht unsympathisch, weil man alle Einstellungen und Übertragungen von außen übersehen und kontrollieren kann.
Beim Einbau der Kamera gilt der Leitsatz: Wer in die Küche geht, darf sich nicht vor Hitze fürchten. Die Befestigung der E1 ist bei den ersten Malen durchaus ein rustikales Abenteuer, dasTatkraft und Fingerspitzengefühl verlangt. Bei Ikelite, so die Fans der Marke, ist das Undenkbare immer denkbar. 
Vermutlich ist Ikelite der einzige und damit letzte UW-Gehäusehersteller, bei dem die Kamera am Rückdeckel befestigt wird. Vorteile kann man in dieser Konzeption schwerlich erkennen, höchstens den, dass die E1 zwischen Hebeln und Druckknöpfen so eingezwängt ist, dass nicht einmal ein Erdbeben ihre Position verändern könnte. Die Toleranzen sind so knapp gehalten, dass man den Monitorschutz abnehmen muss, sonst klemmt es rundum. Weil die Montage als fummelig bezeichnet werden kann, muss man unheimlich aufpassen, dass nichts verstellt wird. So ist es uns zweimal passiert, dass die Okularabdeckung versehentlich eingeschwenkt wurde...dann ist unter Wasser das Sucherbild so dunkel wie eine Karsthöhle.
Ähnliches kann mit dem Blitzschuh passieren. Man meint, er sitzt richtig, aber das ist dann Selbsttäuschung. Beim Blitzen zündet es manchmal, meistens aber nicht. Hier sind vor dem Verschließen des Gehäuses sorgfältige Kontrollen erforderlich, sonst gehen Ärger und Infarkt eine unheilvolle Koalition ein.
Umständlich ist, dass man die E1 beim Karten- oder Batteriewechsel komplett ausbauen muss. Das hört sich jetzt schlimmer an, als es wirklich ist. Mit der Zeit bekommt man nämlich so viel Übung und Routine, dass man dieses Procedere sogar noch kurz vor dem Tauchgang bewältigen kann. Es ist wie mit einer Krawatte. Wer sie nicht oft bindet, läuft Gefahr sich seine Finger zu verknoten. Mit Routine macht man es dann locker zwischen Tür und Angel.
So umständlich das Ikleite E1-Gehäuse auch wirken mag, es ist sehr durchdacht und letztendlich genauso funktionell wie die meisten Metallgehäuse. Im Gegenteil! Alle 22 Durchführungen konnten einwandfrei betätigt werden. Sogar die gänzlich überflüssigen wie der Schärfentiefeknopf, mit dem die Blende auf den vorgewählten Wert geschlossen wird. Nicht alle Übertragungen funktionieren aber schnell und unkompliziert. Insbesondere der Ein/Ausschalter ist ein Meisterstück tüfteligen Querdenkens. Gleichwohl hat es keine Probleme gegeben. Unter Wasser konnte diese Übertragung mit etwas Geschick immer zum guten Abschluss gebracht werden. Die gefederten und teilweise eng zusammenliegenden Druckknöpfe besitzen einen etwas langen Weg, was aber nicht schlimm ist. Wer etwas bedienen möchte oder muss, kommt gut klar. Wir absolvierten aber bewusst Tauchgänge, da betätigten wir am UW-Gehäuse außer Blendenrad und Auslöser nichts anderes. So und nicht anders sollte die UW-Fotografie ablaufen. Dann kann man sich auf die Bildgestaltung und die Motive konzentrieren. Das sinnlose Zappen, Suchen und Verändern relevanter Daten in den Menüebenen lenkt nicht nur von der eigentlichen UW-Fotografie ab, sondern führt letztendlich auch zu Einstellfehlern, deren unerwünschte Wirkungsweise man oft erst am PC oder Mac erkennt.
Wenn die E1 nun im Rückdeckel befestigt ist, wird dieser auf das Mittelteil aufgesetzt. Dazu muss der Übertragungshebel für die Vorwahl der AF-Meßfelder kunstvoll aus dem Weg gebracht werden. Der Rückdeckel selbst ist ausladend -  mit 2,5 cm Wandstärke. Der aus Silikonmasse bestehende Haupt-O-Ring sitzt nicht etwa in einer Nut, wie das üblich ist. Man legt ihn einfach über eine umlaufende Kante. Gehalten wird er von der eigenen Längsspannung. Man kann nicht sagen, dass diese Einfachmethode  schlechter als die konventionelle ist. Nie war Wasser im Gehäuse, nie gab es auch nur die geringsten Probleme. Wichtig ist, den blauen O-Ring ausschließlich mit dem vom Hersteller empfohlenen Fett einzureiben.
Mit den am Mittelteil sitzenden Spannverschlüssen dürften insbesondere Frauen ihre Not haben. Erstens gehen sie recht stramm und zweitens sitzen die rechts und links angeordneten Spanner so eng an den Handgriffen, dass beim Schließen und Öffnen nicht mal mehr ein Lichtstrahl hindurchpasst. Hier versteckt Gefahr für das Leben der Kamera. Wer nämlich nicht aufpasst, verkantet beim einseitigen Schließen den Rückdeckel. Sinnvoll wäre hier je ein Langloch, um die Handgriffe seitlich nach außen zu verschieben. Rätselhaft, mit welchen Händen der Konstrukteur das ausprobiert hat.
Kriterium eines guten UW-Gehäuses ist immer auch der Sucher. Hier geht Ikelite den Weg der finanziellen Vernunft. Der Sucher ist zwar keine wirkliche Verbesserung der fotografischen Lebensumstände, aber er erfüllt seinen Zweck. Und er ist gar nicht mal so klein, wie man denken könnte. Selbst Brillenträger kommen mit ihm halbwegs klar, Normalsichtige haben überhaupt keine Probleme. Trotzdem muss man Ikelite raten, hier etwas Entwicklungsarbeit zu leisten. Die Konkurrenzsucher von SeaCam oder Sealux sind geradezu feierliche Kleinode gegen das nicht mal kleine Ikelite - Guckloch. Wenn man die Maske an den Ikelite - Sucher anlegt, kann es passieren, dass man mit dem linksseitig angebrachten Synchronkabel kollidiert, das wie ein Widerhaken aus den Gehäuse ragt. Wie man hört soll Ikelite wegen diverser Beschwerden von Anwendern und einiger Gagfotos im Internet über einen Winkelstecker nachdenken. Das wäre nicht nachteilig, weil man sich mit einer großvolumigen Maske unweigerlich auf Konfrontationskurs begibt.                   
Massiv gibt sich die Schiene mit den stattlichen Handgriffen. Da könnten zur Bemaßung Holzfällerhände Pate gestanden haben. Und auch das Gewicht der Schienen-Einheit kann sich sehen lassen. Das hat aber gute Gründe, weil der ausladende Innenraum des Gehäuses mit seiner Luftblase nach oben zieht. Nur mit einem Zusatzgewicht ist neutrales Tarieren der Gerätschaft möglich, zumal auch der Ikelite-Blitz keinen sonderlichen Abtrieb vorweisen kann. Auf Flugreisen sollte die Schiene samt Handgriffen separat transportiert werden. Dem Importeur ist anzuraten, beim Verkauf des Iklelite E1-Gehäuses den passenden Vierkantschlüssel beizulegen. Normalbürgen haben den mit Sicherheit nicht in der Werkzeugkiste.

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